Wie komm ich da nur wieder raus?

  • Hallo zusammen,


    vorab: ich bin absoluter Anfänger. Aber trotzdem, ich weiß, das Bashing zur Sparkasse ist mir gewiss, und damit habt ihr recht aber das hilft mir nicht weiter.

    Im vergangenen Sommer habe ich online, mit der Kreditkarte bezahlt. Wenige Wochen später war meine Kreditkarte nicht mehr Vertrauenswürdig. Noch etwas später bekam ich eine E-Mail von dem, wo gekauft habe, er ist gehackt worden und Kreditkarten Daten sind abgeflossen. Natürlich habe ich sofort eine neue Kreditkarte beantragt. Die Aktivierung von 3D-Secure nach Anleitung hat nicht funktioniert und eine Alternative habe ich nicht gefunden. So war ich froh. In eine Filiale gehen zu können. Dort wurde mir bestätigt, dass irgendetwas in der APP krumm ist und es wurde Push-Tan an die Kreditkarte angebunden. Ich kannte euch noch nicht und war deshalb froh, eine Finale zu haben. (Per telefonische Rücksprache geht vielleicht auch, aber wegen der Behinderung habe ich bei Face to Face bessere Erfahrungen)

    Ebenfalls wegen meiner Behinderung komme ich mit Geldautomaten nicht zurecht. Wenn die Karte raus kommt, kommt sie nur ein ganz kleines Stück raus. Das kann ich nicht greifen. Bargeld, wenn ich überhaupt noch welches brauche, hole ich mir im Supermarkt. Doch zuletzt bekam ich mit, dass in meinem Superz nicht alle Karten akzeptiert werden. Da war ich schon froh, bei der Sparkasse zu sein. Die ist zu groß um von einer so großen Supermarkt-Kette nicht akzeptiert zu werden.

    Soviel zur Erklärung, warum ich trotz schlechter Erfahrungen immer noch an der Sparkasse festhalte. Aber nun zu meinem Problem.

    Vor ein paar Wochen hatte ich einen Beratungstermin. Wenn man diese nicht annimmt, wird man so lange angerufen, bis man einen Termin annimmt. Also habe ich direkt zugesagt. Ich habe ca. 50.000 auf dem nutzlosen Tagesgeld Konto und 10.000 in einem empfohlenen Fonds, der auch nichts bringt. In der Vorbereitung zu dem Gespräch habe ich Finanztip kennengelernt. Und das wollte ich umsetzen. Die schöne 50:30:20 Regel. Und bei den 20 wollte ich 15 in iShares msci world und 5 in einem Geldmarkt ETF. Aber ich habe mich Blenden lassen.

    1. Das Gespräch begann mit so seltsamen Fragen, die ich wohl früher schon mal beantwortet hatte. Fragen wie "wie wichtig ist für Sie…“. Ich habe den Sinn der Fragen nicht verstanden, und irgz Grob geantwortet. Später fiel mir die Bedeutung auf. Die Beratung sagte immer wieder, bz Ihren Antworten vom Anfang erlaubt der Computer das nicht. Man könnte zwar die Fragen abschalten. Aber davon würde dringend abgeraten. Das sei nämlich sehhhhhr riskant….

    2. Wenn schon ETF dann am besten in dem kostenlosen Depot von Deka, meinte die Beratung. Das andere Depot würde doch 25 € im Jahr kosten, das könne ich mir doch sparen. Und schon schnappt die nächste Falle zu. Im Kostenlosen Depot gibt es den MSCI Wolrd nur von Deka und dessen TER liegt bei 0,3%. Der von iShare bei 0,2%. Ab einem Betrag von 25.000€ ist also der iShares inklusive Depotgebühr billiger als der Deka ohne Depotgebühr. Rechnen müsste ich eigentlich können.

