Beiträge von fotoman

    Ich glaube nicht das wir in dieser Hinsicht zusammenkommen.

    Weshalb hier sowieso nahezu jede Diskussion sinnlos ist.

    Ich finde es würdelos auch nur einem arbeitsfähigen Vollzeitbezieher seinen 365 Tage Urlaub finanzieren zu müssen. Aber GG Art. 1 gilt anscheinend nur für die schutzwürdigen Leute, die ins BG fallen.

    Man zwingt die Leute ihre Altervorsorge zu verballern damit man dann in der Rente nichts mehr hat und aufstocken darf.

    OK, BG heißt also automatisch BG bis zur Rente? Auch BG darf nur eine Überbrückung sein, bis die Leute wieder auf eigenen Füßen stehen können. Ob man mit 30.000€ mehr im Depot in der Rente lebenslang nicht zum Aufstocker wird, darf wohl bezweifelt werden. Auch bisher liegt das Schonvermögen nur bei 40k€ und nicht bei 40 Mio€.

    Eine echte Altersvorsorge, die erst als Rente nach dem Erwerbsleben aufgebraucht werden kann, gehört zum Schonvermögen. Wer sowas aufbauen wollte und will, muss halt etwas anderes wählen wie ein täglich frei zugängliches Depot oder Tagesgeld.

    Bis auf ein paar wenige Leute hat man vor BG-Bezug mit 12-24 Monate ALG Zeit, sich wieder etwas neues zu suchen.

    Wenn Du den nötigen Lebensunterhalt als "Verballern" bezeichnest, frage ich mich lieber nicht, was Du unter der "Würde des Menschen" verstehst und was Du noch alles zum BG hinzurechnen würdest.

    Ich bin schon gespann, wann endlich ein bedingunsloses Grundeinkommen kommt. Alles andere passt nicht mehr zum GG Artikel 1.

    In Wahrheit sind der überragende Teil einfach Minderheiten die nicht (Vollzeit) Arbeiten können. Gesundheitlich eingeschränkte und Alleinerziehende zum Beispiel um nur zwei große Gruppen zu nennen.

    Stimmt, es zählt immer nur das hier und jetzt ab heute, die Tage und Jahre davon sind irrelevant.

    Aber gegen wen von diesen Gruppen wird "getreten"? Diesen Gruppen wird m.W.n. nichts weggenommen, nur weil sie die Grundsicherung (oder eine Aufstockung) benötigen.

    Wer als Vollbeziehern (also nicht als Aufstocker) zu dämlich ist, einen zuvor vereinbarten Termin ohne Attest wahrzunehmen, soll aber trotzdem weiter ohne Sanktionen seinen 365 Tage Urlaub im Jahr finanziert bekommenn?

    Von der Kürzung der Rücklagen als frei verfügbares Vermögen o.Ä. sind wohl nur Neubezieher betroffen, die nicht zum Kreis der Personen gehören, die keinen 2000€ Notgroschen aufbauen konnten. Warum soll man denen dann, nach ALG oder Krankengeld nicht zumuten, ihre Lebenshaltungskosten erst einmal selber zu bestreiten, wie man das bei jedem in der selben Lage, der "leider" ein paar Tausender zu viel angespart hatte, auch gefordert hat?

    Kann von euch wirklich jemand gut damit schlafen das denen noch was weggenommen wird?

    Keine Ahnung, wovon Du sprichst. Die neue Vermögensgrenze von 10.000€ anstatt 40.000€ für eine frei verfügbare Rücklage im Depot? Die mögliche Kürzung des Bezuges, wenn man einen zuvor vereinbaren Termin ohne driftigen Grund nicht einhält? Wie soll man die Leute sonst sanktionieren, wnen sie sich an simpele Regeln nicht halten? Wenn man sowas einfach ignoriert, kann man das BG gleihc als BGE definieren.

    Wie kann man denn so unreflektiert nach unten treten?

    Weil für mich die derzeitigen Diskussionen um Rentenkürzungen genauso unreflektiert sind. Die Konsequenzen für ihre Rente aus ihrem Handeln in der Vergangenheit sind allen Personen in rentennahen Jahrgängen seit >30 Jahren bekannt, viele der zukünftigen Bezieher haben sogar noch Rentengeschenke erhalten, mit denen sie anfänglich nicht rechnen konnten.

