Jetzt neuen Riester Vertrag drei Kinder

  • Hallo,

    ich bin selbstständig und angestellt bei meiner GmbH, meine Frau ist angestellt in Elternzeit. (Seit Mitte 2025)

    Wir haben uns eigentlich von allen Direktversicherungen und Wohn Riester, Verträgen etc. Abgewandt und in eine Immobilie und ETFs umgebaut.

    Aber die Grundzulage plus die 300 € pro Kind sind natürlich nicht zu verachten.

    Meint ihr, es macht jetzt noch Sinn einen neuen Vertrag abzuschließen? Auch bezugnehmend auf die Reform 2027.

    Gegebenenfalls hat es mit drei Kindern ja einen Vorteil noch in den altverträgen drin zu sein. Nach der Reform gibt es ja nur noch maximal 300 € pro Kind Jahr.


    Danke

  • Kater.Ka 25. Januar 2026 um 11:09

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo.

    "Angestellt bei meiner GmbH" klingt irritierend.

    Wenn es um die Frau geht, so sollte sie unmittelbar zulagenberechtigt sein (in Abhängigkeit von den Geburtsdaten der Kinder). Bei 3 vollen Kinderzulagen und der Grundzulage ist das eigentlich ein No-Brainer solange man nicht ins Nicht-EU-Ausland ziehen will.

    Falls es um Dich gehen sollte, so wäre zunächst der Passus oben aufklärungsbedürftig.

  • Gesellschaftende Geschäftsführer / Ein Mann GmbH.

    Angestellte meine GmbH ist da natürlich nicht der richtige begriff :)

    Ok dachte ich mir, wo finde ich das passende Riester Verträge, bzw. Habt ihr einen Tipp dazu?

    Danke

  • Okay, wenn Du nicht rentenversicherungspflichtig bist, dann bist Du nicht unmittelbar zulagenberechtigt, kannst aber mittelbar zulagenberechtigt werden.

    Ich habe mir den Artikel schon länger nicht mehr angesehen, aber auf der Finanztip-Seite sollte eigentlich ein Riester-Artikel sein, inklusive mit empfohlenen Produkten/Anbietern.

  • wenn würde meine Frau den Riester Vertrag machen aber vermutlich ist es besser auf 2027 zu warten was da kommt und ob da sinn macht.

    Wartet die Angebote der Neuregelung 2027 ab. Finanztip und die Verbraucherzentralen werden sicherlich die dann kommenden Angebote kritisch analysieren.

    Da läuft nichts weg. Vorteil dürfte sein, dass der Verrentungszwang bis zum Lebensende wegfällt.

  • Könnten aber nicht die Konditionen eines Altvertrages gerade bei niedrigem Verdienst (Teilzeit bei Ehefrau?) und 3 Kinderzulagen interessant sein?

    Evtl also nur Minimum 60€ bis wenige hundert Euro einsetzen, um die komplette Zulage von 175+3*300€ einzustreichen? Im neuen Modell wären 1200€ fällig, um die komplette Zulage zu bekommen.

    Wenn später dann mal die Kinderzulagen wegfallen, kann man immer noch ins neue Modell wechseln.

  • So holen Sie 2026 das meiste aus Ihrer Altersvorsorge raus - Kolumne - DER SPIEGEL

    "Ein Riester-Vertrag mit so hoher Förderung ist unter Renditegesichtspunkten ziemlich unschlagbar, selbst wenn der Finanzdienstleister, der Ihnen den Riester-Vertrag verkauft hat, dann nur magere zwei Prozent Rendite für Sie als Kunde erwirtschaftet. Und der Reformplan stellt für diese Haushalte eine Verschlechterung dar."

    Das spricht eher gegen "auf 2027" warten, weil die staatliche Förderung im neuen Förderregime für kinderreiche Familien geringer ausfällt im alten Förderregime. Die Frage wäre für mich, wie alt sind denn die Kinder und wie lange kann man also von der Kinderzulage des alten Förderregimes noch profitieren?

  • Die Kinder sind 3 und 2x ein halbes Jahr also ist noch relativ lange zeit.

    Den Gedanke mit auf 2027 warte hat eher Nachteile habe ich auch.

    Wenn man vom Alten ins neue System wechseln kann sprich ja eigentlich alles dafür jetzt noch was zu machen, wechseln oder stilllegen kann man ihn ja dann immer noch?


    Hier mal meine Berechnung:

    Frau ist seit 2025 in Elternzeit, da würde nur der Mindestbeitrag von 60€ (5€ Monat) nötig sein, um die 3x300 + 175€ -> 1075€ jährlich in den Vertrag einzuzahlen.
    4% vom Einkommen 2025 abzgl. der Zulage ist unter 60€ also -> 60€

    Beim neuen System müsste man bei 3 Kindern 3600€ im Jahr (300€ Monat) einzahlen um die Kinderzulage von 900€ zu bekommen.
    zzgl. 360€ (30 Cent pro Euro für 1.200€) und 120€ (20 Cent pro Euro 1201€-1.800€)
    1.380€ Zulagen bei 3.600€ Einzahlung im Jahr

    Einmal editiert, zuletzt von MarkusERS (26. Januar 2026 um 10:21)

  • Beim neuen System müsste man bei 3 Kindern 3600€ im Jahr (300€ Monat) einzahlen um die Kinderzulage von 900€ zu bekommen.

    Wirklich ? Ich hatte es so verstanden, das natürlich nicht pro Kind 1200 € angespart werden müssen. Vielmehr erhält jemand der 1200 € anspart für sich Geld und natürlich nich unendliche Kinder.t pro Kind 1200 € angespart werden müssen. Vielmehr erhält jemand der 1200 € anspart für sich Geld und für theoretisch unendliche Kinder.

