Riester - immer wieder Riester...:-(

  • Bei reinen Fondsriestern wird in der Regel kein Rentenfaktor angeben.

    Da wird dann bei Renteneintritt eine Versicherung vom Fondsanbieter für das Langlebigkeitsrisiko ab 85 Jahren abgeschlossen. Da werden dann je nach Anbieter zwischen 20-30% des angesparten Kapitals in diese Versicherung überführt. Aus dem Rest wird ein Auszahlplan zusammengestrickt der für den Kunden meistens doof ist.
    Die Rentenfaktoren werden dann zum Rentenbeginn festgelegt und weit über 30 findet man da selten.

    Da hat deinen Freund einen „guten“ Vertrag erwischt wenn denn in kostengünstigen und renditestarken Produkten investiert wurde.

  • Bei reinen Fondsriestern wird in der Regel kein Rentenfaktor angeben.

    Da wird dann bei Renteneintritt eine Versicherung vom Fondsanbieter für das Langlebigkeitsrisiko ab 85 Jahren abgeschlossen. Da werden dann je nach Anbieter zwischen 20-30% des angesparten Kapitals in diese Versicherung überführt. Aus dem Rest wird ein Auszahlplan zusammengestrickt der für den Kunden meistens doof ist.
    Die Rentenfaktoren werden dann zum Rentenbeginn festgelegt und weit über 30 findet man da selten.

    Da hat deinen Freund einen „guten“ Vertrag erwischt wenn denn in kostengünstigen und renditestarken Produkten investiert wurde.

    Verstanden. Danke.

    Ja, mein Freund musste sich gerade korrigieren. Er hat keinen Fondsriester, sondern eine fondsgebundene Riester-Versicherung.

    "guter" Vertrag?: er ist ganz zufrieden.

    Summe Eigenbeiträge: 37.940 €

    Summe Zulagen: 4.000 €

    gebildetes Kapital: 82.700 € (Stand 31.12.2025)

    Plus 10.900 € Steuerermäßigungen

    Förderquote nach Anbieterkosten von 33%

    Rentenfaktor nahe 50 (ab dem Alter von 66) und Rentengarantiezeit von 10 Jahren.

    Tatsächlich wurden in den ersten 5 Jahren mehr als 60% der Beiträge ins Fondskapital gesteckt. Und es wurde einfach stringent über die ganze Vertragslaufzeit (egal ob Börsen-Boom oder Crash) eine abnehmendes Verhältnis von Zuführung Fondsvermögen zu Zuführung Garantiekapital eingehalten. Kein cash lock Effekt.

  • Man kann auch die Steuerlast wieder senken wenn man denn Beiträge in die Gesetzliche Rente einzahlt. So würde theoretisch die 30% Auszahlung „Steuerneutral“in die Gesetzliche Rente überführt.

    Die Idee hat was! Daher hab ich mich da (im Wesentlichen für mich selbst) mal etwas tiefer reingegraben.

    Mal angenommen, das Ganze funktioniert steuerneutral : dann wäre das doch erstmal nur ein Tausch von einer lebenslangen Rente (Riester) hin zu einer anderen (GRV)?

    Und wenn dem so ist, müsste man dann nicht die Rentenfaktoren vergleichen?

    Bei Riester hat er den Rentenfaktor 51, bei GRV wäre er aktuell in etwa bei 44 (Kosten für einen Rentenpunkt 9.670 € / monatliche Rente pro Rentenpunkt ab 01.07.2026: 42,52 €. Wenn ich bei GRV eine jährliche Steigerung von 2% unterstelle, wäre der "Break even" nach 16 Jahren Rentenbezug erreicht. Knapp vor dem Riester Break even von 16,3 Jahren (hier gehe ich davon aus, dass es keine Rentensteigerung gibt).

    Nach 16 Jahren Bezugszeit würde dann die GRV "gewinnen", weil hier weiter eine Steigerung angenommen werden kann und bei Riester sicherlich nicht. Der Gewinn dürfte sich aber im Cent-Bereich abspielen, da er sich von den 30% Teilauszahlung (ca. 12.700 €) nur eine monatliche Anfangsrente von 55,84 € kaufen kann.

    Eventuell ergibt sich noch ein kleiner Vorteil für die GRV im einstelligen Euro-Bereich durch die unterschiedliche Versteuerung bei Rentenbezug (GRV ab 2027 zu 84,5% steuerpflichtig, Riester zu 100%).

    Aus Sicht der Beiträge zur KV/PV gewinnt dann wieder die Riester-Rente (sv-frei) gegenüber der GRV (beitragspflicht).

    Ich vermute mal stark, bei der Gesamtwürdigung (Höhe der Brutto-Renten, Versteuerung, SV-Beiträge) ist der Bezug der 12.700 € als Riester-Rente vorteilhafter.

    Gerne reingrätschen!

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