Eigentumswohnung ohne Eigenkapital

  • Andere haben eben andere Kriterien als du

    Weiß der TE denn wirklich, was er will? Er wohnt bisher mitten in der Stadt. Jetzt redet er davon, ins Kaff zu ziehen, kann aber ein Kaff und einen Ort mit 20 000 Einwohnern nicht unterscheiden. Alle Probleme, die sich durch so einen Umzug ergeben, lassen sich per Home Office lösen und die 1-3 Mal pro Monat, wo man fahren muss, braucht das Auto ja nur ein bisschen Strom...

    Ich sag dir was, ich dazu denke. Da hat jemand den Traum von der eigenen Immobilie, der in der bisherigen Lage utopisch war. Jetzt ergibt sich eine Chance und dabei ignoriert man alle möglichen Probleme und Fallstricke.

    Das kleinste ist noch das fehlende Eigenkapital, das ist bei der Summe relativ beherrschbar. Das größere Problem ist, dass ich nicht glauben kann, dass es in vernünftiger Lage eine Wohnung für 1400€/qm gibt, die nur ein paar bessere Schönheitsreparaturen für kleines Geld braucht. Bei dem Preis müssen erstmal die Alarmglocken schrillen. Und das größte Problem ist, dass so ein Umzug viel mehr als eine finanzielle Entscheidung ist. Wer wegen vermeintlich niedriger Wohnkosten in die Provinz zieht, erleidet leicht Schiffbruch. Das Freizeitangebot ist eben ein ganz anderes als in der Stadt. Ich hoffe der TE hat als Hobby Fußball, Feuerwehr oder Blasmusik, sonst wird es schnell dünn. Das soziale Umfeld zieht nicht mit um und fährt auch nur in den seltensten Fällen hundert Kilometer Rundtrip um bei jemand zu Hause zu sitzen. Also fährt man halt selbst. Viel. Die Mobilitätskosten auf dem Land sind nicht zu verachten und Home Office löst das nur begrenzt.

  • Hallo electricfix,

    zwei Punkte, die (wenn ich es nicht überlesen habe) noch nicht angesprochen wurden:

    hat auch Deine Freundin auch schon Erfahrung mit dem Leben auf dem Land / in der Kleinstadt? (Ich bin vor ein paar Jahren nach 20 Jahren Grosstadt in so eine Region gezogen und will inzwischen unbedingt zurück, weil es doch ganz anders ist als vorgestellt. Leider ist das mit Wohnungs- / Mietpreis-situation in Grossstadt jetzt sehr schwierig bzw. sehr teuer. Hätte ich ein Haus auf dem Land gekauft, was ich eigentlich wollte, aber mangels passenden bezahlbaren Angeboten nicht geklappt hat, wäre es aber noch viel schwieriger. Ich bin jetzt eigentlich ganz froh, dass ich das Projekt Landleben mal für eine Weile mietend getestet habe, aber gegen dicken "Aufpreis" (Miete...) mit Geduld und Suchen zumindest zurück kann).

    Zweiter Punkt Homeoffice: Habt Ihr beide das im Arbeitsvertrag fest vereinbart als Anspruch? Oder nur aufgrund Betriebsvereinbarung oder Praxis des AG? Bei mir ist durch zwei Managementwechsel beim Arbeitgeber in den letzten 2 Jahren jeweils recht kurzfristig erst von 1 Tag Büro pro Woche auf 2, jetzt auf 3 Tage umgestellt worden- verpflichtend. Die Kollegen, die mietend oder kaufend im Vertrauen auf die 1 Tag pro Woche Regelung weiter rausgezogen sind und pendeln, sind nun gekniffen mit 1 aufwärts/Fahrt aufwärts, 2 mal am Tag, 3 mal die Woche.

    Ansonsten viel Glück, wie immer Ihr Euch entscheidet.