    Wiederholen neoliberaler Narrative bringt einem auf nen Stammtisch vielleicht applaus, dachte aber das Niveau liegt hier etwas höher.

    Ich möchte einfach, dass ich die über >35 Jahre von mir persönlich erarbeitete und (zwangsweise sowie freiwilig) zugesagte bzg. angesparte Altersvorsorge auch selber nutzen darf. Und das ohne alle paar Jahre wieder vor grundlegend schlechtere Bedingungen gestellt zu werden (womit ich explizit nicht ein allgemeines Herabsetzen des Rentenniveaus meine, das war seit 2005 absehbar), nur weil ich so blöd war, mein Leben seit der Jugend auch darauf auszurichten.

    Außerdem wird das Einsparpotenzial massiv überschätzt.

    Selbst ohne Einsparpotential wäre die Umstellung für mich auch ok. Mir geht es um gleiche Bedingungen für alle, die staatliche Leistung beziehen. Wenn Deutschland ein BGE möchte, dann soll das irgnedwie finanziert werden und für alle (unabhängig vom sonstigen Einkommen) gezahlt werden.

    Wenn es aber eine Hilfe zum Überleben ist, falls man dieses selber nicht finanzieren kann, dann steht sie auch nur denjenigen zu und es sind gewisse Regeln/Gesetze dabei einzuhalten.

    Ich glaube, wer aus sicheren finanziellen Verhältnissen kommt, kann sich kaum vorstellen, wie es ist, wenn zu klein gewordene Sportschuhe 2 Monate nach Schuljahresbeginn, eine im Bus vergessene Regenjacke oder die dritte Einladung zum Kindergeburtstag in einem Monat bedeuten, dass am 20. des Monats kein Geld mehr auf dem Konto ist.

    Stimmt, dazu komme ich nicht nur aus den falschen Verhältnissen (mir reichten ähnliche Verhältnisse bei der damaligen Rentergeneration, egal, ob bei den Bekannten meiner Eltern oder ihren eigenen Eltern), sondern ich habe dort auch von Kleinauf aufgeschnappt, dass man sich um vieles selber kümmern muss. Und zwar früh genug. Solche, aus heutiger Sicht extrem dummen Sprüche wie "prüfe, wer sich ewig bindet" waren damals eher normal, selbst wenn dann noch die (wohl falsche) Erziehung durch meine Eltern dazu kam, dass man sich erst um die eigene Versorgung kümmert bevor man mit der Familiengründung und Nachwuchs beginnt.

    Aber am Ende kam dann auch noch die Deutsche Untugend dazu, sich viel zu hoch absichern zu wollen. Lieber Geld für eine vermutlich unnötig BU oder in einer Beziehung für eine Risiko-LV rauswerfen wie im Bedarfsfall mittellos zu sein.

    Was am Ende als "Dank" der Gesellschaft bei rauskommt, sehen wir gerade wieder bei diversen Diskussionen um finanzielle Umverteilung (bezogen auf die arbeitende Bevölkerung von oben nach unten).

    Ihr habt aber genug finanziellen Spielraum.

    Weil einge nicht nur im jetzt und hier leben, sondern gelernt haben Konsequenzen abzuschätzen und entsprechend zu handeln. Das mag nicht immer gut gehen, führt aber erfahrungsgemäß in erheblich mehr Fällen zu Erfolg wie sich nur auf die soziale Hängematte zu verlassen.

    Stimmt zumindest alles für den deutschen Anleger, der dazu nicht damit rechnet, jemals in seinem Erwerbsleben Sozialleistungen (Bürgergeld oder wie das mittlerweile heißt) zu beziehen.

    Ach so, die selbe Kosequenz sollte man natürlich auch haben. Also konstant sparen und den Betrag niemals vor den Entnahmephase angreifen. Für den einen ist das selbstverständlich, der nächste bewertet einen problemlos änderbaren, eigenen Sparplan anders wie eine Vertrag, den man nur mit etwas Aufwand pausieren kann und deren Rückkaufswert vor dem geplanten Ablauf (noch) schlechter ausfallen wird wie wenn man den Vertrag planmäßig durchhält.

