GRV ungleich Investment

  • der "von meiner Seite aus keine Ahnung" hat.

    Wie ich hier auch schon selbst mehrfach offen zugegeben und kommuniziert hatte (siehe beispielsweise gerade eben erst wieder in Nr. 1.720 Abs. 2).

    Für eine nüchterne summarische Prüfung des Systems GRV in den 90ern - samt schon damals zu konstatierender mehr als mediokerer Zukunftsperspektiven dieses "von der Hand in den Mund" Umlagesystems - hat es aber immerhin gereicht ^^

    Hätte mit Sovereign aber auch perfekt geklappt,

    Da erlaube ich mir Dir ausnahmsweise zu widersprechen. Nicht nur mein Sitz-Nachbar (siehe schon Nr. 1.714) ist fast vom Stuhl gekippt - auch meine Wenigkeit so wie ein weiterer Zuseher sind ob der Einlassung von Frau Lang in schallendes Gelächter ausgebrochen.

    Entlarvend, wenn ein Ahnungsloser auf andere zeigt.

    Da wiederum muß ich Dir aber vollumfänglich zustimmen ...

    In diesem Sinne ...

  • Ehrlicherweise mache ich mir um das Abschneiden der Partei von Frau Lang keinerlei Gedanken.

    Das hast Du dann aber exklusiv für Dich ganz allein.

    Da ich noch einige Zähne (fast alle) im Mund und noch einige gute Freunde in der Stadt (in dem Fall sogar in der Hauptstadt) habe: Das sehen sogar die Spitzen der Partei "Die Grünen" völlig anders. Welche Überraschung ... =O

    Vielleicht solltest Du diesen Parteispitzen Deine fundierte Einschätzung zukommen lassen, damit sie beruhigter sein können ... ?!

    Viel mehr Sorge ich mich um das Abschneiden einer anderen Partei.

    Orientierst Du Dich übrigens an der kryptischen Linie a la Referat Janders sprich Ross und Reiter bleiben gerne ungenannt ? Frei nach dem Motto: "Rate mal mit (Hans ?) Rosenthal"

    Wie auch immer ...

    An diesbezüglichen Partei-Ratespielen beteilige ich mich als politischer Bürger ausnahmsweise mal. Könnte daher mit Deiner kryptischen Einlassung vielleicht die AfD gemeint sein ... ?

    Stichwort: Kausalitäten - oder "so was, kommt von so was" oder "Parteien und deren Erfolge fallen nicht vom Himmel"

    Da sich mir zunehmend der Verdacht aufdrängt, daß Du Politikern aus dem linken politischen Spektrum mehr vertraust als anderen - erlaube ich mir Herrn Stephan Weil (könnte m. W. Ministerpräsident von Niedersachen sein ?) von der SPD zu zitieren (hatte ich in der Hannoverschen Allgemeinen gelesen und mir gemerkt):

    "Grundsätzlich gilt: Wenn die AfD wieder schwächer werden soll, müssen die anderen Parteien besser werden"

    Frau Ricarda Lang übrigens arbeitet schon intensiv und sogar im TV daran ... :rolleyes:

    Um nochmals (Hans bzw. Hänschen ?) Rosenthal ganz kurz mit seinem legendären Slogan zu zitieren: "Das war Spitze !" ...

    ... und damit meine ich ausnahmsweise die Aussage eines hochrangigen SPD-Politikers

    In diesem Sinne ...

  • Nur mal interessehalber, Sovereign, wo kommt denn die Angewohnheit her und was bedeutet sie, viele schlichte Banalitäten und einfache Wissensdinge mit einem nebulösen „könnte m. W. dieses oder jenes sein“ zu garnieren?

  • Auch wenn ich den inhaltlichen Zusammenhang und Bezug zum Thema GRV nicht auf Anhieb verstehe ... (wobei: den hat ja eine Ricarda Lang offensichtlich auch nicht unbedingt; siehe Nr. 1.714 ...)


    Eine seltsame Frage ausgerechnet an mich und ausgerechnet von Dir:

    Nur mal interessehalber, Sovereign, wo kommt denn die Angewohnheit her und was bedeutet sie, viele schlichte Banalitäten und einfache Wissensdinge mit einem nebulösen „könnte m. W. dieses oder jenes sein“ zu garnieren?

    Die ich daher einfach mit einer Antwort von Dir (!) auf eine ganz einfache von mir (!) an Dich gestellte Frage erwidere, die von Dir unbeantwortet blieb

    Wüsste nicht, wieso ich über ein von Dir hingehaltenes Stöckchen springen sollte.

    ^^

    Zur Erinnerung: Meine damalige einfache (nett sowie höflich vorgetragene) und an Dich gerichtete Frage bezog sich schlicht auf meine sich damals verdichtende Vermutung, ob es sich bei Dir nicht um jemand mit Beamtenstatus handeln könnte.

