Was wäre die bessere Startegie: P2P oder ETF?

  • Hallo zusammen,

    es ist endlich soweit: Mein allererster Fonds bei meiner Hausbank hat endlich meinen Zielwert erreicht! Ich würde diesen nun verkaufen.

    Jetzt stellt sich mir allerdings die Frage: Wohin mit dem Geld? Es handelt sich um recht schöne >10k.

    Ich habe 2 Gedanken/Ideen/Strategien:

    1. jeweils 5k in P2P aufstocken (risikoreich, ich weiß)

    2. alles in den ETF

    Die Ideen im Detail (kurze Vorgeschichte):

    Ich bespare bereits einen MSCI ACWI ETF (was ich später damit mache weiß ich noch nicht, ich spare einfach mal^^). 250€ monatlich bzw. jetzt aufgestockt auf 300€ monatlich. Zudem habe ich meine ersten Erfahrungen mit P2P gemacht: Bondora Go&Grow und Mintos. Beide jeweils mit 250€.

    Zu Idee 1: jeweils 5k in Bondora Go&Grow und Mintos. Der Plan ist langfristig in beide Anbieter jeweils 10k zu investieren. Bei Bondora würde ich somit monatlich etwa 50€ erhalten, die ich auszahle und in den ETF-Sparplan investiere/aufstocke. Und bei Mintos sogar ~1,5k jährlich (glaube ich in etwa wars). Damit könnte ich die Steuern für Mintos und Bondora decken, meine Autoversicherung bezahlen (dafür geht zur Zeit ein Teil des 13. Monatsgehalts drauf) und hätte sogar noch ~150€ übrig, die ich mir "gönnen" kann, sozusagen.

    Zu Idee 2: Vorausgesagt ich bin schlecht in Mathe, aber ich habe mir mal ausgerechnet: 50€ monatlich mehr würde ich über 100 Jahre brauchen, um mit Idee 1 auf denselben investierten Betrag zu kommen. Zudem wäre es weniger risikoreich, da es breit gestreut ist und (zumindest Mintos) halt ziemlich volatil ist bei einer Kriese, was die %-Werte/Zinsen angeht. Es wird in private Konsumkredite investiert und wenn ein Privater nicht zahlen kann, erhalte ich mein Geld nicht zurück. Bondora hätte ich immer fix die 6%, vorausgesetzt, dass Bondora ihre Konditionen auch bei einer Kriese nicht ändern würde. Auch die Steuererklärung würde weniger kompliziert sein. Dafür fällt halt die monatliche/jährliche Auszahlung flach...

    Daher würden mich mal eure Blickwinkel auf diese 2 Ideen interessieren, um besser einzuschätzen oder auf Dinge zu kommen, die ich in meinen Plänen nicht berücksichtigt habe. In der Zwischenzeit parke ich das Geld auf dem Girokonto, bis ich mich entschieden habe.

    Ich weiß, niemand von euch hat eine Kristallkugel, die voraussagt, dass ich mit Idee X 100% erfolg haben werde ;) Mich würde nur mal eure Meinung und eure Blickwinkel darauf interessieren.

    Vielen Dank,

    Dissi :)

  • P2P = Peer-to-Peer-Kredite

    Ich hoffe du ziehst hier kein Werbeposting für die genannten Firmen auf…

    Genau, Peer-to-Peer-Kredite

    Und nein, ein Werbeposting ist absolut nicht beabsichtigt! Da würde ich ganz anders das Blaue vom Himmel sprechen, keine Angst ;)

    Und ja, stimmt, ein Disclaimer, dass die oben genannten Werte im BEST-CASE-SZENARIO herauskommen würden, würde evtl. etwas weniger für Missverständnisse sorgen, das stimmt.

    Ich hab halt diese zwei Ideen und muss mich für eine entscheiden, was mir eher schwer fällt, denn ja, auf der einen Seite ist es rechnerischer mehr, wenn ich es in den ETF investiere, als mit 50€ monatlich vom P2P Konto den Sparplan aufzustocken. Und es birgt weniger Risiko. Auf der Anderen Seite möchte ich aber auch nicht die Auszahlungen der P2P missen müssen, zumindest die Jährliche von Mintos wäre schön, um halt eben so Dinge wie die Autoversicherung begleichen zu können. Aber beides gleichzeitig geht halt nicht^^

    Daher wollte ich eure Meinung dazu hören.