    Alles Punkte, die für einen gewissen Finanz-"Professor" nicht gelten, da sie aus der Praxis kommen und damit nicht zu seiner idealen Theorie passen.

    Dazu ist der Blogbeitrag von Hartmut Walz hilfreich:

    Nur dass der Rentenfaktor hier irrelevant ist, da bisher nur Einmalbeträge genannt wurden. Sonst muss man nicht nur den Rentenfaktor, sondern auch eine denkbare, abe rnicht immer gegebebene (sinnvoile) Erhöhung der monatlichen Rente genauso mit einrechnen wie die Versteuerung der Monatsrenten (auf Ertragsbasis).

    Über eine Einschätzung von euch würde ich mich freuen.

    Ich würde mit in die Überlegung einbeziehen, was Du 2043 mit dem Geld vor hast. Bei 3,7% Nettorendite (wenn ich von einer steuerfreien Einmalauszahlung ausgehe) kann das Geld ggf. auch ab 2043 zum Abfedern des Rendite-Reihenfolgerisikos beim Entsparen des ETF-Depots (wieder mal Annahme) helfen kann.

    Wandert das Geld aber heute oder 2043 im einen weltweiten Aktien-ETF, dann würde meine Bewertung anders ausfallen.

    Hat März gesagt, dann er keine Inflaoitnsberienoigung der Sparrate annimmt? Aber sicher nimt man es heute auch für selbstverständlich, dass die Jugend ihr Leben lang einzig und alliene eine Gehaltssteigerung um die Inflation erhält und niemals eine Weiterbildung mit anschließender Gehaltserhöhung hat.

    Persönlich rechne ich immer nur mit 4 % vor Steuern.

    Ich würde von minus 200% ausgehen, natürlich vor Steuern. Wer heute Spar, muss morgen das doppelte an den Staat abgeben und darauf noch Steuern zahlen. Wird ja jezt scho so kommen, wenn jemand seine Job verliert, in 12 Moantne nichts neues finde........t, damit in die neue Grundsicherung fällt und vorher zuviel gespart hat.

    Immerhin ist die Rede von jungen Leuten und nicht von denen, die nur noch 10 Jahre bis zur Rente haben.

    einmal mehr zeigz merz dass dieser wenig ahnung hat.

    Für mich in dem Fall eher, das er von selbstvertsändlichem ausgeht. Dass also jemand eine Infationsbereinigung einbaut und nicht in 30 Jahren nicht unr noch (den heutigen Gegenwert von) max. 27€ spart.

    Aber was fast noch mehr Bedeutung hat sind

    Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitgeberwahl hast Du übersehen.

    Wir wissen leider nicht, wie wir möglichst gerecht damit umgehen sollen. Diese ist schließlich auch für Leistungen aus den Jahren vor den Kindern.

    Irgendwie bin ich da bei der (indirekten) Aussage von R. Schonwieder

    Unter der Annahme, dass ihr in einer Zugewinngemeinschaft lebt, ist es m.W.n. vollkommen egal, ob das während der Ehe zugeflossenen Vermögen aus Leistungen vor der Ehe entstanden ist oder später. Das Geld fließt jetzt, während der Ehe zu.

    Oder rechnest Du auch die "Übereinkünfte" aus Deiner ggf. bessere/anderen Ausbildung und/oder Gehaltsverhandung vor der Ehe irgendwie zu Deinen finanziellen Gunsten um?

    Sonst musst Du wohl den Betrag auf die Anzahl der Beschäftigungsjahre verteilen, dabei ggf. noch Gehaltserhöhungen/Karrieresprünge berücksichtigen und Dir am Ende ausdenken, ob der AG selbst bei gleichbleibedem Lohn eine identische Abfindung pro Beschäftigungsjahr gezahlt hätte.

