Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Jetzt aber ... das ist akute Crashgefahr.
    https://www.spiegel.de/ausland/donald…51-8dc85d858a06

    Ich musste heute im Büro unkontrolliert laut auflachen, als das als Zweizeiler per Push auf meinem Handybildschirm aufblinkte.

    Hat mich irgendwie an diese Trade Republic Werbung erinnert wo das Kind an der Kasse ausrastet weil es keine Gummibärchen kaufen darf. So stelle ich mir Trump im Oval Office vor wenn irgendwas nicht nach seinem Gusto läuft.

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  • Boah. Das geht aber ganz schön weit zurück in die Geschichte. Ich gehe davon aus, dass König D. davon keinerlei Ahnung hat. Aber an der Kasse kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. ;(

  • Boah. Das geht aber ganz schön weit zurück in die Geschichte. Ich gehe davon aus, dass König D. davon keinerlei Ahnung hat. Aber an der Kasse kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. ;(

    Ich werde den Eindruck nicht los, daß in USA aktuell das abläuft, was hier in Deutschland in den 1930er Jahren abgelaufen ist. Da ist auch einer durch eine ganz normale Wahl ans Ruder gekommen. Sobald er die Fäden in der Hand hielt, hat er konsequent angefangen, den Staat umzubauen und hat umgehend das Aufrüsten angefangen. Und dann das Annektieren. Erst kommen die Reden und dann kommen die Taten.

  • Da ist auch einer durch eine ganz normale Wahl ans Ruder gekommen.

    Schon klar, was du meinst, historisch trotzdem unkorrekt. Der Reichskanzler wurde nicht vom Reichstag gewählt und brauchte auch keine Parlamentsmehrheit.

    Ist dir alles bekannt, du triffst aber mit deiner Einschätzung leider einen wunden Punkt: die Äußerungen des US-Präsidenten sind so unglaublich und grotesk, dass die Normalität, wie andere Länder und die Opposition damit umgehen, schon gespenstisch ist.

  • Ich schätze Trump anders ein. Ihm geht es m.E. primär um persönliche Bereicherung (hat ja schon ordentlich Insiderhandel betrieben) und die seines Clans (warum ist Kushner überhaupt dabei?) und die seiner Sponsoren. Ohne die ist er morgen weg. Ach ja, Eitelkeit natürlich noch bis zum Exzess. Weltherrschaftsansprüche glaube ich persönlich eher nicht. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Mid-Terms und ob sich die gebeutelte Wählerschaft weiter verarmen lässt oder mal ein Stoppschild reinhaut.

  • warum ist Kushner überhaupt dabei?

    Findest Du denn, dass er bei den Treffen mit Putins Schergen einen schlechten Job gemacht hat?
    Ich frage nur, weil ich es schlecht einschätzen kann, Du ihn aber explizit erwähnst.

    Es gibt ja durchaus Journalisten, die sagen, dass er bei den Treffen keine schlechte Figur abgibt...

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Da der Angriffskrieg Russlands unvermindert bzw. zunehmend brutaler weitergeht, Russland das Völkerrecht weiterhin ignoriert und die ukrainische Bevölkerung zunehmend terrorisiert, kann ich nicht erkennen, dass Kushner und Co. irgendwo eine gute Figur abgegeben hätten.

  • ... auch nicht, dass sie die Einzigen aus der westlichen Welt sind, die überhaupt eine Audienz bekommen bzw. Gespräche suchen?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Ich schätze Trump anders ein. Ihm geht es m.E. primär um persönliche Bereicherung (hat ja schon ordentlich Insiderhandel betrieben) und die seines Clans (warum ist Kushner überhaupt dabei?) und die seiner Sponsoren. Ohne die ist er morgen weg.

    Ich will das Moment persönliche Bereicherung und Korruption nicht in Abrede stellen. Aber ich glaube nicht, daß das primär ist.

    Ach ja, Eitelkeit natürlich noch bis zum Exzess.

    Eben das. Er ist zutiefst überzeugt, der erste Mensch auf Erden zu sein. Neuer Papst? Muß ohne Frage er werden, glatte Fehlentscheidung des Konklaves. Friedensnobelpreis? Muß ohne Frage er bekommen, glatte Fehlentscheidung des Nobelpreiskomitees, ihn nicht genommen zu haben. Aber immerhin hat die Nobelpreisträgerin ein Einsehen und verleiht* ihm ihre Medaille.

    (*schöner Doppelsinn!)

    Weltherrschaftsansprüche glaube ich persönlich eher nicht.

    Diesbezüglich unterscheiden sich unsere Bewertungen wohl.

