Beiträge von fotoman

    Und ist mir schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge

    Bei der Aussage braucht man schon nicht mehr weiter lesen. Kündigen, eigenverantwortlich selber sparen und Dich danach genauso eigenverantwortlich um die lebenslange Entnahme kümmern (oder die Verfügbarkeit der Summe zum benötigten Termin).

    Ich habe gelesen, das die Verträge die vor 2007 abgeschlossen wurden, widerrufen werden können

    Dann sollte auch dabei stehen, unter welchen Bedingungen das geht. Wenn es geht und Du den "Krempel" sowieso loswerden willst, wird es sich vermutlich lohnen.

    Lebensversicherung widerrufen - Beiträge zurückfordern
    Ist die Widerrufsbelehrung falsch, lassen sich alte Lebensversicherungen rückabwickeln. Unser Musterschreiben hilft Dir, Dein Geld zurückzuholen.
    www.finanztip.de

    Ist es nicht besser den Vertrag zu kündigen und die Summe in ETFs anzulegen?

    Ohne Beachtung meiner ersten Aussage:
    (a) durchrechnen, was am Ende nach Steuern (hier u.U. Steuerfrei bei Einmalzahlung) rauskommen sollte. Die Rendite der Fonds bis zum Laufzeitende der Versicherung musst Du halt selber abschätzen.

    (b) In Deinen Pass schauen und in Deine Rentenplanung. Wie lange ist es noch bis zu Deiner Rente, wie hoch ist die von Dir erwartete Rendite im ETF (und die der Versicherung abzüglich Kosten), wirst Du bis dahin stur und OHNE Unterbrechung den selben Betrag in den ETF einzahlen UND dort bis zur Rente unangetastet liegen lassen (Annahme, die pRV ist für die Rente und nicht die Schlussrate einer Immobilie oder sonstiger höherer Zahlungen gedacht).

    (c) Ist das Geld (wenn nicht gekündigt) als Einmalzahlung oder lebenslange Rente (ab 2031 oder 2038) geplant. Ob Du bis 2031 im ETF nach einer Kündigung der RV bedeutend mehr Rendite machst, darf Du selber raten. Wie Du Dir daraus dann eine lebenslange Zusatzrente bastelsts, ebenso.

    (d) Für einige u.U. auch relevant: Finanzierst Du Dein Leben bis zur Rente selber (eigene Einkünfte) oder könnte da noch BG folgen (inkl. Schonvermögen, wenn in der pRV von 2004 mit laufenden Einzahlungen nur 10000€ sind, ist die Frage sowieso in meinen Augen sinnlos).

    Auch zu bedenken: der Garantiefonds liefert kaum/weniger Rendite (und machen auch keine Arbeit), dafür ist mind. ein Teil des Geldes 2031/2038 (oder wann auch immer genau) garantiert. Ein Aktien-ETF kann genau dann zu 50% im Minus stehen. Wird das Geld genau zu dem Zeitpunkt benötigt, musst Du lange genug ("lange" kann Dir vorher niemand definieren) vorher selber handeln. Bis 2031 sind es nur noch 6 Jahre, selbst bis 2038 nur noch 12.

    Habt ihr Tipps für mich und Vorschläge eventuell für ETFs?

    Das Schöne daran ist, dass es einzig Deine Verantwortung ist, Dir den/die für Dich passenden ETF(s) auszusuchen. Finanztip gibt Dir eine Hilfen dazu:

    Was sind ETFs? Die besten Indexfonds im Vergleich
    ETFs bilden Aktienindizes wie den Dax nach, sind günstig und brauchen wenig Pflege. Unser Vergleich weist auf die besten ETFs und potentielle Risiken hin.
    www.finanztip.de

    Oder u.U, sogar erstmal hiermit starten:

    Was sind ETFs? Das Basiswissen einfach erklärt
    „ETF“ steht für Exchange Traded Funds – ein börsengehandelter Indexfonds. Sie sind ein einfacher und günstiger Weg, um an der Börse zu investieren.
    www.finanztip.de

    Ohne schon nur zu wissen, was das Ziel der Anlage ist und wie lange die dann laufen soll, kann man noch nicht eimnal raten, ob ein reiner Aktien Welt-ETF für Dich sinnvoll ist. Dabei ist Deine Risikotoleranz ebenso nicht betrachtet.

    Ist nicht Dein Ernst, das ohne weitere Hinweise so in den Raum zu stellen?!

    Wer einen ETF ohne eigene Analyse/Wertung des Index und der darin enthaltenen Sektoren/Unternehmen kauft, kann auch gleich zum Finanzproduktverkäufer gehen.

