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  • Ich würde es für sinnvoller halten den Aktienanleil in einen Welt ETF zu investieren und den Rest auf einem gut verzinsten Tagesgeld.

    Wäre nochmal preiswerter und hätte den Vorteil in schlechten Börsenjahren die Ausschüttung selbst vom Tagesgeld zu ziehen wenn nötig.

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  • Auf jedem Fall ist der Anleiheteil in den Life Strategy ETF kein 'sicherer' Vermögensteil, sondern muss voll dem Risikoteil zugrechnet werden. 2022 hat sich dieses Risiko dann auch realisiert als sowohl Aktien als auch langlaufende Anleihen an Wert verloren haben.
    Die Frage ist aber, ob nicht trotzdem für einen eher unerfahrenen Anleger wie SchU solche eine Fire-an-Forget-Lösung die bessere Lösung ist!?

    Ich würde es für sinnvoller halten den Aktienanleil in einen Welt ETF zu investieren und den Rest auf einem gut verzinsten Tagesgeld.

    Wäre nochmal preiswerter und hätte den Vorteil in schlechten Börsenjahren die Ausschüttung selbst vom Tagesgeld zu ziehen wenn nötig.

    Beides hat Vor- und Nachteile. Kosten, Flexibilität, Volatilität der einzelnen Komponenten, etc. Man kann bspw. ein Portfolio aus

    • 70% Welt-Aktien-ETF plus 30% Tagesgeld nehmen, oder
    • 100% Lifestrategy 60

    Vom Risikoprofil dürfte beides etwa aufs Gleiche rauskommen. Für einen eher unerfahrenen Anleger hat der Lifestrategy dann den Vorteil, dass die Volatilität nicht so sichtbar ist wie im Aktien-ETF.

    Ich selbst würde an der Stelle von SchU folgendes machen:

    • 90% in Life Strategy 60 ausschüttend WKN A2P7TM
    • 10% Geldmarkt ETF ausschüttend WKN DBX0A2

    Dann hat er eine Art Vermögensverwaltung light mit regelmässigen Ausschüttungen, ruhigen Nachtschlaf und keine bzw. weniger Arbeit mit der lästigen Vorabpauschale und spart das ständige Tagesgeldhopping. Und wenn er doch mal etwas Geld braucht und die Börse gerade schwächelt, verkauft er ein paar Anteile des Geldmarkt-ETF.

  • Hallo zusammen und vielen Dank für eure Antworten.

    Ich versuche mal, die noch offenen Fragen zu beanworten:

    Restlaufzeit sind noch 5 Jahre, Restschuld dann noch um die 100k. Wir legen im Moment die Sondertilgungssumme in Festgeld an, je nachdem wieviel wir da in den nächsten 5 Jahren noch ansparen, ist das keine Schuldenhöhe, die mir Angst macht - trotzdem sollte ich einen Plan haben, da habt ihr Recht.

    Meine derzeitigen gesundheitlichen Einschränkungen sind zwar lästig, sollten aber im Alter gleichbleiben und sich nicht weiter verschlechtern (also werd ich ganz normal alt ;) hoffentlich ;)

    Ist halt die Frage, ob man nicht doch ein Portfolio mit 2 oder gar 3 Produkten aufsetzen will. Einen ACWI IMI (oder auch FTSE All World...) als Aktienteil und dann € Staatsanleihen mit kurzer Duration und sofern gewünscht auch Unternehmensanleihen mit überschaubarer Laufzeit.

    Hast du einen konkreten Vorschlag für die Staatsanleihen?

    Danke für den Tipp mit dem LifeStrategie 80, das scheint mir tatsächlich eine sehr einfache Lösung zu sein. Fire-and-forget klingt gut ;) Ich tendiere zu der 80er Strategie, da ich ja noch ein paar Jahre bis zur Rente habe und dementsprechend risikobereit bin (oder habe ich da eine Denkfehler?)

  • Ich tendiere zu der 80er Strategie, da ich ja noch ein paar Jahre bis zur Rente habe und dementsprechend risikobereit bin (oder habe ich da eine Denkfehler?)

    Danke Saarlaender für deinen konkreten Vorschlag!

    Nein, kein Denkfehler. Und mein konkreter Vorschlag geht natürlich genauso mit dem LS80.

    Ich möchte allerdings anmerken, dass die wahre persönliche Risikotoleranz sich erst in der Krise zeigt. Schreibt jemand der weiß wie sich der Blick in ein weltweit breit gestreutes Aktien-ETF Portfolio anfühlt, in dem plötzlich über die Hälfte des ursprünglich investierten Geldes* weg ist :huh:
    Stell dir einfach vor wir hätten heute wahlweise den 16.07.1999 oder den 16.07.2007 und du würdest dann deine gewählte Strategie umsetzen. Das ist ein guter persönlicher "Stresstest".

    *mittlerweile hat es sich übrigens verfünffacht ;)

  • Da hast du wohl recht, das meinte ich vielleicht in meinem Eingangspost mit dem Satz "Jetzt wird es ernst". Bei 40k in Aktien schläft es sich vielleicht besser als bei 400k. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich dann ähnlich entspannt bleibe und nicht anfange, täglich 10x die Banking-Apps zu öffnen.

  • SchU
    Du kannst ja verteilt über ein paar Monate einsteigen. Also z.b. erstmal mit 40K€ und dann jeden Monat mit weiteren 40K.
    Und dann schaust Du es Dir an und fühlst was es mit Dir macht, wenn die Kurse schwanken. Und wenn Du merkt, dass Du keine ruhige Minute mehr hast, musst Du es halt gut sein lassen. Es tritt auch ein gewisser Gewöhnungseffekt auf. ;)
    Es gibt aber auch Menschen, die phsychisch einfach nicht damit klar kommen, dass da jeden Tag eine anderer Wert im Depot steht. Das geht dann sogar so weit, dass es zu echten körperlichen Leiden kommt.
    Dann muss man halt einsehen, dass Aktien nichts für einen sind.

    Das normale tägliche 'Kursrauschen' bei einer 100% Aktienquote liegt bei ca. 1%. Das wären dann bei 400K€ im Depot +/- 4.000€ am Tag, die es quasi täglich mal rauf/runter geht. Ich habe mich inzwischen daran gewähnt, dass mein Depotwert täglich um mein Monatsnetto schwankt.:/
    Das führt dann auch dazu, dass die monatliche Sparrate völlig im 'Kursrauschen' untergeht.
    Viel Erfolg und einfach mal anfangen. Wer Schwimmen lernen will muss überhaupt erstmal anfangen ins Wasser zu gehen.

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