Baader Bank verweigert Ausstellung von Tax Vouchers + Credit Advices

  • Die Baader Bank AG schikaniert mich und verweigert mir die Ausstellung von Nachweisen über die, von der Baader Bank abgeführte Quellensteuern
    (Tax Vouchers). Einen für 2023 u. zwei für die Jahre 2024 im Gesaamt- Wert über 5.227,50 Euro.
    Ich hatte für 2023 und 2024 Dividenden auf Aktien der Bank of Ireland von der Baader Bank ausgezahlt bekommen. Zu den, an das deutsche Finanzamt abzuführende Kapitalertragssteuern hinzu, wurden auch 25% irische Quellensteuern von der
    Baader Bank abgezogen, die die irische Steuerbehörde verlangt. Diese Quellensteuern kann ich jedoch mit dem Nachweis der
    Zahlung der Baader Bank, durch Tax Voucher und Credit Advice von der irischen Steuerbehörde zurückverlangen. Dabei
    handelt es sich letztlich um Kopien der Zahlungsweitergabe aus der Buchhaltung der Baader Bank.
    Ich hatte diese Nachweise mit mir zugesandten Formularen ab 31.07.2024 bestellt, in denen eingedruckt ist, dass je Tax Voucher eine Gebühr von 25 Euro anfällt.
    Die Baader Bank reagierte jedoch nicht und sämtliche Nachfragen zum Bearbeitungsstand liefen ins Leere. Daraufhin habe ich mich bei der BaFin darüber beschwert. Die BaFin teilte mir mit, dass sie die Baader Bank deshalb sanktioniert hätte, mir aber in
    der individuellen Angelegenheit nicht weiterhelfen könne. Ich wurde an den Bund deutscher Banken verwiesen, wo ich ein Schlichtungsverfahren einleiten solle. Dort, beim BdB, trug ich meine Probleme vor und es erging am 11.2.2025 die Entscheidung, dass
    die Baader Bank mir „die Tax Voucher“ (Mehrzahl) zum Preis von je 25 Euro ausstellen muss, es der Baader Bank aber zustehe, mir mein dortiges Konto zu kündigen, was auch umgehend geschah. Baader teilte mir mit, dass sich die Ausstellung der Tax Voucher noch verzögern würde.
    Erst nach einem weiteren halben Jahr sendete mir die Baader Bank einen Tax Voucher, der City-Bank von 2023 zu, der jedoch mit meinen Dividendenabzügen nichts zu tu hatte und damit unbrauchbar war.
    Das Fehlen des Tax Voucher für 2023 und der beiden Tax Voucher für 2024 und allen drei fehlenden Credit Advices reklamierte ich bei der Baader Bank. Als Antwort schrieb mir Baader nun, dass der Ombudsmann lediglich über einen Tax Voucher für 2023 entschieden hätte, was aber nicht stimmt und ich für die beiden, mir ebenfalls zustehenden Tax Voucher für 2024 jeweils einen (nicht weiter benannten) "4-stelligen Betrag!!!" zahlen müsse. Auch sämtliche Credit Advices wolle man separat mit mir abrechnen ohne die Kosten dafür zu nennen, obwohl im Bestellformular und in deren Preisliste ein Betrag von 25,- Euro genannt ist. Und hinzu sollen noch Steuerberatungskosten kommen, die aber gar nicht im Verfahrensweg vorgesehen sind.
    Inzwischen weiß ich, dass Clearstream je Tax Voucher incl. Credit Advie 2x 63 Euro, also 126 Euro berechnet. Genau diese Beträge habe inzwischen auch bei Flatex und der DAB-Bank für selbige Tax Voucher samt Credit Advices bezahlt. Ich bin bereit, obwohl das Bestellformular dafür nur 25 Euro ausweist, diesen Betrag je Tax Voucher und zusätzlich die 25 Euro zu bezahlen. Dennoch reagiert die
    Baader Bank nicht mehr auf mein Begehren und stellt sich tot.
    Ein erneutes Vorsprechen beim BdB, dass die Baader Bank den Schlichterspruch nicht umgesetzt hat und den Schlichterspruch zu deren Gunsten uminterpretiert, wies man von dort mit den Worten zurück, dass ein Schlichterspruch ergangen sei und man deshalb die Sache nicht erneut aufnehmen werde.Was nutzt mir abetr ein Schlichterspruch, wenn Baader diesen nicht umsetzt?
    Jetzt, nach einem Jahr, nach der Schlichtung, hat die Baader Bank immer noch keinen Tax Voucher oder Credit-Advice an mich übergeben- Was kann man da tun? Ist Baader nicht zur Ausstellung der Zahlungsnachweise (Tax Voucher und Credit Advices) die siwe an die irischen Finanzbehördern weitergeleitet haben verpflichtewt? Ohne diese Nachweise kann ich keine Steuererstattung in Irland erhalten.