    Ich bin jedenfalls gespannt auf die Mid-Terms und ob sich die gebeutelte Wählerschaft weiter verarmen lässt oder mal ein Stoppschild reinhaut.

    Entweder gewinnen die Republikaner oder die Wahl ist gefälscht. In seinem Kopf ist es völlig undenkbar, daß seine Partei verliert. Ich bin gespannt, was in USA los ist, sollte tatsächlich (wie es ja geradezu die Regel ist) die andere Seite die Midterms gewinnen.

    Ich sehe die USA mit Karacho auf dem Weg zu einer Bananenrepublik.

    Bemerkenswerter Text dazu bei Spiegel online von Sascha Lobo (Suchstichwort: racket).

  • Ich sehe die USA mit Karacho auf dem Weg zu einer Bananenrepublik.

    Das sehe ich nicht so... iwann reicht's den Milliardären und spätestens dann wird auch er zur Marionette der Wirtschaft (von der auch er u.a. lebt/verdient.)

    Aber mein Glas ist in den allermeisten Fällen halb voll.

    Bzgl.

    Weltherrschaftsansprüche glaube ich persönlich eher nicht.

    Dem schließe ich mich an.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Ich sehe die USA mit Karacho auf dem Weg zu einer Bananenrepublik.

    Dafür erzeugen sie aber noch mächtig geopolitischen Wind ... - die EU beispielsweise wirkt - man könnte fast sagen - durch die Aktionen der USA wie ein aufgescheuchter, aufgeregter, ziemlich hilfloser und gackernder Hühnerhaufen ... Und teilweise parallel auch noch ein devoter Hühnerhaufen - jedenfalls gegenüber Herrn Trump ...

    An was könnte das nur liegen ... ?

  • Dafür erzeugen sie aber noch mächtig geopolitischen Wind ... - die EU beispielsweise wirkt - man könnte fast sagen - durch die Aktionen der USA wie ein aufgescheuchter, aufgeregter, ziemlich hilfloser und gackernder Hühnerhaufen ... Und teilweise parallel auch noch ein devoter Hühnerhaufen - jedenfalls gegenüber Herrn Trump ...

    An was könnte das nur liegen ... ?

    Der große Bruder hat halt die dickste Kanone.

    Das war jetzt einfach.

  • Der große Bruder hat halt die dickste Kanone.

    Hard Power und damit Selbstbestimmung und Möglichkeiten der Einflußnahme - insbesondere im geopolitischen Kontext - setzt sich aus der Melange wirtschaftliche Kraft und Dynamik einerseits und militärische Kraft inkl. glaubwürdige Verteidigungsfähigkeit (samt ebensolcher Abschreckung) andererseits zusammen.

    Beides fällt nicht vom Himmel. Für beides braucht es den Willen und die passenden Rahmenbedingungen.

    An beidem hat es die real existierende EU (inkl. Deutschland) bereits über sehr viele Jahre hinweg fehlen lassen. Um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit beispielsweise ist es traurig bestellt - bezogen auf das reale Bruttoinlandsprodukt ist das Land seit nunmehr bereits acht Jahren nicht mehr wirklich gewachsen. Da empfehle ich den Blick auf das Ranking zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts seit 2014 (von einstigen Top-Platzierungen runter auf Plätze "unter ferner liefen"). Zur Europäischen Wettbewerbsfähigkeit empfehle ich den Blick in die entsprechenden EU-Berichte bzw. Reports aus dem Jahr 2024 (Draghi, Letta). Seit etwa 2009/10 bewegen sich da die EU und beispielsweise die USA in Sachen wirtschaftlicher Dynamik auseinander wie die beweglichen Klingen einer Schere.

    Das war jetzt einfach.

    Wenn ich in einer solchen Lage wäre, würde ich zunächst einmal nach meinen Anteilen daran forschen ...

    Wenn es so einfach zu erkennen ist, warum haben dann Deutschland und die EU es nicht erkannt oder erkennen wollen und auch nicht danach gehandelt ... ?

    Starke Anzeichen für eine Zeitenwende gab es bereits vor fast 20 Jahren (Putin-Rede 2007, konkrete Aufforderungen und Mahnungen der Obama-Administration 2011) und danach folgten Aktionen wie die Annexion der Krim beispielsweise 2014). Die Liste ließe sich verlängern (Trump 1. Wahl 2017, russischer Überfall auf die Ukraine 2022, Trump 2. Wahl) etc. pp. ...


