Anleihen?

  • Die Rendite zweijähriger US-Anleihen stieg über 4 %, .Ich könnte mir vorstellen, dass da auch noch ein bisschen Luft nach oben ist.

    Ich würde mich bei meinen ETFs über eine Rendite von 5 % pro Jahr in den nächsten 5 bis 10 Jahren freuen. Da kommt fast die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, Anleihen zu kaufen. Wenn der Dollar tatsächlich gegenüber dem Euro steigt, so wie es Tomarcy vermutet, oder vielmehr seine Frau, dann dürfte das eine gute Investition werden. Ist aber leider wie alles eine reine Spekulation.

    Wie seht ihr das?

    Gerade noch im Netz gelesen: Höhere Anleiherenditen bedeuten fallende Anleihekurse. Wenn institutionelle Anleger, Investmentfonds oder Pensionsfonds, gehebelt (auf Kredit) Staatsanleihen halten und nun zügig große Kursverluste erleiden, könnten sie durch Zwangsliquidationen vor großen Verlusten stehen. Ein für Außenstehende unsichtbares Risiko, das erst offenbar wird, wenn Fonds oder Pensionskassen in Schieflage geraten, oder über Transparenzpflichten gezwungen sind, saftige Verluste zu offenbaren.

  • Wenn der Dollar tatsächlich gegenüber dem Euro steigt, so wie es Tomarcy vermutet, oder vielmehr seine Frau, dann dürfte das eine gute Investition werden.

    und wenn der Dollar fällt, dann ist es kein gutes Investment mehr. Währungsspekulation ist halt sehr, naja spekulativ. Die Zukunft wirds zeigen.

    Und ich würde meine Investment Entscheidung auch nicht von der Frau eines Mitglieds eines Finanzforums abhängig machen. Tomarcy womit ich nicht die Expertise deiner Frau in Abrede stellen möchte ;)

  • Nein, klar. Aber der Aktienetf ist auf eine Sicht von 3 bis 10 Jahren ja genauso spekulativ. Hinzu kommt, dass wenn die Anleihe in den USA auf 5 Prozent kommt, und die 10jahrigen sind schon bei 4,6, dann könnten sich viele Amis überlegen aus ihren Aktien raus zu gehen und die Suche bank zu nehmen. Zumindest wenn ich kurz vor der Rente wäre, und die vergangenen mega Jahre mitgenommen hätte, würde ich das definitiv tuen.

  • Ich wäre überrascht wenn Pensionskassen Anleihen hebeln.

    Pensionskassen nutzen teils impliziten Hebel über Derivate (z. B. Zins-Swaps, Futures, Repo-Strukturen), weniger klassisch über direkte Kreditaufnahme wie ein Hedgefonds.

    Der Grund ist meist Asset-Liability-Management: Verpflichtungen (zukünftige Rentenzahlungen) gegen Zins-/Inflationsrisiken absichern oder Duration matchen. Das UK-LDI-Debakel 2022 war genau ein Beispiel, wo gehebelt abgesicherte Pensionsstrategien zum Problem wurden.

    Kommt alles nicht von mir, habe ich gerade mal gegoogelt.

  • Aber der Aktienetf ist auf eine Sicht von 3 bis 10 Jahren ja genauso spekulativ.

    Ein weltweiter Aktien ETF hat ein ganz anderes Rendite-Risiko-Profil als Währungszocks.

    Wenn Du gerade am googlen bist, könntest Du bei der Gelegenheit nach dem internationalen Fisher Effekt googlen.
    Und vielleicht noch vergleichen: Wie sind Anleihen ETFs mit Euro Staatsanleihen in der letzten Zeit gelaufen und wie US Staatsanleihen ETFs mit Euro Hedge?

    Aktienähnliche Rendite mit Anleihen ist für Privatanleger ein dünnes Eis. Das Problem bei Anleihen ist, dass man viele negative Renditeeffekte nicht wie bei Aktien einfach aussitzen kann.

  • Du suchst offensichtlich Rendite im Anleiheteil. Das ist für Privatanleger nicht sinnvoll. Ich empfehle dir eine Geldanlage nach dem risikoreich:risikoarm Modell. Mit einem breit gestreuten Aktien ETF sowie Anleihen mit möglichst geringen Risiken. Also ohne Währungsrisiken, möglichst geringen Bonitäts- bzw. Ausfallrisiken und wenig bis keine Zinsänderungsrisiken.

    Als hilfreiche Lektüre dient dazu die zweiteilige Reihe Anleihen-ETFs als Allheilmittel? von Prof. Walz.

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