  • Habe ich bereits getan! Hier die Antwort von heute Morgen:

    Bitte beachten Sie, dass die BaFin Verbrauchern im Einzelfall nicht zu ihrem

    individuellen Recht verhelfen kann. Sie ist nämlich ausschließlich für den kol-

    lektiven Verbraucherschutz zuständig. Das bedeutet: Die BaFin schützt die

    Gesamtheit aller Verbraucher am Finanzmarkt. Der Schutz einzelner Verbrau-

    cher ist dagegen nicht Aufgabe der BaFin. Damit befassen sich Ombudsleu-

    te, Schlichtungsstellen und die ordentlichen Gerichte. Demzufolge ist die Ba-

    Fin nicht befugt, stellvertretend für einzelne Kunden gegenüber den beauf-

    sichtigten Unternehmen aktiv zu werden, in ihrem Interesse eine Überprü-

    fung einzelner Geschäfte, Verträge oder ähnlichem vorzunehmen, oder gar

    in konkreten Einzelfällen verbindlich über zivilrechtliche Ansprüche zu ent-

    scheiden.

    Was hilft dann ein Ombudsmann-Verfahren mit Entscheidung darüber, wenn die Baader Bank sich nicht daran hält?

  • Dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als eine Anwält:in einzuschalten.
    Frag mal bei der Kanzlei des tragisch verstorbenen Andreas Tilp nach. Ein Brief von denen kann die Bank „ in die Gänge“ bringen.

  • BaFin nicht befugt, stellvertretend für einzelne Kunden gegenüber den beauf-

    sichtigten Unternehmen aktiv zu werden, in ihrem Interesse eine Überprüfung einzelner Geschäfte, Verträge oder ähnlichem vorzunehmen, oder gar

    in konkreten Einzelfällen verbindlich über zivilrechtliche Ansprüche zu entscheiden.

    Ist mir auch mal passiert. Die BaFin gibt mir (indirekt) Recht aber setzt es nicht durch. Dann sollte sie auch eine Beschwerdeformulare im Internet anbieten. Im obigen Fall bleibt nur ein ordentliches Gericht. M.E. mit dem Schlichterspruch nicht so kompliziert.

  • Dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als eine Anwält:in einzuschalten.
    Frag mal bei der Kanzlei des tragisch verstorbenen Andreas Tilp nach. Ein Brief von denen kann die Bank „ in die Gänge“ bringen.

    Habe bei der Kanzlei Tilp angefragt. Hier die Antwort:
    Sehr geehrter Herr Oberbeck,vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider ist es uns in dieser Angelegenheit nicht möglich, für Sie anwaltlich tätig zu werden. Wir bitten um Verständnis, dass wir von einer Begründung unserer Entscheidung absehen. Bitte wenden Sie sich gegebenenfalls an eine andere Rechtsanwaltskanzlei.

  • Mir war die Ombudsstelle in den Rücken gefallen. Eine Rechtsdurchsetzung war für mich nicht möglich. Mit einem positiven Schlicherspruch braucht man keine spezialisierte Anwaltskanzlei. Den großen Kanzleien ist möglicherweise der Streitwert zu gering.

  • Was hilft dann ein Ombudsmann-Verfahren mit Entscheidung darüber, wenn die Baader Bank sich nicht daran hält?

    Die Ombudsleute im Bankenverband sind zwar „unabhängig“; werden aber vom Bankenverband berufen. Die berufen nur diejenigen, die ihnen genehm erscheinen und in Großraum Frankfurt leben. Normale Anliegen werden häufig zu steuerlichen Anliegen von den Banken umgedeutet, somit ergibt sich für die überforderten Schlicher eine „fehlende Zuständigkeit“. Fragen der Durchsetzbarkeit von Steuererleicherungen, hier Dividendenteilerstattungen, werden zwar positiv entschieden, aber, auch wegen mangelhafter Kenntnisse nicht durchgesetzt.
    Hatte das Ganze schon einmal im Justizministerium vorgetragen. Hier sieht man deswegen keinen Handlungsbedarf, weil die Rechtsdurchsetzung gegenüber Banken insgesamt „günstig“ sei. Andere Bereiche seinen wichtiger und werden priorisiert.

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