Beiträge von fotoman

    ich bekomme in kürze 900k Euro. Ich möchte es eine Zeit lang parken.

    Ich parke mein Auto oder ggf. mein Fahrrad, aber kein Geld.

    Momentan ist mir die Situation noch zu volatil. Deshalb plane ich im nächsten Jahr in mehreren Tranchen dorthin umzuschichten. Ist das problemlos möglich oder gibt es da einen Haken?

    Der Haken ist hinlänglich bekannt. Markettiming ohne Insiderinformationen führt den allermeisten Fällen zu Renditeverlust.

    Woher Du die Erkenntnis hast, dass im nächsten Jahr der weltweite Markt nicht mehr so volatil wie derzeit ist, wirst Du wohl wissen.

    Und ob Du bei Deiner Unentschlossenheit bei der "Parkplatzsuche" eine Immobilie zum Umschichten des Gelds findest, das jetzt schon mind. seit 4 Monaten bei Dir eintrudeln soll, klingt für mich auch nicht gerade sicher.

    Ist halt ein Neobroker den man über APP bedient.

    Gernau diese Ignoranz von TR war damals für mich der Grund, kein TR-Depot zu eröffnen und bei SC anzufangen. SC war damals auf dem PC sogar noch ohne 2FA nutzbar, wie jeder gute Tagesgeldanbieter (zur Not mit einmalige Registrierung des Endgerätes). 2FA wäre nur für echte Transaktionen erforderlich, nicht für das Lesen von Dokumenten oder die Abfrage vom Konto-/Depotstand.

    Ich freue mich immer wieder wenn die Jugend Panik bekommt, wenn plötzlich das Smartphone kaputt ist oder der Zugugang zur angeblich so tollen Online-Sicherung in der Cloud gesperrt wird und die Bilder/PDFs verloren sind.

    Das hat doch etwas mit der 2-Faktor-Identifizierung zu tun.

    Die ist halt (aus Sicht eininger User, ich zähle auch dazu) falsch umgesetzt. 2FA wäre erst beim Handel nötig, nicht beim simpelen Einloggen, um Mails oder den Depotstand zu sehen. Aber wenn SC möglichst wenig Handel von mir will, dann bekommen sie den halt.

    Das Hauptproblem hat Achim aber etwas später beschrieben.

    Um alle Unterlagen herunter zu laden (egal, ob im Browser oder der App), muss man nicht nur die Mailbox öffnen, sonder zusätzlich jede einzelne Transaktion und dort das Dokument (oder meist sogar zwei, wenn auch daran die EU die alleinige Schuld trägt, mich interessieren die Kosten meines Invests nach dem Kauf nicht mehr) herunter laden.

    In der Mailbox von SC ist davon nichts zu finden. Links kennt die programmierende KI nicht oder die Manager bei SC meinen immer noch, dass man die Dokumente dafür doppelt speichern müsste.

    Bei Baader konnte ich vor dem Umzug des Depots alle Dokumente der vergangenen Jahre auf einmal herunter laden.

    Von den Zinsen her sollte es ja keinen großen Unterschied machen.

    Die "Risken" sind im Artikel ja beschrieben (FT rechnet u.A. mit dem Zusammenbruch von Frankreich, kann man ja machen). Für mich persönlich hat die HSBC sogar ganz klare Vorteile gegenüber der Deutschen Bank, da u.A. mein Girokonto bei einem zur DB gehörigen Geldinstitut geführt wird.

    Ansonsten gilt für mich u.A.
    LU0290358497 ist Thessaurierend, womit Du tagesaktuell den Wert inkl. der aufgelaufenen Zinsen siehst. Steuern darauf aber erst bei Verkauf (ggf. zum Teil mit der Vorabpauschalte) angerechnet werden. SC schreibt diese nur 3-monatilich gut und führt damit auch die Steuern ab.

    Auf das Geld auf dem Verrechungskonto kannst Du (sollte nicht SC vorher pleite gehen) sofort zugreifen. Bisher war das Geld bei mir jedenalls innerhalb von einem Bankarbeitstag auf den Girokonto. Den Geldmarkt-Fonds musst Du erst verkaufen (geht bei SC nur in ganzen Stücken, derzeit also in Vielfachen von 147,86€), die Gutschrift des Betrages abwarten und kannst das Geld dann überwiesen. Wie schnell das gesamthaft geht? Ich habe dort noch keine Verkäufe getätigt.

    Außerdem kostet jede Verkaufsorder im Free-Broker 0,99€.

    Beides (Geldmakrt-Fonds oder Verrechnungskonto) beim selben Broker wie die Aktien-ETFs zu haben hat für mich den klaren Nachteil (so, wie SC seine App aufgebaut hat), dass ich gedanklich nanuell meine Beträge auftielen muss. Es genügt nicht mehr der Blick in die App um den Stand meiner Aktien-ETFs (und damit meiner Altersvorsorge) zu erfassen.

    Es ist alles höchst individuell, genauso wie die Frage, wie Du auf gewise Ereignisse reagierst und dann dein Geld auf dem Verrechnungskonto oder im Geldmarkt-ETF einsetzt (oder es in Ruhe lässt). Auch, wenn die 0,99€ je Verkaufsorder meist irrelevant sind, können sie trotzdem ein mentaler Schutz davor sein, zu oft auf das "Tagesgeld" zuzugreifen.

    * Ein ETF Depot darf nicht leer werden solange ich lebe.

    Man kann sich ausrechnen, wie groß das Depot sein muss, wenn man seine eigenen Ausgaben im Alter (mit oder ohne Porsche) abschätzt.

    Was ist wenn ich 85 bin und jemand klopft an die Tür und macht mit Enkel Trick mein Konto leer.

    Wie soll das gehen?

