Unsicherheiten bei BU-Abschluss

  • Hallo liebes Finanztip Forum,

    Ich bin schon lange hin- und hergerissen bei der BU.

    Kurz zu mir, ich bin Mitten in meinen 20ern, habe seit 5 Jahren einen reinen Bürojob in der IT und bin soweit Kerngesund mit ein bisschen Heuschnupfen.

    Jedenfalls habe ich bereits ausführlich meine Patientenakten meiner Hausärzte und Dokumente meiner GKV angefragt und deren ICD-10 Codes aufgeschrieben, was das konkret bedeutet. Soweit sind dort keine Anomalitäten dabei wie undiagnostizierte Depression oder sonst etwas.

    Was mich jedoch abhält eine BU überhaupt anzufragen sind die Makler.

    Bei den Maklern, die kostenlos eine BU anfragen bzw heraussuchen, müssen sich auch irgendwie finanzieren. Und dies passiert für gewöhnlich über eine Provision über die abgeschlossene BU. Hier habe ich Angst, dass der Makler aufgrunddessen eine mehr suboptimale BU heraussucht, die primäre seine Provision bereitstellt.

    Ist es hier nicht besser eine pure Honorarberatung in Anspruch zu nehmen? Auch wenn es einmalig Geld kostet, lass es 150,- sein, aber damit ist das abgeschlossen.

    Und zum eigentlichen Ausfüllen des BU-Antrags:

    Hier gibt es im Internet diverse Angebote zu BU-Expertenservices wie dem {Link wegen potentieller Werbung durch Mod entfernt} Gibt es hier Erfahrungen, ob sich so etwas lohnt oder ist das eher Geldverschwendung, wenn man vorher seine Due Diligence gemacht hat durch das Anfragen aller Dokumente bei Arzt/GKV?

    Ebenfalls, in den Kommentaren der BU-Videos wird häufig zum zeitgleichen Abschluss einer Rechtschutzversicherung - nicht nur geraten - sondern fast schon gedrängt. Weil die Versicherungen immer aus den Zahlungen rauswinden möchten. Da wäre interessant in wie viel Prozent der Fälle eine Leistungsantrages die BU ohne murren die Leistung ausbezahlt und wie oft es zu einem Rechtsstreit kommt. Gibt es da etwas?

    Vielen Dank und ein schönes Wochenende :)

  • Kater.Ka 12. April 2026 um 14:26

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hier schon reingehört?

    Ich bin vielleicht so naiv, dass ich hoffe und erwarte, das mir mein Makler, Berater, Verkäufer bei der Schadenregulierung und Leistungsbezug hilft.

    Wäre eben auch ein unausgesprochener Vorteil, wenn man einen Vertrag nicht im Alleingang abschließt.

  • Bei den Maklern, die kostenlos eine BU anfragen bzw heraussuchen, müssen sich auch irgendwie finanzieren. Und dies passiert für gewöhnlich über eine Provision über die abgeschlossene BU. Hier habe ich Angst, dass der Makler aufgrunddessen eine mehr suboptimale BU heraussucht, die primäre seine Provision bereitstellt.

    Ist es hier nicht besser eine pure Honorarberatung in Anspruch zu nehmen? Auch wenn es einmalig Geld kostet, lass es 150,- sein, aber damit ist das abgeschlossen.

    Ob 150€ reichen, weiß ich nicht, aber grundsätzlich hast du Recht bzgl. der Unabhängigkeit!


    Der Professor und Verbraucherschützer Walz stellt dazu regelmäßig Listen zusammen:

    https://hartmutwalz.de/honorar-finanzanlagenberater/

  • Bei den Maklern, die kostenlos eine BU anfragen bzw heraussuchen, müssen sich auch irgendwie finanzieren. Und dies passiert für gewöhnlich über eine Provision über die abgeschlossene BU. Hier habe ich Angst, dass der Makler aufgrunddessen eine mehr suboptimale BU heraussucht, die primäre seine Provision bereitstellt.

    Ich darf Sie beruhigen. Zum einen gibt es durchaus Versicherungsmakler mit Gewissen, was man u.a. anhand einer Reihe von positiven Bewertungen nachvollziehen kann. Zum anderen unterscheiden sich die Vergütungen seitens der Gesellschaften so gut wie gar nicht. Hier gibt es also keine relevanten Fehlanreize, wenn man mal von Gesesellschaften absieht, die gar nicht mit Maklern zusammenarbeiten. Diese sind qualitativ aber fast durchgängig am unteren Ende der Skala zu finden. Wenn Sie sich an der Finanztip Empfehlung orientieren, ist die Gefahr, "über den Tisch gezogen" zu werden noch weiter reduziert.

    Mein (naturgemäß etwas befangener) Rat: Einfach mal probieren. Im Zweifel merken Sie dabei, wie Ihr Gegenüber so gestrickt ist.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • Ich darf Sie beruhigen. Zum einen gibt es durchaus Versicherungsmakler mit Gewissen, was man u.a. anhand einer Reihe von positiven Bewertungen nachvollziehen kann. Zum anderen unterscheiden sich die Vergütungen seitens der Gesellschaften so gut wie gar nicht. Hier gibt es also keine relevanten Fehlanreize, wenn man mal von Gesesellschaften absieht, die gar nicht mit Maklern zusammenarbeiten. Diese sind qualitativ aber fast durchgängig am unteren Ende der Skala zu finden. Wenn Sie sich an der Finanztip Empfehlung orientieren, ist die Gefahr, "über den Tisch gezogen" zu werden noch weiter reduziert.