    Es gab hier schon Postings in denen sich User darüber geärgert haben, dass gewisse Unternehmen aus Israel nicht im FTSE All-World enthalten sind, weil sie den Indexaufbau nicht verstanden haben. Genauso wie User, die meinten, in einem Information-Technologie Index/ETF müssten die Unternehmen enthalten sein, die sie zur IT zählen.

    Das ganze ist für mich nichts anderes wie einen der ETFs auf Basis des Kursverlaufes der letzten paar Jahre zu beurteilen, wenn es um die Anlage für die Rente geht (was bei mir eine längerfristige Anlage wäre/ist). Hier geht es nicht um eine Beimischung sondern um 50% des dann investierten Kapitals.

    Wenn ich den All-World nehme liege ich bei ca 25% Finanzdienstleitern.

    Der vollständige FTSE All-World hat ca. 15% Finanz.

    Einen Tod musst Du nunmal sterben. Entweder nach BIP oder Länder/Sektoren übergewichten, um die Dividende zu erhöhen. Inkl. der Wette, dass dieser Index auch in Zukunft besser laufen wird wie ein langweiliger Welt-Index.

    Ich überlege zwar, worein demnächst ein paar Einmalzahlungen bei mir fließen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in meinem VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders. Der vorhandene Anteil reicht mir.

    Damit wird es, je nach eigener Faulheit (mehr oder weniger manueller Verkauf), der vollständige FTSE All-World oder die High-Dividend Variante zusammen mit der Erwartung, dass er während meiner hoffentlich 20-30 Jahre Haltezeit eher schlechter laufen dürfte wie der normale All-World.

    - Wie unterscheidet sich der Aufbau Altersvorsorge als Arzt von anderen Berufsgruppen? Gibt es Vorteile, die ich zusätzlich nutzen kann?

    Wenn ich mir gerade Berlin/Brandenburg ansehe, gibt es wohl auch Nachteile.

    - Wie berechne ich als Arzt meine Rentenlücke? Ich bekomme jährlich eine Aufstellung meiner Rentenanwartschaft durch das Versorgungswerk.

    Genauso (weing) wie andere in Deinem Alter, auch wenn Finanztip das anders sieht. Wie willst Du mit 35 Deine Zukunft planan, falls die Planung nicht schon abgeschlossen ist (Kinder, eingetragene Partnerschaft, Immobilie oder nicht, Arbeitsplatz, willst Du "nur" Dich oder in großen Teilen auch Deine Partnerin absichern usw.).

    Aber wenn Dir schon ein Betrag einfällt, den Du im Alter zum Leben benötigen könntest, dann dürfte das, abzüglich der Prognose des Versorgungswerkes, Deine Rentenlücke sein. Sowas "kleines" wie die vermutlich steigenden PKV/PPV Beiträge dabei nicht vergessen.

    - Sollte ich mich freiwillig höher versichern beim Versorgungswerk oder die "Extrakohle" selbst zusätzlich in die ETF-Rate stecken?

    Die "alte" Frage für jeden. Willst Du Sicherheit, willst Du Flexibilität, kannst Du mit der Flexibilität umgehen? Bleibt das Geld im ETF auch beim "dringenden" Wunsch der Partnerin nach einer Immobilie, im Versorgungswerk ist es dort gebunden, selbst wenn daran die Beziehung zerbricht.

    Sparst Du privat genauso zielstrebig wie beim "Zwangssparen" in das Versorgungswerk. Der Beitrag dort dürfte automatisch durch den AG abgeführt werden oder mind. dürfte es kein monatlich spontan frei wählbarer Zusatzbetrag sein?

    - Was sollte ich eurer Meinung nach umstellen, um optimal meine Ziele im Blick zu behalten und zu erfüllen?

    Den teuren KFW-Kredit schnellsmöglich abbezahlen, falls möglich.

    Das wäre mir persönlich sogar wichitger wie den Notgroschen zu erhöhen. Aber nur Du weisst, wozu Du den Notgroschen in welcher Höhe ggf. nutzen musst.

    Hast du Immobilien zur Kapitalanlage?

    Mir reicht meine selber bewohnte ETW und die meiner Mutter um zu sehen, wie schnell solche Berechnungen (die weder bei ihr noch für mich relevant waren) nach hinten losgehen können. Selbst im vermieteten Einfamilienhaus kann immer mal irgendwas passieren, das sich nicht für ein paar hundert Euro beheben lässt und bei Vermietung nicht über Jahre aufgeschoben werden kann.

    da die Inflation nun schon recht nahe an den 2% ist, könnten die diversen sich eventuell anbahnenden Krisen auch leicht zur Zinssenkung führen.