    So lange ich noch geistig fit bin, kommt da niemand ran (ja, Folter oder Verschleppung mal ausgeschlossen, dafür muss ich aber keine 85 werden).

    Bin ich nicht mehr geistig fit, aber noch fit genug, um selbstbestimmt in meiner Wohnung zu leben, weiss ich auch nicht, wo PIN/PW für mein Depot und mein Girokonto zu finden sind. Da muss mind. die monatliche Umbuchung vom Depot auf das Girokonto automatisiert laufen.

    Was ist wenn ich mit 85 plötzlich einen Knall habe und einen Porsche kaufe und alles Geld ist weg.

    Deine eigene "Dummheit" kannst Du nicht absichern, dagegen hilft auch keine lebenslange Rentenversicherung.

    Wenn Du aber "nur" mit dem Gegenwert eines normalen Porsches im Depot rechnest, wird das Leben ohne Zusatzrente m.M.n. schwierig. Ein 911 GT3 RS kostet gerade mal 250k€, mit Extras u.U. 350k€. Ohne gute Rendite sind das ca. 2500€ im Monat auf 15 Jahre (ohne Infaltionsausgleich in der Entnahme). Immerhin musst Du mit 85 noch fit genug sein, dass Du den Porsche auch nutzen kannst.

    Angestellt sind vor all diesen Dingen "geschützt", weil die gesetzliche Rente kann niemand stehlen

    Von welchen Angestellten redest Du?

    Scheidung/Versorgungsausgleich reicht, und die "rieisige" Rente ist u.U. zur Hälfte weg. Und meine GRV würde als alleinige Altersvorsorge nicht reichen.

    Der Selbstständige hat sich darüber genauso von Anfang an Gedanken zu machen wie über vieles andere. Es steht Dir m.W.n. auch frei, in die DRV oder eine private Rentenversicherung einzuzahlen. Max. Rendite und (hoffentlich risikofreie) lebenslange Absicherung passen nicht zusammen.

    Jetzt ist mein Kopf noch einigermaßen fit.

    Mit 45 nur einigermaßen?

    Wie regelst Du dann die (anscheinend erfolgreiche) freiberufliche Tätigkeit?

    Aber im Alter will ich mich um so ein Zeug vermutlich gar nicht mehr kümmern / kann mich evtl nicht mehr kümmern.

    Wollen oder können? Der Rest ist individuell. Es gibt viele Entnahestrategien, die mehr oder weniger eigene Arbeit erfordern. Je weniger Rendite nötig ist, um so mehr Verantwortung kann man abgeben.

    Hat jemand Lösungsvorschäge für mich?

    Ja einige:

    • Mit Ende der freibruflichen Tätigkeit einzahlen in einer Sofortrente
    • Umschichten in einen Multi-Asset ETF und diesen automatische Entsparen
    • Genug Vermögen anhäufen, dass eine 3% (max. 3,5%) Entnahme zum Leben reicht.
    • Sich einen fitten Partner/Kinder/Vertrauten suchen, der das für einen regelt, wenn man darauf keine Lust hat.

    Ich hoffe, Du hast kein Eigenheim, darum musst Du Dich auch selber kümmern.

    Dann konsequent für alle Rentner:innen und Pensionär:innen.

    Dazu müsste man die Staatsbediensteten erst einmal in die GRV integrieren. Oder einige Gesetze ändern, geht natürlich auch.

    Die Integration wäre aber gut, damit die Nörgeler endlich Ruhe geben und sehen, was sie (nicht) davon haben. Oder hat nur mal einer der Befürworter ausgerechnet, was das (insb., wenn es nicht nur um neue Verbeamtungen geht) den Steuerzahler kosten würde?

    Aber auch das wird nicht passieren, genauso we nig wie es eine Aufstellung gibt, wieviele der (angeblichen) Zuschüsse an die GRV wirklich nötig sind, um ureigenen Rentenzahlungen leisten zu können und nicht um Wahlgeschenke oider Fremdleistungen zu finanzieren.

    Kann ich die gezahlte Kapitalertragssteuer wieder zurückbekommen?

    Gesamthaft nein. Wenn Dein Freibetrag 2024 (=letztes Jahr) noch nicht ausgenutzt wurde, kannst Du bis zu 1000€ (Einzelperson) zurück erstattet bekommen. Sonst (oder für den Rest) bleibt max. die Günstigerprüfung, was aber nur etwas bringt, wenn Du inkl. dem Gewinn mit allen zu versteuernden Einnahmen 2024 bei einem Steuersatz unterhalb der Kapitalertragsteuer bleibst.

    Es wundert mich aber, dass jemand, der 5000€ KAP gezahlt hat (auf einem Teil seiner Anlage), anscheinend noch nie in seinem Leben eine Steuererklärung abgegeben hat. Die Kapitalertragsteuer wurde 2009 eingeführt.

    Da Du offensichtlich nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist, bleibt Dir noch bis zum 31.12.2028 dafür Zeit.

    Laufzeit für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge soll 30 Jahre sein.

    Wie sieht die beste Strategie aus?

    Die Kinder sind 36, 32, 30 und 26 Jahre alt.

    Wäre mal interessant, ob man bei einer Schenkung von Bargeld mit notariellen Vertrag vorschreiben kann, was der Beschenkte die kommenden 30 Jahre damit machen muss und was er zusätzlich an Eigenleistung einbringen muss.

    Nach aktueller Gesetzgebung heißt das schonmal, dass der Beschenkte die Altersvorsorge geschützt vor dem eigenen Zugriff (und damit auch vor dem staatlichen Zugriff) investieren muss. Mit Pech auch noch zusätzlich vor dem Zugriff durch heutige oder zukünftige Partner.