    3. außerdem war mit der Fixierung auf das Deka-Depot auch der Geldmarkt ETF unmöglich. Deka bietet den nicht an. Stattdessen konnte ich in Schuldverschreibung investieren. Über 4 Jahre aber nur einmal einen festen Betrag. Bei 5% und 15%, wie Saidi immer wieder empfiehlt, müsste ich ja Risiko- und Sicherheitspaket eigentlich gleichzeitig besparen. Das ist damit raber nicht möglich.

    4. wegen den Fragen am Anfang. Risiko und Sicherheit darf nicht 3:1 sondern muss 1:1. (gibt der Computer vor)

    5. und überhaupt. ETF nur zur Hälfte des Risiko. Die andere Hälfte des Risiko unbedingt in einen Fonds. Deka GlobalChampions. Begründung: Diversifizieren. Der Witz. So weit ich bisher herausgefunden habe, sind im Fond die gleichen Aktien enthalten, die auch im ETF sind. Also ist es keine Diversifizierung.

    Bei dem Beratugstermin wurde mir vorgeschlagen, alles zuhause in Ruhe noch mal durchzulesen. Aber ich fühlte mich so gut, dass ich direkt alles unterschrieben habe. Jetzt habe ich noch viele weitere Videos von Saidi und von anderen gesehen und fühle mich überhaupt nicht mehr gut. Mittlerweile denke ich sogar, obwohl ich durch Ausgabeaufschlag etc. schon einige Verluste habe. Wäre ein Umstieg auf ein anderes Depot, andere ETF wahrscheinlich billiger, als weiter zu behalten ? Aber wie? Da brauche ich mal eure genaue Hilfe. Gerne auch links und Videos.

    Mein Problem. Ich bin kein beruflicher Anfänger der noch 40 Jahre Zeit hat. Ohne Abstriche kann ich in 9 Jahren in Rente gehen. Beruflich lief es aber bisher nicht immer so gut wie jetzt. Ich habe VBL und VBL Extra laufen. Aber trotzdem wird die Rentenlücke wahrscheinlich relativ groß sein. VBL Extra wurde mir damals bei einem Gespräch in der Verbraucherzentrale empfohlen. Da ist eine BU enthalten ohne gesundheitscheck, was für Behinderte Menschen günstig ist.

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Muss ich z.B. den ETF-Sparplan oder den Fonds eine mindeszeit behalten um Spekulationssteuer zu vermeiden?

    Viele Grüße

    Jürgen

  • Du kannst den Sparplan jederzeit stoppen und die Fonds auch jederzeit verkaufen. Eine Spekulationssteuer gibts bei dieser Anlageform nicht. Die entstandenen Verluste würde ich unter Lehrgeld abbuchen.

    Dann würde ich dir empfehlen, dir einen von Finanztip empfohlenen Broker auszuwählen und dort deine Anlagen zu tätigen. Auch bei diesen (Welt-ETF, Geldmarktfonds) kannst du den Finanztip-Empfehlungen folgen.

    Falls du unsicher bist, rate ich die das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. zu lesen. Darin werden die Basics zu Finanzanlagen und Vermögensaufbau sehr gut erklärt.

    Ansonsten wünsche ich dir ein gutes, neues Entscheiden. Fehler sind dazu da, um sie zu korriegieren ;)

  • ESch hat schon vieles gesagt. Was vielleicht noch zu erwähnen wäre: Wenn du damit anfängst, deine Finanzen in die eigene Hand zu nehmen und z.B. teure Produkte kündigst, dann wird die Sparkasse mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf dich zukommen. Bereite dich darauf vor und lass dich nicht wieder überrumpeln. Ein einfaches "Nein" reicht aus ;)

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • 3. außerdem war mit der Fixierung auf das Deka-Depot auch der Geldmarkt ETF unmöglich. Deka bietet den nicht an.

    Das ist Quatsch, Deka hat auch einen Geldmarktfonds, mit 0,12% und ohne Wechselkursrisiko. Wenn dir der nicht angeboten wurde, würde ich das als Beratungsfehler reklamieren.