    Oder ob es bei Kündigung durch den AG vor Eheschließung überhaupt eine Abfindung gegeben hätte. Machmal steigt diese prozentual mit der Beschäftigungdauer und wird auch erst ab einer gewissen Länge bezahlt. Solltet Du ihr vor der Schwangerschaft die zusätzliche Zeit "ermöglicht" haben, damit sie sich dort eine Karriere mit bessere Bezahlung aufbauen konnte, mag man auf die Idee kommen, dafür auch einen Ausgleich zu wünschen.

    mal angenommen, ich bin ganz stinknormal verheiratet in Zugewinngemeinschaft, und beide hatten bei Eheschliessung keine Kinder oder Vermögen oder Schulden aus vorherigen Beziehungen, welchen Grund hätte ich für separate Kontoführung?

    Du/Ihr hättest offensichtlich keine davon. Ihr habt wohl eine ähnliche Einstellung zum Geld (auch, bzw. insb. was Ausgaben für die eigenen Hobbies betrifft) sowie über die Rücklagen fürs Alter und deren Entsparen.

    Während der Entnahme erspart es einen allenfalls die jeweilige Kontovollmacht, falls einem Partner mal etwas passieren sollte.

    Man muss nicht immer gleich an Trennung/Scheidung denken, wenn man getrennte Finanzen haben möchte.

    Stimmt, die Wertentwicklung des Kepler ist ziemlich beeindruckend.

    Kein Wunder bei den Top 5-7 Wertpapieren im Fonds. Bei der UmweltBank zählen nur 2 der 7 zu den Top 10.

    "unter Berücksichtigung ethischer Ausschlusskriterien wie z.B.: Rüstung, Atomenergie,....Glückspiel"

    Interessante Definition. Das direkte Invest in Atomenergie ist nicht erlaubt, der Betrieb von Rechnenzentren damit aber durchaus. Gewinne aus dem Verkauf von Glücksspiel-Apps sind auch kein Ausschlußkriterium.

    Man kann doch einfach für die Fragestellung und den Gedankengang didie Vorsorge für die Rente als gegeben hinnehmen.

    Kann "man" das? Ich könnte sowas nur, wenn durch das vorhandene Vermögen mein Auskommen ab heute bis zum vermuteten Ableben gedeckt wäre.

    Selbst mit einer auskömmlichen BU und dem festen Willen, den Beziehungsstatus nur zu ändern, wenn sich damit an meiner Finanzierung nichts ändert, kann ich noch nicht einmal 7-10 Jahre vor Rente wirklich absehen, wie hoch meine Einnahmen dann sein werden.

    Meine BAV kann ich nach heutiger Gesetzgebung berechnen, meinen Depotstand kann ich erträumen (der Markt kann morgen fallen und 10 Jahre im Minus bleiben), genauso die Zahlung der gesetzlichen Rente. Ob meine erträumten Netto-Alterseinkünfte in 7-10 Jahren real sein werden, weiss ich erst dann.

    Erst zu dem Zeitpunkt, zu dem meine vermuteten und pessimistisch geschätzen) inflationsbereinigten Einnahmen zur Rente weit über dem lagen, was ich mir heute als monatlichen Wunschbetrag vorstellen kann, habe ich meine Vorsorge als abgeschlossen angesehen.

    Im Alter von 30-40 hätte ich dann mein (damaliges) Hobby zum Beruf gemacht (alle finanziellen Unwägbarkeiten wären abgesichert gewesen). Ab Mitte 40 (oder spätestens Ende 40) hätte ich wohl einfach den Job hingeschmissen und versucht, mit der dann vorhandenen Freizeit einen Nebenverdienst aufzubauen.

    Mein Job hat mir zwar lange Spaß gemacht, aber die unschönen Aspekte davon wären mt einer Teilzeit nicht verschwunden.

    Kann es nicht in beiden Fällen positiv sein?

    Das ist noch spekulativer wie die Frage, ob Du Deinen Finanzbedarf in 30-50++ Jahren bereits gedeckt hast.

    So ohne klare Ziele fällt es mir also schwer das sinnvoll zu betreiben und ich Frage mich ob es hier auch andere gibt die an diesem Punkt sind und etwas den Faden verloren haben?

