Wärmepumpe trotz bestehender Ölheizung (15 Jahre alt)

  • Hallo,

    unser Haus ist seit 2011 energetisch ganz gut saniert, eine Wärmepumpe würde entsprechend gut bei uns funktionieren. Aber unsere Brennwert-Ölheizung ist erst 15 Jahre alt und läuft ohne Probleme und Ersatzteile gibt es auch noch.

    Durch eigenen PV Strom und steigende Ölkosten, könnte ich mit der WP wohl um die 3-600€ jährlich an Heizkosten sparen, muss halt nur die Investition machen (15.000€ nach Abzug der Förderung), zusätzlich wäre ich damit wohl für die Zukunft gut aufgestellt und mein grünes Gewissen wäre beruhigt...

    Aber: eine gut funktionierende Heizung wegzuschmeißen und frühzeitig die WP einbauen ist doch auch quatsch, oder?

    Kurz zusammengefasst: aus Investitionssicht wäre eine WP nicht sinnvoll, es sei denn die Förderung wird in naher Zukunft massiv zurückgefahren. Aus "Klimasicht" wäre es durchaus vertretbar die WP jetzt schon einzubauen.

    Mein Plan ist die Investition erst in ca. zehn Jahren umzusetzen, dann die WP einbauen und ab dann 30 Jahre Ruhe zu haben...

    Oder habe ich hier einen Denkfehler?? Danke für eure Einschätzung, möglichst unpolitisch ;)

  • Ich würde mir keinen zu großen Kopf um die Förderung machen. Förderungen haben die Angewohnheit, die Preise zu treiben. Nicht ohne Grund sind Wärmepumpen in Deutschland viel teurer als in den Nachbarländern. Ich gehe davon aus, dass nach dem Ende der Förderung die Preise fallen und man als Kunde in der gleichen Größenordnung zahlt.

    Aus Investitionssicht ist zu beachten, dass du im Hochwinter recht wenig PV-Erträge hast. In der Übergangszeit ist das besser, da erreicht ein saniertes Haus aber auch schnell den Punkt, an dem gar nicht mehr geheizt werden muss. Einrechnen kannst du dafür aber, dass der Schornsteinfeger nicht mehr kommt.

    Bei 300€ Ersparnis pro Jahr sehe ich einen vorzeitigen Tausch als finanziell nicht besonders sinnvoll an. Auch bei 600€ nur begrenzt

  • Ob die Ölheizung tatsächlich 25 Jahre hält, kann niemand verläßlich vorhersagen. Sicher ist dagegen, dass die Abgaben auf Öl steigen, und nur die WP den eigenen Strom zum Heizen nutzen kann.

    Aber du kannst dich jetzt schon mal informieren, welche Leistungsklasse du brauchst, ob eventuell mit Heizkörpertausch die Vorlauftemperatur gesenkt werden kann, über Klimageräte oder BWWP nachdenken usw. Dann schon mal Geld ansparen, damit in spätestens 10 Jahren alles bereit ist für den Umstieg.

  • Mein Plan ist die Investition erst in ca. zehn Jahren umzusetzen, dann die WP einbauen und ab dann 30 Jahre Ruhe zu haben...

    Ich persönlich würde die Ölheizung ebenfalls weiter betreiben. Die Kosten für eine Wärmepumpe werden mMn bis dahin ein deutlich günstigeres Niveau erreicht haben.

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