    Die MSCIs sind bei der Deka teurer (Lizenzgründe?), aber die biten auch einen ETF auf den S&P 500 mit 0,12% TER an, und auf europäische Werte mit 0,15%.

    Ich habe auch ein Depot bei der Deka, und werde niemals zum Beratungsgespräch einbestellt.

  • Hast du Einmalerlag oder Sparplan oder beides?

    Sparplan kannst du sofort stoppen, alles was du im Depot hast, kannst du sofort verkaufen und dann sofort bei einem anderen Broker wieder in einen Etf mit gunstigerer TER investieren.


    Die permanenten Kontaktaufnahmen zur „Beratung“ sind eigentlich Versuche dich zum „Verkaufsgespräch“ zu drängen. Das muss niemand annehmen, das kann man sich auch verbitten.

    Am einfachsten geht das - jdf. bei meiner Bank - durch Auswahl eines Depotmodells ohne Beratung, das ist dann auch gleich günstiger.

    Solange man ein Modell hat welches „Beratung“ inkludiert und man daher für diese „Beratung“ bezahlt sind die Banken wohl auch verpflichtet diese „Beratung“ anzubieten, auch wenn diese Pflicht ein süßes Geschenk für die Banken ist.

    Dass diese „Beratung“ nämlich keine objektive Beratung für die Kunden ist, sondern bloß ein Verkaufsgespräch für das man sogar durch die kontogebühren bezahlt ist der Wahnsinn auf den man erst Mal draufkommen muss.

    Wenn man es aber endlich erkannt hat und nicht sofort auf ein beratungsloses Modell wechselt, so sollte es zumindest ein Leichtes sein, die Anrufe zur Beratungsterminvereinbarung mit der gebotenen Bestimmtheit ablehnen.

  • Ich habe auch ein Depot bei der Deka, und werde niemals zum Beratungsgespräch einbestellt.

    Hast du mal aktiv widersprochen? Normalerweise wird man doch permanent kontaktiert?

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Vor ein paar Wochen hatte ich einen Beratungstermin. Wenn man diese nicht annimmt, wird man so lange angerufen, bis man einen Termin annimmt. Also habe ich direkt zugesagt. Ich habe ca. 50.000 auf dem nutzlosen Tagesgeld Konto und 10.000 in einem empfohlenen Fonds, der auch nichts bringt. In der Vorbereitung zu dem Gespräch habe ich Finanztip kennengelernt. Und das wollte ich umsetzen. Die schöne 50:30:20 Regel. Und bei den 20 wollte ich 15 in iShares msci world und 5 in einem Geldmarkt ETF. Aber ich habe mich Blenden lassen.

    Folgende Hinweise:

    1. Es gibt nicht nur die Sparkasse, sondern noch viele andere guten Vor-Ort und Online Banken. Wenn dir die Vor-Ort Beratung und das Konto vor Ort wichtig ist und du die Sparkasse auch gut findest, schlage ich vor: Giro Konto und Kreditkarte. Mit den Monatsgebühren ist mMn alles abgegolten.

    2. Dann würde ich jeglicher Beratung durch die Sparkasse eine Absage geben. DU kommst aktiv auf die Sparkasse zu, nicht andersherum.

    3. Na ja, und zum Thema Geld investieren. Idealerweise nimmst du das Heft selber in die Hand. Wenn du das gerne mit der Sparkasse/Deka haben möchtest, dann ist vermutlich eine sehr gute Vorbereitung erforderlich: ich möchte gerne ein möglichst günstiges Depot (bspw. S-Broker) und dann (am besten nur 1) Welt ETF von diesem Anbieter.

    Gut ist.

    Viel Erfolg.

  • Das ist Quatsch, Deka hat auch einen Geldmarktfonds, mit 0,12% und ohne Wechselkursrisiko. Wenn dir der nicht angeboten wurde, würde ich das als Beratungsfehler reklamieren.