  • Du hast aber den Artikel von Finanzfluss in 2 gelesen, oder hast du das auch für später aufgehoben(-schoben)? Wenn du es gelesen und verstanden hast, dann verstehe ich nicht, dass du so ein Risiko überhaupt erwägst.

    Zugegeben, ich habe ihn überflogen, da ich den Artikel damals schon gelesen habe, bevor ich mich ans P2P gewagt habe. Und ich weiß, dass es risikoreich ist, habe ich ja selbst dazugeschrieben ;)

    Es ist auch nicht mein gesamtes erspartes was ich darin investiere, ich habe geschrieben, dass ich einen ETF-Sparplan bereits habe, also habe ich mindestens noch eine andere Investition :) Ich wollte nur nicht alle (unwesentlichen) Beträge nennen^^

  • Dissi ich verstehe nicht ganz.

    Du hast auf einen Fonds gespart und würdest den verkaufen um evtl einen neuen ETF zu kaufen?
    Warun verkaufen?

    Am Ende schreibst du "Das Geld wartet solange auf dem Giro".
    =>Wat denn nu?

    Meiner Meinung nach ist P2P grundsätzlich nur zocken.
    Mach das NUR mit Geld welches du übrig hast.
    Ich sehe da grundsätzlich zuviel Risiko für die erwartbaren, möglichen Erträge.

  • Viele von denen, die p2p machen (und die ich kenne), sind mit so ca. 5-15% (bis zu 20%) ihres Portfolios in p2p. Das mal so als Richtwert.

    Während man einen ETF-Sparplan quasi passiv laufen lassen kann, und Bondora G&G vermutlich auch, so erfordert Mintos doch einiges an Aufwand/ Zeiteinsatz, weil eben, wie du geschrieben hast, sich die Zinsen immer wieder mal ändern. Außerdem muss man einzelne Kredite bzw. aus den Anbahnern auswählen oder einen Auto-Invest entsprechend einstellen, usw.
    Ok, es gibt glaub auch vorgefertigte Auto-Strategien, aber da ist dann die Rendite geringer.

    Ist also die Frage, wie viel Zeit du dauerhaft in p2p stecken willst...

  • Viele von denen, die p2p machen (und die ich kenne), sind mit so ca. 5-15% (bis zu 20%) ihres Portfolios in p2p. Das mal so als Richtwert.

    Gibt es da irgendwelche Quellen dafür? Wie viele Leute machen das überhaupt? Und vor allem, wie machen Sie das dann sind diese Zahlen überhaupt verifizierbar?

    Ich kenne überhaupt niemand, der das macht.

  • Es gibt entsprechende Blogs, Foren, Youtube-Videos, Podcasts, die sich mit dem Thema beschäftigen.
    Das müssen keine spezifischen p2p-Angebote sein. Auch z.B. beim Finanzwesir, Finanzrocker oder Aktien mit Kopf (früher) war das ab und zu Thema.

    Oder komm mal auf die Invest in Stuttgart, da waren auch schon p2p-Anbieter mit Ständen vertreten. Und in der Blogger-Lounge dort ist p2p sicherlich auch ein beliebtes Thema.

    Allerdings hier auf Finanztip und auch im Wertpapierforum eher weniger.

    Ich sag mal so: Zumindest hier in Deutschland wird ja eher selten darüber geredet, wie man sein Geld anlegt. Wiederum unter den Leuten, die sich mehr über Geldanlage austauschen, dürfte der Anteil von p2p-Anlegern dann relativ etwas höher liegen.

    Vermutlich alles eine Frage, in welcher Bubble man sich befindet ;)

  • Ich sag mal so: Zumindest hier in Deutschland wird ja eher selten darüber geredet, wie man sein Geld anlegt. Wiederum unter den Leuten, die sich mehr über Geldanlage austauschen, dürfte der Anteil von p2p-Anlegern dann relativ etwas höher liegen.

    Das wäre doch mal ein Artikel von Saidi an der Zeit….

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