    Der Anstieg der CO2-Steuer hat sich noch nirgendwo so richtig niedergeschlagen, das Getrumpel in Venezuela andererseits auch noch nicht. Was das gesamthaft schon nur für Auswirkungen auf die Energiekosten in D oder Europa haben wird, bleibt abzuwarten (diese gehen oft überproportional in die offizielle Inflation ein, selbst wenn es einen persönlich nicht bertrifft)?

    Aber klar, es bleibt Spekulation.

    Wenn ich mit einer Finzierung zu 5-6% in 5 Jahren nicht pleite gehen würde, dann würde ich wohl darauf spekulieren, dass kurzfristig die Zinsen fallen und ich würde den errechneten zusätzlichen Cashflow sofort in die Tilgung des Kredites stecken (die Gesamtfinazierung geht ja auch ohne dieses 50€/Moant Cashflow auf).

    Die monatlichen Rentenzahlungen sind mir definitiv wichtig.

    Wenn die lebenslange Rente (mit Pech gibt es selbst bei älteren Verträgen keine sinnvolle Steigerung der Auszahlung über die Jahre, welche die Inflation ausgleichen könnte) wichtig ist, dann darfst Du sie nicht auflösen. Die Alternative zum eigenverantwortlichen Entsparen des Auszahlungsbetrages kann zu Rentenbeginn auch eine Sofortrente sein, die dann passende Konditionen hat.

    Genauso würde ich die Rentenfaktoren der BAVs prüfen, falls Du eine Wahl hast, diese als Einmalzahlung zu erhalten und zu dem Zeitpunkt eine passende Sofortrente verfügbar sein sollte. Meine BAV hat einen so unterirdischen Rentenfaktor, dass sie (ohne jede Rendite auf den angesparten Betrag) mind. 21 uahlen müsste, bis ich das Geld wieder raus bekomme. Da nützen auch die geringeren Steuern bei der lebenslangen Rente nichts.

    Die Steuer mögen stimmen, aber zu beachten ist ggf. noch die GKV/PV, die auch von den Zahlungen zu leisten ist, wenn der Freibetrag überschritten wird.

    Und natürlich ist die Inflation bis zum Auszahlungsbeginn nicht zu vergessen. Was heute 520€ wert ist, hat in 10 Jahren nur noch einen Kaufkraft von heute 425€ (oder gar noch weniger, wenn wir mehr wie 2% Inflation pro Jahr haben sollten).

    Ob es für Dich Sinn ergibt, die Abgaben heute schon einmal durchzurechnen, weiß ich nicht. Hier wäre jedenfalls ein Rechner, den ich dafür selber gerne nutze (inkl. Angaben, was wie besteuert wird unter dem Rechner)

    RENTENBESTEUERUNG | Rechner Altersrente, Betriebsrente u.a.

    Falls Du die beiden (ehemaligen) BAVs bisher weiter einzahlst, kann in der letzten Mitteilung durchaus "nur" die Angabe der Rente stehen, wenn Du die Beträge auch weiter einzahlst (das war bei mir bei Beitragsfreistellung der BAV so).

    Der DWS Fonds hat wohl eine TER von 1,70%, was recht hoch ist. Mit dem Ausgabeaufschlag von 5% würde ich ihn jedenfalls nicht mehr neu kaufen, selbst wenn ihr ihn behalten möchtet.

    ...greift leider nicht. Wenn Deutschland - warum auch immer - mehr für die o.g. Staatsanleihen bezahlen muss, dann dürfen diejenigen bluten, die privat für ihr Alters vorsorgen.

    Verstehe ich nicht. Ich habe bei meiner pRV eine feste Kapitalzusage zur Fälligkeit. Da muss die Provinzial selber sehen, woher sie das Geld bekommt. Das hat sogar in den Negativzinsphase geklappt ohne dass die Provinziel pleite geangen wäre.

    Auch die bAV hat einen festen Mindestbetrag, den wie mir auszahlt. Mit mehr rechne ich nirgendwo, alles, was ggf. in 7-10 Jahren darüber geleistet wird, ist ungeplant.

    Ansonsten kann das Bundesfinanzministerium den Basiszins so hoch oder niedrig ansetzen wie es will, gibt es im Jahr keinen Buchgewinn im ETF, gibt es auch keine VAP. Der Kurs müsste also zum Jahresende unter das Low des Jahres fallen, damit auch auf Käufe im Jahr keine VAP anfällt.

    "Lag die Wertsteigerung des ETF bei null oder hat er Verlust gemacht, ist die Vorabpauschale null."

    Von hier:

    Vorabpauschale einfach erklärt: Fälligkeit, Berechnung & Beispiele
    Vorabpauschale verstehen: Was sie ist, wann sie fällig wird und wie die Steuer berechnet wird – mit Beispielen, Teilfreistellung und Sparplan.
    www.finanztip.de

    Ich werde meinen nächsten ETF ausschüttend wählen, dann muss ich nicht so viel vorhalten, bzw. wird das dann automatisch ausgeschüttet und ist weniger manueller Aufwand. Dann kann ich grob mit dem Ausschütter den Thesaurierer bezahlen.