    Die MSCIs sind bei der Deka teurer (Lizenzgründe?), aber die biten auch einen ETF auf den S&P 500 mit 0,12% TER an, und auf europäische Werte mit 0,15%.

    Ich habe auch ein Depot bei der Deka, und werde niemals zum Beratungsgespräch einbestellt.

    Es gäbe auch noch den DekaLux, der ein bisschen besser performt aber eben was anderes beinhaltet. Die Sicherheit ist jedoch vergleichbar:

    https://www.deka.de/privatkunden/fondsprofil?id=LU0052863874

  • Vielen Dank für die vielen guten Tipps.

    Den ETF habe ich im Februar mit 10.000 als einmalige Einlage gestartet und dann mit 500 € Sparplan weiter gezahlt.


    den s-Broker habe ich mir angeschaut und er scheint sehr oversized für mein bedarf. Aktuell habe ich nur die App Deka-Invest im gebrauch. Fehler?

    Die Schuldverschreibung liegt in einer kostenlosen Version des Flexdepot. Ich sehe es im Online Banking, kann es da aber nicht bearbeiten, also auch nicht verkaufen. Im Deka Invest App sehen ich die Schuldverschreibung nicht oder bediene es falsch.

    welcher Broker ist für Anfänger geeignet. Aktuell brauche ich nur zwei ETF (Aktien ETF und Gekdmarkt ETF) jeweils mit Startguthaben anzulegen. Abundzu weitere einmalige Einlagen, wenn ich zu wenig verbraucht habe bzw zu niedrige Sparrate gewählt habe.

  • Die Sparkassen starten ja aktuell auch "s-neo", vielleicht wäre das auch eine kostengünstige Alternative für dich sofern der Mut zur Selbstverwaltung und etwas technische Affinität vorhanden ist. Da kocht wohl jede Sparkasse ihr eigenes Süppchen, günstiger wird es aber in jedem Fall!.

    Ansonsten gibt es halt die üblichen Verdächtigen und Empfehlungen von Finanztip (Diba, Scalable etc PP).

  • Die Bank nennt sich als Marke in Deutschland ING.

    Laut Tante Wiki:
    "Die ING-DiBa AG (Markenname ING, Eigenbezeichnung ING Deutschland) mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine deutsche Direktbank und ein vollständiges Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, die international tätig ist. ...."

    Ab 1999 machten die doch immer Reklame mit dem Jingle : "diBa diBa Du";)

  • Schau dir gerne die verschiedenen Finanztip Depotempfehlungen an, ob dir da ein Depot zusagt. Vielleicht wäre Smartbroker+ etwas für dich, die App ist sehr minimalistisch. Im Gegensatz zu anderen Neobrokern hat man mehrere Handelsplätze zur Auswahl und kann ab 500€ über gettex sogar kostenlos handeln.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • den s-Broker habe ich mir angeschaut und er scheint sehr oversized für mein bedarf. Aktuell habe ich nur die App Deka-Invest im gebrauch.

    Solange er kostenmäßig günstiger ist als ein Sparkassen-Wertpapierdepot, sollte das kein Hinderungsgrund sein. Oder halt s-neo, wenn dir was an der Filialbankwelt liegt.

    Die Theorieprüfung zum Finanz-Führerschein solltest du aber trotzdem erfolgreich bestanden haben, sonst bleibt es beim Betreuten Sparen, bei dem die Sparkasse mitverdienen will.

  • Hallo Jürgen,

    zum Beenden des Sparplans und Verkauf des Fonds schliesse ich mich an, lass Dich nicht wieder unter Druck setzen und bleib hartleibig. Und mach Dir nicht zu viele Vorwürfe, die Bankmitarbeiter sind gut geschult in Verkaufsgesprächen.

