Kontonummernvergabe

  • Hallo in die Runde,

    vielleicht kennt sich hier jemand mit der internen Kontonummernvergabe bei Volksbanken aus, eventuell auch jemand, der selbst bei einer Volksbank gearbeitet hat.

    Mich würde interessieren, ob die Kontonummern innerhalb einer bestimmten Produktgruppe, beispielsweise beim Mehrzinssparen, fortlaufend vergeben wurden.

    Wenn beispielsweise zwei Konten die Endnummern 2140 und 2150 haben, lässt sich daraus schließen, dass das Konto 2140 vor dem Konto 2150 eingerichtet wurde?

    Oder wurden solche Nummern unabhängig vom Eröffnungsdatum vergeben, beispielsweise aus bereits festgelegten Nummernkreisen?

    Vielleicht weiß jemand, wie das früher bei den Volksbanken gehandhabt wurde.

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

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  • Aus der Vergangenheit weiß ich noch, ist aber gute 25 Jahre her, ich hatte seinerzeit die Kontonummer 304148500 bei meiner Volksbank. Ein Freund, der war vier Wochen eher geboren, seine Eltern richteten scheinbar das Girokonto direkt vor meinen Eltern an, der hatte die Kontonummer 304148400. Unterkonten hatten dann bspw. die Endung 401, 402 usw. Bringt dich das irgendwie weiter?

  • Was es nicht gibt…

    Du hast aber Glück. Ich bereite gerade mit Dieter aus der Yoga-Gruppe eine Tee-Stunde vor. Er war sein ganzes Berufsleben bei einer Volksbank.
    Er meint, daraus lasse sich leider keine verlässliche Aussage ableiten. Die Nummernvergabe konnte je nach Volksbank, Kernbankensystem und Produkt unterschiedlich geregelt sein.

  • Danke euch erst mal für die schnellen Antworten.

    Vielleicht noch eine Ergänzung, damit klarer wird, worauf ich hinauswill.

    Es geht um zwei Sparkonten derselben Volksbank. Das Konto mit der Endnummer 2150 wurde bereits 1985 eröffnet, das Konto mit der niedrigeren Endnummer 2140 dagegen erst 2015, also 30 Jahre später.

    Genau diese zeitliche Reihenfolge macht mich stutzig. Eigentlich würde man doch erwarten, dass ein 30 Jahre später eröffnetes Konto eine höhere Nummer erhält.

  • Da ich keine Muße habe, das selbst zu schreiben hier eine KI-Antwort:

    "Bei vielen Volks- und Raiffeisenbanken folgt die Vergabe von Unterkonto-Endziffern einem festen, internen Nummernschlüssel des Kernbanksystems (meist dem genossenschaftlichen System agree21).

    Wenn deine Hauptkontonummer beispielsweise auf 40 und 50 endet, handelt es sich typischerweise um folgende Aufteilung:

    • Endziffer 40: Kennzeichnet in der Regel das erste klassische Sparkonto / Sparbuch (oder ein klassisches Anlagekonto), das zu diesem Kundenstamm angelegt wurde.
    • Endziffer 50: Wird sehr häufig für das erste Tagesgeldkonto (oft „VR-Tagesgeld“ oder „Flexgeld“ genannt) vergeben.

    Das System dahinter:
    Die Bank nutzt für dich eine gemeinsame "Stammnummer" (die vorderen Ziffern der Kontonummer). Eröffnest du nun verschiedene Produkte, zählen die Endziffern nach einem bestimmten Muster hoch:

    • 00 bis 09: Meistens reserviert für Girokonten (z.B. 00 für das Hauptgirokonto, 01 für ein Nebengirokonto).
    • 30er / 40er: Häufig genutzt für Sparbeziehungen, Festgelder oder vermögenswirksame Leistungen.
    • 50er / 60er: Typische Nummernkreise für moderne Online-Anlagen, Tagesgelder oder Kreditkarten-Abrechnungskonten.

    Durch diese festen Endziffern kann das System (und auch die Bankmitarbeiter) sofort am Nummernaufbau erkennen, um welche Produktart es sich handelt, obwohl die Konten alle unter derselben Kundennummer laufen."


    Vielleicht gab es bei Deiner Volksbank auch mal eine Umstellung von 50-er Bereich Spar auch den 40-er.

    Warum ist das für Dich wichtig?

  • Danke für die Hinweise. Die Erklärung mit den unterschiedlichen Nummernkreisen könnte tatsächlich passen.

    Ich habe mir die alten Unterlagen noch einmal angesehen. Für das Konto mit der Endnummer 2150 gibt es eine Zins- bzw. Bonusvereinbarung aus dem Jahr 1991 mit einem Zinssatz von 7,5 %. Damals war das Konto offenbar noch kein Mehrzinssparkonto, sondern eher eine klassische Spar- oder Festzinsanlage.

    Erst 2004 wurde für dieses Konto ausdrücklich ein „Antrag auf Kontoänderung“ auf Mehrzinssparen gestellt. Es handelte sich also nicht um eine Neueröffnung, sondern um die Umstellung eines bereits bestehenden Kontos.