    Seitdem SC Geldmakrt-übliche Zinsen auf das Verrechnungskonto zahlt, ist mir das ganze egal. Ob meine Rücklagen dort oder auf dem (gemäß FT ja extremst unsicheren) Tagesgeldkonto in Frankreich liegen, ist mir mittlerweile egal.

    Was nur stört, ist die extremst lahme Berechnung und Rückdatierung der Buchung auf den 2.1. Aber wo der Staat Geld klauen kann bevor ein realer Gewinn entstanden ist, kann er sich auch beliebig viel Zeit dafür lassen, das ganze durch Hilfsarbeiter manuell ausrechnen zu lassen.

    wobei bei der Altersorsorge da anscheinend immer nur die Rede von 6 stelligen Beträge gesprochen wird versuche ich das mal anders zu formulieren.

    Das habe ich Dir ja vorgerechnet. Im Zweifel auf zinsen-berechnen.de selber nachrechnen mit Deinen (erwarteten) Renditen und Deinem Sparbetrag.

    Ohne einen mittleren 6-stelligen Betrag und bei einer erwarteten Rentenzeit von 25 Jahren kommst Du nicht auf 300-500€ Entnahme pro Monat (heutige Kaufkraft, also 400-670€ nominaler Entnahmebetrag).

    Da dies kein reiner Spaßbetrag ist und Du damit die Entnahme nicht für ein paar Monate/Jahre im Börsencrash (siehe z.B. den Verlauf des MSCI World von 2000-2014) einstellen oder massiv reduzieren kannst, um bei ungünstigem Marktverlauf zur Rentenbeginn nicht mit 75 Pleite zu sein, wirst Du in der Entnahmephase (auch mit Verbrauch des Depots) keine 7-8% p.A. auf das Gesamtportfolio erzielen.

    Nimmst Du schon nur die alte (und heute eher widerlegte) 4% Regel, erhälst Du bei 100k€ Depotwert 333€ Entnahme im Monat (Brutto, in 15 Jahren). Geschätzt ca. 307€ Netto oder 228€ nach heutiger Kaufkraft, wenn man mit nur 2% Inflatopn pro Jahr rechnet.

    Schon für Deine gewünschten 300€ sind das also ca. 150k€ Depotwert, für die 500€ 250k€ und schon sind wir beim 6-stelligen Depotwert.

    Das Ziel ist später zur gesetzlichen Rente und der zu erwartenden Altersvorsorge, 1700 € - 2000 € zusammengerechnet aktueller Stand, noch eine Lücke in den nächsten 15 Jahren von 300 € - 500 € zu schließen.

    Ohne erheblich mehr Risiko (dazu wird Dir hier kaum jemand raten, das kann auch ohne Wirecard oder Gamstop-Aktien schief gehen) oder eine höhere Sparrate gibt das nichts.

    Ja, 70% befinden sich in Aktien ein umschichten wäre aber kein Problem und die Übergewichtung Europa auszugleichen auch nicht.

    Du musst wissen, was Du möchtest und womit Du Dich wohlfühlst, es ist Deine Strategie. Hier vertreten die meisten die Meinung von Finanztip und sehen Einzelaktien nur als Beimischung und nicht als Hauptbestandteil des Depots, wenn man eine sichere und einfache Rendite auf einen langen Anlagezeitraum haben möchte.

    Die FT-Methode muss aber für Dich nicht passen und sie liefert mit Sicherheit nicht das Maximum an denkbarer Rendite.

    Habe mich zwischen dem FTS All World und dem ACWI für den zweiten entschieden.Um etwas mehr Europa zu bekommen noch den Stoxx Europe 600 dazu genommen. Ok,10 - 15 weniger hätten es da auch getan🙈😉.

    Ich habe auch einen höheren Europa-Anteil wie beim FTSE All-World. Das sind grob 20% meines Gesamtportfolios, weil es mir so gefällt. Da der FTSE All-World aber schon 14-15% Europa-Anteil hat, bleibt prozentual nicht mehr viel für meinen Stoxx Euro 600 übrig.

    Zitat

    "Für sie stehen die Preise in keiner Relation"

    Ja, dann halt nicht. Anscheinend gibt es Leute, die diese Preise dort zahlen. Oder die Eignetümer wollen/müssen nicht verkaufen.

    Zitat

    "Selbst bei der Stadt gibt es keine Grundstücke für Einfamilienhäuser – nur für Mehrparteienimmobilien"

    Da gehört die Familie hoffentlich nicht zur Friday for Future Generation oder beschwert sich schon nur über neue Bodenversiegelungen.

