Finanztip sagt Dax ETF verkaufen und msci World kaufen

  • Da ist er ja wieder der Kampfbegriff

    leistungslose Kapitalerträge

    von pöhsen für das Alter Vorsorgenden im Speziellen und/oder den noch pöhseren Kapitalisten im Allgemeinen.

    Magst Du mal erklären, was daran in der Gesamtschau und en Detail "leistungslos" ist ...


    Geht mir übrigens ähnlich, wenn auch nicht ganz so drastisch im Sinne von "kein Vertrauen" aber eben nur sehr bedingtes Vertrauen,

    ... ich wollte damit nur ausdrücken das ich bezüglich der Zahlung von Steuern (abseits der Einkommensteuer für Arbeitnehmern) kein vertrauen in den Staat habe.

    wenn es staatlicherseits dann um die Verwendung und den Einsatz der eingenommenen Steuermittel geht.

  • haben dem IRS, also dem amerikanischen Fiskus, gegenüber Steuer hinterzogen?

    Das habe ich übrigens nie behauptet, ich wollte damit nur ausdrücken das ich bezüglich der Zahlung von Steuern (abseits der Einkommensteuer für Arbeitnehmern) kein vertrauen in den Staat habe. Das fängt bei nicht besetzten Steuefahnder stellen an, geht über verfallende Immobilien wo angeblich niemand weiß wem sie denn nun gehören und geht über den heftigen Steuerraub cum ex cum cum cum what ever durch und für unsere Leistungsträger. Und bei Fonds in Luxemburg, Wertpapierleihe uvm bei ETFs habe ich Zweifel ob das alles so klappt wie erhofft

  • Das ja nett, dass [das] IRS sich um die Versteuerung der Kursgewinne deutscher MSCI-World-Anleger kümmert und diese dann brav an Deutschland oder wen auch immer weiterleitet :)

    Internationales Steuerrecht ist sichtlich nicht Deine Stärke.

    Ein physisch replizierender ETF hält die Aktien seines Portfolios und bekommt auch die Dividenden dieser Aktien - und zwar quellenversteuert, wobei der Quellensteuersatz pro Land unterschiedlich sein kann. Günstig ist das Fondsdomizilland Irland (ISIN beginnt mit IE...), weil in diesem Fall nur 15% Quellensteuer einbehalten werden. Die sind aber garantiert weg, dafür sorgt in der Tat die amerikanische Steuerbehörde.

    Da wird nichts weitergeleitet, da muß auch nichts weitergeleitet werden.

    Hält ein deutscher Anleger die US-Aktien direkt, bekommt er die Dividenden auch quellenversteuert ausbezahlt. Für die deutsche Steuer bekommt er die bezahlte US-Steuer aber angerechnet. So steht das im Doppelbesteuerungsabkommen. Der deutsche Anleger zahlt für die US-Dividenden neben den obligatorischen 15% US-Steuern nur noch 10% deutsche Steuer, was sich beides zu 25% addiert.

    Steckt die US-Dividende aber im ETF, wird nichts angerechnet, sondern die vorversteuerte Dividende nochmal mit 18,5% versteuert, was sich insgesamt zu 30% addiert. In einem ETF werden Dividenden also höher besteuert als bei einer Direktanlage, Kursgewinne aber geringer als bei einer Direktanlage. Je nach Verhältnis von Dividendenrendite und Kursrendite landet man bei einem Steuersatz von etwa 22%. Ich habe das neulich hier im Forum mal ausführlicher vorgerechnet.

    Daß Leute Deiner politischen Couleur grundsätzlich Probleme mit Kapitalerträgen haben ("leistungsloses Einkommen") ist allgemein bekannt. Geschenkt.

  • leistungslose Kapitalerträge

    Kapitals Erträge sind nicht Leistungslos, Leistungslos also ohne Gegenleistung erbracht werden hingegen Transfer Leistungen unsererseits sozial Systems, welche ohne Kapital Erträge gar nicht möglich wären. Ansonsten kannst du mir sicherlich detailliert erklären wie Kapital Erträge von Firmen zustande kommen, und dass diese ohne Leistung der dahinter liegenden Firma entsteht.


    Kapital Erträge:
    Kapitalbereitstellung und Risiko: Die Bereitstellung von Kapital für die Wirtschaft stellt bereits eine Leistung dar. Investoren verzichten auf sofortigen Konsum und tragen das Risiko, dass ihre Investition an Wert verliert oder ganz ausfällt, sie tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Landes bei.
    Durch die Mitinhaber schafft trägt man Verantwortung, man ist als kapital gebende Person dafür verantwortlich dass das Investment langfristig tragbar ist, dies wird im Rahmen von Aktien Gesellschaften entweder direkt durch Stimmrechte, passiv durch die Abgabe dieser an Dienstleister oder durch das bereitstellen von Kapital ohne direkte Einmischung getan.

