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  • Zunächst mal mein herzliches Beileid. In der Regel bedingt eine Erbschaft ja immer auch den Verlust eines geliebten Menschen.

    Ich würde es auf Grund Deiner Schilderungen möglichst einfach halten und das Geld in einen ausschüttenden marktbreiten ETF investieren (Keep it simple, stupid). Anbieten würde sich aus meiner Sicht für Dich ideal ein Multi-Asset ETF der neben weltweiten Aktien auch weltweite Anleihen enthält.
    Und dann nimmst Du einfach die Ausschüttungen aus dem ETF und gönnst Dir davon etwas.

    Hier mal ein Beispiel für einen solchen Multi-Asset-ETF mit 60% Aktienanteil und die Ausschüttungsrendite:
    https://extraetf.com/de/etf-profile…8?tab=dividends

    Bei etwa 2% Ausschüttungsrendite kommst Du auf ca. 8.000€ p.a. an Ausschüttungen (vor Steuern). Langfristig wird diese Ausschüttung im Rahmen der Inflation steigen.
    Seit Auflage des ETF ist die Ausschüttung um > 10% p.a. gestiegen. Also prinzipiell ein ETF für die Ewigkeit.

    Und dann lebst Du einfach Dein Leben und denkst nicht mehr darüber nach ob nicht dieser oder jener ETF noch ein Tick mehr Rendite bringen könnte.
    JustMy2Cent.

  • Hallo zusammen,

    entschuldigt bitte die etwas seltsame Formatierung meines ersten Beitrags, keine Ahnung, wie das passiert ist.

    Vielen Dank monstermania

    Und Danke für deinen Tipp bzw die ETF-Empfehlung. Auf welchen Zeitraum bzw in wievielen Einkäufen würdest du das Geld anlegen?

    Zu meiner Situation: Ich bin festangestellt (aber eben nur in Teilzeit) und lebe in einem Haus, das zwar noch Schulden hat, die Raten bzw. Restschuld stressen mich nicht (sehr guter Zinssatz). Ich habe eine private Altersvorsorge über eine Versicherung, im Moment erwartete Auszahlung 330€ mtl.

    D.h. ich komm im Moment auch ohne die Erbschaft über die Runden, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das Niveau halten kann, wenn ich in Rente gehe.

    Tja und etwas philosophischer: Falls ich dann doch recht bald selbst zum Erblasser werde, dann möchte ich vorher noch ein bisschen gelebt und von dem Geld profitiert haben. Aber meine Glaskugel ist grad beim Polieren ;)

    Danke & LG

  • Und Danke für deinen Tipp bzw die ETF-Empfehlung. Auf welchen Zeitraum bzw in wievielen Einkäufen würdest du das Geld anlegen?

    Anlagezeitraum: Bis zu Deinem tode.

    Mit Anlegen größerer Summen ist das so eine Sache. Statistisch ist All-In sofort die beste Lösung.
    Damit haben viele Menschen aber Ihre Probleme (war bei mir anfangs auch so).
    Dann einfach die Summe aufteilen. Also z.B. in den nächsten 8 Monaten jeden Monat 50.000€. Damit lässt man zwar i.d.R. etwas Rendite liegen, ist dann aber möglicherweise besser für die eigene Gefühlswelt.

    D.h. ich komm im Moment auch ohne die Erbschaft über die Runden, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das Niveau halten kann, wenn ich in Rente gehe.

    Tja und etwas philosophischer: Falls ich dann doch recht bald selbst zum Erblasser werde, dann möchte ich vorher noch ein bisschen gelebt und von dem Geld profitiert haben. Aber meine Glaskugel ist grad beim Polieren ;)

    Daher ja die ausschüttende Variante des LifeStrategy 60. Einfach die quartalsweisen Ausschüttungen verleben und nicht mehr an das angelegte Geld denken. ;)

  • Hallo,

    nur damit ich es richtig verstehe bzw weiterdenke:

    1. Krisen-Puffer = Festgeldanlage oder Anleihen?

    2. Haus-Puffer: Anlegen bis zum Ende der Zinsbindung (ebenfalls Festgeld oder Anleihen?)

    3. Haus - Upgrades = Festgeld (?)

    4. Puffer für später = ETF-Anlage

    5. Verjuxen: Tagesgeld

    Danke =)

  • Die Frage wäre ja, was hätte SchU ohne das Erbe gemacht. Ich meine jetzt in Hinsicht auf 1, 2 und 3. :/
    400K€ in den ausschüttenden Life-Strategy ETF wären anfangs rund 8.000€ vor Steuern pro Jahr. Damit kann man 1, 2, 3 aufbauen und hat gleichzeitig 4 und 5 abgehakt. Ok, 5 möglicherweise erst, wenn man die Ausschüttungen erstmal ein paar Jahre für 1, 2 und 3 zurück legt (oder nur einen Teil davon verjuxt).