    Du hast zusätzlich noch eine Schuldverschreibung (über 5.000 EUR?) erwähnt, zu der Dich der Berater "motiviert" hat (der für die Abschlüsse der hauseigenen Produkte von seinem Arbeitgeber sicherlich eine Provision bekommen hat):

    Zitat

    Die Schuldverschreibung liegt in einer kostenlosen Version des Flexdepot. Ich sehe es im Online Banking, kann es da aber nicht bearbeiten, also auch nicht verkaufen. Im Deka Invest App sehen ich die Schuldverschreibung nicht oder bediene es falsch.

    Eine Schuldverschreibung kann, anders als ein Aktienfonds, ein ETF oder ein Geldmarktfonds, den Du ja eigentlich haben wolltest, nicht jederzeit verkauft werden, sondern hat eine feste Laufzeit. Die Laufzeit müsste in Deinen Unterlagen stehen. Vertraglich kommst Du eigentlich nicht früher raus (falls ausnahmsweise doch, dann nur gegen einen hohen Abschlag). Deshalb siehst Du vermutlich keine Option, ihn zu bearbeiten, oder die Schuldverschreibung zu verkaufen. (Die Schuldverschreibung ist übrigens auch nicht durch die gesetzliche EInlagensicherung geschützt, und Du könntest damit Verluste, im worst case bis zum Totalverlust haben).

    Wenn Du auch diesen Betrag aus der Schuldverschreibung gerne früher anders anlegen willst, ginge das daher nur, wenn eine Falschberatung zu der Schuldverschreibung vorlag (und Du sie beweisen kannst). Ob das hier vielleicht möglich wäre, kannst Du gegen verhältnismässig kleines Geld bei der Verbraucherzentrale (mit allen Deinen Unterlagen) prüfen lassen.


    In jedem Fall viel Erfolg!

  • Hallo,

    hätte ich gewusst, dass die Schuldverschreibung nicht der Einlagensicherung unterliegt, hätte ich das nicht unterschreiben.

    Ich wollte 3:1 also 3 Teile Risiko und 1 Teil Sicherheitbaustein.

    Aber diese Dubiose Fragen zu Anfang bzw. meine Antworten erlauben nur 1:1


    10.000 msci world, 10.000 GobalChampion Fonds

    20.000 Schuldverschreibung 2,7 %

  • Ich kannte euch noch nicht und war deshalb froh, eine Finale zu haben.

    Dafür muss sich niemand entschuldigen, dass er eine Filiale vor Ort mit Menschen bevorzugt.

    Damit willkommen in der Community. Viele der Vorposter haben schon sehr wertvolle Tipps gegeben. Ich will gar nicht auf die einzelnen Produkte eingehen. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen und auch wenn du am liebsten morgen alles umbauen willst, empfiehlt es sich in Ruhe zu sortieren.

    1) Deine Level 1-Allokation festlegen: Risikoarm : Risikoreich

    • Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du 3 Teile risikoreich zu 1 Teil risikoarm, also von den 60.000 € sollen 45.000 € in den Kapitalmarkt und 15.000 € in Zinsprodukte (Tagesgeld, Festgeld, Geldmarkt-ETF, Kurzlaufende-Staatsanleihen höchster Bonität).
    • Risikoarm:
      • Die Schuldverschreibung (Anleihe/Rente) mit 4 Jahren Laufzeit ist eher schon mittelfristig, also dem Zinsänderungsrisiko eher ausgesetzt. Da würde ich deutlich kürzere Laufzeiten wählen, ebenso streuen. D.h. einen ETF mit Kurzlaufenden Anleihen.
      • ein Tagesgeld mit guten Konditionen oder Geldmarkt-ETF. Beim Geldmarkt-ETF benötigst du allerdings einen sehr günstigen Broker (geringe Ordergebühren), ansonsten frisst der Kauf-/Verkauf von Beträgen die Zinsgutschrift auf.
    • Risikoreich:
      • Wie du es bereits machst, einen breitgestreuten Welt-ETF aussuchen. Von MSCI World (nur Industrie) über ACWI (MSCI World + Emerging Markets), zu All-Prime-Country, Prime-Global, FSTE All World, FTSE Developed-World gibt es viele "Verpackungen", welche nahezu den gleichen Inhalt haben.
      • Die TER von 0,3% vs. 0,2% bei den genannten ETFs ist zwar optimierungsfähig, wäre aus meiner Sicht allerdings kein K.O.-Kriterium. Wenn der Deka-ETF eine bessere Tracking-Difference als Ishares hat, ... TER alleine ist zwar wichtig, aber nicht der gesamte Vergleich.