  • Stimmt das hab ich falsch gelesen -> Ein Zulage berechtigter Elternteil erhält für jedes Kind für jeden gesparten Euro bis zu einem Eigenbeitrag von 1.200 Euro 25 Cent als Kinderzulage.

  • Wenn man vom Alten ins neue System wechseln kann sprich ja eigentlich alles dafür jetzt noch was zu machen, wechseln oder stilllegen kann man ihn ja dann immer noch?

    ja, so hätte ich auch gedacht. In 2026 noch einen Vertrag mit dem alten Förderregime abschließen und so lange drin bleiben, wie die Zulagenquote (Zulagen im Verhältnis zu den Eigenbeiträgen) signifikant höher sind als die Zulagenquote aus dem neuen Förderregime. Und dann ggf. wechseln bzw. neu entscheiden.

    Das ist aber nur die Perspektive Zulagenquote. Und nur anhand dieses Aspektes Geld zu investieren, wäre etwas kurz gedacht. Ein Riester-Vertrag sollte in seiner Gesamtbeurteilung aller Aspekte in deine/Eure Finanz- und Lebensplanung passen.

  • In 2026 noch einen Vertrag mit dem alten Förderregime abschließen und so lange drin bleiben, wie die Zulagenquote (Zulagen im Verhältnis zu den Eigenbeiträgen) signifikant höher sind als die Zulagenquote aus dem neuen Förderregime.

    Ist nur die Frage, ob das endlos möglich ist, oder ob der Gesetzgeber eine Frist einräumt, innerhalb derer der Wechsel möglich ist.

  • Wenn das neue Regime gilt, dann kann man sicherlich nicht mehr die alten Konditionen mitnehmen.

    Von einer evtl. begrenzten Wechselfrist habe ich bislang nichts gelesen.

    Ja, Zulagen günstig abgreifen ist das eine, Anlage in den renditestarken Aktienmarkt ist das andere.

    Ich persönlich habe einen Riester mit 4 Kinderzulagen. Für wenig Eigenbeitrag bekomme ich viel an Zulage. Mal sehen, wie dann die Angebote für die neuen Riester-Verträge sein werden. Ich könnte mir vorstellen, dass ich das alte System noch laufen lasse. Der weitaus größere Teil meiner Altersvorsorge fließt in einen ungeförderten ETF Sparplan (mit niedrigen Kosten und Kapitalmarktrendite)

  • Ist nur die Frage, ob das endlos möglich ist, oder ob der Gesetzgeber eine Frist einräumt, innerhalb derer der Wechsel möglich ist.

    das dürfte sich im Laufe des Jahres ja herauskristallisieren. Aktuell ist jedenfalls nicht von einer Frist die Rede. Und wenn man über so eine Frist nachdenkt, müsste man dieser Frist ja alle Alt-Verträge von 2002 bis 2026 unterordnen. Das halte ich für unwahrscheinlich (Stichwort Vertrauensschutz). Ich denke es wird bei der aktuellen Reform-Idee bleiben: Wechsel möglich aber kein Zwang.

  • Könnten aber nicht die Konditionen eines Altvertrages gerade bei niedrigem Verdienst (Teilzeit bei Ehefrau?) und 3 Kinderzulagen interessant sein?

    Evtl also nur Minimum 60€ bis wenige hundert Euro einsetzen, um die komplette Zulage von 175+3*300€ einzustreichen? Im neuen Modell wären 1200€ fällig, um die komplette Zulage zu bekommen.

    Wenn später dann mal die Kinderzulagen wegfallen, kann man immer noch ins neue Modell wechseln.

    Genauso sieht es aus, für Verträge ab 2027 gibt es deutliche Verschlechterungen was die Beiträge im Verhältnis zur Zulage betrifft, auch sind Verträge mit BU-Absicherung nicht mehr möglich.

    Mein Tipp dieses Jahr noch abschließen und dann später schauen was sinnvoller ist.

  • So ich bin jetzt auf der Suche nach einen Passenden Vertrag.

    Empfohlen von der Bank wurde mir der UniProfiRente/4P
    wobei der ab einen alter von 35 Jahren (also bei uns schon ab Abschluss) 90% in die Sicherungs (DE0008491069) und 10% in die Aktienkomponente (DE000A1C81G1) investiert.

    Ich denke eher an den UniProfiRente Select
    da stehen die UniGlobal II A (LU0718610743), UniGlobal Vorsorge (DE000A1C81G1), UniESG Aktien Global (DE000A0M80G4) zu Auswahl.

    von der Entwicklung der Letzten 10 Jahren würde ich zum UniGlobal II A (LU0718610743) tendieren.

    Ich verstehe aber bei der UniProfiRente Select
    Die Aufteilung von
    UniVorsorge 1-7 ASP (Ansparphase)
    UniVorsorge 1-7 AZP (Auszahlphase)

    nicht ganz, wenn man sich von denen die Entwicklung anschaut ist es eher grausam :)

  • nicht ganz, wenn man sich von denen die Entwicklung anschaut ist es eher grausam

    Es tut mir wirklich leid, dass du von dieser fixen Idee, bei dieser Bank einen Vertrag abzuschließen, einfach nicht wegkommst.

    Lass doch bitte die Finger weg von so etwas, was schlussendlich im Alter nur dein Geld frisst.

    Es gibt im Moment schlicht und einfach keine vernünftigen Riester-Produkte auf dem Markt.

    Hauptgrund ist natürlich die Verrentungszwang- Pflicht bis zum Lebensende und vor allem das „Absaugen. von Kapital für den Finanzdienstleister