    Mir ist dazu keine Strategie bekannt.

    Was soll die Konsequenz sein, wenn sich eines der Kinder nicht daran hält? Falls das mit dem notariellen Vertrag nicht geht, bleibt (ohne die Aussicht auf weitere Schenkungen) nur noch das Enterben per rechtswirksamem Testament (mit Anrechnung der Schenkung auf den Pflichtanteil).

    Warum das jüngste Kind schon mit 56 an das Geld darf, das älteste aber erst mit 66, wirst Du wohl wissen. Wenn solche "Kleinigkeiten" irrelevant sind, dann schenke ihnen einfach das Geld mit dem Wunsch, es jeweils für die Altersvorsorge zu nutzen, und die Kinder werden es in ihre eigene Altersvorsorgestrategie integrieren.

    Wie würdest du persönlich es denn an meiner Stelle konkret machen?

    Ich habe keine Familie, habe lange mit dem Defekt meines Autos (Fahrten alle zwei Monate 400-650km eine Richtung) gerechnet und mir war klar, dass der zweite Getriebedefekt nach 16 Jahren das wirtschaftliche Ende der Autos bedeutet. Die Kosten eines Nachfolgers hatte ich auch schon grob ermittelt. Und dieses Geld lag dann auf dem TG oder wäre durch Umleitung der Sparrate bis zum Kauf des Nachfolgers aufbringbar gewesen. Ich habe den PKW nicht zwingend für den Job benötigt und die erwähnten Fahrten wären zur Not auch mit ÖPNV und/oder Mietwagen möglich gewesen.

    Wie das bei Dir ist, weisst nur Du. Z.B. sowas wie der Verdienst in der Problezeit und danach, Kosten für die doppelte Haushaltsführung oder die Sicherheit des neuen Jobs. Finanziert sich das alle aus den laufenden Familieneinnahmen oder ist mit "mal eben" mit ein paar Tausender zusätzlich zu rechen, weil Partnerin/Kinder auch ungeplante Ausgaben haben könnten.

    Steuerliche Betrachtung: davon habe ich schlicht keine Ahnung und ich werde mich auch nicht in Produkte einlesen, die für mich als AN niemals in Frage kamen. Ich habe nur für "meine" Produkte die denkbaren Ergebnisse (heute und auch zu Rentenbeginn) per Excel grob überschlagen und dann meine Entscheidung getroffen.

    Etwas plakativ (da außer Dir niemand Deine Situation kennt): was geschieht, wenn Du in den kommenden Jahren zwingend das Geld benötigen würdest (längere Krankheit eines Familienmitgliedes, erneuter Jobverlust oder was man sich da noch alles ausmalen kann). Ist es Dir dann egal, dass das Geld gebunden ist weil die Steuerersparnis (wenn sie bis zur Auszahlung erhalten bleibt) wichtiger ist?

    Zitat

    Wie viel Liquidität würdet ihr bei unsicherem Zeithorizont zurückhalten?

    Eher mehr wie zu wenig. Was bringen mir ein paar Prozent erhoffer Gewinn gegen den (wohl von Dir) befürchteten Börseneinbruch im selben Zeitraum, wenn ich (oder die Familie) das Geld kurzfristig benötige? Mir bringt das nichts, ich kenne aber ca. 99% Deiner potentiellen familiären Einnahmen und Ausgaben nicht.

    Genauso würde ich das Geld, das fürs Alter geplant ist, sofort und einmalig in den FTSE All-World stecken. Und ja, ich lag ab Ende 2021 nach der Umschichtung meiner Rücklagen in ETFs (mit Anfang 50) 2 Jahre im Minus. Was solls, das Geld war niemals für anderes wie meine Altersabischerung gedacht.

    Aber da Dir schon die Anpassung der monatlichen Sparate zu aufwändig war (so interpretiere ich Deine Aussage), wäre es mir dies bei einem gesplitteten Einstieg erst recht. Was, wenn der Markt in der Zeit noch weiter steigt. Ärgerst Du Dich dann über die vertane Chance? U.U. hängt aber der Haussegen schief, wenn der Markt fällt und Du mit dem Splitten eine Überrendite erhalten hättest?

    Zitat

    Wäre ein ETF-Einmalbetrag trotz möglicher Autokosten sinnvoll – oder besser gestaffelt investieren?

    Für mich nicht, ich kaufe aber auch kein Auto für 50-60k€ oder befürchte sonstige Ausgaben in der Höhe. Genauso, wie ich nur meine Rücklagen vor Erhalt der Abfindung kenne und diese in die Aufteilung mit einrechnen würde.

    Ein paar tausender (sorry, wenn das abwertend klingen mag, 1-2k€ im Jahr für Inspektion, Reparatur oder neue Räder waren bei mir mit dem vorherigen Auto eher normal) müssen für mich immer fürs Auto übrig sein, wenn ich auch nur ansatzweise darauf angewiesen bin.

    Zitat

    Deshalb suche ich jetzt eine langfristige, einfache Struktur, bei der ich nicht ständig nachjustieren muss.

    Was stört an der Nachjustage? Der monatliche Blick aufs Girokonto und der Griff zu App, den Sparplan anzupassen? Ich hatte die letzten 4 Jahren nahezu nie eine fixe Sparrate. Ich habe aber keine Familie oder eine Partnerin, die mir dabei ggf. reinfunkt und übriges Geld am Ende des Monats lieber ausgeben wie anlegen möchte.

    Blieb mehr Geld übrig wie geplant oder gab es absehbare Mehrausgaben im kommenden Monat, dann wurde der Sparplan angepasst.

    Komme da eigentlich noch mehr neue Details?