  • hat auch Deine Freundin auch schon Erfahrung mit dem Leben auf dem Land / in der Kleinstadt? (Ich bin vor ein paar Jahren nach 20 Jahren Grosstadt in so eine Region gezogen und will inzwischen unbedingt zurück, weil es doch ganz anders ist als vorgestellt. Leider ist das mit Wohnungs- / Mietpreis-situation in Grossstadt jetzt sehr schwierig bzw. sehr teuer. Hätte ich ein Haus auf dem Land gekauft, was ich eigentlich wollte, aber mangels passenden bezahlbaren Angeboten nicht geklappt hat, wäre es aber noch viel schwieriger. Ich bin jetzt eigentlich ganz froh, dass ich das Projekt Landleben mal für eine Weile mietend getestet habe, aber gegen dicken "Aufpreis" (Miete...) mit Geduld und Suchen zumindest zurück kann).

    Erfahrung haben wir definitiv darin, ich komme aus einem Dorf mit 9.000 EW und meine Parteien aus der Pampa, wie sie sagt, mit knapp 2.000 EW. Nach nun zwei Jahren wollen wir dringend zurück, irgendwo hin, wo nichts ist. Selbst wenn ich dann mal 15km zum nächsten Laden müsste, das ist kein Problem. Immer, wenn wir bei der Familie sind, die meisten wohnen von denen auch in einem „Kaff“ mit 20.000 EW, fühlen wir uns erleichtert und fast schon wie im Urlaub.

    will? Er wohnt bisher mitten in der Stadt. Jetzt redet er davon, ins Kaff zu ziehen, kann aber ein Kaff und einen Ort mit 20 000 Einwohnern nicht unterscheiden. Alle Probleme, die sich durch so einen Umzug ergeben, lassen sich per Home Office lösen und die 1-3 Mal pro Monat, wo man fahren muss, braucht das Auto ja nur ein bisschen Strom...

    Natürlich würde ich nicht aufs Dorf in ein Eigenheim / etwas „festes“ raus ziehen, wenn ich nicht schon wüsste, wie es dort ist. Unsere Familien kommen selbst aus solchen Orten, und auch die nennen das „Kaff“. Ich verstehe auch nicht so ganz, was daran ein Problem sein soll, dass unser Auto ein wenig Strom verbraucht. Wir können auf der Arbeit und bei der Familie umsonst laden. Ob ich nun 100km jede Woche zur Familie fahre und dafür kaum sonst das Auto bewege, oder nun in die Nähe der Familie ziehe, wo eine gute Zugverbindung besteht und ich das Auto dann 1-3 mal pro Monat für 100km zur Arbeit verwende, macht für mich keinen großen unterschied. Zwei Autos werden mit Nichten nötig, denn wir arbeiten beide sehr nahe aneinander. Folglich könnten wir sogar täglich ins Büro fahren und uns würde der Arbeitsweg keine zusätzlichen Kosten schaffen. Der einzige Kostenfaktor fürs Auto ist bei uns der Verschleiß und die Versicherung und selbst das ist mit Garantie und Wartungsvertrag, sowie sehr günstiger Vollkasko kaum ein Posten in der Rechnung.

    Habt Ihr beide das im Arbeitsvertrag fest vereinbart als Anspruch? Oder nur aufgrund Betriebsvereinbarung oder Praxis des AG? Bei mir ist durch zwei Managementwechsel beim Arbeitgeber in den letzten 2 Jahren jeweils recht kurzfristig erst von 1 Tag Büro pro Woche auf 2, jetzt auf 3 Tage umgestellt worden- verpflichtend. Die Kollegen, die mietend oder kaufend im Vertrauen auf die 1 Tag pro Woche Regelung weiter rausgezogen sind und pendeln, sind nun gekniffen mit 1 aufwärts/Fahrt aufwärts, 2 mal am Tag, 3 mal die Woche.

    Das ist bei uns beiden fest im Vertrag und auch separat in der Betriebsvereinbarung geregelt. Da unsere Schreibtische sowieso in getrennten Räumen stehen und auch in Zukunft stehen werden, kommt man sich da nicht in die Quere.
    Mein Vorgesetzter ist auch erst 600km weit weg gezogen und das Management scheint auch nach dem erst kürzlich erfolgten Wechsel nichts ändern zu wollen, da wir zumindest in meinem Falle überall auf der Welt unsere Büros und Niederlassungen haben.