    Das würde möglicherweise erklären, warum das 2015 neu eingerichtete Mehrzinssparkonto die niedrigere Endnummer 2140 erhalten hat, obwohl das Konto 2150 schon Jahrzehnte vorher bestand.

    Vielleicht wurden bei der Umstellung 2004 die alten Kontonummern einfach beibehalten, während für spätere Neueröffnungen andere Nummernkreise verwendet wurden.

    Genau diesen Zusammenhang wollte ich eigentlich verstehen.

    Danke jedenfalls für eure Antworten!

  • Ja, 7,5 % – das waren noch Zeiten! 91/92 😄

    Interessant wird es allerdings, wenn man sich die weitere Entwicklung anschaut.

    2015 wurden dann über 1,07 Millionen Euro in einen neu eröffneten Mehrzinssparvertrag eingebracht, dessen Zinsstaffel bereits bei 50.000 Euro endete. Der dort ausgewiesene Höchstzinssatz betrug gerade einmal 0,15 %.

    Und tatsächlich wurde das Millionenvermögen ab sofort sogar nur mit rund 0,05 % verzinst, später 2022 sogar noch niedriger mit 0,0167 Prozent bei 1,08 Millionen Guthaben.

    Das eigentlich Bemerkenswerte daran: Eine Koppelung von Zins an Betragsstufe.

    1,02 Millionen Euro waren an den Zins bis 50.000,- Euro gekoppelt. Also eine totale Fehlkonstruktion dieser Vertrag, für die Summe fehlten ganz einfach die Betragsstufen

    Von 7,5 % auf 0,05 % – bei über einer Million Euro ist das schon eine bemerkenswerte Entwicklung der Vermögensverwaltung. 😉

  • Danke für den Link. Mir geht es allerdings weniger um die Zinsanpassung oder die BGH-Rechtsprechung, sondern um die Vertragskonstruktion selbst.

    Ein Mehrzinssparvertrag mit einer höchsten Betragsstufe 50.000 € wurde mit über 1,07 Millionen € befüllt. Damit fehlte für mehr als eine Million Euro eine weitere Differenzierung der Verzinsung nach Guthabenhöhe.

    Das eigentliche Problem ist also nicht nur der Zinssatz, sondern die Frage, warum ein solches Vertragsmodell überhaupt für ein Millionenvermögen gewählt wurde.

  • Richtig, ich habe das Vermögen nicht selbst angelegt. Es handelt sich um einen Erbfall.

    Der Gedanke einer möglicherweise ''bewussten'' Fehlberatung ist durchaus interessant. Allerdings geht die Problematik noch weit darüber hinaus: Es handelt sich um eine Neuanlage aus dem Jahr 2015 über 1,07 Millionen Euro, bei der bereits die Vertragskonstruktion erhebliche Fragen aufwirft.

    Besonders interessant ist dabei, dass die Herkunft der drei Einzahlungen und die Grundlage der damaligen Anlageentscheidung bislang nicht bekannt sind.

    Deshalb geht es hier um deutlich mehr als die Frage, ob der Zinssatz damals marktüblich war.

  • Vielleicht kann jemand aus dem Forum auch etwas mit folgender Buchungssystematik einer Volksbank anfangen.

    Am 21.04.2015 wurde ein neu eröffnetes Mehrzinssparkonto mit drei Beträgen befüllt:

    • 194.249,33 € – „Anl.Betr“
    • 52.962,21 € – „Anl.Betr“
    • 825.926,09 € – „Gutschr. – Kontoauflösung/Anlagebetrag“

    Alle drei Buchungen tragen dieselbe PN-Nummer 270601.

    In der vorliegenden Umsatzübersicht fehlen sämtliche Gegen-IBANs beziehungsweise Herkunftskonten. Woher die insgesamt 1.073.137,63 € stammen, ist daher nicht nachvollziehbar.

    Hinzu kommt, dass uns kein Originalkontoauszug aus dem Jahr 2015 vorgelegt wurde, sondern lediglich ein rund zehn Jahre später erstellter Nachdruck.

    Kennt jemand diese Buchungssystematik? Insbesondere interessiert mich, welche Bedeutung die PN-Nummer hat und ob sich aus den unterschiedlichen Buchungstexten Rückschlüsse auf die Herkunft der Gelder oder die Art der vorherigen Anlagen ziehen lassen. Die Gelder kommen nämlich definitiv nicht von der Verstorbenen und daher mutmaßlich nicht einmal von der Bank die den Mehrzinssparvertrag angelegt hat.

    Die einzige Möglichkeit wäre hier der schon 2000 verstorbene Ehemann oder ein Verbundpartner der Bank auf den es auch Hinweise gibt.

    Bei den Verbundpartnern kämen aufgrund uns vorliegender historischer Unterlagen die Verstorbene oder ihr Ehemann in Frage und da ginge es dann auch um Fondsanlagen im hohen 6-stelligen Bereich nach den Dokumenten die uns vorliegen.