    Ob die kommen oder nicht, ist m.M.n. egal. Er spricht von Familie und doppelter Haushaltsführung (so interpretiere ich das Pendeln alle 2-4 Wochen). Alleine dazu müsste er ganze Kapitel schreiben, um den Einsatz der Abfindung irgendiwe sinnvoll durch fremde planen zu können.

    Aber wenn ich in 15 Monaten noch etwas Spielraum habe, wäre es dann aus finanzieller Sicht lohnender eine frühzeitige Rente oder eine abschlagsfreie Rente in Anspruch zu nehmen wenn man in beiden Fällen weiter arbeiten würde?

    Das wird Dir vermutlich die Rentenberatung auch vorrechnen. Aber auf 2-3 Jahre sollte es kein Problem sein, das selber auszurechen.

    Also würdet ihr frühzeitig mit Abschlägen gehen oder 3 Jahre später abschlagsfrei?

    Was Du finanziell benötigst, musst Du wohl selber wissen/ausrechnen.

    Ich gehe definitiv frühestmöglich in Rente. Mich hindern daran weder die 14,4% Brutto-Abschlag der DRV noch die 19,2% bei der BAV (wieder Brutto, das hört sich auch wegen der vollen Beiträge zur GKV/PV schlimmer an als es am Ende im Netto sein wird). Ich bin auch nicht auf das zusätzliche Geld, welches ich im weiteren Vollzeitjob erhalten könnte (im Vergleich zu der jetzt gewählten Lösung vor Renteneintritt), angewiesen.

    Mir ist die Freizeit, sowohl vor der Rente wie auch ab Rentenbeginn (hoffentlich noch mit 63) bedeutend wichtiger und mehr wert wie das zusätzliche Geld, für dessen Ausgabe mir dann aber 7-11 Jahre weniger Zeit bliebe. Soviel Spaß kann mir persönlich (nicht nur heutzutage) kein Angestellten-Job machen.

    Ich kenne aber auch eine Verwandte, die ihre ATZ so geplant hat, dass diese erst mit 67 endet, weil sie sonst befürchtet, dass die Rente + sonstige Absicherungen/Rücklagen nicht für den Lebensstil genügen, den sie sich im der Rente vorstellt.

    Wenn ich mir die Zahlen aus dem Ausgangsposting ansehe, dann wäre mir persönlich schon nicht klar, woher die finanzielle Angst fürs Alter stammt. Nur am fehlenden Inflationsausgleich für die Rürup-Rente sollte das nicht liegen. Der (von mir vermutete) ETF-Stand mit 62 (oder 63) gleicht das für mich mehr wie aus.
    Aber natürlich kennst nur Du Deinen Finanzbedarf im Alter.

    - 1.500€ sind zu wenig, da gibt es viele Threads bereits hier im Forum. Mit dem Geld kommst du nicht weit.

    Und genauso viele, die dieser Aussage widersprechen ohne zuvor die individuelle Situation zu betrachten.

    Das geht für mich dann schon damit los, was der TV des ÖD im BU (und/oder EM-Fall) evtl. leistet.

    Wichtig ist nur zu verstehen, dass von der BU-Zahlung noch KV/PV-Beiträge und Steuern (Ertragsanteil) zu zahlen sind. Von 1500€ BU-Rente kommen keine 1500€ Netto bei dir an.

    Zum Thema BU, hier liegen mir einige Angebote vor. Ich möchte meine Berufsunfähigkeit bis 1.500 € absichern, bin mir aber noch unschlüssig ob bis 65 oder 67. Jahren.

    Wenn die 1500€ für Dich, Deine familiäre und finanzielle Situation ausreichen und die Vorabanfragen hoffentlich inkl. KK-Auskunft gestellt wurden (noch ist m.W.n. im Versicherungsfall die KK Relevant, nicht der Hausarzt), mag das etwas für Dich sein.

    Und rechnest Du damit, bis 67 zu arbeiten (von den 1500€ sind selbst dann, wenn die Zahlung inflationsseitig angepasst werden sollte, nichts für RV-Einzahlungen übrig bleiben)? Wirst Du im langfristigen BU-Fall die BU bis 67 benötigen oder ist es ab 65 dann "nur" ein Zubrot, welches Du vorher (wie teuer auch immer) bezahlt hast.

    Meine BU läuft bis 65 (damals lag das Renteneintrittsalter noch bei 65), ich werde sie aber vorher kündigen, da ich sie nicht mehr benötige. Sie hätte bei mir lange Zeit einzig den direkten Lebensunterhalt abgesichert, keine weiteren Zahlungen an die DRV oder in meine private RV-Versicherung (dort war nur die ersten Jahre ein Forführung der Beitragszahlungen im BU-Fall mit versichert). Mehr Absicherung hätte ich (so lange ich Single bin und damit nur für mich selber verantwortlich bin) auch nie gewollt.

    BU ohne EM über lange Zeit hätte geheißen, dass mir unter Garantie wieder etwas eingefallen wäre, um meine gesundheitlich eingeschränkte Freizeit mit einem Zusatzverdienst zu versilbern.

    BU+EM hätte dagegen geheißen, dass mir auch die BAV eine EM-Rente gezahlt hätte.

    Mit Familie wäre, in individueller Abstimmmung mit der Partnerin, deren Ausbildung und potentiellen Verdienstmöglichkeiten, u.U. die BU erhöht/eine weitere abgeschlossen worden. Die hätte dann aber auch nur so lange laufen müssen, wie der erhöhte Finanzbedarf der Familie bestanden hätte.

    Man muss permanent mit Argusaugen durch die ETF-Welt gehen.

    Wenn Du die gesamte Welt mit allen >50k börsennotierten Unternehmen abdecken willst, ist das wohl so. Dann darfst Du Dir aber keinen ETF aussuchen, der optimiertes Sampling (und noch andere Auswahlkriterien) nutzt.