    Noch ein Wort zum Kommentar, dass 7k Rücklage der WEG so wenig wäre - das ist so lange korrekt, wie man meine Beiträge nicht aufmerksam gelesen hat. Es wurde erst das gesamte Dach Saniert (Q4/2025). Noch nicht erwähnt hatte ich vermutlich, dass vor kurzer Zeit die Zentralheizung erneuert wurde und auch Fenster getauscht wurden. Ich möchte die WEG sehen, die danach noch 500k Rücklage hat, der Wirtschaftsplan muss unfassbar effizient sein.


    Wenn ich jetzt aber ständig vor Entscheidungen des AG oder irgendwelchen Hobbies und Verfügbarkeiten von Kinos vor Ort oder whatever Angst haben muss, dann dürfte ich mir ja noch nicht einmal eine Mietwohnung suchen oder gar irgendein Haustier, Auto oder was auch immer anschaffen - so könnte man bei jeder Entscheidung argumentieren „was wenn..“ - Was, wenn ich morgen plötzlich Lust habe, nach Polen auszuwandern - dann mach ich’s halt, aber ich kann ja nicht für immer jede noch so kleine Entscheidung anzweifeln.


    Unser Ansatz wird sein „ins kalte Wasser und los“. 89k plus Nebenkosten plus Renovierung/Modernisierung sind überschaubar, das haben auch unsere Eltern gesagt. Zumal wir alles in Eigenleistung über die Familie machen. Wenn was schief läuft ist das so, wir werden so gut es geht, alle Unterlagen prüfen, ein Gutachten schreiben lassen und dann Vollgas geben. Jeder, dem das nicht gefällt, kann sein Geld ja auch auf dem Sparbuch anlegen - Risikolos und ganz entspannt. Für uns ist das Nix, wir sind eher Team Heiliger Amumbo 8o

  • Erfahrung haben wir definitiv darin, ich komme aus einem Dorf mit 9.000 EW und meine Parteien aus der Pampa, wie sie sagt, mit knapp 2.000 EW.

    Warum erwähnst du sowas nicht gleich?

    Gleiches gilt für das Thema Home Office Vertrag. Habe ich gestern angesprochen, erst nach dem Post von Zahlenfreund kommt was dazu


    Ich verstehe auch nicht so ganz, was daran ein Problem sein soll, dass unser Auto ein wenig Strom verbraucht

    Die Ironie hast du offenbar übersehen. Das Problem ist, dass Strom bzw. Sprit die kleinsten Kosten beim Auto sind und man die restlichen gut verdrängen kann. Versicherung und Steuer schicken nur einmal im Jahr eine Rechnung. Der Verschleiß schickt nur eine Rechnung, wenn das entsprechende Bauteil durch ist. Und Wertverlust, der mit Abstand größte Posten beim Auto, schickt gar keine. Bei dir kommt noch ein teurer Kredit obendrauf. Den wenigsten Leuten ist klar, wie teuer ihr Auto wirklich ist.

  • wo eine gute Zugverbindung besteht

    Oha... warte bis der Gegenwind derjenigen kommt, dessen Glas halb leer ist =O:rolleyes: und der Zug niemals pünktlich ist und zusätzlich immer ausfällt.

    Ich persönlich denke: Ihr macht das schon!

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Versicherung und Steuer schicken nur einmal im Jahr eine Rechnung

    Hast Du meinen post gelesen? ELEKTRO - heißt, ich zahle bis 2030 keine Steuer. "einmal im Jahr" trifft auch auf meine Versicherung nicht zu, ich zahle monatlich zur besseren Übersicht, ohne dass es mehr kostet.

    Der Verschleiß schickt nur eine Rechnung, wenn das entsprechende Bauteil durch ist.

