Strato HiDrive langsam und umständlich

  • Hat sonst schon jemand Erfahrung mit Strato HiDrive gemacht?

    Zwar werden die Daten in Deutschland gespeichert, aber die Handhabung überzeugt mich gar nicht.

    Nach dem ersten Vertragsjahr "Basic" mit 1 TB verzehnfacht sich die Monatsgebühr.

    Ein Downgrade auf "Starter" mit 500 GB ist nicht möglich.

    Einen "Umzugsservice" der Daten dafür gibt es auch nicht.

    Alles muss beim Kundenservice erfragt werden, da online hierzu keine Infos vorliegen.

    Obwohl die Daten bereits auf deren Server liegen, soll der Kunde alles wieder auf seinen PC downloaden und in das neue Paket uploaden.

    Dies finde ich mega umständlich und extrem zeitaufwändig: es nimmt mehrere Tage nonstop in Anspruch.

    Dabei darf der PC nicht in den Standby-Modus fallen oder bei Strato die „Sitzung ablaufen“. Dann war wieder alles für die Katz….

    Leider wohne ich in Deutschland, und das bedeutet: ohne Glasfaseranschluss.

    Trotz stabilem VDSL 100 und Ethernet läuft der Download nur mit 5 bis 10 MB/s, der Upload unterhalb 5 MB/s (obwohl der Speedtest ca. 35 MB/s ermittelt). Also extrem langsam.

  • Leider wohne ich in Deutschland, und das bedeutet: ohne Glasfaseranschluss.

    Trotz stabilem VDSL 100 und Ethernet läuft der Download nur mit 5 bis 10 MB/s, der Upload unterhalb 5 MB/s (obwohl der Speedtest ca. 35 MB/s ermittelt). Also extrem langsam.

    Da würde dir auch ein Glasfaseranschluss nicht helfen. Die lahme Übertragungsrate dürfte an deinem Gegenüber in der Cloud liegen.

    Warum lädt man überhaupt seine Daten auf einen fremden Server? Kauf dir besser eine ordentliche SSD, z.B. eine Samsung T9 incl. eingebauter Verschlüsselung, und sichere deine Daten damit. Wenn du Angst hast, dass dir die Bude abbrennt, kannst du die auch außer Haus deponieren.

  • Die 3-2-1 Regel für Backups kennst Du? USB-Sticks auch?

    USB-Sticks für die Datensicherung sind keine gute Idee. Mal abgesehen davon, dass die Teile in der Praxis eher langsam sind, sehe ich die Dinger als Verbrauchsmaterial an, auch solche von Markenherstellern. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie viele von diesen Dingern ich über die Jahre als defekt entsorgt habe.

  • Eben: Verbrauchsmaterial. Dann hat man halt mehrere davon. Wenn kaputt, dann wird er ersetzt und weiter geht's. Man kann natürlich auch zusätzliche interne Festplatten und zusätzlich NAS verwenden. Oder ... oder ...

  • Wichtig ist, dass man sich Gedanken macht und ein Konzept hat (siehe 3-2-1 oben). Was nutzt es mir, wenn meine Daten nur in der Cloud liegen (würde ich persönlich mit über 30 Jahren IT-Erfahrung NIEMALS machen) und meine Bude abbrennt? Wie und wann komme ich dann da wieder dran?

  • Nein! Die hängt auch am Internet und damit auch an den USA. Sichert eure Sachen lokal, bei Bedarf auf ein NAS im lokalen Netzwerk und legt davon eine Platte extern weg. Nochmal: 3-2-1.

  • ich kann weder die cloud (langsam umständlich) noch die VPS angebote von Strato wirklich empfehlen. Irgendwas ist da immer nicht so wie man sich das vorstellt.


    du könntest dir mal Hetzners Storage boxes oder deren nextcloud angebote ansehn, je nach use case, preislich ist das auch etwas attraktiver als bei Strato.

    dank synchronisation via nextcloud app, oder im falle der storage boxes vernünftigen inklusive protokolle wie SCP oder FTPS sind auch wiederaufnahmen von übertragungen möglich.