    Mir wäre es sogar lieb, wenn Cyberark nicht im FTSE All-World enthalten wäre. Meine Erfahrung mit einem Produkt von denen ist so unterirdisch schlecht, dass ich gerne darauf verzichten würde, selber Anteile von ihnen zu halten.

    Am Ende interessiert es mich aber auch nicht, welche 37 Unternehmen/Aktien aus Israel im FTSE All-World enthalten sind und wie das optimierte Sampling von Vanguard dazu aussieht. Für die Abbildung des Index ist in diesem Fall Vanguard verantwortlich, dafür zahle ich und nehme auch deren optimiertes Sampling in Kauf.

    Viele Leute berauschen sich an Kontoständen ihres Altersvorsorgekontos und führen sich nicht vor Augen, daß sie dieses Geld nicht abheben können, sondern es verrenten müssen.

    Auch das hängt von der bAV Lösung ab. Sowohl den Chemie Pensionsfonds (CPF, die bAV Lösung der Chemischen Industrie, eingeführt um 2007) wie auch die vom AG im Jahr 2021 eingeführte bAV kann ich mit Renteneintritt gesamthaft auszahlen lassen.

    Bei den ständig schlechter werdenden Rentenfaktoren des CPF ist das auch die einzig sinnvolle Lösung.

    Ah! Supertoll - aber leider nicht verfügbar.

    Sowas soll nicht nicht nur in tatrifgebundenen Betrieben schonmal vorkommen.

    Bei uns ist man sogar aufgrund der schlechten Aussichten des CPF von diesem weg und hat (deutschlandweit) ein lukrativereres System aufgesetzt. Mit allen Tarif- und sonstigen Zuschüssen des AG (die es nur bei Einzahlung in die bAV gibt) komme ich damit mit Beitragsgarantie schon auf den selben Nettowert wie ich ihn bei Verzicht auf die bAV und Eigenanlage meiner Netto-Beiträge in einen MSCI World auch erhalten sollte.

    Ist nur "dumm", dass die bAV eine (nicht zugesicherte) Redite von ca. 5% p.A. (brutto nach Kosten) in den letzten Jahren zusätzlich erwirtschaftet hat. Selbst abzüglich Steuern und KV/PV müsste das der MSCI World bis zur Auszahlung erst einmal zusätzlich zu meinen vermuteten 7% Rendite p.A. erwirtschaften.

    Die bAV wird natürlich zu einem heute schon planbaren Zeitpunkt ausgezahlt, womit ich mich selber nicht darum kümmern muss, Teile meines ETFs frühzeitig umzuschichten, um einen evtl. zum Renteneintritt stattfindenden Börseneinbruch abfedern zu können.

    Das nützt aber der Mitarbeiterin im ALDI oder den ext. Mitarbeitern ohne Arbeitsvertrag beim Konzern nichts.

    Also gehe ich jetzt mal davon aus daß es besser ist diese BAV entweder zu kündigen oder wenn das nicht zulässig ist beitragsfrei zu stellen und in beiden Fällen das freigewordene Kapital in einen ETF ... einfließen zu lassen....

    Bei einem AN würde ich dem sofort zustimmen, bei einem Geschäftsführer im eigenen Betrieb würde ich dazu mind. noch den Steuerberater konsultieren.

    Der Rest ist dann recht einfache Mathematik (da die bAV schon seit 2011 läuft, sollte es auch ein paar Standinformationen dazu geben, aus denen man zumindest grob die Rendite in LIbreOffice abschätzen kann.

    Und ja, den Teil mit dem "gut ausgewählten Fond oder Direktversicherung" habe ich mit Absicht aus dem Zitat entfernt. Wenn Du zu einer solche AuswaHl in der Lage bist, dann solltest Du Dir m.M.n. auch die Frage der Kündigung/Beitragsfreistellung der bAV selbeR beantworten/ausrechnen können.

    Für mich käme max. eine ETF-Nettopolice in Frage, wenn ich mein Langlebigkeitsrisiko auf Kosten von Versicherungsbeiträgen absichern wollte. Ich wäre eher bei der privaten weltweiten ETF-Anlage und zur Not beim Abschluss einer Direktrente mit Teilen des Erlöses aus dem ETF zur Rentenphase, wenn ich das ganze dann nicht selber regeln kann oder will.

    Ich erwähne mal nur so nebenbei die alleinerziehenden die vom Partner sitzen gelassen werden welche sich der Unterhaltspflicht entziehen.

    Meine persönliche Meinung dazu (zu beiden betroffenen) darf ich sowieso nicht äußern.

    Oder warum der Selbständige der 20 Jahre seiner Selbständigkeit nachging ein ETF-Depot von 170.000 € haben kann und trotzdem vom Jobcenter Geld erhalten kann

    Dise Sonderregelung für Selbstständige war mir nicht bekannt.

    Ich bin kein Fan der FDP, aber da Altersvorsrogedept unter der Ampelregierung war ein soooo wichtiger und richtiger Vorschlag.

    Da bin ich bei Dir, auch wenn der Vorschlag mind. 30 Jahre zu spät kommt.

    Beispielsweise dazu, dass eine Erhöhung der Abgabenlast für den Vermögensaufbau und die Private Altersvorsorge negative Folgen hat.

    Ab wann soll es diese (relevante) negative Auswirkung haben, wenn es um die Altersvorsorge geht?

    Folgt man auch nur grob den Vorschlägen von Finanztip, erfolgt die private Altersvorsorge eher mit thessaurierenden ETFs plus Notgroschen. Damit gibt es für die ETFs also eine Vorabpauschale in Höhe von (2026) 2,53%, von der 70% zu versteuern sind (also 123,97€ je 10k€ Depotwert).