    Ich habe ja leider letztes Jahr zu früh geerbt. Da 1 abgehakt war und 2, 3 für uns kein Thema ist (Wohnen zu Miete) ist das Erbe komplett ins Depot geflossen.
    Verjuxt wird es dann hoffentlich später (in der Rente). Jetzt ist durch das Einkommen eh genug Geld zum verjuxen da.

  • 1. Tages- bzw. Festgeld, ggf. Geldmarktfonds

    2. Ähnlich wie 1.

    3. Neue Küche, Neues Dach, Wallbox, ...

    4. ja

    5. Von Tagesgeld über Urlaub bis Single Malt...


    Sind alles nur Anregungen.

  • Paar Anmerkungen:

    1. Ich würde das Geld NICHT prozentual auf die Töpfe aufteilen, sondern absolut. Was man als Rücklagen für Haus und Notfälle braucht, ist nicht prozentual zum Vermögen. Eigentlich müsste das sogar bedeuten, dass du diese Töpfe gar nicht mehr füllen musst, da sie ja schon existieren sollten in der entsprechenden Höhe :P

    2. Ob du Geld für die Restschuld zurücklegst, hängt davon ab, wie lange das noch hin ist und wie hoch die Summe ist.

    3. Ausschüttende ETFs sind zwar vielleicht praktisch, aber nicht optimal. Denn

    a) Ist es steuerlich ungünstig (die Entnahme ist immer zu 100% steuerpflichtig)

    b) Unflexibel (könnte zu hoch sein, aber eigentlich ist sie eher zu niedrig)

    4. Die Aktienquote mit nur 60% wäre mir zu niedrig. Anleihen sind über lange Zeiträume *in der Vergangenheit* deutlich riskanter (Inflation ist das wahre Risiko über längere Zeiträume!) und deutlich weniger renditenstark gewesen als Aktien.

    5. Sofortanlage der kompletten Summe ist im Schnitt die bessere Lösung. Bringt einem aber irgendwie auch nichts, dass es *im Schnitt* besser ist, da man ja nur einen Versuch hat.

    Im Schnitt und in der Vergangenheit wäre (nach dem Befüllen der hoffentlich schon gefüllten Töpfe) eine sofortige Anlage der Summe in einen 100% Aktien-ETF die beste Lösung gewesen. Von da aus kann man dann eine dynamische Entnahme starten, wenn man neben dem Einkommen noch was braucht.

    Sprechen nur 2 Sachen gegen:

    a) Das halten die meisten Menschen nervlich nicht aus

    b) Wer weiß, was in Zukunft so passiert

    Daher könnte man

    Zu a) Über einen längeren Zeitraum langsam rein (aber bitte nicht 5 Jahre!)

    Zu b) Hauskredit so weit möglich vorzeitig tilgen oder (falls der Zins zu niedrig ist) die Summe in Anleihen/Festgeld passender(!) Laufzeit anlegen, deren Zins (nach Steuern!) nennenswert höher ist als der Kreditzins.

  • SchU

    Wenn du hier etwas im Forum herumgestöbert hättest, müsstest du, dass es so oft hier Diskussionsthema war.

    Im Endeeffekt ist das wie katholisch und evangelisch….

    Ich selbst bevorzuge, ausschließlich ausschüttende ETF.

    Mich nervt diese Geschichte mit der Vorabpauschale.

    Außerdem habe ich keine Probleme, damit die Ausschüttungen nach eigenem Wunsch wieder anzulegen. Das geht zum Beispiel ganz einfach, in dem man die Sparrate für den Sparplan dann etwas erhöht.

  • Welcher Irrglaube?

    Ausschüttungen werden immer zu 100% als Gewinn betrachtet.

    Bei Verkäufen wird nur der Gewinnanteil versteuert, der zu Beginn 0% ist und (hoffentlich ;)) langsam steigt. Somit zahlt man auf Verkäufe niedrigere Steuern als auf Ausschüttungen.

    Wobei ich durchaus einen Denkfehler gefunden habe bei mir, weil die Steuern in Deutschland ja maximal kompliziert sein müssen.

    Durch die Vorabpauschale versteuert man eh eine "fiktive" Ausschüttung, die man aber gar nicht erhält ZUSÄTZLICH zu den Steuern auf die Gewinne der verkauften Anteile. Sodass Ausschütter doch wieder besser sein könnten.

    Ich hasse Steuern :D

  • Wenn du etwas gegen Steuerzahlungen hast, dann empfehle ich dir ein Sparkonto bei einer der vielen Sparkassen, die keine Zinsen zahlen. Zusätzlich zum Spasskonto gibt es noch eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.

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