    Ja, aber nicht schon 30 Jahre vor geplantem Rentenbeginn. Da hätte ich weder mein Alterseinkommen noch meinen Bedarf im Alter realistisch abschätzen können.

    Die Erkenntnisse haben ca. 20 Jahre vor dem damals geplanten Renteneintritt zu meiner ETW geführt. Ein paar Jahre später zur Vorverlegung des Renteneintritts und kurz danach zur Planung meines Vorruhestand mit 56 und Rente mit 63 (und im Zweifel noch 1-2 Jahre AGL1, wenn man mir diese Rentenmöglichkeit mit Abschlägen wieder klauen sollte).

    Da kommen mir Gedanken, dass ich ggf. bei gleichem verfügbaren Einkommen zu heute ggf. 1 Tag in der Woche weniger arbeiten

    Wenn das zu Deiner Gesamtplanug passt, warum nicht?

    Falls Deine Planung auch auf einer, durch Arbeitseinkünfte finanzierten staatlichne Rente beruht, dann ist Dir sicher bewusst, dass diese durch die Reduktion der Arbeitszeit (genauer durch das damit verbundene geringere Arbeitseinkommen) reduziert wird.

    Irgendwas wirst Du mit der Zeit auch anfangen wollen. Das könnte durchaus wieder (zusätzliches) Geld kosten.

    Du sprichst davon, dass du schon lange investierst, aber erst in 30 Jahren etwas davon hast. Das passt in meinen Augen nicht ganz zusammen.

    Für mich schon. Nicht jeder ist, wie ich, Langzeitstudent. Realschule mit 16 fertig, mit 19 die Lehre beendet, ab dann schlicht nicht soviel ausgeben wie man einnimmt. GGf. noch ein paar Jahre Berufsschule (Techniker) dazu und danach das Einkommen weiter steigern ohne die Ausgaben signifikant zu erhöhen.

    30 Jahre vor Rente heißt heute ggf. noch, dass man 37 ist. Also schon 15-18 Jahre investment. An das Glück, einmal auf die richitge Aktie oder die passende Crypto-Währung gesetzt zu haben, muss man noch garnicht denken.

    Mit der sogenannten Wohlstands-Teilzeit werden wir UNSEREN Wohlstand in Deutschland nicht bewahren können

    Leistung wird von der Politik verachtet, Umverteilung ist das einzige, was noch zählt.

    Und dann will man von den Buchgewinnen leben.

    Wenn es um "wollen" und nicht um "müssen" geht, dann will ich durchaus noch 20 Jahre ab Rentenbeginn selbstbestimmt mein Geld (nicht nur die Gewinne) verbrauchen.

    Bei 50% risikoarmer Anlage und 50% der risikokbehafteten Anlage in weltweiten ETFs könnte man (bei vollkommen unbekannter Entnahmehöhe) locker 15 Jahre benötigen, bis der übrige Anteil überhaupt relevant wird. Ob dann noch die 3 einzelwerte oder der IT ETF eine Relevanz haben werden?

    Aber klar, die Fernreisen in den kommenden 10 Jahren können locker mehr wie 350k€ kosten. Das sind ja nur 35k€ im Jahr.

    Mein Depot hat seit Jahresbeginn eine Rendite von 0%. Vor ca. 1 Monat (Januar 2026) betrug der Depotwert noch 265 K :(

    Irgendwie lustig, sich Einzelaktien ins Depot zu legen und dann auf Tagesbasis das Depot zu bewerten. Dazu noch 24% höchstspekulative Sektorwette auf eine "IT" nach MSCI Definition. Ergibt akutell nochmal 5% Nvidia zusätzlich für Dein Gesamtdepot.

    “Aussitzen” ist nämlich schwierig, wenn man sich seine Lebensträume ich den nächsten 5-10 Jahren (Fernreisen) erfüllen möchte.

    Ist dabei eine Reise zum Mond? 245k€ sollten alleine für 6-10 Jahre Weltreisen auf einem Kreuzfahrschiff reichen.

    Hast Du Dir jemals Gedanken darüber gemacht, wieviel Finanzbedraf im Alter Du (mit und ohne Reisen) hast und wie Du den aus dem Depot nötigen Bedarf decken wirst?