    Worauf ich auf (übrigens mehrfache) Nachfrage (s. zuletzt im Strang "Eigenbedarfskündigung ETW", Nr. 77) die obige Replik mit dem "Stöckchen" erhielt ... aber keinerlei Antwort ;(

    Warum soll ich das jetzt also ausgerechnet bei einer Frage von Dir anders handhaben als Du bei mir ... ?

    Nur am Rande: Da man im Consulting (eine meiner früheren Beschäftigungen) gerne mit seinen Einschätzungen richtig liegt, hatte ich versucht mir die Frage selbst zu beantworten. Und - siehe da - ich hatte tatsächlich recht mit Deinem Beamtenstatus. :)

    Nur am noch viel weiter entfernten Rande: Da Du keinerlei konkreten Beispiele zitiert hast - in meinem letzten Beitrag 1.723 kann ich (jedenfalls beim Überfliegen) kein einziges "meines Wissens" finden ... ?

    Vorsorglich bitte ich Dich aber generell und allumfassend für meine sprachlichen Schwächen jedweder Art an dieser Stelle um Nachsicht, Verzeihung und Entschuldigung. Formulieren gehört leider nicht zu meinen Stärken (umso erstaunlicher, daß ich dafür immer gut bezahlt wurde - umso besser müssen wohl dann die Inhalte gewesen sein ...)

    Ansonsten: Mache es doch einfach genau so wie ich damals mit meiner Frage an Dich - versuche Dir Deine Frage selbst zu beantworten :)

    Viel Erfolg (präziser Glück) dabei !

    In diesem Sinne ...

  • Danke, ich habe mich köstlich amüsiert und finde bemerkenswert, wie viel Text Du meiner kleinen Frage widmest. Soweit ich das aus Deiner Antwort herauslese, hätte ich es mir nie leisten können, wenn ich die dafür notwendige - qualitativ hochwertigen Output liefernde und daher hochbezahlte - Zeit hätte bezahlen müssen. ^^

  • Danke

    Gern geschehen.

    ich habe mich köstlich amüsiert

    Immerhin, das ist doch was. Wenn man mit so wenig so viel Amüsement auslösen kann ...

    und finde bemerkenswert, wie viel Text Du meiner kleinen Frage widmest.

    Wie schon mehrfach geschrieben, bemühe ich mich jede Frage (auch die seltsamsten, merkwürdigsten und ... das schreibe ich lieber nicht) zunächst mal ernst zu nehmen. Wer allerdings mir keine persönlichen Fragen beantwortet, kann nicht erwarten, daß ich ihm dann persönliche Fragen beantworte (hier werden ja nicht selten nicht mal rein sachbezogene Fragen beantwortet ^^). Eine Sachgesetzlichkeit und Selbstverständlichkeit. So viel Realitätsbezug sollte man - gesunden Menschenverstand vorausgesetzt - immer erwarten können.

    Hatte ja damals auch ein ganz klein wenig Zeit investiert, um nachzuprüfen - da Du die Antwort verweigert hattest - ob ich mit meiner Einschätzung "Beamter/Beamtin" richtig lag. Solltest Du jetzt weniger auf Dich beziehen (der eher altruistischer Ansatz) sondern mehr auf meinen zugegebenermaßen ausgeprägten Wunsch (der eher egoistischer Ansatz), ob ich damals richtig lag. Was ja der Fall war :)

    Soweit ich das aus Deiner Antwort herauslese, hätte ich es mir nie leisten können, wenn ich die dafür notwendige - qualitativ hochwertigen Output liefernde und daher hochbezahlte - Zeit hätte bezahlen müssen.

    Das steht zumindest zu befürchten - eingedenk meiner Stunden- und Tagessätze. Wobei es ja auch darauf angekommen wäre, wie wichtig (im Sinne von kostspielig) Dir eine Antwort gewesen wäre ...

    Hoffentlich nimmst Du meine vorauseilende Bitte um Nachsicht, Verzeihung und Entschuldigung (siehe schon Nr. 1.725 vorletzter Absatz) - ob meiner sprachlichen Schwächen und Defizite - an ?! Das wäre mir nicht nur sehr wichtig sondern auch eine große Erleichterung und Beruhigung.

    In diesem Sinne ...

    Und nochmals viel Glück bei der "Selbstbeantwortung" !

  • In den Medien wurde thematisiert, dass das Umlagesystem der GRV wegen der Babyboomer, die in Rente gehen, "strapaziert" werden wird. Es wurde in diesem Zusammenhang aber auch gesagt, dass es sich um einen temporären Effekt handelt. Gibt es genauere Analysen dazu im Netz? Ggf. mit alternativen Maßnahmen-Szenarien? Vielleicht sogar mit einem Vergleich der Vorschläge von verschiedenen Interessengruppen und deren Motive für ihre jeweiligen Vorschläge?