    Lasse ich den Steuerfreibetrag von 1000€ schonmal komplett für das Tagesgeld (=ca. 50k€ Tagesgeld), dann sind das also max. (voller Beitrag) 23,05€ je 10k€ Depotwert, die aber auch noch von der Steuer abgesetzt werden können. Wer mal 100-200k€ im Depot hat, dürfte wohl auch Steuern zahlen.

    Ab wann das für Dich wirklich relevant wird, musst Du (nicht nur mit Deinem Steuersatz, sondern auch mit Deiner Sparrate, dem Alter usw.) selber ausrechnen. Im Zweifel treibt es ein paar Leute mehr in eine ETF-Nettopolice.

    Steht der ETF zufällig zum Jahreswechsel im Minus, ist garnichts zu zahlen.

    Immerhin wäre damit (den Fortbestand der gesetzlichen Rente angenommen) ein Teil der Gewinne garantiert fürs Alter gesichert und niemand kann auf die Idee kommen, seine ETF für anderes zu veräußern.

    ➡️ Was bedeutet das für uns?
    ➡️ Wer ist von diesem Szenario betroffen?

    Wer ist "uns"?

    Nur, weil darüber diskutiert werden soll (wie auch über die Erhöhung des Renteneintrittsalters, auch wenn insb. die jungen nicht realisieren, dass sie sich damit überwiegend ins eigene Fleisch schneiden, wenn das nicht sofort auf 70-90 hochgesetzt wird, damit es noch viele Baby-Boomer betrifft) heißt es noch nicht, dass dazu schon mögliche Lösungen bekannt wären.

    Bis dahin gehe ich davon aus, dass die Rentenbeiträge zunächst ähnlich weiter erhoben werden wie bisher und sich nur die Berechnungsgrundlage ändern könnte. Damit wäre die Möglichkeit, nach Renteneintritt mit 100% Altersrente noch weitere Rentenpunkte zu erhalten, in der Regel nicht mehr gegeben.

    Ich bin noch AN ohne Mieteinnahmen (die paar Euro Pacht sind irrelevant), habe nicht vor, eine Teilrente zu beantragen oder als Privatier von meinen Kapitalerträgen zu leben.

    Meine relevanten Ersparnisse fürs Alter sind entweder in (hier extrem ungeliebten) Versicherungsprodukten oder thessaurierenden ETFs angelegt. Damit würden nur die paar Zinsen und die Vorabpauschale mein zu versteuerndes Einkommen in der Erwerbsphase geringfügig erhöhen. So lange man nicht über eine Vermögenssteuer diskutiert und dann die Rentenbeiträge auf Basis dieser eintreiben möchte, sehe ich die Diskussion darüber sehr entspannt. Genauso hätte ich aber auch schon mit 30 darüber gedacht.

    Würde ich nicht schon länger für andere Altersvorsorgeprodukte einzhalen, dann wäre die Erhöhung der Beitragsbemessunsgrenze um Welten relevanter wie eine mögliche Anrechnung von Kapitalgewinnen.

    Von daher (wenn es so diskutiert werden sollte ohne lebenslang Rentenpunkte zusätzlich zu erwerben) wäre das wieder mal eine Lösung, die ein paar Privatiers und vor allem die jüngeren betrifft. Dass man damit die so verhassten Rentner melken kann, wage ich zu bezweifeln.

    Welche Änderungen für einen wirksamen privaten Vermögensaufbau ergeben sich hieraus?

    Vermutlich leider nicht die, die ich für gerecht halten würde. Also als Erstes die Abschaffung von steuerfreien Gewinnen auf gewisse Spekualtionsgüter schon nach einem Jahr Haltezeit (Gold, Crypto, sonstige Wertgegenstände). Für den Vermögensaufbau fürs Alter wäre es kein Problem, wenn man diese Grenze einheitlich für alles (inkl. Immobilien) auf mind. 10 Jahre Haltefriest festsetzt.

    Das war mir nie so klar. Mich wundert, dass auf dieses Risiko nicht deutlicher hingewiesen wird.

    Warum das? Wer ein Vermögen oberhalb des Schonvermögens hat, dürfte (Erbe oder Lottogewinn mal außen vor) auch eine entsprechende Ausbildung haben um sich umorientieren zu können.

    Bleibt für mich vor allem mit Partnerin/Familie die frühzeitige Abstimmung (für mich wäre das schon bei einem gemeinsamen Haushalt und unter Garantie vor der Zeugung von Nachwuchs) wie in diesem Fall gemeinschaftlich damit umgegangen wird.

    Warum sollte die Allgemeinheit die Lebenshaltungskosten für jemanden übernehmen, der "einfach so" Vermögen angespart hat. Hat er dies nachweislich für die Altersvorsorge getan (==er kommt auch vor Rente nicht an das Geld), dient das Ersparte perspektivisch zum geringeren Unterstützungsbedarf durch die Allgemeinheit im Alter.

    Gerade bei hoch qualifizierten wird es durch KI Einsatz wahrscheinlich größere Umwälzungen geben.

    Bist Du als Hochqualifizierter vermutlich davon betroffen?

    Es mag vom Alter abhängen, aber bis mal wirklich hochqualifizierte Jobs dadurch ersetzt werden (und sich nicht nur ändern) wird es m.M.n. noch lange dauern.

    Als u.U. potentiell betrroffener (ITler) hatte ich, ganz ohne KI, bis zu dem Zeitpunkt, ab dem es nicht mehr nötig war, immer mind. eine Ausweichtätigkeit (inkl. Umschulung und schlechteten Arbeitsbedingungen) in der Hinterhand, um innerhlab der AGL1 Zeit wieder für ein ausreichendes Einkommen sorgen zu können.

