Dad bringt jetzt wenig hinter der Paywall.
Hier funktionierts (ohne Tricks), obwohl ich kein Abo habe.
Der lange Artikel fasst Berechnungen zusammen, die besagen, dass die Steuerreform nicht entlastet:
Der Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre bewertet das Ergebnis seiner Berechnungen als „sehr düster“ hinsichtlich der künftigen Entlastungen. Die kalte Progression sei nicht ausgeglichen. Und zugleich sei nicht einmal sicher, dass Beitragssätze der anderen Sozialversicherungen stabil bleiben. „Also faktisch bleibt wenig bis gar nichts übrig“, urteilt Hechtner. „Bei mittleren und hohen Einkommen gibt es definitiv eine deutliche Mehrbelastung.“
Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einem Kurzbericht zu dem Ergebnis, dass die kalte Progression nur unvollständig ausgeglichen wird, es im Jahr 2028 also zu realen Steuererhöhungen kommen wird. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren sei eine Anpassung der Tarifeckwerte mit der erwarteten Inflationsrate nicht oder nur eingeschränkt vorgesehen. Zwar gebe es in Deutschland keinen automatischen Mechanismus zum Ausgleich der kalten Progression. „Gleichwohl hat die Politik in den vergangenen elf Jahren durchgehend eine Anpassung vorgenommen. Vor diesem Hintergrund stellen die aktuellen Reformpläne einen Bruch mit der bisherigen Praxis dar“, schreiben die IW-Ökonomen Martin Beznoska und Tobias Hentze.
Quelle: F.A.Z.Artikelrechte erwerben