Kontowechsel innerhalb der eigenen Bank nach Diebstahl Personalausweis und Bankkarten angeraten?

  • z.B. nachdem man sich unabhg. von der Bankkarte identifiziert hat?

    Ohne gültigen Personalausweis, den man erst beantragen und erhalten muss, kann man sich nicht identifizieren, es gibt zwar die Möglichkeit sich einen vorläufigen perso sofort ausstellen zu lassen, ob dieser online angenommen wird ist allerdings eine andere Frage. Es seiden man hat noch einen Reisepass.


    Der nächste Schritt ist jedenfalls so früh wie möglich im bürgerzentrum einen neuen Personalausweis zu beantragen.


    Bezüglich der Sicherheit des Kontos, sollte dass eigentlich kein weiteres Problem mehr sein, nachdem nun das Konto entsprechend gesperrt wurde, auch zukünftig nicht. Wenn man sich wohler fühlt mit einem neuen Girokonto spricht nix dagegen sich ein solches einzurichten.


    Ein paar tips für die Zukunft hätte ich auch noch:

    Der Personalausweis unterliegt keiner mitführungspflicht in Deutschland, bedeutet man kann diesen zu Hause lassen

    Es gibt die Möglichkeit auch mit Smartphone, oder einer anderen bankkarte ohne aufgedruckter IBAN (z.b. Visa) nahezu überall zu bezahlen, somit kann man die hauptkarte meistens ebenfalls einfach zu Hause lassen.

  • Das ist eben meine Überlegung, weil ich glaube nicht zur Ruhe zu kommen...

    Hilfreich wäre trotzdem, dich sachlich mit den umgesetzten Maßnahmen zu befassen. Wenn Sperren der Karten und eID, KUNO-Eintrag erfolgt sind und du Karten und Ausweis neu erhältst, das Konto natürlich von Bank und dir beobachtet werden, dann ist alles getan. Ein Kontowechsel bringt sachlich nicht mehr Sicherheit.

    Fragen solltest du dich, wie der Diebstahl passieren konnte und wie du Wiederholung vermeiden kannst.

  • Dem TE wurde die Geldbörse gestohlen. Dadurch ist ihm ein Schaden entstanden, er muß sich nämlich den Personalausweis und die gestohlenen Bankkarten neu ausstellen lassen. Das kostet Geld. Es mag auch Bargeld in dem Geldbeutel gewesen sein, das er nicht zurückbekommt, und einen Ersatzgeldbeutel gibt es nicht umsonst.

    So weit, so schlecht. Damit dürfte der Schaden aber auch seine Grenze gefunden haben.

    Noch bevor der Betroffene sein Konto sperren konnte, hat der Dieb versucht, Geld vom Konto des Bestohlenen abzubuchen. Wie das technisch geht, ist unklar. Offensichtlich gab es einen Lastschriftversuch über 5000 € aus dem Ausland, sowie einen (fingierten?) Einkauf über 2000 €, die die Bank (nämlich die DKB) auch ohne Kontosperrung abgelehnt hat. Offenbar war der Dieb Profi (bzw. Teil einer professionellen Bande). Der Gelegenheitskriminelle kann das nämlich nicht. Es ist völlig unklar, warum man dem Bestohlenen dafür Geld berechnet. Das sind aber kleine Beträge, denen man hinterher nachgehen kann. Die Ablehnung unautorisierter Abbuchungen gehört zum selbstverständlichen Service jeder Bank, dafür kann nach meinem Dafürhalten kein spezielles Entgelt fällig sein.

    Sich auf konspirative Weise Überweisungsformulare zu besorgen, wie Tomarcy es treuherzig vorschlägt, ist im Zeitalter von Direktbanken keine Option. Kein Direktbankkunde braucht von dieser Diebstahlsmethode Angst zu haben, diese funktioniert in diesen Zeiten schlichtweg nicht mehr.

    Die Bankkarte ist gesperrt, somit wertlos, und bleibt das auch.

    Lastschriften auf ein Konto kann jeder einreichen, dem die eigene Bank das erlaubt, die kann ich als Kontoinhaber jederzeit kostenfrei zurückgeben. Dazu muß ich mein Konto natürlich im Blick behalten, das will ich selbst aber auch und bin formal dazu verpflichtet.

    Ich hätte vermutlich in einer vergleichbaren Situation noch nicht einmal mein Konto sperren lassen, weil ich keine Methode kenne, wie man mir auf diese Weise Geld wegnehmen kann und die Kontosperrung in erster Linie mich selbst behindert.

    Die gestohlene Karte hätte ich natürlich sperren lassen, dafür muß aber nicht gleich das Konto dichtgemacht werden.

    Selbstverständlich würde mich interessieren, was hinter den Abbuchungsversuchen und den Spesen steckt, aber typischerweise wird eine Direktbank mir das nicht mitteilen, und von einem Hotliner will ich mich nicht verkohlen lassen. Der kennt die Sachlage schließlich auch nicht.

    Also: Man hat durch einen solchen Diebstahl eine Menge Lauferei und auch Kosten. Ich sehe aber keine Notwendigkeit, das Konto zu wechseln.

    Wenn es dem Betroffenen emotional wichtig ist, das dennoch zu tun, soll er es. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

  • Hilfreich wäre trotzdem, dich sachlich mit den umgesetzten Maßnahmen zu befassen. Wenn Sperren der Karten und eID, KUNO-Eintrag erfolgt sind und du Karten und Ausweis neu erhältst, das Konto natürlich von Bank und dir beobachtet werden, dann ist alles getan. Ein Kontowechsel bringt sachlich nicht mehr Sicherheit.

    Fragen solltest du dich, wie der Diebstahl passieren konnte und wie du Wiederholung vermeiden kannst.

