Klausel über zu erreichende Mieteinahmen im Kreditvertrag

  • Wenn die Bank es also gar nicht so eng sieht, wieso streicht bzw. entschärft sie den Passus im Vertrag nicht einfach? Sollte doch eigentlich kein Problem sein.

    Weil vermutlich diejenigen, welche diesen Passus eingebaut haben bzw. fordern, nicht identischen sind mit jenen, welche diesen Passus relativieren.

    Vielleicht gibt es eine interne Weisung die besagt, dass so ein Passus in den Verträgen zu stehen hat und die Mieteinnahmen anhand Formel xyz zu berechnen sind.

    Während hingegen diejenigen im Backoffice, die solche Kreditanfragen bearbeiten, sich das Geschäft natürlich nicht entgehen lassen wollen und deswegen die Schärfe relativieren - mutmaßlich wissen, dass dieser Passus in der Realität und im Normalfall nicht so penibel kontrolliert wird.

  • Während hingegen diejenigen im Backoffice, die solche Kreditanfragen bearbeiten, sich das Geschäft natürlich nicht entgehen lassen wollen und deswegen die Schärfe relativieren - mutmaßlich wissen, dass dieser Passus in der Realität und im Normalfall nicht so penibel kontrolliert wird.

    Auf die nicht so penible Kontrolle würde ich mich nicht verlassen.

    In fast jedem Kreditvertrag steht, dass die Bank den Kredit im Falle einer wesentlichen Verschlechterung der Einkommens- oder Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers fristlos kündigen kann. Dann wird die Rückzahlung sofort fällig und das Haus geht in die Zwangsvollstreckung - oder die Bank kann mit der Drohung der Kündigung weitere Sicherheiten und höhere Zinsen fordern.

    Wenn die tatsächlichen Mieteinnahmen von den Mindestmieteinnahmen laut Vertrag abweichen, hängt der Vertrag nur noch am seidenen Faden und der Kreditnehmer ist der Gnade des Sachbearbeiters ausgeliefert.

    Im schlimmsten Fall droht die Privatinsolvenz, wenn der Versteigerungserlös nicht ausreicht.

    Deshalb: Klausel durchstreichen und auf Änderung des Angebots bestehen. Nur das ist im Interesse beider Seiten an Rechtssicherheit und Klarheit.

  • Weil vermutlich diejenigen, welche diesen Passus eingebaut haben bzw. fordern, nicht identischen sind mit jenen, welche diesen Passus relativieren.

    Vielleicht gibt es eine interne Weisung die besagt, dass so ein Passus in den Verträgen zu stehen hat und die Mieteinnahmen anhand Formel xyz zu berechnen sind.

    Während hingegen diejenigen im Backoffice, die solche Kreditanfragen bearbeiten, sich das Geschäft natürlich nicht entgehen lassen wollen und deswegen die Schärfe relativieren - mutmaßlich wissen, dass dieser Passus in der Realität und im Normalfall nicht so penibel kontrolliert wird.

    Meine Frage war eher rhetorischer Natur. Den Passus wird keiner streichen und damit bleibt das Risiko. Da ist egal, wie penibel kontrolliert wird. Dann kommt irgendwann ein neuer Mitarbeiter, will sich profilieren und prüft die Einhaltung der Klausel. Und schon steht man da und hat ein Problem.


    Daher würde ich den Passus entweder ganz streichen oder zumindest soweit abändern lassen, dass man damit leben kann. Mit der Klausel würde ich persönlich diesen Vertrag nicht unterschreiben.

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