    Da dies hier ein Finanz-Forum ist (und um mal von der Makro- zur Mikroebene zu kommen):

    Ein jüngerer Mann (38) hatte sich jüngst in einer privaten aber dennoch größeren Runde massiv über "seine Sparkasse" beklagt (das sind die "Roten" oder auch "Spaßkatzen" genannt). Es ging sowohl um seinen Haus- als auch seinen Firmenkredit. "Die behandeln mich wie einen Bittsteller, Kasper oder Hansel. Warum machen die das ?" Eine Erwiderung aus der Runde: "Aller Wahrscheinlichkeit nach, weil sie es können und Du Dich so aufgestellt hast" ...

  • Die EU ist ein zusammengewürfelter Haufen von Staaten, die hauptsächlich auf ihre Partikulärinteressen achten. Keiner davon hat wirklich das Ziel, aus der EU etwas gößeres als die Summe seiner Einzelstaaten zu machen. Die leider vielfach notwendige Einstimmigkeit macht das Blockieren dann auch einfach.

  • Was folgt daraus.
    Die Abgabe von nationalen Hoheitsrechten zugunsten der EU.

    Dazu müssen die Voraussetzungen erst noch geschaffen werden.

    Nach meinem Rechtsverständnis - und nicht nur meinem sondern aller mir bekannten Verfassungsrechtler - sind dazu ("Vereinigte Staaten von Europa" (VSE) bzw. einem "europäischen Bundesstaat") in fast allen (oder allen) Ländern der EU dann Volksabstimmungen (inkl. die Änderung der bisherigen eigenen Verfassung; in Deutschland des Grundgesetzes) zwingend erforderlich (conditio sine qua non im Rechtssinne).

    Zur Erinnerung: Bereits eine erste Vorstufe dazu ("Vertrag über eine Verfassung für Europa" (VVE) - unterzeichnet im Jahr 2004 in Rom von den damaligen Staats- und Regierungschefs der damaligen 25 EU-Mitgliedsstaaten) ist krachend gescheitert. Schon dieser Vertrag ist niemals umgesetzt worden.

    Der Vertrag (VVE) sollte am 1. November 2006 in Kraft treten. Nach gescheiterten Referenden in ausgerechnet Frankreich und den Niederlanden in 2005 (beide gehören übrigens zu den sechs Gründungsmitglieder der EU ...) wurde das Projekt offiziell aufgegeben. Mit dem nachfolgenden "EU-Vertrag von Lissabon" (seit 2009 in Kraft) versuchte man seitens der EU einzelne Punkte des VVE wieder (durch die Hintertür - ein Punkt, der u. a. den Brexit befeuert hatte) aufzugreifen.


    Wenn beispielsweise die Grande Nation (Frankreich) ihr Budgetrecht aufgibt (das Königsrecht des Parlaments) und es nach Brüssel delegiert werden soll, werde ich das Referendum in Frankreich dazu aufmerksam verfolgen ... :)

    Auch die Änderungen in Sachen GG in Deutschland inkl. der dafür qualifizierten Mehrheiten als Voraussetzung dürften (inkl. Referendum) eine spannende Angelegenheit werden. Man stelle sich vor, es hätte damals zur Aufgabe der Deutschen Mark gegen den Euro eine solche Volksabstimmung (wie in manchen anderen Ländern) auch in Deutschland gegeben.

    Wie die wohl ausgegangen wäre ... :rolleyes:

  • in D. wäre kein Referendum notwendig

    Selbst das scheint mir fraglich.

    Siehe aus dem BVerfG-Urteil 2009 zum EU-Vertrag von Lissabon:


    "Das Grundgesetz ermächtigt die für Deutschland handelnden Organe nicht, durch einen Eintritt in einen Bundesstaat das Selbstbestimmungsrecht des Deutschen Volkes in Gestalt der völkerrechtlichen Souveränität Deutschlands aufzugeben. Dieser Schritt ist wegen der mit ihm verbundenen unwiderruflichen Souveränitätsübertragung auf ein neues Legitimationssubjekt allein dem unmittelbar erklärten Willen des Deutschen Volkes vorbehalten"

    (nachträglich gefettet von mir)

    Schon dies könnte mit sehr guten Gründen für ein Referendum sprechen (in diversen anderen Ländern der EU würde ein solcher Schritt ohnehin ohne Referendum undenkbar sein - angefangen von Frankreich über UK bis hin zu den skandinavischen Ländern).

    "Voraussetzung wäre hierzulande auf jeden Fall eine neue Verfassung, die nach Art. 146 GG von dem Deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen wird"

    Ist trotzdem nicht realistisch.

    Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

    Außer: Nichtsdestotrotz gerieren sich so manche Institutionen der EU als gäbe es die Vereinigten Staaten von Europa ...