Verluste Bitcoin-ETP und Gewinne Gold-ETC verrechnen?

  • Nehmen wir an, ich würde physisch besicherte Bitcoin-ETPs innerhalb der Spekulationsfrist abstoßen wollen.

    Könnte ich die Verluste dann mit den Gewinnen aus dem Verkauf von physisch besicherten Gold-ETCs verrechnen?

    Das müssten doch beides Veräußerungsgewinne nach §23 EStG sein.

  • Theoretisch ist das möglich, wenn beide Produkte steuerlich als §23-Geschäfte eingestuft werden. Das hängt von deinem Bitcoin-ETP ab. – Da ich aber kein Steuerberater bin, kann ich dazu nur Vermutungen anstellen ;)

    PS: Für die Zukunft einfach echte BTC kaufen, dann hast du Klarheit :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wenn du bei beiden Produkten einen tatsächlichen Auslieferungsanspruch hast und das geht, wäre das möglich nach der BFH-Rechtssprechung bzw. dem BMF Papier.

    Musst du nur schauen, ob sich das rechnet den Bitcoin ETP nur aus Steuergründen zu verkaufen, oder nur weil er ein paar Prozente jetzt korrigiert hat.

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Musst du nur schauen, ob sich das rechnet den Bitcoin ETP nur aus Steuergründen zu verkaufen, oder nur weil er ein paar Prozente jetzt korrigiert hat.

    Ja, ist nicht viel, aber ich wäre damit den ETP wieder los, ohne Lehrgeld bezahlt zu haben, weil es sich steuerlich mit dem Gold aufhebt. Also quasi eine Lehrgeld-Rückzahlung.

    Das mit den Prozenten hängt ja davon ab, wann man eingestiegen ist. Aber eigentlich wollte ich ja auch erst mal gar nicht nachgucken …

  • Verstehe ich auch nicht entweder war der Anlagehorizont zu kurz , oder er hat gedacht er wird von heute auf morgen reich. Dabei ist Bitcoin wie ein ETF auch langfristig zu sehen und mit Korrekturen muss man rechnen, wenn man sich einliest weiß man aber, dass man mindestens 4 Jahre + Bitcoin halten sollte. :)

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Bei einem ETF wird hier in jedem Thread ein Anlagehorizont von +10 Jahren gepredigt, ansonsten sollte man es lassen. Bei Bitcoin ist es Lehrgeld, wenn er nicht innerhalb von 2 Jahren +100 % macht?! :/

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Na ja, natürlich ist das nicht der angestrebte Anlagehorizont. Ich wollte u.a. auch sehen, ob ich mit der Volatilität klarkomme, das ist anscheinend nicht der Fall. Und wenn ich das bei -40% feststellen kann, ohne dass ich das Kapital verliere, umso besser. Das geht ja nicht gegen euch Visionäre.

  • Hmm scheinst also oft auf die Charts zu gucken, also bist du mehr emotional nehme ich aus dem Satz heraus. :) Uns ging es anfangs vielleicht nicht anders aber mittlerweile ist man sehr abgebrüht und schaut auch nicht mehr jeden Tag ins Portfolio und betrachtet es eher langfristig wie ein ETF, da schaut man ja auch nicht täglich rein.

    Man darf halt nicht vergessen, dass man wenn man richtige Bitcoin hält einen Anteil an Bitcoin hat und kein Fiat, welches täglich immer weiter entwertet. Verloren hast du ja kein Kapital in Fiat gemessen ja, weil wir so denken und rechnen aber der Anteil an Bitcoin ist ja wie gesagt noch gleich, der Rest ist Geduld und aushalten. :)

    Visionäre sind wir nicht, wir haben nur viele Zyklen erlebt und wissen, dass man nach spätestens 4-5 Jahren immer im Plus ist :). Wie gesagt wie auch mit Aktien oder Edelmetallen kurzfristig kann alles mal sinken, aber langfristig, sehe ich noch viele Kommastellen fallen.


    Schade, aber gut muss jeder selbst wissen. Selbst wenn es nur wenig ist würde ich es einfach halten. Gerade wenn ich mir das Makroökonomische Umfeld aktuell anschaue.


    Ich würd´s ja dir auch abkaufen, aber ich kaufe nur Spotmarkt :P .

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

  • Na ja, natürlich ist das nicht der angestrebte Anlagehorizont. Ich wollte u.a. auch sehen, ob ich mit der Volatilität klarkomme, das ist anscheinend nicht der Fall. Und wenn ich das bei -40% feststellen kann, ohne dass ich das Kapital verliere, umso besser. Das geht ja nicht gegen euch Visionäre.

    Legitime Argumentation.