    Auch kein Ding, ich habe einen Wartungsvertrag. Aller Verschleiß, außer Reifen und Wischwasser ist mit drin. Könnte ich mir nicht alle 3-6 Jahre neue Reifen leisten, käme ein Auto für mich nicht in Frage.

    Und Wertverlust, der mit Abstand größte Posten beim Auto, schickt gar keine.

    Gleiches gilt für Handy, Fernseher, Möbel, Küche, Kleidung, .. soll ich weiter machen? Ein Auto ist keine Wertanlage, das ist hoffentlich jedem bewusst, zudem ist das kein Posten in unserem Wirtschaftsplan, denn dafür ist keine Zahlung / Abschlag fällig.

    Den wenigsten Leuten ist klar, wie teuer ihr Auto wirklich ist.

    Mir scheinbar schon, wenn ich vorher ja schon erwähnt habe, dass das vorige Auto alles an Geld gefressen hat --> Daraus haben wir gelernt: Wartungsvertrag und mtl. Geld in einen Umschlag für Reifen etc packen ;)

    Oha... warte bis der Gegenwind derjenigen kommt, dessen Glas halb leer ist =O :rolleyes: und der Zug niemals pünktlich ist und zusätzlich immer ausfällt.

    Ich persönlich denke: Ihr macht das schon!

    Sehe ich genauso, irgendwas ist doch immer. Selbst wenn ich die Wohnung geschenkt bekommen würde und 100k an Rücklagen hätte, würde jemand Einwände haben:)

    Warum sollte das erwähnt werden müssen? Der TE hat auch nicht nach einer Kaff-Überlebensstrategie gefragt. Die Tendenz, hier alles wissen zu wollen, ist teilweise übergriffig. Gerne gibts Antworten, für die gar keine Fragen gestellt wurden.

    Verstehe ich auch nicht, zumal ja noch nicht einmal korrekt gelesen wird. Ich schreibe davon, dass mein Auto umsonst lädt, ich einen Wartungsvertrag + Vollkasko habe = volle Kostenkontrolle / Überblick und plötzlich kommt jemand um die Ecke und erzählt, dass ich die anfallenden KFZ-Kosten im Blick haben muss:D

  • Sorry, es ging also in dem Beitrag nur darum sich Bestätigung zu holen…

    – Es ist eine klasse Idee eine Eigentumswohnung ohne Eigenkapital zu kaufen und sich möglichst das fehlende Geld bei den engsten Verwandten zu leihen!

    – Du solltest unbedingt alles genauso machen wie die dein Berater empfohlen hat, vielleicht kannst du neben den Bausparvertrag noch ein paar andere Versicherungen abschließen. Er möchte nur das Beste für dich, sonst nichts.

    – Eigentum ist immer und ohne Ausnahme eine super Investition und der erste Schritt zum Reichtum, das weiß jeder!

    – Es ist auch super, dass du hier und da mal einen Banktermin machst um dir Angebote einzuholen, das ist ja wirklich der aller beste Weg an gute Zinsen zu kommen.

    – Alle Menschen, die von der Großstadt in die Provinz gezogen werden und ihren Wohnraum massiv verkleinert haben, waren am Ende meist glücklicher, schließlich muss man weniger putzen. Du solltest dir dazu keine Gedanken machen, jeder würde das machen wenn er könnte.

    Die Leute hier wollen alle nicht helfen und ihre Erfahrungen teilen sondern sind nur neidisch.

  • Sorry, es ging also in dem Beitrag nur darum sich Bestätigung zu holen…

    Nein, es ging darum, zu schauen, ob jemand Erfahrungen mit der Vorgehensweise hat oder Tipps. Stattdessen wurde ich bombardiert mit merkwürdigen Wertungen zu meinem Vorhaben bezüglich dem sozialen Umfeld, Arbeitsweg, dem Verbrauch meines Autos etc. - teilweise sogar, obwohl das alles schon von mir erwähnt wurde.

    Dass ich das Ganze umsetze, sollte alles an der immo stimmen, stand bei 95% - Erfahrungsberichte oder „Schau mal, so geht es in der Situation eher besser“ war leider nur ein kleiner Teil der Diskussion hier, stattdessen merkwürdige Kommentare und Fragen.

