Gender Riester Gap

  • Bin vorhin beim Frühstück drüber gestolpert:

    https://www.finanzwende.de/fileadmin/user…ueruprenten.pdf

    Nur sehr wenige Riester- Tarife
    erreichen das Mindestziel – und damit einen Inflationsausgleich. Bei Frauen sind es 4 von 18
    untersuchten Angeboten, also ein gutes Fünftel. Bei den Männern ist es nur ein einziger Vertrag.
    Auch bei den mittleren Renditen schnitten Frauen (1,68 Prozent) besser ab als männliche Sparer
    (1,14 Prozent).
    Bei Rürup-Tarifen sieht es etwas besser aus. Das gilt insbesondere für Frauen: Von 78
    untersuchten Tarifen erreichen 43 die zwei-Prozent-Marke, also die Mehrheit. Bei Männern
    schaffen hingegen nicht einmal halb so viele Tarife das Minimalziel, insgesamt nur 19 Angebote.
    Der Vorteil für Frauen zeigt sich auch bei einer höheren durchschnittlichen Rendite von 1,97
    Prozent (Männer: 1,45 Prozent).


    Über Gründe darf spekuliert werden.

  • Passt zu unserer Situation. Meine Frau hat sich mal als Jugendsünde nen Riester Vertrag aufschwatzen lassen. Jetzt mit Kindern und viel Elternzeit lohnt er sich auf einmal für sie.

    Ohne das wissenschaftlich untersucht zu haben, liegt das vermutlich am geringeren Verdienst von Frauen und daran, dass Frauen mehr Gehaltsausfall durch Elternzeit haben.

  • Über Gründe darf spekuliert werden.

    Oder das verlinkte PDF darf gelesen werden:

    "Schuld daran sind die für Kund*innen nachteiligen Sterbetafeln und Sicherheitsmargen, die die Versicherer einrechnen. Nimmt man eine realistische Sterbetafel für Versicherungskund*innen liegt die Lebenserwartung für heute 37-jährige im Durchschnitt für Frauen bei 93 Jahren. Männer sterben demnach im Alter 89 etwas früher.

    Das bedeutet: Um mit einem Riester-Vertrag ins Verdienen zu kommen, müssen Frauen sechs Jahre länger leben als für ihren Jahrgang errechnet. Männer müssen ihre Altersgenossen sogar um ganze 10 Jahre überrunden." (Seite 17)