    Gerade geprüft, es gibt kein universelles Menschenrecht auf preiswertes Wohneigentum im gewünschten Erhaltungszustand in der Wunschregion.

    Das könnte man noch viel weiter fassen.

    M.W.n. gibt es noch nicht einmal ein universelles Menschenrecht oder einen im Grundgesetz der BRD verankerten Paragrafen, wonach eine zu den individuellen (finanziellen) Möglichkeiten passende Wohnimmobilie (egal, ob Kauf oder Miete) am Traumwohnort zu erhalten sein muss.

    Ich glaube nicht, dass sich die Dokumente nach dem Depot übertrag verändert haben. Also habe ich darauf verzichtet die PDF aus 2024 nochmal runter zu laden und einen Abgleich zu machen.

    Wozu auch die PDFs prüfen? Die Gebühren der bisherigen Transaktionen kennst Du. Wenn Du der Transaktions-Angabe der App nicht traust, ist es m.M.n. höchste Zeit, den Broker zu wechseln.

    Bei jedem ETF wird in dessen Transaktionen jede Transaktion (bei mir seit 2021) angezeigt, mit Stückzahl und Gesamtpreis.

    Ob ich in meinem Excel links oder rechtsrum rechne (Stückzahl*Kaufkurs (+Gebühren)=Gesamtkosten) ist mir egal, soweit traue ich selbst LibreOffice.

    Gab es Gebühren (z.B. Einmalkauf von nicht Prime-ETFs oder Kauf per Xetra) muss man halt entweder die bekannten Kosten abziehen, hat diese sowieso in der eigenen Verwaltung stehen oder muss sich die Mühe machen, diese PDFs dort zu öffnen.

    Ich prüfe immer gerne die eingebuchten Daten. Da ich diese allerdings nicht habe

    Warum SC in der Transaktions-Historie Daten anzeigen sollte, die am Ende nicht denen entsprechen, mit denen sie ihre Steuerabrechung beim Verkauf oder für die Vorabpauschale machen, ist mir ein Rätsel. Als ob sie dann im CSV andere Daten liefern würden.

    Die Einstandskursanzeige von Scalable reicht mir dafür nicht aus.

    Was sonst? Mehr wie die Einstandaskurse und der Verkaufskurs ist m.W.n. am Ende nicht relevant. Auf welchem Weg mir SC die Einstandskurs liefert, ist mir egal. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Software getestet haben und damit auf jedem Weg die selben Daten liefern/nutzen.

    - würdet ihr den Depotübertrag auch (nur) stichprobenartig kontrollieren oder

    Ja, mir reichte es, dass die Gesamtstückzahlen im Depot nach dem Übertrag korrekt waren und mir keine Steuern abgezogen wurden. Ob ich rechlich in 15-45 Jahren belangt werden kann, wenn ich mich darauf verlasse, dass SC nicht den aktuellen Kurs zum Übertragszeitpunkt nutzt, wird sich dann zeigen.

    Aber ich bin auch so naiv, bei meinen Tagesgeld-Auszügen weder die Höhe des Zinses noch die Steuern nachzurechnen.

    Wie oben geschrieben: SC mag Fehler machen, dass sie ihre SW aber vollständig ungeprüft (mit falschen Daten) auf die Kunden loslassen und es (bei mir) seit dem 18.12. auch keine App-Updates gab, genügt mir (zusammen mit der stichpunktaritgen Prüfung) als Nachweis.

    und die schon erwähnten Qualitätsaktien bringen im Jahr ca. 600 Euro an Rendite….was wieder investiert werden soll.

    Bei meiner amateurhaften Rechnung gehe ich davon aus, dass diese Rendite nur die Dividenden sind und nicht die Rendite der Aktien. Für mich zählt in der Auszahlungsphase die Gesamtrendite.

    es gibt halt nicht nur den einen Weg

    Stimmt, es gibt leichtere und schwierigere Wege und jeder wählt den, der zu ihm zu passen scheint.

    Dein Weg scheint schon festzustehen, also verfolge ihn konsequent. Welche hilfreichen Empfehlungen erwartest Du im Bezug auf eine langfristige Anlage, wenn sich fast 70% des Vermögens in Einzelaktien befinden und der überwiegende Rest (inkl. Sparrate) in einer deutlichen Übergewichtung von Europa (ohne Einzelaktien ca. 45% und steigend).

    Wie das mit dem Einzelaktien ausgehen wird, kann Dir (auch statistisch) niemand abschätzen. Genauso wenig, ob die Wette auf Europa in 15-45 Jahren positiv oder negativ ausgegangen sein wird.