    Prima523  koho haben etwas vernünftiges beigesteuert. Und auch so waren 1-2 vernünftige Beiträge dabei, die mit ein paar Zahlen argumentiert haben.

    Du solltest unbedingt alles genauso machen wie die dein Berater empfohlen hat, vielleicht kannst du neben den Bausparvertrag noch ein paar andere Versicherungen abschließen. Er möchte nur das Beste für dich, sonst nichts.

    Genau wegen Menschen wie Dir haben junge Menschen keinen Bock auf Gespräche über Geld und das führt nur zu Ratlosigkeit und dummen Entscheidungen wie ich in meiner Ausbildung getroffen habe!

    Der Bausparer und auch alles andere wird nicht beim BERATER abgeschlossen. Er ist auf HONORARBASIS beschäftigt, wie ich bereits mehrfach erwähnt habe - bist Du ein Troll und liest nicht?
    Der BERATER wird von uns bezahlt. Er rechnet mit uns den Haushalt durch, zeigt Förderprogramme auf, rechnet alle Arten der Finanzierung durch und hat uns auf Rechte und Pflichten aufmerksam gemacht. Er hat von der kleinen Bank bis hin zur Sparkasse alle Arten von Finanzierungen, Krediten und Darlehen mit uns angesehen OHNE zu sagen „schließen Sie das ab“.
    Die Sache mit dem Vorausdarlehen war seiner Meinung nach die in UNSERER INDIVIDUELLEN Lage die schnellste Möglichkeit, das fehlende EK auszugleichen, da dort noch nichts von meinen Eltern beigesteuert wurde und wir bei Null standen. Er hat uns alle Kosten und Risiken aufgezeigt und für zukünftige Banktermine alle Dinge mit uns vorbereitet (Haushaltsplan, Aufstellungen von Schulden und Einkommen,…).

    Also bitte erkläre mir, wieso Du unseren Berater als Verkäufer darstellst? Ich bin schon intelligent genug, nicht bei der DVAG, Telis, Tecis oder sonst wo zu landen und dort alles toll zu finden, wo auf Provision gearbeitet wird. Der Herr, der uns berät ist selbstständig und nimmt €€ Pro Stunde von uns. Eine Provision wird er auch nicht erhalten, da er uns nicht exakt sagt „gehe zu Bank X und schließe Y ab“.

    Die Leute hier wollen alle nicht helfen und ihre Erfahrungen teilen sondern sind nur neidisch.

    Wer solle denn neidisch auf einen Jungen Menschen mit Schulden und dem Plan, einen kleinen Kauf zu tätigen sein? Du solltest Deine Ironie allmählich ablegen. Du erinnerst mich ganz stark an unseren alten Ausbilder „Azubi geh mal Kaffee kochen, junge Menschen müssen erstmal ein paar Jahre Erfahrung sammeln, um den Mund aufmachen zu dürfen“, der hatte so eine ähnliche ironische Art. Schlimm, denn wir dürfen die Rente solcher Menschen zahlen!


    Danke nochmal bis hierhin, für die, die zumindest ein paar Zahlen oder positiven / realistischen Schätzungen abgegeben haben!

  • Spoiler: Ich habe den Thread nur überflogen.
    Da sind 2 gut ausgebildete junge Leute die beide Vollzeit arbeiten und sich ein erstes Wohneigentum anschaffen wollen. Niemand von uns weiß wie preiswert die Wohnung tatsächlich ist. Nur die hier geschilderten Bedenken kann ich allesamt nicht nachvollziehen- allein unter dem Aspekt "Einstieg in Immobilien" und Lebenserfahrung sage ich ganz klar- machen! Die Summe um die es hier geht hat ein kinderloses Paar schneller abbezahlt als so mancher seine Familienkutsche. Und was "hohe Zinsen" angeht- lasst die Zinsen um 1% steigen und schon jammern alle dem schönen 2026 hinterher wo die Zinsen ja "noch soo niedrig" waren. Meine Eltern haben mein Elternhaus mit rund 7% auf 30 Jahre finanziert; ich meine erste Immobilie mit rund 6% auf 20 Jahre. Das ging auch irgendwie. Das Paar hier wird seinen Immobilienkredit in relativ kurzer Zeit tilgen können was die "hohen Zinsen" etwas erträglicher macht.
    Die wichtigste Frage wurde glaube ich nur kurz angerissen: Wer soll die Immobilie denn kaufen? Sie? Er? Beide? Das ist für mich die wichtigste Entscheidung, die zu treffen ist.