    Bevor du verkaufst, noch zwei, drei Gedanken. Was du damit machst, ist dir überlassen, ich will dich auch gar nicht überreden, am Ende muss jeder gut schlafen können.

    1. Trotz des aktuellen Kursrückgangs hat sich nichts geändert. Bitcoins fundamentale Eigenschaften sind identisch, ebenso die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen.

    2. Es gab in den letzten Jahren immer diese starken Kursverluste, die aktuelle Situation war sogar erwartbar, wenn man sich die Zyklen der vergangenen Jahre anschaut.

    3. Im Mai kommt ein neuer FED-Chef. Donald will niedrige Zinsen.

    4. Ich würde das Geld einfach abschreiben, mit dem Ziel, nicht emotional zu handeln und zumindest vom zeitlichen Horizont einen 4-Jahres-Zyklus durchmachen. Selbst wenn der Kurs dann niedriger sein sollte als heute – ich gehe davon aus, dass du nicht mit einem lebensverändernden Betrag investiert bist – ist die Erfahrung mindestens genau so viel Wert, als das (potenziell) verlorene Geld. Und wenn es nur die Tatsache ist „hätte ich damals mal nicht auf Einundzwanzig gehört, sondern meinen Plan umgesetzt.“ ;)

    PS: Keine Anlageberatung.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • … sind identisch, ebenso die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen.

    Ich will mir das gar nicht zu eigen machen, habe aber heute im AAA-Podcast sinngemäß den Gedanken gehört, dass die ganzen Zocker, die bislang Krypto gestützt und zu immer neuen Höhen geführt haben, jetzt die Prediction Markets als neuen Spielplatz entdeckt haben, und deshalb es Krypto sehr schwer haben wird, wieder aus dem Tal der Tränen zu kommen …

  • Ich will mir das gar nicht zu eigen machen, habe aber heute im AAA-Podcast sinngemäß den Gedanken gehört, dass die ganzen Zocker, die bislang Krypto gestützt und zu immer neuen Höhen geführt haben, jetzt die Prediction Markets als neuen Spielplatz entdeckt haben, und deshalb es Krypto sehr schwer haben wird, wieder aus dem Tal der Tränen zu kommen …

    Da ist sicherlich etwas dran. Ich glaube aber, dass der Kurs in Zukunft weniger von klassischen „Zockern“ getrieben wird, sondern zunehmend von institutionellen Anlegern und möglicherweise auch von Staaten. Zudem können sich die Kräfteverhältnisse in solchen Märkten extrem schnell verschieben, sobald sich die Narrative ändern.

    Langfristig ist das aus meiner Sicht ohnehin zweitrangig. Bitcoin ist das härteste Asset der Welt. In einem dauerhaft inflationären Geldsystem nimmt die Liquidität zwangsläufig zu, und dieses Kapital sucht sich seinen Weg – typischerweise in risikoreichere Anlageklassen wie Aktien, Immobilien oder eben Bitcoin. Wir schauen mal, was passiert :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich bin zum damaligen ATH eingestiegen im Dezember 24 (größtenteils). Hab den Bitcoinkurs bestimmt 20x und mehr täglich verfolgt. Gesund war das sicher nicht. Dass der neuerliche Kurssturz stattgefunden hatte, hab ich nur durch Zufall festgestellt.

    Der Invsstmentzeitraum seit Dez 24 ist extrem kurz. Wenn ich in 2 Jahren immer noch im minus sein sollte, würde ich meine langfristige Strategie zumindest mal auf den Prüfstand stellen. Bitcoin war für mich zu richtigen Zeit das richtige Asset. Hat bei mir auch in Sachen perspektivische Lebensgestaltung was bewegt.


    Aber wenn man die Volatilität nicht aushält, ist ein Verkauf die richtige Option. Zur Zeit hab ich keinen ETF, nur mein Kind. Die Kursentwicklungen beim ETF erscheinen dann nochmal in einem ganz anderen Licht. Für mein Kind hab ich noch BTC ETP nachgekauft. Der Anteil am Gesamtvermögen ist aber nur bei 5-7%.

  • Der Invsstmentzeitraum seit Dez 24 ist extrem kurz. Wenn ich in 2 Jahren immer noch im minus sein sollte, würde ich meine langfristige Strategi

    Was sind schon 2 Jahre.

    Bitcoin war für mich zu richtigen Zeit das richtige Asset. Hat bei mir auch in Sachen perspektivische Lebensgestaltung was bewegt.

    Inwiefern?

    Aber wenn man die Volatilität nicht aushält, ist ein Verkauf die richtige Option.

    Oder fallend gezielt nachkaufen. Damit kann man den ursprünglichen (ATH-) Einstieg wesentlich drücken.