    Was ich von "normalen" Anleihen ETFs halte, habe ich schon geschrieben. Aber dafür mag auch nur mein Verständnis dieser Produkte zu schlecht sein, um darin eine Möglichkeit zu sehen, eine (von mit bisher nicht benötigte) Schwächung der Volatilität meines Portfolios in der Ansparphase zu erreichen ohne Rendite zu verlieren.

    Wieviel Prozent des Vermögens man in meinem Alter, in den sicheren Hafen bringen sollte.

    Soviel, wie es zu Dir/Euch passt. Ja, das bringt Dir jetzt auch nichts, aber so ist es halt ohne konkretetre Werte. Ohne zumindest prozentuale Werte zu kennen kann man nur spekulieren. Wieviel Prozent eures Vermögens wird zwingend jährlich für Lebenshaltungskoten benötigt und/oder wieviel prozent wollt ihr jährlich verbrauchen.

    Der eine kommt mit 2000€ im Monat aus (keine Miete, kaum Heizkosten und auch sonst keine hohen Ansprüche) und hat das 50x des Jahresbedarfs im Depot, der nächste benötigt 4000€ im Monat und kommt nur dann über die Runden, wenn er dieses Depot nahezu optimal managed.

    Ich plane im Alter 2-4 Jahre meines Bedarfes in Geldmakrt-Fonds, Laufzeit-ETFs o.Ä. (planbar verzinst, ansatzweise auf Inflationshöhe) anzulegen, der Rest bleibt im Aktien-ETF. Damit gibt es keine feste Quote sondern nur eine vermutlich sinkenden prozenztualen Anteil meines Vermögens im Aktien-ETF.

    Mir sind die schwankenden Depotstände aber nahezu egal, zur Not passe ich meine Entnahme an ohne dabei zu hungern.

    Ein Haus kann in dem Alter auch noch sehr viel bedeuten. Zwischen: gerade frisch renoviert, altersgerecht, Heizung und Dämmung aktuell und die nächste größere Reparatur wird erst in 20 Jahren erwartet, falls kein (versicherter) Elementarschaden eintritt.

    Oder genau anders herum, womit ich das Geld dafür nicht im Aktien-ETF und auch nicht im Gold halten würde.

    Ob die Einstandskurse korrekt übertragen wurden kann man m.E. momentan nicht so einfach nachprüfen (dafür gibt es keine Belege)

    Welche Belege hattest Du denn vorher außer den Transaktionen und den darin enthaltenen Dokumenten?

    Alles, was ohne Kosten ablief (also insb. Sparpläne) kann ich direkt in den Transaktionen der ETFs mit meinem Excel vergleichen (korrekte Stückzahl und Gesamtbetrag je Kauf ergibt dabei unweigerlich auch den Stückpreis). Einzig bei manuelen Käufen mit Kosten muss ich das Dokument der Transaktion öffnen oder die Gesamtkostenspalte meines Excels nehmen.

    Die Belege für die Ausschüttungen der ETFs sind dort auch enthalten und die Prüfung hat mich gleich einige Fehler in meiner Buchführung aufgezeigt (USD Kurs als EUR Kurs verbucht, was zu 100% meine Schuld und mein Fehler ist).

    Die Vorabpauschale für den ACC-ETF ist in dessen Transaktionen auch aufgeführt, inkl. Dokument.

    Einfach ist das bei jahrelangem Handeln nicht, habe ich auch nie erwartet (das CSV gibt es nunmal nur im Prime-Broker, für mich völlig ok). Wenn das ganze stichprobenartig (inkl. Gesamtstückzahl) passt, reicht mir das.

    Alles im allen geht es später doch um einen guten Entnahmeplan, nicht um das ständige umschichten oder Anteile verkaufen

    Bei Punkt 1 bin ich bei Dir. Für mich geht das einfacher, wenn ich nur 1-2 ETFs habe und keine Dividenden in unplanbarer Höhe mit verplanen muss.

    Ob ich Auschüttungen bekomme oder Anteile in dieser Höhe verkaufe, macht allenfalls in Form der Verkaufsbegühr einen Unterschied. Alle 6-12 Monate ein paar ETF Anteile verkaufen und aufs Tagesgeld umbuchen ist für mich kein Aufwand. Die Entscheidung, ob ich dabei Einzelaktien oder einen der ETFs verkaufe, schon eher. Je mehr Entscheidungsspielraum, um so mehr kann ich falsch machen und mich dann darüber ärgern. Oder am Ende gar nicht mehr die benötigte Rendite erzielen.

    Mit 5000 € hier und 600 € da und einer Sparrate von 150 € pro Monat richtest Du nicht viel aus.

    Ich komme auf andere Werte:
    Aktuell sind es 23000€ Depotwert (ETFs und Aktien). Kommen 15 Jahre lang 150€/Monat dazu und ich nehme eine Rendite von 6% p.A. an (alle Dividenden werden ebenfalle investiert), dann kommt man am Ende auf rund 85000€ (davon geschätzte 45000€ Reddite).