  • Moin,
    habt Ihr denn überhaupt schon mal mit Eurer Hausbank oder einem Hypothekenvermittler (z.B. Dr. Klein) gesprochen, ob eine 110% Finanzierung bzw. welche Kreditsumme für ein unverheiratetes Paar Eures Alters überhaupt in Frage kommt?
    Aus Erfahrung im Bekanntenkreis kann ich berichten, dass die Banken schon mal 'komisch' reagieren. Insbesondere wenn das Pärchen in einem Alter ist, dass eine Familienplanung in den nächsten Jahren wahrscheinlich erscheinen lässt. Da möchten Banken dann gern sehen, dass der Kredit auch bei nur einem Einkommen weiter gezahlt werden kann. Oder eben einen zusätzlichen Bürgen, der im Falle des Falles geradesteht.

    Die wichtigste Frage wurde glaube ich nur kurz angerissen: Wer soll die Immobilie denn kaufen? Sie? Er? Beide? Das ist für mich die wichtigste Entscheidung, die zu treffen ist.

    Edit: Habe ich erst nach meinen Posting gesehen. Geht genau in die Richtung meiner Anmerkung.

  • Meine Eltern haben mein Elternhaus mit rund 7% auf 30 Jahre finanziert; ich meine erste Immobilie mit rund 6% auf 20 Jahre. Das ging auch irgendwie. Das Paar hier wird seinen Immobilienkredit in relativ kurzer Zeit tilgen können was die "hohen Zinsen" etwas erträglicher macht.

    Meine Eltern haben zu unglaublichen 2% finanziert, völlig Gaga, das wird es sicher nie mehr geben.

    Die wichtigste Frage wurde glaube ich nur kurz angerissen: Wer soll die Immobilie denn kaufen? Sie? Er? Beide? Das ist für mich die wichtigste Entscheidung, die zu treffen ist.

    Grundsätzlich möchten wir gesamtschuldnerisch haften und auch 50/50 ins Grundbuch eintragen lassen. Bei unseren KFZ Krediten hat das jedenfalls geklappt, sollte das ein "Problem" werden, würden wir rein fürs formelle zum Standesamt gehen - das hatten wir sowieso bis ins nächste Jahr spätestens vor, wir sind nicht so große Fans von groß angelegten Hochzeiten :)

    Moin,
    habt Ihr denn überhaupt schon mal mit Eurer Hausbank oder einem Hypothekenvermittler (z.B. Dr. Klein) gesprochen, ob eine 110% Finanzierung bzw. welche Kreditsumme für ein unverheiratetes Paar Eures Alters überhaupt in Frage kommt?
    Aus Erfahrung im Bekanntenkreis kann ich berichten, dass die Banken schon mal 'komisch' reagieren. Insbesondere wenn das Pärchen in einem Alter ist, dass eine Familienplanung in den nächsten Jahren wahrscheinlich erscheinen lässt. Da möchten Banken dann gern sehen, dass der Kredit auch bei nur einem Einkommen weiter gezahlt werden kann. Oder eben einen zusätzlichen Bürgen, der im Falle des Falles geradesteht.