    Sicher gibt es unter euch den ein oder anderen, der ebenfalls gerade den Ruhestand begonnen hat und vor der gleichen Frage steht.

    Ich bin erst in ein paar Jahren soweit, habe aber schon vor 10 Jahren Sektorwetten (egal, ob Mitarbeiteraktion oder IT-Zeugs) für mich ausgeschlossen. Die Marktrendite reicht mir, genauso wie die Höhe meiner risikoarmen Anlagen für die ersten Jahre meines Ruhestands ausreichen wird.

    Mein Tagesgeld wird dann vermutlich für 3 Jahre des gewünschten Bedarfes ausreichen, Rücklagen für die ETW oder das vermutlich letzte Auto in meinem Leben zählen für mich gesondert.

    Sollte ich mal eine große Ausgabe planen (also bei ähnlichen Rücklagenhöhe eine mittlere 5-stellige Einmalausgabe), dann wird:

    (1) entweder gerechnet, wie sehr das zu dem Zeitpunkt meiner zukünftigen Entnahme schaden könnte
    (2) oder es wird passend geplant. Ich werde auch in der Rente nicht spontan eine teure Luxusreise antreten, ein paar Tausender entsprechen schon heute der täglichen Volatilität meines Depots.

    Entweder, Du rechnest mit einem weiteren Einbruch Deiner Einzelaktien, dann verkaufe sie morgen. Oder Du rechnest mit einem Anstieg, dann gibt es die Reise halt erst, wenn der Traumkurs erreicht ist. Genügend Alternantiven zur Finanzierung dürftst Du haben.

    Rechne Dir lieber nicht aus, was nVidia Anfang 10/2025 wert war und wieviele Urlaubstage Du dadruch bereits "verloren" hast. Warum hast Du nicht 10/2025 verkauft?

    Ich lese jetzt hier raus, dass die Steuern in diesem Fall keine Rolle spielen sollten.

    Simpele Unterstufen-Mathematik:

    Ein FTSE All-World ist auf Jahresbesis heute 10,5% im Plus und hat eine TER von 0,19% (auch wenn eine Jahresbasis nicht viel aussagt).

    Gehe ich mal von 20% Gewinnantei aus (warum auch immer, muss Du halt selber rechnen), wären das bei 10000€ Depotwert Ende 02/2025 nach Verkauf also
    8000€ + 2000*0,7% (ggf. auch mehr, Teilfreistellung und Kirchensteuer kennst nur Du selber) oder 9400€ gewesen.

    Dies vor einem Jahr bei SC mit 1€ Handelsgebühren investiert hättest Du heute bereits eine Depotwert von 10386€
    Hast Du die 10.000€ in dem Fonds gelassen, sind es bei 1,77% Rendite 10155€ vor Steuer. Auch da musst Du diese zahlen, wenn Du irgendwann an das Geld möchtest.

    Du hast heue eine konkrete Deopthöhe, nach Verkauf max. 28,5% des Gewinn seit Anschaffung (nicht seit Erbe) weniger.

    So "Kleinigkeiten" wie die Teilfreistellung, keine Kirchensteuer, oder die Ausschüttung (vermutlich mit automatoischer Wiederanlage inkl. Versteuerung und Ausgabeaufschlag) sind mit Absicht nicht betrachtet. Musst Du halt mit simpeler Prozentrechnung und Deinen Werten selber nachrechnen.

    Wie sollte ich vorgehen

    Entweder den Empfänger bitten, Dir den exakt korrekten Kontoinhaber zu nennen oder, wie früher, die IBAN prüfen und die Überweisung trotzdem ausführen.

    Letzteres habe ich häufig nach der Umstellung gemacht, da ich schlicht aus unzähligen Überweisungen an den identischen Empfänger vor der Prüfung wusste, dass der Arzt, die Versicherung oder sonstwer exakt diese IBAN hatte. Ob der Empfänger sein Konto auf "Hermann Josef Nachname", "Hermann Nachname" oder "FinanzSonstwas Ltd" eröffnet hat, war mir egal.

    was passiert, wenn dann die Überweisung nicht ankommt?