    Mein (naturgemäß etwas befangener) Rat: Einfach mal probieren. Im Zweifel merken Sie dabei, wie Ihr Gegenüber so gestrickt ist.

    Vielen Dank für die ermutigenden Worte!

    Ihr Name kam mir bereits beim Lesen bekannt vor und jetzt konnte ich es auch verknüpfen :)

    Wie stehen Sie denn zu der Empfehlung von vielen Zuschauern in den Youtube-Kommentarsektion, beim Abschluss einer BU ebenfalls eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, da ein Gerichtsstreit beim Leistungsanspruch angeblich schon fast zum guten Ton gehört?

  • Ebenfalls, in den Kommentaren der BU-Videos wird häufig zum zeitgleichen Abschluss einer Rechtschutzversicherung - nicht nur geraten - sondern fast schon gedrängt.

    Lesetipp: https://www.finanzberatung-bierl.de/leistungen/ber…herung-mit-buv/


    Bei den Maklern, die kostenlos eine BU anfragen bzw heraussuchen, müssen sich auch irgendwie finanzieren. Und dies passiert für gewöhnlich über eine Provision über die abgeschlossene BU. Hier habe ich Angst, dass der Makler aufgrunddessen eine mehr suboptimale BU heraussucht, die primäre seine Provision bereitstellt.

    Da braucht man sich bei einem seriösen Makler keine Sorge machen. Immer wieder genannte Empfehlungen ohne Rangfolge: Finanzberatung Bierl, Sven Hennig, Torsten Breitag, Guido Lehberg, Dr. Schlemann


    Und zum eigentlichen Ausfüllen des BU-Antrags:

    Hier gibt es im Internet diverse Angebote zu BU-Expertenservices wie dem {Link wegen potentieller Werbung durch Mod entfernt} Gibt es hier Erfahrungen, ob sich so etwas lohnt oder ist das eher Geldverschwendung, wenn man vorher seine Due Diligence gemacht hat durch das Anfragen aller Dokumente bei Arzt/GKV?

    Wenn man einen seriösen Makler an der Hand hat und diesem auch nichts verschweigt, dann muss man das nicht notwendigerweise vorher prüfen lassen.

    Weil die Versicherungen immer aus den Zahlungen rauswinden möchten. Da wäre interessant in wie viel Prozent der Fälle eine Leistungsantrages die BU ohne murren die Leistung ausbezahlt und wie oft es zu einem Rechtsstreit kommt. Gibt es da etwas?

    Es gibt da Zahlen zu, ja. Habe diese aber auf die Schnelle nicht zur Hand. Grob gesagt, sind die Rechtsstreitigkeiten immer dann, wenn die Versicherung hinreichende Hinweise auf eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung hat. Dann ist man es aber auch selber Schuld. Die Versicherungen wissen aber auch, dass wenn man den Antrag bei einem seriösen Makler ausgefüllt und eingereicht hat, dass das Risiko einer VVA gering ist. Aus eigener Erfahrung ist der Antrag bei dem Vertreter der Versicherung um einiges angreifbarer, weil "das muss nicht angegeben werden". Zusätzlich geben z.B. fast alle oben empfohlenen Makler die Leistungsanfragen im BU-Fall an Experten weiter, die nichts anderes machen außer solches.

  • Habe ich noch nicht gekannt, aber nun Mal durchgelesen. Die Finanzberatung Bierl hat bei ihren empfohlenen Versicherungsberatern im Leistungsfall sogar den genannt, den ich in meinem OP verlinkt habe. Der Link wurde durch einen Mod gelöscht, ist aber halb so wild.

    Jedenfalls hat es mir eine gute Einsicht geboten, warum RV nicht Pflicht ist bei einer BU, danke!

  • Wie stehen Sie denn zu der Empfehlung von vielen Zuschauern in den Youtube-Kommentarsektion, beim Abschluss einer BU ebenfalls eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, da ein Gerichtsstreit beim Leistungsanspruch angeblich schon fast zum guten Ton gehört?

    Das hängt etwas vom persönlichen Risikoprofil ab. Wenn man beim Abschluss alles richtig macht (die Wahrscheinlichkeit steigt mit guter Beratung), dann ist eine RSV nicht so essentiell. Außerdem kann man die auch noch später abschließen, weil Rechtsschutzfall erst die Leistungsablehnung ist. Andererseits gibt die RSV einem das gute Gefühl von "Waffengleichheit".

    Unsere Kunden erhalten mit BU Abschluss eine Beratungsgutschein von einem bekannten Versicherungsberater und einer renommierten Anwaltskanzlei für eine kostenlose Erstberatung. Das sollte in vielen Fällen auch erst einmal ausreichen.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
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