    2) Depot

    • Bei der Sparkasse gibt es ja den S-Broker und das Deka-Depot. Beides etwas teurer als im Vergleich mit anderen Anbietern, aber der S-Broker kann sich mit seinen Konditionen sehr gut einreihen. Ich sehe das als Optimierung in 2. Stufe.
    • Falls du einen Depotwechsel in Erwägung ziehst, kannst du
      • Depotübertrag zu deinem neuen Broker (beachte: deine vorhandenen Fonds/ETFs dort handelbar?)
      • entweder im aktuellen Depot verkaufen - Gebühren beachten!
      • Erst Fonds/ETF mit Verlust verkaufen, dann mit Gewinn > Verlusttopf begleichen ... oder ...
      • Verlustbescheinigung ausstellen lassen und mit der nächsten Steuererklärung mit den Erträgen im neuen Depot verrechnen lassen.
    • Die Schuldverschreibung (Anleihe) müsste dennoch vorläufig veräußerbar sein: Allerdings zum Börsenpreis, d.h. je nach Marktlage könnten es -30% sein. Das kannst du überprüfen, in dem du die ISIN/WKN der Schuldverschreibung recherchierst und z.B. bei extra-ETF oder so suchst.

    3) Ausgabeaufschlag

    • Diesen unbedingt vermeiden. D.h. KEINE aktiven Fonds, welche oft 5% Ausgabeaufschlag (oder mehr) haben.
    • Diese Kosten sind bereits bezahlt, abhaken, in die Zukunft schauen. Diese Kosten sind auch kein "Verlust", sondern werden dir abgezogen, in dem dein Einkaufskurs höher als Börsenpreis eingebucht wird.

    4) Aktive Fonds

    • Wie du festgestellt hast, sind dort die großen Firmen ebenfalls wie im MSCI-World enthalten. Schließlich orientiert sich der Fond am (1) 80% Dow Jones Global Titans 50, (2) 20% Dow Jones BRIC 50 Net Return. Der (1) beinhaltet die 50 größten Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung), ergo beinhaltet der MSCI-World welcher ebenfalls nach Marktkapitalisierung gewichtet diese Firmen, denn das sind ebenso die Top 50 - logisch oder?
      D.h. die Fonds sind keine Wissenschaft, sondern orientieren sich ebenfalls an Indizes, welche du mit kostengünstigen ETFs ebenso abbilden kannst.
    • Es gibt nahezu keinen Grund (für "normale Privatanleger") einen aktiv gemanagten Fonds zu kaufen. Gekauft hast du ihn schon, Kosten sind weg. D.h. du könntest ihn in deinen Welt-ETF umschichten.


    Ich vermute, mit der Schuldverschreibung und dem Fond hat die Bank / Beratung eben über Provision gut verdient. Bei den 10.000 € in den Fond, sind direkt 375 € Provision weggegangen, also 9.625 € kamen nur im Fond an.

    Für die Fonds/ETFs die du hast, gibt es keine Mindesthaltezeit. Bei der Schuldverschreibung müsste man schauen: 1) Über Börse verkaufbar? Preis/Abschlag? 2) Laufzeit abwarten

    Man sagt nur, dass man ca. 15 Jahre die Wertpapiere (z.B. Aktien) halten soll, denn bisher gab es keinen Zeitraum indem du damit negative Rendite erwirtschaftet hättest. Allerdings sind diese Papiere hoch liquide, d.h. du könnest zu jedem Börsentag verkaufen und diese "in Cash umwandeln". Anders als bei Festgeld.

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