    Ich weiss es nicht - daher bitte wirklich als Frage zu verstehen:

    Hat die Kenntnis der Beziehung von Kontonummer und Name des KontoInhabers ein denkbares Sicherheits Restrisiko? Oder kann man das ausschliessen? Sollte man generell sparssm sein, was die Weitergabe dieser Kombination von Name und Kontonummer angeht?

  • Hat die Kenntnis der Beziehung von Kontonummer und Name des KontoInhabers ein denkbares Sicherheits Restrisiko? Oder kann man das ausschliessen? Sollte man generell sparssm sein, was die Weitergabe dieser Kombination von Name und Kontonummer angeht?

    Diese Kombination allein stellt kein Risiko dar. Das passiert doch täglich tausendfach. Z. B. ich stelle eine Rechnung für meine Leistungen aus, um überweisen zu lassen. Gerade diese Kombibation wird ja neuerdings automatisiert genauer geprüft.

  • Diese Kombination allein stellt kein Risiko dar. Das passiert doch täglich tausendfach. Z. B. ich stelle eine Rechnung für meine Leistungen aus, um überweisen zu lassen. Gerade diese Kombibation wird ja neuerdings automatisiert genauer geprüft.

    Was denn nun? Jeder kann sie wissen? Oder sie kann zur Prüfung herangezogen werden?

  • Ich habe Pushmeldung erhalten, dass 50€ von der Landesbank Thüringen Hessen eingezogen wurden.

    Die Helaba als Girozentrale macht den Auslandszahlungsverkehr für etwa 40% der dt. Sparkassen. Ich hätte vermutet, dass die DKB das über ihre Mutter (BayernLB) macht, scheinbar ist das nicht so. Die Helaba lässt sich das natürlich bezahlen und viele Sparkassen leiten diese Gebühren 1:1 an die Kunden weiter.

    In diesem Fall sollte das natürlich nicht der Fall sein und ich gehe davon aus, dass das erstattet wird.

    Uns wurde auch mal eine Bankkarte entwendet, ohne Ausweis aber mit PIN (Trickbetrug). Die Karte habe ich sofort sperren lassen, leider eine Minute zu spät. Die Sparkasse hat sicherheitshalber auch das Konto für einige Tage gesperrt, das bedeutete aber in meinem Fall nur, dass jede einzelne Bewegung vom Betreuer manuell überprüft und freigegeben wurde. Onlinebanking war weiter möglich, eine Überweisung wurde halt erst verspätet ausgeführt. Dann wurde eine neue Karte zugeschickt und alles war wieder gut.

    Die psychische Belastung ist natürlich vorhanden, ähnlich nach einem Wohnungseinbruch. Insbesondere direkt nach der Tat. Das wird sich auch wieder legen. Wer sich mit einem neuen Konto besser fühlt, sollte das vielleicht machen. Sachlich notwendig ist das m.E. nicht.

  • Du meinst das Geburtsdatum, dass z.B. Krankenkassen verwenden, um am Telefon festzustellen, ob Du wirklich der Versicherte bist, als der Du Dich ausgibst?

    Ja. Ich denke, die Mehrzahl der Menschen haben nur ein Geburtsdatum.


    Viele Firmen stellen bei telefonischen Anrufen kleine Kontrollfragen um zu überprüfen, ob der Anrufer derjenige ist, den er vorgibt. Mal wird die Adresse überprüft, eine Nummer oder das Geburtsdatum. Das würde ich als Plausibilitätscheck bezeichnen, nicht als Sicherheitsüberprüfung. Meist machen die das, bevor Auskünfte möglich sind. Vertragsänderungen sind nur selten telefonisch möglich.

  • User_Unknown 18. Januar 2026 um 11:31

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    • Hilfreichste Antwort

    Moin,

    hatte kürzlich ein ähnliches Problem , meine Brieftasche war einfach weg. Die wurde dann einen Tag später beim EDEKA abgegeben, aber damit konnte ich nicht rechnen und habe die Karte direkt gesperrt.Perso und den Führerschein habe ich nie in der Brieftasche. Vor ein paar Wochen habe ich die Bank gewechselt, war mit Wechselservice wirklich kein Ding und die fehlenden Kontonummern kann man mit der Bank-App einfach per Foto (zB Rechnung ) ins neue Konto übertragen.

  • User_Unknown 18. Januar 2026 um 12:03

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  • Hast Du eigentlich gewusst, dass bei der Targobank das Geburtsdatum in der Kontonummer steht?

    Früher mal. Mittlerweile hat die Targobank mitbekommen, daß das keine so gute Idee war. Neue Konten enthalten das Geburtsdatum meines Wissens nicht mehr.

  • Ich rate Dir auf dein Bauchgefühl zu hören. Konto platt machen und neue Kontoverbindung einrichten lassen. Einer Bekannten ist es ähnlich wie Dir ergangen. Es gibt soviele Unternehmen, die auch bei Erstbestellung bereits auf Rechnung/ Lastschrift liefern. Mit Kombi Ausweis/Adresse und Karte haben die Täter massig Ware in ihrem Namen , meist terminiert zum Mittag als Lieferzeit, bestellt, um dann die Ware abzufangen. Später ist es ihnen tatsächlich gelungen eine dhl paketbox einzurichten. Unklar wie. Es kam zu x lastschriftabbuchungsversuchen und warenlieferungen. Für alle Vorgänge musste sie jeweils Strafanzeige gegen unbekannt stellen , Korrespondenz mit Verkäufern, Inkassounternehme etc.tätigen. Meine Bekannte war fertig mit den Nerven. Erst bei Kontonummerwechsel und erstellung neuer Dokumente hörte das auf.