  • Das stimmt ja schonmal nicht, die Rendite ist ja bei Msci World Investoren staatlich garantiert. Siehe Rettungspakete 2009, 2020, 2022 uvm

    wäre mir neu wenn "der staat" international firmen gerretet hätte, daher nein der Deutsche staat hat allenfalls den DAX gestützt, nicht aber den MSCI world.

    auch subenventioniert der staat nur bestimmte Geschäftsfelder, innherhalb von Deutschland, und nicht internatonal wie von dir ins feld geführt, die meisten Unternehmen, selbst innerhalb von Deutschland, müssen ohne derartige zuwendungen auskommen.

    Mal Davon ab Garantiert der Staat keine Rendite für die Anleger, dass wäre mir neu,

    er ist allerdings vollsätndig abhängig von Wirtschaftlichen Postiven Daten und hat damit ein Eigeninteresse dass die Wirtschaft funktioniert, da er hieraus sein Gesamtes zur Verfügung stehende Kaptial generiert, ohne Positive Wirtschaftseinwicklung im eigenen Land (dax gebiet) sinken die einnahmen des Deutschen Staates Langfritig.

    Die alternative wären in vielen fällen massive Job Verluste & Insolvenen, sowie Probleme mit der Versorgung von Grundgütern, Firmen die Insolvenz gehen durch eine Krise, aber eigentlich ein gutes tragfähiges Geschäfft aufweisen, haben in den folge jahren eine gute rendite erzielt, welche eine Grundlage der einnahmen des staates sind, welche unter anderem für Leistungslose Transferleistungen herhalten können. Übrigens nicht nur Bürgergeld ist eine TransferLeistung sondern auch Gelder im Rahmen des KurzarbeiterGeldes (ein paar andere Posten gehören auch noch dazu das führt an dieser stelle aber zu weit)


    Der deutsche staat hat in der Krise weil du diese erwähnt hast 2020/2021/2022 beispielsweise die Lufthansa unterstützt bzw. gerret, allerdings nicht ohne Gegenleistung, die Aktien die dieser als Gegenleistung erhalten hat, konnte der Staat wenig später mit einem Positiven Ergebnis wieder einlösen.

    Mir ist es weiterhin nicht klar, weshalb der Staat nicht selbst in DAX und MDAX titel an den jeweiligen börsen investiert, um vom hoffentlich auftretenden anschließenden Aufschwung wie beim LufthansaDeal unmittelbar zu profitieren.

    Die sonstigen Corona hilfen haben dazu geführt dass es weniger Insolvenzen, und damit langfristig als Investition gesehn werden können, für laufende Steuereinnahmen aus den So unterstützten Betrieben & Lohnsteueraufkommen der beschäftigten, also ebenfalls Wirtschaftlich Postiven Kickback mit Risiken verbunden aber nicht perse Leistungslos waren.

    Einmal editiert, zuletzt von Asna (11. Januar 2026 um 18:22)

  • Ist aber eigentlich auch egal. Wollte nur generell diesen Unsinn widerlegen

    Die wesentlichen Risiken des Investors werden sobald sie eintreten vom Staat übernommen (2009, 2020, 2022 uvm). Das bedeutet nicht das der Staat einen bestimmten Aktienpreis garantiert und es daher nicht mehr zu kleineren Schwankungen im Preis kommt.

  • Hallo zusammen,

    „Die Steuer sollte nicht an erster Stelle stehen, sondern an zweiter“ – genau dieser Gedanke wird ja auch bei Finanztip immer wieder betont.

    Gerade wenn es darum geht, bestehende Positionen – etwa einzelne DAX-Werte – zu veräußern, um langfristig breiter zu diversifizieren, wird es jedoch anspruchsvoll. Eine kleine Beimischung ist dabei gar nicht das Thema, sondern eher der „größere“ Umbau des Portfolios.

    Vor diesem Hintergrund stellt sich für mich die Frage:
    Ist es wirklich sinnvoll, aus steuerlichen Gründen an DAX-Einzelwerten festzuhalten, wenn man davon ausgeht, dass ein weltweit diversifizierter ETF (MSCI World bis. MSCI ACWI IMI) langfristig die bessere Anlageentscheidung ist?

    Oder ist das eigentliche Problem weniger steuerlicher Natur, sondern vielmehr mentaler Art? Gerade bei lange gehaltenen Positionen fällt es schwer, sich von „zu viel“ DAX zu trennen – man hängt an den Titeln, und die Entscheidung wird schnell emotional statt rational.

    LG