    Grund für die Frage: Abschätzung der zu erwartenden Entwicklungen und Maßnahmen für die GRV für den Umgang mit der GRV in der eigenen Lebensplanung.

  • In den Medien wurde thematisiert, dass das Umlagesystem der GRV wegen der Babyboomer, die in Rente gehen, "strapaziert" werden wird. Es wurde in diesem Zusammenhang aber auch gesagt, dass es sich um einen temporären Effekt handelt. Gibt es genauere Analysen dazu im Netz? Ggf. mit alternativen Maßnahmen-Szenarien? Vielleicht sogar mit einem Vergleich der Vorschläge von verschiedenen Interessengruppen und deren Motive für ihre jeweiligen Vorschläge?

    Grund für die Frage: Abschätzung der zu erwartenden Entwicklungen und Maßnahmen für die GRV für den Umgang mit der GRV in der eigenen Lebensplanung.

    Es gibt jede Menge Meldungen.

    Beispiel:

    45 Milliarden Euro: Neue Rekordreserve in den Rentenkassen | Ihre Vorsorge
    Trotz der Streichung von Bundeszuschüssen wuchs die Rücklage der Rentenversicherer auch 2023 weiter. Allein 289 Milliarden Euro flossen aus Beiträgen.
    www.ihre-vorsorge.de

    Davon sollte man sich nicht verrückt machen lassen.

    Vieles wirkt widersprüchlich:

    Selbst wenn das Rentenniveau sinkt, haben wir dennoch von Jahr zu Jahr steigende Renten.

    Es ist immer die Frage, wie ich die Meldungen interpretiere. Und da verrät meine Auslegung der Daten mehr über mich als über die Situation.

    Jetzt wurde gemeldet, dass viele Menschen den Grundrententuschlag nur gekürzt bzw. gar nicht erhalten, weil Einkommen gegengerechnet wird. Wie interpretiert man das nun? Gesetz schlecht gemacht? Gesetz gut gemacht, weil die "Zahnarztgattin" ja nicht profitieren sollte?

    Fazit:

    Ruhe bewahren, nicht in Hektik verfallen. Wir können davon ausgehen, dass das Absicherungsniveau durch die gesetzliche Rentenversicherung über die Jahre schleichend geringer wird. Das sollte man in der eigenen Vorsorge derart berücksichtigen, dass man zwischendrin schaut, ob nicht noch 1% mehr an ETF-Sparplanrate geht. Für Alarmismus besteht nur Veranlassung, wenn man das aus Vermarktungsgründen (wirtschaftlich und/oder politisch) benötigt.

  • Selbst wenn das Rentenniveau sinkt, haben wir dennoch von Jahr zu Jahr steigende Renten.

    Da habe ich noch mal nach der genauen Definition für "Rentenniveau" geschaut:

    Rentenniveau

    Pauschal "steigende Renten" nützt ja nicht viel, wenn die Steigerung allem anderen wesentlich hinterherhinkt. Da ist das Rentenniveau schon aussagekräftiger.

    Und dann sind wir bei:

    Mir wäre eine solche Empfehlung zeitlich viel zu weit weg. Wer weiß, ob die Kinder überhaupt das Bestreben hätten, vorzeitig in Rente zu gehen. Wer weiß, ob diese Möglichkeit (nach Übergangszeiträumen) dann überhaupt noch besteht. Meine Empfehlung an meine Kinder ist, rechtzeitig privat vorzusorgen. Ich glaube, die Tendenz der Reduzierung staatlich gestützter Altersvorsorge wird sich nicht umkehren.

    Das fühlt sich so an, als ob z.B. Rentenpunkte zu kaufen sehr genau durchgerechnet werden muss. Denn die scheinen mir bei sinkendem Rentenniveau an Wert zu verlieren.

  • Das Rentenniveau ist das Verhältnis zweier Rechengrößen. (Schreibt die Rentenversicherung in der Verlinkung selbst.) Aussagekraft eher begrenzt (vergleicht am ehesten Lohnentwicklung und Rentenentwicklung) und wenn dann gehört die Auswertung eher in die Hände von Volkswirten und nicht in die Diskussion in der Warteschlange beim Bäcker. (Das sage ich jetzt einfach mal so.)

    Wenn man das Rentenniveau erhöhen will, ohne einem Rentner weh zu tun, dann erhöht man den Beitrag zur Rentenversicherung oder zur Arbeitslosenversicherung. Dadurch hat der (fiktive) Durchschnittsverdiener weniger Netto, der (fiktive) Eckrentner hat jedoch gleich viel wie vorher, ergo steigt das Rentenniveau, weil das Verhältnis günstiger wird. ;)

  • Das Rentenniveau ist das Verhältnis zweier Rechengrößen. (Schreibt die Rentenversicherung in der Verlinkung selbst.) Aussagekraft eher begrenzt (vergleicht am ehesten Lohnentwicklung und Rentenentwicklung) und wenn dann gehört die Auswertung eher in die Hände von Volkswirten und nicht in die Diskussion in der Warteschlange beim Bäcker. (Das sage ich jetzt einfach mal so.)