    Jeder kann (mehr oder weniger) selbst verschuldet in den Bürgergeldbezug rutschen.

    Wenn Du meinst. Anderen ist das halt so wichtig, dass sie ihr Leben danach aufbauen (EM mit Aufstockung ist nicht gemeint, warum sowas unter Bürgergeld gewertet wird, ist mir ein Rätsel. Ich hatte nie einen Job in Erwägung gezogen, der einmalig in D (oder gar auf der Welt) ist. Und ich hätte immer in Deutschland einen neuen Job gefunden, der mir mehr (mind. perspektivisch) wie BG gezahlt hätte. Denn bevor ich in Arbeitslosenhilfe/H4/BG gelandet wäre, war ein Umzug und/oder eine Umschulung immer denkbar.

    Ach so (passend zu anderen Thread): eine BU wäre über eine BU-Versicherung abgesichert gewesen.

    Ich bin fest überzeugt, auch KI wird die wirklich Qualifizierten nicht dauerhaft arbeitslos machen.

    So lange in relevanten Bereiche (also nicht beim Mindestlohn-Telefonsupport) alle KI-Ergebnisse noch von qualifiziertem Personal bewertet werden müssen (welche dann auch für die Anwendung der KI-Ergenisse verantwortlich sind) wird das so sein.

    In handwerklichen Berufen wird es auch noch länger dauern, bis die KI dort alles übernhmen kann und der Roboter zur Wartung der Wärmepumpe vorbei kommt.

    Wird aber auch hier anders propagiert. Bei 2500 € Netto soll dann schon ein Betrag von 2700 € abgesichert werden, weil man ja noch für die Altersvorsorge vorsorgen muss.

    Das ist halt die Frage, ob jemand mit 32 (der Threadersteller, trotdem mit unbekannter persönlicher Situation) sowas schreibt oder ob es um jemand mit 50 geht (der in der Regel keine neue BU mehr abschließen dürfte, schon aus Kosten- und Gesundheitsgründen).

    Wer mit Ende 30 BU, aber nicht EM wird und sich trotzdem dauerhaft keine neue Einnahmequelle erschließen kann oder will, der muss sich halt anders absichern wie jemand, der mit 50 ggf. schon sein Alter abgesichert hat und nur noch bis zur Rente "durchhalten" muss.

    Es geht doch einfach darum dass ich finanziell nicht auf 0 falle wenn mein Leben gesundheitlich zusammenbricht

    Seltsam, werde ich BU aber nicht EM (sonst hätte ich auch seit >20 Jahren eine zusätzliche EM-Rente über den AG erhalten), dann bin ich auch "nur" BU. Also nicht mehr arbeitsfähig in meinem bisherigen Bereich.

    BU mag als ITler (bei mir) sehr weitreichende Folgen haben. Aber in vielen anderen, gerade körperlich fordernden Berufen muss das nicht heißen, dass ich 20-30 Jahre lang zusammengebrochen und zu nichts mehr in der Lage bin (wieder ohne EM zu sein).

    Ich bleibe dabei, mit 2000€ bist du finanziell nicht wirklich besser dran. Insbesondere als Single oder Alleinverdiener.

    Das mag gelten, wenn jemand ein paar Jahre (aber nicht zu spät) nach Berufseinstieg BU wird. Ich hätte jedenfalls spätestens ab Ende 30 keine Lust mehr gehabt, in BG zu fallen (damals in H4 erst recht nicht) um erst einmal meine Ersparnisse aufbrauche zu müssen.

    Der Rest ist, wie so üblich, die persönliche Planung, evtl. inkl. dem Wissen über die zukünftigen eigenen Finanzen usw.

    Dann sind wir schon bei 3.850 Euro monatlichem Bedarf, wenn 2.500 Euro verbleiben sollen und nach 67 kein Absturz ins Bodenlose kommen soll.

    Wieviel Rentenpunkte willst Du in den 2 Jahren ansparen/nachkaufen, dass dies einen realen Unterschied in der Nettorente macht? Die 500€/Monat ergeben 2025 gerade mal 0,654 RP. Also gignatische 1,3 RP oder 53,35€ Bruttorente.

    In der BU wäre ich, egal in welchem Alter, heilfroh, wenn ich meine Altersvorsorge privat ansparen dürfte. Außer ich befürchte, zwischen BU-Beginn und Rentenbeginn irgendwann in BG zu fallen. Benötige ich die Einzahlungszeit in die DRV, um damit auf 45 Beitragsjahre zu kommen, würde ich den Beitrag auf das absolute Minimum reduzieren.

    Aber gut, mich hat es noch nie gestört, dass meine BU nur bis 65 zahlen würde. Das passt zu meiner Lebensplanung und war zum Abschlusszeitpunkt garnicht anders möglich. Real wird sie mit 56 oder 57 gekündigt, da der BU-Fall ab dann nicht mehr eintreten kann und anders abgesichert ist, womit die BU-Beiträge nur Geldverschwendung wären.

    Ich hab das Gefühl, dass bei dem Thema BU eine seriöse Debatte echt schwer ist.

    Klar ist es das, weil es noch viel mehr in die individuelle Lebensplanung und die dafür vermuteten Kosten geht wie eine Berechnung der Rentenlücke. Letztere hat für den AN immerhin ein fixes Startdatum und dazu in den meisten Fällen höchstens den Partner als jemanden, der mit vom eigenen Einkommen lebt.

    Ich würde in dem Fall, dass ich in jungen Jahren die Wahl zwischen privater Altersvorsorge und BU treffen müsste, vermutlich einen dritten Weg gehen. Aber auch der hängt von der persönlichen Planung ab.