    Ja, bei Interhyp via ING hatten wir angefragt, da ging's nicht. Die Sparkasse hatte uns ein unverbindliches Rechenbeispiel dazu gemacht, dafür haben wir zum durchsprechen diese Woche einen Termin. Telefonisch sagte man uns, das sei bei der Summe kein so großes Problem, zumal wir jung sind und festangestellt, sowie die KFW124 nutzen würden. Über KFW124 lassen sich günstig die Kaufnebenkosten mitfinanzieren, ohne die KFW124 wäre es wohl etwas schwieriger. Kinder wollen wir bloß nicht vor 30, das hat uns der Bankmensch auch gefragt, der hatte da aber sehr gelassen reagiert.

    Der Bürge ist vorhanden. Bei der Eigenleistung und 2 erwerbstätigen Gläubigern (plus Bürgen) sehe ich da- auch ohne Eigenkapital (welches ja die Eigenleistung sein kann) keine Hürden.

    Da hatte man uns auch schon gefragt, einen Nachweis zu erbringen. Durch die Hohe Last an Handwerkern in der Familie können wir deutlich mehr Geld aufnehmen und in Eigenleistung Arbeiten, als ohne Eigenleistung. Hierzu sollten wir eine Aufstellung aller verfügbaren Kräfte machen und sollen so wohl 10-12% zusätzlich aufnehmen dürfen. Als Bürge würden zur Not meine Eltern mit unterschreiben, das hatte der Berater aber aktuell als eher nicht nötig bei der kleinen Summe angesehen. Wir sind gespannt:)

  • Meine Eltern haben zu unglaublichen 2% finanziert, völlig Gaga, das wird es sicher nie mehr geben.

    Gern getätigte Finanzierer-Aussage. Die hörte ich 2002 auch, als ich meine erste Immobilienfinanzierung plante: "Das Zinstief zur Jahrtausendwende war eine Ausnahme und wird nie wieder kommen". Zinsen 2020: Hold my Beer (die Zinsen waren 2020 sogar noch niedriger).
    Insbesondere bei hoher Anfangstilgung/kurzer Laufzeit sind höhere Zinsen ein sehr endlicher Schmerz. Wichtig ist, dass die Immobilie passt. Und das weiß man ehrlich gesagt nie so genau- erst Recht nicht Anfang/ Mitte 20. Da muss man einfach mal ins kalte Wasser springen. Und das kalte Wasser ist hier geschätzt 8-9 Jahre kalt- dann ist die Immobilie abbezahlt.

    Ich bleibe dabei: Machen.

  • Gern getätigte Finanzierer-Aussage. Die hörte ich 2002 auch, als ich meine erste Immobilienfinanzierung plante: "Das Zinstief zur Jahrtausendwende war eine Ausnahme und wird nie wieder kommen". Zinsen 2020: Hold my Beer (die Zinsen waren 2020 sogar noch niedriger).
    Insbesondere bei hoher Anfangstilgung/kurzer Laufzeit sind höhere Zinsen ein sehr endlicher Schmerz. Wichtig ist, dass die Immobilie passt. Und das weiß man ehrlich gesagt nie so genau- erst Recht nicht Anfang/ Mitte 20. Da muss man einfach mal ins kalte Wasser springen. Und das kalte Wasser ist hier geschätzt 8-9 Jahre kalt- dann ist die Immobilie abbezahlt.

    Meine Eltern hatten 2014 finanziert. Wie die Zinsen in 4-5 Jahren jetzt aussehen werden kann ja auch niemand sagen, hinterher sagt man immer „hätte ich mal..“.

    Ich sehe das genau wie du, zur Not werden es halt 8-9 „kalte“ Jahre. Durch zusätzliches Sparen nebenher werden wir aber ziemlich sicher schneller Tilgen können, bzw. eine Rücklage bilden können für Reparaturen / Instandhaltungen innerhalb der WEG. Die Erneuerung der Zentralheizung (aktuell noch Öl) muss ja nach einigen Jahren wahrscheinlich wird

  • Die Entscheidung kann euch am Ende des Tages natürlich niemand abnehmen.

    Ggf. hilft euch auch das "Zwangssparen" an einer Immobilie um Vermögen aufzubauen. Es gibt aber auch andere Wege.