    Das Selbe, was früher auch passiet ist. Da Du die Überweisung ausgelöst hast und jetzt auch noch die Warnung ignorierst, bist Du dafür verantwortlich.

    erhalte ich neuerdings bei allen Überweisungen den Hinweis

    Das hatte ich allerdings noch nicht, einige Überweiusungen hat die Postbank als korrekt anerkannt, was bei mir bekannten Kontoinhabern auch nicht anders zu erwarten war.

    Im Zweifel die Prüfung für eine Dir 100% bekannten IBAN/Empfänger durchführen und bei erfolgreicher Prüfung den einen Euro an die Eltern überweisen oder, wie bei der Postbank möglich, die Überweisung trotzdem final nicht bestätigen.

    Wenn dabei auch ein Fehler angezeigt wird, liegt es wohl an der eigenen Bank. Also, je nach Deinem Spaß am Zeitvertreib mit der Bank, diese kontaktieren oder die Warnung ignorieren, und, wie es zuvor >25 Jahre geklappt hat, einfach die IBAN zweimal kontrollieren bevor man die Überweisung freigibt.

    hat jemand Erfahrungen damit, große Summen (6-stellig) auf einmal zu investieren und welche möglichen Strategien gibt es, an die ich vielleicht noch nicht gedacht habe?

    Ja, Umschichtung von ertraglosen Anlagen in einen FTSE All-World. Einen Monat später war alles im Minus und es hat fast 2,5 Jahre gedauert, bis ich wieder den investierten Betrag hätte entnehmen können.

    Ja und? Ich habe das Geld nie dafür angelegt, es in 1-5 Jahren zu entnehmen.

    Wie kommst Du zu dieser Aussage?

    Mir reicht mein Job-Bias für IT, daher muss ich diesen Bereich in meinem Depot nicht noch extrem übergewichten. Dazu käme bei mir persönlich noch, dass der genannte ETF "Information Technology" anders definiert wie ich es tun würde, wenn ich in IT investieren wollte.

    Das ist aber natürlch alles nur meine pers. Einstellung dazu. Du musst Dich mit Deinem Invest und Deiner Aufteilung wohl fühlen.

    Genauso wie mit der Frage, ob Du das gesamte Erbe langfristig investieren möchtest oder Dir doch, da wohl ein gutes und sicheres Einkommen vorhanden ist, von einem Teil davon kurz oder mittelfristig etwas Luxus gönnen möchtest.

    Ich will keine Garantie. Ich will nur Flexibilität.

    Dann lege halt selber an, schichte nicht andauernd um und kümmere Dich bis zu Deinem Ableben iegenverantwortlich um die Entnahme(planung).

    Bis auf den letzten Punkt ist bei SC alles möglich.

    Und was nutzt eine Förderung, wenn man nachher keine Flexibilität in der Auszahlungsphase hat?

    Es geht halt darum, dass die Allgemeinheit die Zusaztrente und nicht die Kreuzfahrt oder den Lambo zu Rentenbeginn fördet.

    Das kann man gut oder schlecht finden, ist aus meiner Sicht aber verständlich, so lange das ganze freiwillig bleibt.

    Eigentlich bräuchte es ein System wie in Schweden

    Das muss man aber erst einmal den (A)Sozialverbänden in Deutschland beibringen. Die betreiben seit jeher Lobbyarbeite gegen alles, was in Richtung Eigenfinazierung der Rente geht. Nach denen müsste es eher ein leisutngesloses Grundeinkommen für alle im Alter geben, da sich schließlich jeder mit seiner frei gewählten Lebensleistung "irgendwie" an der Finanzierung des Staates beteidigt hat.

    Da PeterPan07 die Höhe der gewünschten Schenkung nicht benannt hat, rechne ich mal "dreist" (?) mit je 50k€ als Schenkung an jedes Kind. Dass für die 700€/Monat noch einiges an Vermögen übrig bleiben muss, wird der Dame wohl bekannt sein, wenn sie sich vorher um ihre Finanzen selber gekümmert hat.

