Ich habe noch zwei Jahre Berufstätigkeit vor mir, bevor es mit 67 in die Rente geht. Ich verdiene recht gut (etwas 90k brutto), meine Frau etwa 65k. Zusammen kommen wir mit ein paar Einnahmen aus Vermietung vielleicht auf 160k Brutto, was eine entsprechende Steuerlast nach sich zieht (Spitzensteuersatz 42%).
Wir leben genügsam, es bleibt jeden Monat bleibt einiges übrig. Wir würden gerne das Geld zurücklegen um dann später im Alter entweder reisen zu können, oder eben auch Pflegeleistungen finanzieren zu können.
Ich frage mich, was besser ist: Die Ersparnisse in einen ETF anzulegen (hohe Rendite, die aber auch der Steuerpflicht unterliegt), oder das Geld in eine private Pflegeversicherung zu stecken? Letzteres wäre nur gering verzinst, würde aber in bestimmtem Umfang (wie viel?) steuerlich absetzbar sein. Was denkt ihr denn so dazu? Was würdet ihr mir empfehlen?
Steuersparende Alters- und Pflegevorsorge
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Theodolit -
19. Februar 2026 um 23:11 -
Unerledigt
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Kater.Ka
20. Februar 2026 um 06:02 Hat das Thema freigeschaltet. -
Problem in Deutschland sind Steuern, die müssen gespart werden! Jeder Finanzprodukte-Verkäufer spielt diese Karte als Joker und die Kunden werden schwach! Um die Sache mal andersrum zu betrachten, ich zahle auf meine Geldanlagen gerne viel Steuern, da ich dann sehr hohe Gewinne erzielt habe. Zum Thema, mit über 60 wird eine sinnvolle private Pflegeversicherung teurer, da der Bedarfsfall sehr schnell eintreten kann, die Versicherung lebt von Beiträgen und nicht von Leistungen die sie dann erbringen muss. Daher sollte man den spitzen Bleistift nehmen und genau rechnen, ein ETF ist eine Anlage für einen langen Zeitraum, also mindestens 10, besser 15 Jahre. Man braucht also ein gesamtes Paket um sinnvoll vorzugehen. Entscheidend ist wie bei jeder Anlage was brauche ich wann, dann kann man in kurzfristige und längerfristige Anlagen aufteilen. Vermutlich sind geplante (teure) Reisen eher kurzfristig, zumindest müsste man Glück mit der Gesundheit haben, um mit über 80 noch darauf Lust zu haben. Mein Tipp, klärt genau was ihr vorhabt und richtet danach die Anlagen aus, viel Erfolg!
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Ich seid ja reichlich spät dran.

Wie wird sich denn Eure finanzielle Situation im Ruhestand darstellen? Reichen Eure Altersbezüge und die vorhandenen Ersparnisse um davon im Alter sorgenfrei leben zu können und Euch den ein oder anderen Reisewunsch zu erfüllen?
2 Jahre ist schlichtweg ein viel zu kurzer Anlagehorizont um groß in Aktien-ETF investieren zu können. Finanztip empfiehlt er einen Anlagehorizont von 10 , besser 15 Jahren.
Steuern sparen ist zumeist eine ganz blöde Idee um darauf eine Geldanlage aufzubauen. Ein Geldanlage muss sich auch so rechnen.
Wenn es dann noch einen Steuerbonus gibt, kann man den gern mitnehmen.Wie sieht es denn in Euren Familien aus in Sachen Pflegebedürftigkeit? In meiner Familie hat es noch niemand auf einen längeren Aufenthalt im Pflegeheim gebracht. Da ging es bis kurz vor Schluss im eigenen Wohnumfeld. Und als das nicht mehr ging, war es dann in wenigen Monaten vorbei.