    Wenn man das Rentenniveau erhöhen will, ohne einem Rentner weh zu tun, dann erhöht man den Beitrag zur Rentenversicherung oder zur Arbeitslosenversicherung. Dadurch hat der (fiktive) Durchschnittsverdiener weniger Netto, der (fiktive) Eckrentner hat jedoch gleich viel wie vorher, ergo steigt das Rentenniveau, weil das Verhältnis günstiger wird. ;)

    Wie kann man das Rentenniveau erhöhen und dabei dem Rentner weh tun?

    Durch parallel steigende Abgaben auf die Rente?

    Beiträge zur Rentenversicherung belasten den Arbeitnehmer, nicht den Rentner (die Arbeitslosenversicherung müsste draussen vor sein(?))

    Und da das Rentenniveau zum Brutto des Arbeitnehmers in Relation gesetzt wird (oder?) kann das auch nicht künstlich das Rentenniveau erhöhen, obwohl Netto für den Arbeitnehmer weniger übrig bleibt.

    Das Rentenniveau ist das Verhältnis zweier Rechengrößen. (Schreibt die Rentenversicherung in der Verlinkung selbst.) Aussagekraft eher begrenzt (vergleicht am ehesten Lohnentwicklung und Rentenentwicklung) und wenn dann gehört die Auswertung eher in die Hände von Volkswirten und nicht in die Diskussion in der Warteschlange beim Bäcker. (Das sage ich jetzt einfach mal so.)

    Ich nehme dann noch fünf Brötchen und ein Baguette. :P

  • Wie kann man das Rentenniveau erhöhen und dabei dem Rentner weh tun?

    Durch parallel steigende Abgaben auf die Rente?

    Beiträge zur Rentenversicherung belasten den Arbeitnehmer, nicht den Rentner (die Arbeitslosenversicherung müsste draussen vor sein(?))

    Und da das Rentenniveau zum Brutto des Arbeitnehmers in Relation gesetzt wird (oder?) kann das auch nicht künstlich das Rentenniveau erhöhen, obwohl Netto für den Arbeitnehmer weniger übrig bleibt.

    Ich nehme dann noch fünf Brötchen und ein Baguette. :P

    Man nimmt das Brutto des Arbeitnehmers und zieht ihm die SV-Beiträge ab, dann hat man das "Netto vor Steuern". Das gleiche Prinzip wendet man beim Rentner an, hier zieht man aber nur Kranken- und Pflegeversicherung ab, und hat auch hier "Netto vor Steuern".

    Das Verhältnis dieser beiden Zahlen ergibt dann das Rentenniveau.

    Wenn wir bei dem Arbeitnehmer das "Netto vor Steuern" künstlich absenken, z. B. durch höhere Beiträge, die wir aber nicht beim Rentner haben, dann steigt das Rentenniveau, ohne dass der Rentner mehr hat.

  • Man nimmt das Brutto des Arbeitnehmers und zieht ihm die SV-Beiträge ab, dann hat man das "Netto vor Steuern". Das gleiche Prinzip wendet man beim Rentner an, hier zieht man aber nur Kranken- und Pflegeversicherung ab, und hat auch hier "Netto vor Steuern".

    Das Verhältnis dieser beiden Zahlen ergibt dann das Rentenniveau.

    Wenn wir bei dem Arbeitnehmer das "Netto vor Steuern" künstlich absenken, z. B. durch höhere Beiträge, die wir aber nicht beim Rentner haben, dann steigt das Rentenniveau, ohne dass der Rentner mehr hat.

    Also ist "Netto vor Steuern" bei Arbeitnehmer und Rentner die jeweilige Bezugsgröße für die Ermittlung des Rentenniveaus und nicht - wie ich oben (dann falsch!) - behauptet habe, das jeweilige Brutto?

  • Es wird übersichtlicher:

    Immer mehr Bürger können Altersvorsorgeansprüche digital abrufen | Ihre Vorsorge
    Bis Mitte Januar haben sich rund 280 Altersvorsorge-Einrichtungen an die Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht angebunden. Ende dieses Jahres müssen…
    www.ihre-vorsorge.de

    Schade nur, dass "Rentenübersichtsanbindungsverordnung" nicht aufs Scrabble-Brett passt, aber falls noch jemand einen Begriff für das "Ich-packe-meinen-Koffer"-Spielen sucht, ich hätte da einen Kandidaten. 8o