    Dazu mit einer Anlage für 2% Zinsen (also keine Teilfreistellung), einer dynamischen Steigerung der Miete um 1% p.A. (keine Ahnung, wie realistisch die 700€ sind und ob der Wohnungskauf vom Steuerzahler versilbert werden soll, dann muss m.W.n. die Miete ansatzweise "Marktüblich" sein).

    Dann kommt ich 200k€ verbleibenden Vermöge und 700€/Monat im ersten Jahr auf eine Laufzeit von gut 25 Jahren. Ohne Erhöhung der Miete wären es gut 29 Jahre. Jeweils nach Steuern auf die Zinsen.

    Sollte die Dame mit 85 ins Heim umziehen wollen, dann wären immer noch knapp 100k€ übrig (oder ohne die 1% Steigerung 110k€).

    Problem, wie bei allen Anlagen, die man selber tätigt, ist, dass man nichts prognostizieren kann (auch nicht, ob man freiwillig betreutes Wohnen oder in den Pflegebereich eines Altenheims umzieht). Mit einer Festgeldtreppe wäre sowas derzeit für ca. 5 Jahre planbar, wie die Zinsen dann aussehen, weiß heute niemand. Findet der Umzug früher statt, wäre das Geld bei der Gefa Bank trotzdem gebunden und würde "nur" in Form der Rentenhöhe ausgezahlt. Nach 10 Jahren wäre dafür mehr Geld übrig.

    Verstehen muss ich das ganze nicht:
    - entweder, ich will "nachhaltig" (wenn man SRI als sowas ansieht)
    - oder ich will die "normale" Marktrendite.

    MSCI SRI ETF(A2AQST) -> 10% Nvidia, sie scheinen extrem gut zum SRI Filter zu passen. Immerhin dürfte dies en Grund für die Performacne deds ETFs sein, wenn man alle drei auf einer (viel zu kurzen) 3-Jahersbasis vergleicht.

    Was haltet ihr von diesem Plan?

    Du musst Dich mit Deiner Anlage wohl fühlen. Meins wäre es nicht.

    Wenn Nachhaltigkeit bei der Anlage mein Ziel wäre, dann würde ich auch alles umstellen. Also Girokonto bei einer entsprechenden Bank, nur Anlagen, die nachgewiesenermaßen zu meinen Vorlieben passen und nicht nur einfach irgendeinem Ranking entsprechen. Die ersten 4 Unternehmen im A2AQST hätten für mich dann dort nicht wirklich etwas zu suchen und das nicht nur gegen KI (Stromverschwendung) und Win10-Abkündigung (Ressourcenverschwendung).

    Aber selbst, wenn mir SRI genügen würde, dann müsste es auch konsequent SRI sei und nicht nur aus Profitgier (Angst vor verpasster Rendite) 60% ein "normaler" weltweiter ETF.

    Mit wechseln meinte ich ja, den Thesaurierenden liegen lassen und mit Sparplan auf Ausschütter switchen

    Das kann man machen. Du kannst Dir selber ausrechnen, welche Ausschüttung Du von Deiner Sparrate bis zur Rente erwartest und wie hoch Dein Acc-Depotwert ist bzw. zur Rente sein könnte.

    Gehe ich von 500€ Sparrate im Monat über die 14 Jahre bis zur Rente aus und erhähe die Sparrate jährlich um 2% und erwarte vom FTSE AllWorld im Schnitt 7% p.A., davon sind das als Dist bisher ca. 5,5% an Kursrendite und 1,5% Ausschüttung.

    Da die Ausschüttung für die Vorabpauschale genutzt wird, wird sie nicht von Dir wieder neu angelegt.

    Das macht nach 14 Jahren ca. 140000€ Kurswert und 2100€ Bruttoausschüttung, bzw. ca. 1700€ Nettoausschüttung oder ca. 140€ im Monat.

    Ob diese 1700€ bei dir genügen, um davon die Vorabpauschale des Acc-ETFs zu zahlen, weisst nur Du. Ein entscheidender Beitrag zu Deiner Rente dürften die 140€ im Monat nicht sein, wenn Du vorher in der Lage warst, 500€ jeden Monat zu sparen. Daher ist meine Vermutung, dass Du sowieso ETF-Anteile verkaufen wirst, um Deine Rente aufzubessern.