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Wir leben genügsam, es bleibt jeden Monat bleibt einiges übrig. Wir würden gerne das Geld zurücklegen um dann später im Alter entweder reisen zu können, oder eben auch Pflegeleistungen finanzieren zu können
Bei diesen ungenauen und grob lückenhaften Angaben musste ich spontan an einen ehemaligen Foristen denken, der (wahrscheinlich zu Recht) jetzt verbal losgelegt hätte….
Wir wissen eigentlich NIX und sollen was sagen.
Vorab: eine sehr große Steuerersparnis habt ihr, wenn du in Rente gehst.
Habt ihr Ersparnisse auf dem Girokonto in Höhe von 400.000 Euro und wohnt in einer günstigen Mietwohnung oder habt ihr ein Haus und habt Rücklagen in Höhe von 2 Mio Euro ?
So Fälle gibt’s wirklich.
Kinder, die eventl. was erben sollen ?
Geht deine Frau in 3 Jahren in Rente oder in 15 Jahren?
Also du merkst schon was. -
Was denkt ihr denn so dazu?
Willkommen im Forum Theodolit ,
wenn dir eine Finanzanlage wegen der Steuerersparnis verkauft wird ist das in vielen Fällen Mist. ( Angst regiert hier die Entscheidung)
Die Kapitalanlage muss Rendite über der Inflation erwirtschaften damit du deine Kaufkraft erhältst. ( Aufpassen das die Gier nicht überhand nimmt)
Dieses Steuerspargeschrei ist Sargdeckelklappern der Finanzprodukteverkäufer die sich dann mit euerem Geld die Taschen voll machen. Somit habt ihr eurer Geld nicht mehr sondern die Finanzindustrie.
Sieh zu das du Selber Renditestark aber mit dem Alter angemessen Risiko anlegst und dein Geld selber unter deiner Verwaltung hältst. Alles andere wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu deinem finanziellen Schaden sein.
Mach dich schlau und trau dich selber an deine Finanzanlage.
Dir Gute Finanzentscheidungen.
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Hinweis:
Du solltest in diesem Alter nie eine Pflegezusatzversicherung abschließen.
Das freut nur die Versicherung und meist eine Verkäufer:in wegen der Provision. -
Das wichtigste wurde hier eigentlich schon gesagt. Es gibt zu wenig Infos und dazu ist die Steuer immer das letzte Kriterium für eine Entscheidung.
oder das Geld in eine private Pflegeversicherung zu stecken? Letzteres wäre nur gering verzinst, würde aber in bestimmtem Umfang (wie viel?) steuerlich absetzbar sein.
Die Pflegeversicherung ist meines Wissens nach keine kapitalbildende Versicherung, sondern hier wird ein Risiko abgesichert. Also gibt es keine Verzinsung und wenn du sie nicht brauchst, ist das Geld am Ende futsch.
Für eine Absetzbarkeit bei der Steuer müsste die private PV zu den unbegrenzt abziehbaren Sonderausgaben gehören (keine Ahnung, ob das so ist), da der Maximalbetrag in der Regel schon durch die KV aufgebraucht ist. Und selbst dann ist die Frage, ob bei Leistung nicht ein negativer Steuereffekt zu erwarten ist.
Ihr solltet euch erstmal eine Vermögensbilanz erstellen und einen groben Plan, was ihr noch wann machen wollt (z.B. Weltreise zur goldenen Hochzeit mit Mitte 70). Danach dann das Geld auf die verschiedenen Risikoklassen verteilen. Es ist auch durchaus in Ordnung, das Geld nur in Fest- und Tagesgeld zu schieben, wenn der Anlagehorizont überschaubar ist.
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Die meiner Meinung nach einzige „Steuersparmaßnahmen“ die vor der Rente sinnvoll sein könnte, ist bei PKV Mitgliedern vor der Rente noch 1 oder zwei Jahre jeweils Beiträge im Vorraus zu zahlen. Das lohnt aber meist nur bei sehr hohem Einkommen und sicher deutlich niedrigerer Steuerlast in der Rente. Vermutlich trifft diese Konstellation beim TE eher nicht zu.
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Danke, das ist schon mal super hilfreich!