    Möchte man diese nun über 25 Jahre (mit 2% Steigerung p.A.) entspraren und komme auf 4% Rendite p.A. des Restportfolios, sind es ca. 320€ im Monat Netto oder 237€ nach heutiger Kaufkraft (2% Inflation p.A. angenommen).

    Jetz müssen nur die "Qualitätsaktien" über die kommenden 40 Jahre so qualitätsvoll bleiben wie erhofft. Geht es besser aus, darf ich sogar älter werden ohne mich einzuschränken.

    Lohnt es sich noch, weiter jährlich Geld in beide Verträge einzuzahlen? Ich glaube

    Lohnt es sich, meine Auto nochmal in die Werkstatt zu bringen? Niemand hier außer Dir kennt die Verträge und ihre Bedingungen (Kosten, Rendite, Laufzeit, kannst Du die Pensionskasse überhaupt vorzeitig auflösen?).

    Allgemein ist es halt die alte Frage:

    • wie hoch ist der Rückkaufswert oder der Erlös wenn Du den Vertrag heute auslöst.
    • was machst Du dann mit dem Geld, wie hoch ist das der damit erwartete Erlös.
    • für was waren die Verträge geplant (lebenslange Rente, Einmalzahlung) und wie regelst Du diese "Aufgabe" aus der eigenen Anlage bis zu euer Lebensende.
    • was (niemand hofft es, bedenken sollte man es aber trotzdem) wenn Du mal irgendwann alleine da stehst und u.U. "nur" ein Witwenrente beziehen wirst. Bist Du dann froh über einen (vermutlich ngeringe aber arbeitsfreie) monatliche Rentezhalung
    • Wie lange laufen die Verträge bereits bzw. noch.
    • Lassen sich die Verträgeüberhaupt kündigen oder nur beitragsfrei stellen.

    Legst Du das Geld heute in weltweite Aktien-ETFs (m.M.n. nicht DWS-Zeugs oder andere, kostenintensive Dinger) an, kommst mit den Schwankungen des Marktes klar und hast noch genügend Jahre ohne sonstige Vorfälle, dürfte die Anlage im ETF ertragreicher sein. Dafür musst Du später u.A. selber die Entnahme regeln (soll oder muss sie immer noch ertragrech sein, ist das kein Selbstläufer abe rggf. ein neues Hobby).

    Wer prüft denn, ob Scalable sauber umstellt und sich nicht an der Umstellung mit Kleinbeträgen bereichert?

    Was möchtest Du da pürüfen?

    Die Anzahl an Stücken und Bruchstücken stimmt bei allen 4 ETFs, die von Baader zu SC umgezogen wurden. Sollte SC die Einstandskurse falsch übernommen haben (stichprobenartig habe ich keine Fehler gefunden, man muss ggf. die Transaktion halt öffnen, um auch die Gebühren zu sehen), dann nützt das SC garnichts. Dann geht es entweder zu meinem Vor- oder Nachteil, weil ich beim Verkauf mehr oder weniger Steuern zahlen werde.

    Was könnte sonst noch schiefgehen? Guthaben wurde umgebucht (siehe die Diskussionen um Dividenden vor ein paar Wochen). Der Übertrag der bereits gezahlten Vorabpauschale? Ja, das könnte ich mal prüfen.

    Habt ihr auch keine Abrechnungen für Käufe aus 2026? Sonst kamen die immer nach ein paar Minuten, bisher Fehlanzeige.

    Die Abrechnung vom Sparplan am 02.01.2026 war auch am 02.01.2026 vorhanden.

    Die Hauptfrage ist, wie hoch in diesem Alter, bzw in dieser Situation, die Aktienquote sein darf/soll?

    Die Hauptfrage wird für mich garnicht erst genannt:
    Wieviel von den 3700€ Netto wird monatlich (im Schnitt) verbraucht.

    Wenn sie sich mit dem ETF wohl fühlt, würde ich die Heizung aus dem TG/FG zahlen und den vermuteten Überschuss jeden Monat das TG wieder auffüllen. Wenn sie natürlich die 3700€ jeden Monat benötigt, gibt das nichts.

    Andererseits wäre eine Aktienkrise von 10 bis 15 Jahren nicht mehr unbedingt überstehbar vom Lebensalter her.

    Vermutlich hast Du Dir den Verlauf der Krisen seit ca. 1970 mal angesehen. Wenn diese nicht morgen losgeht, ist auch nicht der Stand von Heute ihr ATH, obwohl Du (oder sie) damit planst. Und dann war der Markt halt nicht über 10-15 Jahre konstant im Minus.

