Steuerreform 2027

  • Dad bringt jetzt wenig hinter der Paywall.

    Hier funktionierts (ohne Tricks), obwohl ich kein Abo habe.

    Der lange Artikel fasst Berechnungen zusammen, die besagen, dass die Steuerreform nicht entlastet:


    Der Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre bewertet das Ergebnis seiner Berechnungen als „sehr düster“ hinsichtlich der künftigen Entlastungen. Die kalte Progression sei nicht ausgeglichen. Und zugleich sei nicht einmal sicher, dass Beitragssätze der anderen Sozialversicherungen stabil bleiben. „Also faktisch bleibt wenig bis gar nichts übrig“, urteilt Hechtner. „Bei mittleren und hohen Einkommen gibt es definitiv eine deutliche Mehrbelastung.“

    Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einem Kurzbericht zu dem Ergebnis, dass die kalte Progression nur unvollständig ausgeglichen wird, es im Jahr 2028 also zu realen Steuererhöhungen kommen wird. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren sei eine Anpassung der Tarifeckwerte mit der erwarteten Inflationsrate nicht oder nur eingeschränkt vorgesehen. Zwar gebe es in Deutschland keinen automatischen Mechanismus zum Ausgleich der kalten Progression. „Gleichwohl hat die Politik in den vergangenen elf Jahren durchgehend eine Anpassung vorgenommen. Vor diesem Hintergrund stellen die aktuellen Reformpläne einen Bruch mit der bisherigen Praxis dar“, schreiben die IW-Ökonomen Martin Beznoska und Tobias Hentze.

    Quelle: F.A.Z.Artikelrechte erwerben

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  • Ich verstehe, dass viele nicht besonders davon begeistert sind, am Ende weniger im Geldbeutel zu haben als vorher, so geht’s mir auch.

    Aber hat hier ernsthaft irgendwer vermutet, dass man Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung stabilisieren, bzw. retten kann, in dem wir alle weniger Steuern und Abgaben bezahlen? So kann das auf keinen Fall funktionieren, das ist doch völlig klar. Eine angemessene Versteuerung von großen Vermögen brächte natürlich viel Geld, genug, um ein System zu retten, aber leider nicht drei.

    Die Steuerreform kann es nur leicht abfedern, aber unterm Strich werden fast alle von uns mehr zahlen müssen. That‘s the simple truth.

  • Ich verstehe, dass viele nicht besonders davon begeistert sind, am Ende weniger im Geldbeutel zu haben als vorher, so geht’s mir auch.

    Aber hat hier ernsthaft irgendwer vermutet, dass man Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung stabilisieren, bzw. retten kann, in dem wir alle weniger Steuern und Abgaben bezahlen? So kann das auf keinen Fall funktionieren, das ist doch völlig klar. Eine angemessene Versteuerung von großen Vermögen brächte natürlich viel Geld, genug, um ein System zu retten, aber leider nicht drei.

    Die Steuerreform kann es nur leicht abfedern, aber unterm Strich werden fast alle von uns mehr zahlen müssen. That‘s the simple truth.

    Ja, fast alle - die KapEST wird nicht erhöht.

  • Ich verstehe, dass viele nicht besonders davon begeistert sind, am Ende weniger im Geldbeutel zu haben als vorher, so geht’s mir auch.

    Aber hat hier ernsthaft irgendwer vermutet, dass man Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung stabilisieren, bzw. retten kann, in dem wir alle weniger Steuern und Abgaben bezahlen? So kann das auf keinen Fall funktionieren, das ist doch völlig klar. Eine angemessene Versteuerung von großen Vermögen brächte natürlich viel Geld, genug, um ein System zu retten, aber leider nicht drei.

    Die Steuerreform kann es nur leicht abfedern, aber unterm Strich werden fast alle von uns mehr zahlen müssen. That‘s the simple truth.

    Es geht um Kritik an der Mogelpackung, an Intransparenz. an Trickserei. Behaupten, es wäre Entlastung, eine Reform - aber gleichzeitig so gut wie nichts an überflüssigen Strukturen ändern wollen, die eigenen Pfründe schützen. Die Einnahmen sind riesig - aber keine Ausgabendisziplin.