    Ich verstehe zwar, dass man mit Anfang 20 und gutem Gehalt erstmal das Leben genießen will, allerdings lese ich in den Posts des TE sehr viel zu bisherigem Konsum und wenig zu bisherigem Vermögensaufbau. Existiert zumindest ein "Notgroschen" auf den man im Fall der Fälle noch zugreifen könnte?

    Vergleicht man eure bisherige Wohnung zur Miete mit dem Kauf der kleineren Wohnung, gewinnt natürlich finanztechnisch die kleine Wohnung zum Kauf. Ob man damit wohntechnisch glücklich wird, könnt wieder nur ihr für euch selbst beantworten.

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    Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich mit Mitte/Ende 20 eine kleine ETW auch zu 110 % finanziert habe. Allerdings zu unter 2 % Zins und 20 % des damligen Kaufpreises kurzfristig als EK verfügbar in der Hinterhand. Man weis ja nie was so kommen kann...

    In der Zwischenzeit kam es im Objekt auch zu Sonderumlagen. Hier war ich natürlich sehr froh entsprechendes Geld verfügbar zu haben. Wie reagiert ihr, wenn in z.B. 1 - 3 Jahren unerwartet etwas Größeres in der WEG ansteht?


    Die Wohnung ist sicher nicht eure einzige und letzte Chance Wohneigentum zu erwerben.

    Ggf. ist es sinnvoller erstmal zur Miete in eine kleinere, vergleichbare Wohnung zu ziehen und das gesparte Geld monatlich zum EK - Aufbau zu nutzen. Und nein, Miete ist nicht "zum Fenster hinausgeworfenes" - Geld.

  • Ich verstehe zwar, dass man mit Anfang 20 und gutem Gehalt erstmal das Leben genießen will,

    Genau das Gegenteil lese ich aus der Situationsbeschreibung heraus: Hier kommittet sich ein Paar zu einem längerfristigen, gemeinsamen Projekt und übernimmt Verantwortung für sich und sein späteres Leben. Die Finanzierung sorgt eben gerade für Vermögensaufbau ohne das Geld wie andere Menschen in dieser Lebensphase für Urlaube und teure Autos auszugeben.

  • Genau das Gegenteil lese ich aus der Situationsbeschreibung heraus: Hier kommittet sich ein Paar zu einem längerfristigen, gemeinsamen Projekt und übernimmt Verantwortung für sich und sein späteres Leben. Die Finanzierung sorgt eben gerade für Vermögensaufbau ohne das Geld wie andere Menschen in dieser Lebensphase für Urlaube und teure Autos auszugeben.

    Jetzt ja. "Das Leben genießen" bezog ich auf die Jahre davor. Was keine Verurteilung sein soll. Gerade als junger Mensch sollte man das auch tun (dürfen).

    Erfahrungsgemäß ist es nicht so trivial bestimmte Gewohnheiten von heute auf morgen umzustellen. Wenn man das schafft, super. Rein finanziell ist die kleine Wohnung sicher gut stemmbar mit zwei Einkommen. Komplett ohne Rücklagen finde ich das allerdings trotzdem schwierig.

    Ein wenig EK von den Eltern leihen federt das Risiko sicher etwas ab und wenn man ab jetzt kräftig spart ist das auch top. Man kann nur alles Gute zum geplanten Vorhaben wünschen.

  • Anders formuliert: Es gibt Risiken (Umstellung der Lebensgewohnheiten, Belastbarkeit/Dauer der Partnerschaft, Berufswechsel, unerwarteter Platzbedarf durch Nachwuchs, ...) die man abwägen muss- und da kann eine Entscheidung "lieber doch noch ein paar Jahre mieten" am Ende die heute sinnvollere sein.
    Deshalb sind viele der hier in der Diskussion geschriebenen Mahnungen/Sorgen auch richtig & wichtig.
    Nur der Thementitel lautet "Finanzierung ohne Eigenkapital". Und mit den hier genannten Rahmenbedingungen (Volltilgung <10 Jahre, Eigenleistung, Bürgen, 2 relativ sichere Einkommen, niedriger Kaufpreis) ist meine Antwort: Kein Problem.