Intel, Anteile verkaufen sinnvoll?

  • Hallo zusammen,

    ich habe gegen Ende 2024 für 1000,- Intel gekauft als diese bei ca. 16,80 lagen. Das war mein erster Aktienkauf und eher als "Spiel" gedacht. Ansonsten habe ich als langfristige Anlage nur einen thesauriernden ETF.

    Bei Intel war ich mir ziemlich sicher, dass die über kurz oder lang wieder auf >50,- kommen. Und da sind sie nun gelandet.

    Jetzt Frage ich mich, wie ich weiter mache.

    Eine Überlegung ist es, die 1000,- Invest plus Inflationsausgleich wieder zu entnehmen (also ca. 1025,-)

    Dann wäre es im Weiteren auch bei einem Totalcrash immer noch ein Nullsummenspiel.

    Allerdings kämen dann ja noch Steuer und Soli hinzu. Wie kann ich das ausrechnen? Und weiter, wird das automatisch von der ING (da habe ich mein Depot) abgeführt, oder muss ich dass im kommenden Jahr bei meiner Steuererklärung extra angeben?

    Sorry für die vllt. etwas naive Frage, aber ich habe noch nie etwas aus meinem Depot entnommen und mein EFF schüttet ja auch nichts aus.

  • Bei einem Verkauf wird das alles komplett von der Bank gemacht und geregelt. Du musst eigentlich überhaupt nichts gegenüber dem Finanzamt erledigen.

    Ich gehe davon aus, dass du dort auch deinen Freistellungsauftrag komplett hast.

  • Eine Überlegung ist es, die 1000,- Invest plus Inflationsausgleich wieder zu entnehmen (also ca. 1025,-)

    Ich mache das immer so, dass ich den Invest drin lasse und den Rest entnehme.

    WIe viele Anteile sind es denn, 60? Wenn du genug Freitstellungsauftrag übrig hast, müsstest du 19 Anteile verkaufen (ca. 1026€ Auftragswert plus Ordergebühren).

    Du kannst die Order immer antäuschen, ohne am Ende die Transaktion zu bestätigen. Dann siehst du den Erlös und kannst dir die Ordergebühren anzeigen lassen.

  • HaHo

    deine Investmentthese ist aufgegangen, Gratulation erstmal dazu!

    Wenn man in Einzelaktien investiert, ist die Herangehensweise eigentlich so, dass man sich schon vor dem Kauf bestimmte Benchmarks setzt, ab wann man verkauft, teilverkauft oder nachkauft.

    Eben um Emotionen aus dem Spiel zu lassen.

    Wenn die Aktie ein bisschen runtergeht, soll das mental vor vorschnellen Panikverkäufen absichern und wenn sie steigt, soll es die eigene Gier in Schach halten ("Könnte doch noch weiter steigen, ich halte also").


    Ich würde jetzt gar nicht so die Augen auf eine Absicherung deines ursprünglichen Betrages setzen sondern eher Intel als Unternehmen jetzt neu bewerten.

    Z.B. Fragen wie: wie hoch siehst du die Chancen, dass die Intel Aktie den Markt in den nächsten Jahren outperformt?

    Wenn du das so siehst, dann behalte die (vermutlich) 60 Intel Aktien.

    Wenn nein, dann investiere sie entweder breit in den Markt oder du setzt weiter auf Einzelaktien und du findest eine (oder mehrere) andere Aktien, in das die ca. 3000 Euro in den nächsten Jahren vermutlich besser investiert sind.


    Wenn ich in Einzelaktien investieren würde, würde ich mich eher als Anleger mit hohem Risikobewusstsein zuordnen und dann zockt man halt weiter oder wechselt auf andere Aktien, die sich vermutlich jetzt besser entwickeln als der breite Markt.

    Ok, natürlich kannst du das auch so machen wie angedacht, also Ursprungsbetrag "absichern".

    Dann würde ich persönlich aber nicht so sehr auf den letzten Euro genau rechnen.

    Denn dann müsstest/könntest du auch noch Opportunitätskosten einrechnen.

    D.h. wie hat sich der breite Markt in der Zeit deines Investments bis heute entwicklet?

    Wenn der breite Markt sich in der Zeit z.B. um +10% entickelt hat, dann könntest du diesen Gewinn auch noch jetzt herausziehen und dann hättest du dein investiertes Geld bei einem "Totalsausfall von Intel" zumindest entsprechend prämiert bekommen.

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