    Aber natürlich muss das Risiko jeder für sich bewerten. Wer wegen dem Verkauf im Minus (im Vergleich zum letzten ATH) durchdreht obwohl er sich ausrechnen kann, dass er mit dem Verkauf ein paar Jahre vor der Krise und Parken des Geldes auf dem TG gesamthaft weniger Rendite gemacht hätte wie mit den dann ggf. 15-20% Einbruch, der muss vorher umschichten.

    Wir machen uns sorgen, dass er im Ruhestand zu wenig Geld beiseite gelegt hat um seinen Lebensstandard mit vielen Reise etc zu leisten. Ist es noch sinnvoll jetzt Geld zur Seite zu legen?

    Ihr macht euch sorgen (==niemand außer ihm weiss es?).

    Da ich ihn naturgemäß nicht kenne würde ich mir mind. genauso viele Sorgen machen, ob (oder wie lange) er ab 75 noch in der Lage sein wird, die vielen Reisen auch durchzuführen und zu genießen.

    Was verspricht er sich von dem Aktien-ETF Sparplan? Wieviel Geld im Monat soll da einfließen und, vor allem, wieviel wünscht (träumt?) er am Ende zu haben.

    Die genannte 50/50 Auftielung mag, wenn er mit den zu erwartenden schwankungen umgehen kann, praktikabel erscheinen.

    Ich würde das mal im Vergleich zu einer Tagesgeldanlage der selben Beträge berechnen und auch einen Markteinbruch um 10-20% "kurz" vor Entnahmebeginn mit durchrechnen. So als Beispiel:

    2% Rendite p.A., 500€/Monat Sparrate, ergibt 64.647,51€ nach Steuer
    6% Rendite p.A., 500€/Monat Sparrate, ergibt 77.069,72€ nach Steuer

    50/50 ergibt also grob das Mittel, aber auch weniger Schwankungen für das Gesamtportfolio.

    Anders kann es aussehen, wenn er jetzt schon einiges auf dem Tagesgeld hat, das er als Einmalanlage anlegen kann um dann vom Gehalt das Tagesgeld wieder aufzufüllen.

    Es kommt doch irgendwann der Punkt, das dass Umschichten, verkaufen der thausierenden ETFS stattfinden wird, oder ?

    Bei mir nicht, warum auch? Ich spare für mich und nicht meine Erben, also kann ich in der Rente auch ETF-Anteile verkaufen anstatt nur auf Dividenden zu hoffen.

    Aber das hängt von der Strategie ab, wie Du in 15 bis ca. 45 Jahren entsparen möchtest. Die Höhe von Dividenden sind genauso unsicher wie Kurssteigerungen.

    Das einzige, was bei mir stattfinden würde, wäre die Umschichtung von allem (inkl. der Einzelaktien) in max. 2 ETFs (ACWI + Stoxx Euro 600 zur Höhergewichtung von Europa). Das nur, weil ich persönlich keine Lust auf Einzelaktien habe.

    Und jetzt noch Anleihen-ETFs dazu? Ich hoffe, Du hast Diese "verstanden" und weisst, auf was Du Dich dabei einlässt.

    von erfahrenen Anlegern wären

    Erfahren eher weniger aber faul. Also reicht mir die Marktrendite des Weltmarktes und derzeit eine Höhergewichtung von Europa (aber auch das nur mit ca. 20% des gesamten Aktien-Portfolios, also inkl. dem Anteil im ACWI bzw. bei mir dem FTSE All-World).

    Ein Anleihen-ETFs kommt bei mir allenfalls als Ersatz für Festgeld ins Portfolio oder wenn ich mal dabei bin, meine geistigen Fähigkeiten in der Rente zu verlieren, daher alles in einen LifeStrategy ETF o.Ä. umschichte und diesen automatisiert entspare. Allerdings mit einem Broker, den es heute noch nicht gibt, da das Geld automatisch auf meinem Girokonto ankommen muss.

    mir geht es nur darum ob ich den Notgroschen der ja 3-4 Nettogehälter betragen soll aus meinem Oskar sparen (Robo) nehmen soll (das Teil läuft seit 5 Jahren und wäre damit platt) oder ob ich lieber jeden Monat nach und nach den Notgroschen auf dem Tagesgeld füttern soll.

    Der eine hat seinen Notgroschen in 6-8 Monaten wieder aufgefüllt, der andere braucht dafür viele Jahre. Bei 6-12 Monaten mit einem sicheren Einkommen und abschätzbaren geringeren Notfallausgaben in naher Zukunft würde ich sparen, sonst umschichten.

    Ich brauche aber auch keine Nettogehälter im Notgroschen, sondern Nettoausgaben, die nicht zwingend vom Einkommen abhängen.