    Und genau da liegt das Problem, dass dieser Mittelwert stark verzerrt werden kann

    Nicht jeder BU-Fall dauert bis zur Rente. Dann hängt es u.U. vom Vertrag ab (und damit vermutlich auch von dessen Kosten), ob die BU weiter zahlt, wenn ich nach einer Umschulung (z.B. vom erwähnten Bäcker in einen anderen Beruf) plötzlich bedeutend mehr verdiene wie zuvor und die Mehlstauballergie keine Relevanz mehr hat.

    Wenn der BU-Fall mit 45 Jahren eintritt (zB Mehlstauballergie als Bäcker oder Schlaganfall mit bleibenden Folgen), fehlen 22 Jahre bis zur Rente.

    Der betroffene (Bäcker) sitzt dann 22 Jaher nur in der Wohnung, dreht Däumchen und schaut Trash-TV?

    Welche groben Abzüge müsste man dann mit Steuer und Sozialabgaben kalkulieren?

    Ich hätte gedcht, dass Du solche Rechner kennst

    RENTENBESTEUERUNG | Rechner Altersrente, Betriebsrente u.a.

    Dann muss man halt mit Rentenbeginn 2040 rechnen und beten, dass sie in 21 Jahren überhaupt (ohne Abschöge) mit 67 in Rente gehen darf.

    Wie viel müsste sie im Monat anlegen, damit mit 67 Jahren die Rentenlücke geschlossen werden kann?

    Sie braucht also 100% ihres heutigen Nettos in der Rente?

    Denn ohne diese relevante (und individuelle) Angabe wird das schonmal nichts.

    Die Dame hat eine Eigentumswohnung.

    Aha, also kommen selbst bei Dir die relevanten Infos scheibchenweise.

    Rücklagen für alles außer den Lebenshaltungskosten (und Hobbies) sind vorhanden und müssen nicht mehr erhöht werden. Die Immo kann 10 oder 50 Jahre alt sein und damit, auch als ETW, plötzlich und unerwartet (aber Habeck ist sicher schon eingerechnet oder irrelevant) massive Zusatzkosten bedeuten.

    ChatGPT (die kostenfreie Version) hat sich da jetzt innerhalb der letzten Minuten mindestens vier mal völlig verrechnet.

    Oha, Du nutzt ChatGPT ohne auch nur die einfachsten Basics zu kennen (diese KI konnte noch nie rechnen, was auch technisch zu erklären wäre).

    Aber selbst, wenn die KI das könnte, kann sie nicht erraten, welchen realen monatlichen Bedarf (heutige Kaufkraft) die Frau mit 67 haben wird.

    Was macht die (G?/P?)KV in 20 Jahren, was die gesetzliche Rente, was die PV.

    Sie bespart seit einem halben Jahr einen Welt-ETF mit 400 Euro im Monat.

    Wie viel müsste sie im Monat anlegen, damit mit 67 Jahren die Rentenlücke geschlossen werden kann?

    Zwischen 0 und 100% ihres derzeitigen Nettos. Es kennt niemand ihren Bedarf oder ihre Entnahmestrategie. Was, wenn der ETF (wie hier immer befürchtet) einen Tag vor dem Beginn der Entnahme (das kann auch der Tag der Umschichtung vor der Rente sein) um 50% fällt und dort über 10 Jahre verbleibt?

    Wenn man sich die laufenden Kosten anschaut kann einem schon übel werden. Wie wäre es denn mit einem Depot bei ING oder comdirect?

    Es scheint ja wirklich unmöglich zu sein, hier im Forum die Wünsche der Anleger zu beachten? ING? Bei den horrenden Kosten für eine Einmalanlage (=Umschichtung).

    Um zumindest etwas zu sortieren würde ich empfehlen, nur noch den Deka MSCI World zu besparen. So wie ich das sehe fällt da tatsächlich nur die TER von 0.3% an. Ordergebühren gibt es im Deka Depot keine? Kann das sein?

    Hiernach
    Deka MSCI World UCITS ETF | ETFL50 | DE000ETFL508

    gibt es auch noch
    Transaktionskosten: 0,01%

    Zusätzlich gibt:
    "ETFs werden über die Börse gehandelt. Die Abrechnung im DekaBank Depot erfolgt daher auf Grundlage von Xetra-Schlusskursen."

    Womit die, wie bei DEKA von aktiven Fonds bekannten, Handelsverzögerungen gelten dürften. Bei mir waren das vor ein paar Jahren 1-2 Tage Verzögerung, bis die online beauftragten Verkäufe (von aktiven Aktien-Fonds) auch real durchgeführt wurden.

    Für einen Sparplan ist das vermutlich nichts Schlimmes, vor allem für Personen, die bei DEKA bleiben wollen.

    Ach so, ob es den DEKA MSCI World auch als Thessaurierenden gibt, musst Du suchen. Google hat mir als ersten diesen (Dist) ausgegeben.

    Eine Mischung aus Dividendenfokus (warum?), Sektorwetten und schrecklichen Immofonds...breite Streuung Fehlanzeige!

    Müsste man sich im Beratungsprotokoll ansehen. Bringt am Ende aber nichts, das wird so gestrickt sein, dass man die SPK darauf nicht festnageln kann.

    Wenn Deine Eltern da mitgehen, würde ich alles in den MSCI World umschichten. Heitß aber auch, dass eine höhere Volatilität zu erwarten ist. Ob das gewünscht und alshaltbar ist, müsst ihr wissen.

    Die Immobilien-Fonds würde ich (a) zurückgeben/verkaufen und (b) vorher noch dafür sorgen, dass Ausschüttungen nicht automatisch von der DEKA wieder in die selben Fonds angelegt werden. Das machen sie nämlich gerne und vermultlich auch heute noch standardmäßig.