sBroker - Neue Konditionen: reeller Kurs bei Sofortorder?

  • Im Zusammenhang mit der Unterstützung einer engen Freundin bei der Geldanlage bin ich darauf gestoßen, dass der sBroker wohl seit Mitte Juni seine Konditionen deutlich verändert hat.

    Es gibt da nunmehr eine Sofortorder für pauschal 0,95 Euro. Die Handelsplatzauswahl soll über eine "Best Execution Policy" erfolgen. Eine Limitorder ist dann aber nicht möglich. Will man dies, landet man wieder bei 54,99 Euro.

    Hat jemand hier diese neue Sofortorder schon genutzt und kann einschätzen, ob da im Ergebnis ein vernünftiger, reeller Kurs dabei heraus kommt?

    Wenn ich das vom Ablauf richtig verstehe, ist dies eine Bestpreisorder, bei der man sich in Gottes Hand begibt. Oder bekommt man dann einen Preis genannt, dem man noch zustimmen muss?

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  • Es gibt da nunmehr eine Sofortorder für pauschal 0,95 Euro. Die Handelsplatzauswahl soll über eine "Best Execution Policy" erfolgen. Eine Limitorder ist dann aber nicht möglich. Will man dies, landet man wieder bei 54,99 Euro.

    Bei dem Preisunterschied würde ich das "riskieren". Aber die 54,99 Euro sind ja der Maximalbetrag, also für einen eher hohen Anlagebetrag. Vielleicht mal die Bestpreisorder mit einem kleineren Posten ausprobieren und dann nachträglich schauen, wie gut der Preis tatsächlich war.

    Natürlich gilt in diesem Fall: Vielgehandelte Wertpapiere während der Börsenöffnungszeiten sollten zu einem vernünftigen Preis zu bekommen sein.

  • Bei dem Preisunterschied würde ich das "riskieren". Aber die 54,99 Euro sind ja der Maximalbetrag, also für einen eher hohen Anlagebetrag. Vielleicht mal die Bestpreisorder mit einem kleineren Posten ausprobieren und dann nachträglich schauen, wie gut der Preis tatsächlich war.

    Das wäre auch normalerweise mein Ansatz, lässt sich hier aber nicht so leicht umsetzen. Wir arbeiten hier mit Desktopfreigabe an verschiedenen Standorten in einer kurzen Arbeitspause. Ich habe selbst keinen unmittelbaren Zugriff auf das dortige Depot und habe meinerseits bei der Sparkasse auch kein eigenes Depot. Wenn dies anders wäre, hätte ich bei meinem Spieltrieb wahrscheinlich schon eine ganze Versuchsreihe gestartet ;)

    Ich befürchte nur, dass hier die Anzahl der User mit Depot beim sBroker sehr überschaubar ist.

  • Das ist Best Execution. Es ging aber doch um den Vergleich mit dem Handel über Handeslplätze.

    Vielleicht verstehe ich es wirklich nicht… er fragte

    „Die Handelsplatzauswahl soll über eine "Best Execution Policy" erfolgen. Eine Limitorder ist dann aber nicht möglich. Will man dies, landet man wieder bei 54,99 Euro“

    Sofortorder mit Limit geht laut PLV. Und über das Limit kann man evtl. vorhandene Spreads begrenzen.

  • Vielleicht verstehe ich es wirklich nicht… er fragte

    „Die Handelsplatzauswahl soll über eine "Best Execution Policy" erfolgen. Eine Limitorder ist dann aber nicht möglich. Will man dies, landet man wieder bei 54,99 Euro“

    Sofortorder mit Limit geht laut PLV. Und über das Limit kann man evtl. vorhandene Spreads begrenzen.

    Ah, doch, geht ja doch. Dann ist tatsächlich die Frage, ob es in der Ordermaske fehlt.

  • Es ist wohl technisch gesehen eine elektronische Ausführung, die sich stark an den außerbörslichen Direkthandel anlehnt. Somit kann kein Limit eingegeben werden. Der Kurs kann, muss aber nicht den eines Börsenplatzes entsprechen.
    Für kleine Order ein akzeptables Angebot.

  • Ich hab mal eine Anfrage geschickt.

    Bei meinem Beispiel kostet die Aktie an den Börsenplätzen um 4,50.

    Im ex-ante-Bericht sind es über 4,70.

    Gesamtpreis mit Gebühren laut App 6,88 (Kurs 4,43). Laut Webseite 7,18 (Kurs 4,70).

    Alles etwas durcheinander für meinen Geschmack.

  • Bei meinem Beispiel kostet die Aktie an den Börsenplätzen um 4,50.

    Im ex-ante-Bericht sind es über 4,70.

    Gesamtpreis mit Gebühren laut App 6,88 (Kurs 4,43). Laut Webseite 7,18 (Kurs 4,70).

    Interessant. Welche Aktie und welche Uhrzeit? In den Haupthandelszeiten ist der Spread geringer und der Kurs tendenziell etwas günstiger.

  • Interessant. Welche Aktie und welche Uhrzeit? In den Haupthandelszeiten ist der Spread geringer und der Kurs tendenziell etwas günstiger.

    Hamborner REIT. Dafür reichte das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ;)

    Ändert aber nix, das gleiche habe ich genau jetzt:

    Sofortorder: Kurs laut Ex-Ante-Bericht: 4,6987, Gesamtkosten 7,15

    An den Handelsplätzen ist der Kurs jetzt mit 4,40 bis 4,43 angegeben. Spread jeweils etwa 2 Cent.


    Da steht im Kleingedruckten

    "Ein besonderer Vorteil der Sofortorder ist, dass sichergestellt ist, dass Ihr Kaufpreis nicht mehr als 5 Prozent vom aktuellen Marktwert abweicht, selbst in turbulenten Marktphasen. Steigt der Kurs über 5 Prozent, kommt es zu keiner Ausführung."

    Die 4,6987 im Ex-Ante-Bericht könnten also der Worst Case sein. Schlechtester aktueller Kurs + 5 %.


    In der App wird ein Kurswert von 4,42 € angegeben + Gebühren sind es insgesamt 6,87. Im Ex-Ante-Bericht stehen die 7,15 wieder.


    Weiß nicht - ein Broker, wo die Preisfindung ein Ratespiel ist... Noch hat der Support nicht geantwortet.

  • Das Problem bei der ‚Sofortorder‘ ist der außerbörsliche Handel. Hier ist der Broker sein eigener Market Maker oder nutzt einen festen Partner, dessen Preisfindung für den Kunden eine Blackbox bleibt. Das gleicht den Verzicht auf Gebühren aus. Der hohe Kurs im Ex-Ante-Bericht ist lediglich die rechtlich notwendige Absicherung gegen Slippage (Preis-Rutscher).
    Um dieses ‚Ratespiel‘ zu beenden, hilft nur der Verzicht auf die außerbörsliche Ausführung. Dieser ist leider bei der Sparkasse zu teuer.

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