    Geschwindigkeitsprobleme konnte ich bis dato bei Hetzner auch keine nennenswert feststellen mit meinem 1000/500 glasfaser anschluss.


    an die andere:

    Ein lokales Backup ist für eine Druchdachte Datensicherung nicht ausreichend, Brand, Überspannung, Überflutung, Diebstahl... ein gutes Backup konzept beinhaltet IMMER mehr als einen standort. Bei unwiederbringlichen Daten spricht man von 200km oder mehr zwischen den speicherorten (georedundanz)

  • Bei Firmendaten gebe ich dir recht. Machen wir auch so. Aber privat? Wann hast Du schon mal >200 km gebraucht? Und wie oft < 500 Meter?

  • die Menschen im Ahrthal, um ein größeres ereigniss der Vergangenheit zu nennen, wären sicherlich froh gewesen über ein backup welches sich nicht in diesem bereich befunden hat. insbesondere für daten wie familienfotos und co. die sich geg. nicht auf andere weise wieder herstellen lassen.


    ich selber habe meine daten ebenfalls nicht nur bei mir zu hause sondern auch an einem anderen standort.

  • Die generelle Ablehnung von Cloud-Speicherung teile ich nicht. Und ich habe 40+J IT-Erfahrung :)

    Allerdings gehören persönliche und sicherheitskritische Daten ausschließlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt (E2EE) in die Cloud - also nur der Nutzer hält den Schlüssel. Gängige Anbieter wie OneDrive, Google Drive... bieten nur Verschlüsselung bei der Übertragung und auf dem Cloud-Server (Encryption in transit and at rest), könnten also die Daten entschlüsseln.

    Ergänzend zum Cloud-Speicher kann man lokale Kopien auf externe Laufwerke machen. Entweder durch sporadisches manuelles Kopieren oder beliebig komplex mit Backup-Tools.

    Ich empfehle dazu
    - Tresorit (Schweiz) als Cloud-Speicher. Damit hat man nicht nur E2E-verschlüsselten Cloud-Speicher. Es kann u.a. auch ältere Versionen von Dateien wiederherstellen. Tresorit funktioniert auch viel zuverlässiger und unauffälliger als z.B. OneDrive.
    - Macrium als Backup-Tool für Image sowie Datei-/Ordner-Backups.

    Für lokale Kopien reichen mir persönlich sporadische Image-Backups mit Macrium auf externe SSDs.
    Damit lässt sich ein System schnell komplett wiederherstellen, inklusive aller Einstellungen - auch auf neuer Hardware. Liegen die Daten in der Cloud, stehen sie sofort in aktueller Version bereit. Es lassen sich aber auch aus Image-Backups einzelne Dateien wiederherstellen.

    Eine SSD-Kopie liegt im Bankschließfach.

    Alle meine Laufwerke (intern und extern) sind mit BitLocker verschlüsselt.

    Erstmaliges Übertragen großer Datenmengen in die Cloud kann mit jedem Anbieter lange dauern, unabhängig von der Geschwindigkeit des Internetanschlusses. In dieser Phase sollte man den Energiesparmodus des Betriebssystems vorübergehend auf „Nie“ („Never“) stellen, um den Vorgang nicht zu unterbrechen.

    Einmal editiert, zuletzt von pmeinl (19. Januar 2026 um 22:59)

  • Aber zurück zur ernsten Betrachtung:

    Nur in der Cloud sind die Daten sicher vor Hardware-crash, Brand, Elementarschäden...

    Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es diesen Fall hier:

    Cloud-Dienstleister OVH: Feuer zerstört Rechenzentrum, ein weiteres beschädigt
    Ein Feuer hat das Rechenzentrum SBG-2 des Cloudanbieters OVH in Straßburg zerstört. Die Feuerwehr ist noch vor Ort, viele Dienste des Unternehmens sind gestört.
    www.heise.de

    OVH – Wikipedia

    Daher sind lokale Sicherungen - wie andere hier bereits gesagt haben - durchaus weiterhin sinnvoll.