    Du bist nicht zufällig Schweizer? Die Verhältnisse dort sind nicht vergleichbar.

  • Es geht um Kritik an der Mogelpackung, an Intransparenz. an Trickserei. Behaupten, es wäre Entlastung, eine Reform - aber gleichzeitig so gut wie nichts an überflüssigen Strukturen ändern wollen, die eigenen Pfründe schützen. Die Einnahmen sind riesig - aber keine Ausgabendisziplin.

    Du bist nicht zufällig Schweizer? Die Verhältnisse dort sind nicht vergleichbar.

    Also eine Reform ist es in jedem Fall, auch wenn es quasi für alle teurer wird, und dass die Notwendigkeit besteht, ist ja auch unbestritten. Ebenfalls verwundert es doch wenig, dass solche Reformen unter einem Kanzler Merz nicht unbedingt den sozialen Ausgleich in den Mittelpunkt stellen, aber die Parteien, die es täten, waren bei den letzten Wahlen ja nicht wirklich die Gewinner.

    So bleibt halt aktuell nur, die Systeme an die Wand fahren zu lassen oder die Reformen durchzuziehen mit der Hoffnung, spätere Regierungen schaffen mehr soziale Gerechtigkeit. Ich gebe allerdings zu, dass hier meine Hoffnung nicht sonderlich ausgeprägt ist.
    Seit meiner Geburt lebe ich in Bayern und bin als Linker dadurch zutiefst leidgeprüft 😉 und mit der Schweiz verbinden mich nur regelmäßige Campingurlaube im Schweizer Teil am Lago Maggiore.

  • Ich sage nicht, wirklich nicht, die Reform wäre gerecht. Aber dennoch klappt es nicht ohne Mehrbelastung.

    Ich wollte nur noch einmal daran erinnern, dass die Mehrbelastung unausgewogen und einseitig ist.

    KaffeeOderTee
    5. Juli 2026 um 17:22
  • Ich wollte nur noch einmal daran erinnern, dass die Mehrbelastung unausgewogen und einseitig ist.

    KaffeeOderTee
    5. Juli 2026 um 17:22

    Auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen: Belastet werden diejenigen, die Mitglieder des Systems sind. Gutverdiener, Privatiers etc. sind keine Nutznießer des Systems, von daher halte ich es auch für folgerichtig, dass sie nicht mit dessen Kosten belastet werden.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen: Belastet werden diejenigen, die Mitglieder des Systems sind. Gutverdiener, Privatiers etc. sind keine Nutznießer des Systems, von daher halte ich es auch für folgerichtig, dass sie nicht mit dessen Kosten belastet werden.

    Eine Ansicht, die durchaus gegen die eindeutige Regelung des Art. 14 (2) unserer Verfassung verstößt. 😉

  • Gerne doch, wenn er konstruktiv und nicht immer wieder so vorhersehbar einseitig und provokativ wäre.

    Gut, über den Ton, bei dem mit Sicherheit auch ein gewisser Frust über ständige Attacken eine Rolle spielt, kann man reden.

    Konstruktivität lasse ich mir aber nicht absprechen, nur weil meine Vorstellungen nicht ins eigene Weltbild passen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Eine Ansicht, die durchaus gegen die eindeutige Regelung des Art. 14 (2) unserer Verfassung verstößt. 😉

    14 II GG ist die Grundlage für Auflagen wie z.B. Denkmalschutz oder Immissionsschutz. Daraus eine Verpflichtung zur Finanzierung anderer herzuleiten ist dogmatisch nicht sonderlich stringent.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Siehst du nicht die offenkundig Rolle, das Mitforisty JackDawson hier spielt? Quasi jeder Thread ist davon sofort betroffen, wenn er/sie* sich einklinkt.

    Was ist ein Foristy?

    Und wovon betroffen?

    Und bevor du dich wunderst: Ich habe sämtliche Blockierungen aufgehoben, quasi eine Amnestie um guten Willen zu zeigen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

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