Wie sparen in wirtschaftlich katastrophalen Zeiten?

  • Oft meinen die Unternehmer, dafür wäre die Politik zuständig.

    Das war schon zu Beginn des Ukraine-Krieges ...

    Das führt ein bisschen vom Thema weg - damalige Bundesregierung (Merkel/Altmeier) kam zögerlich mit der Info raus, dass man mit Unternehmen über die Abhängigkeit von russischem Gas gesprochen hat. Die Unternehmen wollten aber das billige Gas und sich nicht mit anderen Optionen befassen.

    Das ist dann eine gehörige Portion "selbstgemachtes Leid".

  • Weniger Einkommen ist nicht schön, das steht außer Frage.
    Aber ich würde hier knallhart den 3 Schritte Plan gehen:

    1. Haushaltsplan und monatliche Fixkosten optimieren! Es braucht nicht zig Streaming Abos, teure, alte Handy- und Strom Tarife etc. Da ist meist viel Potential.

    2. Ausgaben reduzieren: Überlegen was ist einem wichtig, was macht einen glücklich und was ist doch eher unwichtig. Z.B. wie viel Klamotten muss man immer kaufen, ist ein anderer Urlaub vielleicht auch schön aber nur halb so teuer? Wie viel Luxus Auto braucht es?

    3. Einnamen steigern: anderer Job, Weiterbildung, Quereinsteiger… die Bahn hat mal Werbung gemacht das man als Quereinsteiger 4000€ Startgehalt bekommt, also nur mal als Beispiel. Das man mehr Geld zur Verfügung hat geht auch radikal mit Umzug in günstigere Gegend und bessere Jobaussichten, als allerletzte Lösung.


    PS: ich hab 4200 Brutto, ich könnte locker 50% Einschnitt verkraften, da würde dann nur meine Sparrate wegfallen.

  • PS: ich hab 4200 Brutto, ich könnte locker 50% Einschnitt verkraften, da würde dann nur meine Sparrate wegfallen.

    Man sollte nicht immer die eigene Situation auf andere übertragen. Du weißt z.B. nicht ob der Threadersteller alleinstehend ist oder eine Familie zu versorgen hat. Wer Kinder hat die studiert weiß, was z.B. ein WG-Zimmer kosten kann.

    die Bahn hat mal Werbung gemacht das man als Quereinsteiger 4000€ Startgehalt bekommt, also nur mal als Beispiel.

    Das die Bahn weiter Leute sucht kann ich bestätigen. Ein Bekannter von uns ist vor 3 Jahren mit deutlich über 50 zur Bahn gegangen (Technik).
    Er verdient zwar weniger als in seinem vorherigen Job, allerdings ist der Stresslevel auch deutlich gesunken. Es sagt immer so schön: Ich muss nur halb soviel arbeiten wie in meinem vorherigen Job, und werde trotzdem noch von den 'alteingesessenen' Bahn'ern ermahnt noch etwas langsamer zu machen.

  • Auf jeden Fall den Kopf nicht in den Sand stecken.

    Bernd123 und andere haben gute Möglichkeiten genannt. Es wäre sicherlich das Beste, erst einmal deinen Haushaltsplan aufzustellen. Klar, Du bist kein Spitzenverdiener, aber deine Fixkosten scheinen nicht gering zu sein. Teurere Hobbys z.B.? Vielleicht magst Du uns diese mal auflisten?

    Wenn Du z.B. noch Zeit übrig hast in der Woche (durch Freizeit oder geringe Fahrzeit zur Arbeit), könntest Du vielleicht auf Teilzeit-Basis noch wo anders arbeiten. Etwas dienstnahes wie z.B. einem Baumaschienen- oder Hubbühnenverleih zur Gerätewartung oder aber vielleicht etwas branchenfremdes. Da Du handwerkliches Geschick zu haben scheinst, würde ich mich nicht umbedingt auf dein engeres Berufsumfeld beschränken. Und vielleicht wirst Du dadurch ja ganz neue Wege finden?

    Nur als Beispiel: Vielleicht hast Du durch deine lange Tätigkeit in der Praxis die Möglichkeit bei deinen Zulieferern im Vertrieb-, Logistik- oder Produktmanagement Fuß zu fassen? Dir werden doch sicherlich Optimierungspotentiale aufgefallen sein?

    Oder aber Du machst etwas total anderes und entdeckst vielleicht eine ganz andere Seite an Dir.

  • Neben den ganzen Vorschlägen zur Einsparung (habt Ihr wirklich alle so viele Leichen (Abos, Verträge, Kürzbares) in der Bilanz?) noch ein Vorschlag zur Einkommenserhöhung: warum nicht nen Minijob dazu? Du hast ja jetzt weniger Stunden zu arbeiten, da wäre noch etwas Luft, Jobber werden gesucht.