Verkäufer sind sicherlich nicht das Problem. Das sind ganz normale Händler.
Wenn der Arzt von Pharmaunternehmen bezahlt würde, der Architekt vom Bauunternehmen und der Anwalt von der Gegenseite, der Aufschrei wäre enorm.
In der Finanzindustrie dagegen gilt genau dieses Prinzip schon immer als normal: Der Verkäufer wird vom Produkthersteller bezahlt, nicht direkt vom Kunden. Und trotzdem nennt man es Beratung.
Besonders in Deutschland wird dieser Interessenkonflikt erstaunlich gelassen hingenommen. In vielen anderen Ländern ist man weiter. Dort gibt es bereits Provisionsverbote (das wurde ja von Deutschland 2023 blockiert. Nur! von Deutschland
).
ZitatDer massive Widerstand aus Deutschland war offenbar erfolgreich: Anders als ursprünglich angekündigt, soll Finanzberatung gegen Provision in der EU weiter erlaubt bleiben.
Das Grundproblem ist einfach: Wer vom Produkt ,,bezahlt wird", verkauft.
Wer vom Kunden bezahlt wird, berät. Verkauf ist im Finanzbereich ein Problem, weil es um mehr geht als eine zu teure Waschmaschine.