Beiträge von fotoman

    Wenn ich ab jetzt (Alter 40) mit Start 0,- + 20 Jahre monatlich 500 Eur in einen ETF und 3% Dynamik und 4,0% Rendite rechne:
    Steht das Depot nach 20 Jahren (Alter 60) bei 237.000.

    Da frage ich mich zwar unweigerlich, was bisher mit dem Geld geschehen ist, aber egal.

    Ab da lasse ich es 10 Jahre liegen (Alter 70) und es wächst auf 353.000 an.

    Was macht Du in den 10 Jahren? Rechnest Du ab 60 mit einer Gehalts-/Einnahmekürzung um die 500€ (heutige Kaufkraft) und nur noch den Einnahmen für den Lebensunterhalt bis 70?

    Wenn ich 20 Jahre lang gewohnt war, mit 500€ weniger auszukommen wie mir mein Job einbringt, dann bin ich das auch die kommenden 10 Jahre (ohne Jobverlust). Teilzeit würde ich persönlich bei den sonstigen Voraussetzungen nicht anstreben. 1200€ in der Rente sind für mich nicht wirklich viel, slebst mit einer abbezhalten ETW, für die auch irgendwann Instandhaltungskosten anfallen.

    Dann starte ich eine Entnahme im geringen Bereich (heute 500 Euro entsprechen in 30 Jahren 1.200 Euro)

    Du gehst also davon aus, dass Du in Deinem Szenario (keine staatliche Rentenversicherung) dann mit 1200€ auskommst? Die Miete steigt um max. 3% p.A. und die KV/PV kommen für mich noch dazu, selbst wenn ich eine sehr niedrige Miete haben sollte.

    Ist das soweit richtig gerechnet?

    Ich komme für die Entnahme zwar auf einen geringernen Betrag vor Steuern, aber dafür muss man die Entnahme vermutlich passend plannen. Jegliche Marktschwankung wurde ebenso außer Acht gelassen, ich kenne jedenfalls kein für mich (über so lange Zeit) vertrauenswürdiges Finanzprodiukt, welches garantiert konstant 4% p.A. liefert. Muss ich in der Rente davon leben, würde ich Teile des Depots nicht erst mit 69,9 umschichten.

    Grob passt es aber und genauer wirst Du das 30 Jahre vor Entnahmebeginn nicht abschätzen können.

    Mit welcher lebenslangen Rente könnte man rechnen wenn man in 70 Jahren statt mit einer Entnahme startet eine lebenslange Rente kauft?

    Das wird Dir niemand sagen können, da jede Versicherungsgesellschaft anders rechnet.

    Nur weil ich aus ca. 110k€ angespartem Betrag von der privaten RV eine lebenslange Rente von 615€ Brutto bekommen würde, lässt sich das weder auch andere Vertäge von 1999 noch auf solche von heute hochrechnen.

    Wenn es nicht lebenslang sein soll, dafür aber planbar, kannst Du Dir aktuell den Auszahlplan der Gefa Bank ansehen. Ob der aber zu Deinem 70. oder schon nur in 10 Jahren noch die selben Konditionen bietet, weiss keiner.

    Bis zu welchem Lebensalter rechnet/plant ihr eure Rente so?

    So lange wie nötig. Ich plane aber weder ohne staatliche Rente noch ohne meine BAV und beide zusammen liefern mir (nach aktuellen Abgaben) mehr wie das Geld für meinen Lebensuntetrhalt.

    Dazu weiss ich, dass ich in der Entnahmephase niemals den selben monatlichen Betrag über 20-30 Jahre benötigen werde. Irgendwann kommt die Zeit, in der ich noch fit genug bin, um eigenverantwortlich in meiner Wohnung zu leben, aber keine Lust mehr habe (oder gesundheitlich nicht mehr in der Lage bin), meinen Hobbies so geldintensiv nachzugehen wie zu Beginn.

    kann garnicht sagen ob die Person ab hetze eher 400 oder 700 Euro investieren sollte

    Tja, was ist die Auswirkung, wenn die Person aktuell die 700€ investiert, und dafür ggf. ab 50 die Sparrate auf 400€ runter fährt. Zinseszinsmäßig sollte am Ende etwas mehr Vermögen bei gleicher Gesamteinzahlung heraus kommen.

    Wenn aber schon die 400€ dazu führen, dass die Person sich im Leben signifikant einschränken muss, dann verstehe ich pers. zwar nicht, warum ohne die staatliche Rente geplant wird, aber auch dass musst Du natürlich individuell selber wissen.

    Spannend beim S Broker ist der Auszahlplan und immerhin 1,5% aufs Tagesgeldkonto, zudem ist die Frau bereits Sparkassenkundin

    Ich nehme mal an, dass dort bereits eine Bankvollmacht für die Tochter existiert.

    In dem Fall würde ich Fall zum S-Broker gehen und das gesamte Geld in einen Geldmarkt-Fonds stecken (das Erbe soll ja nicht betrachtet werden, persönlich würde ich mir ausrechnen, wieviel Geld vermutlich die kommenden 10 Jahre benötigt wird und das darüber liegende Geld in einem weltweiten Aktien-ETF oder lifestrategy ETF anlegen).

    Dann jeweils für 6-12 Monate Anteile des Geldmarkt-Fonds verkaufen, aufs Tagesgeld legen und von dort früh genug vor Abbuchung der Heimkosten auf das Girokonto umbuchen lassen.

    Da das wohl automatisch geht, wäre mir das als Verwalter (habe ich selber auf andere Weise für meine Mutter gemacht) viel mehr wert wie in paar Euro Zinsverlust, die man gegen die Verkaufskosten gegenrechnen muss. Oder gar noch den Aufwand, eine neue Bank zu suchen.

    Festgeld? Nein Danke in dem Fall. Mir wäre das wieder zuviel Aufwand, zuviel Bindung für den eher geringen Zinsgewinn. Aber klar, wer daran (in so einem Fall) Spaß hat und Geld, dass frühestens in 5 Jahren benötigt wird, auf 3 Jahre festlegt, soll es machen.

    Das mit der Gefa-Bank mag auch eine Alternative sien. Muss man halt vorab klären, was im Erbfall passiert und dass trotzdem genug verfügbares Geld übrig bleibt, um Sonderausgaben für die Pflege tragen zu können, welche die KK/PV ggf. nicht trägt.

    Betrachtet das also als Warnung, dass ihr euch ums Erbe kümmern solltet - lasst es nicht so weit kommen

    Die Erblasserin hat ihr Leben lang für SICH gespart und vermutlich dem/den Kinder(n) u.U. eine gute Ausbildung finanziert.

    Aber klar, es gibt gewisse Leute, bei denen immer der Staat zahlen soll.

    Man sollte sich früh genug um die Vollmachten kümmern, was hier ja der Fall war.

    Unternehmen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber Sparern: Sie können Preise erhöhen.

    Das haben wir ja gerade so schön im Ostergeschäft gesehen. Aber klar, Lindt und Mondelez gehen daran nicht pleite, trotzdme macht der Kunde nicht alles mit.

    Wie reagiert ihr darauf?

    Wie reagierst Du darauf, und zwar abseits der BWL/VWL Einschätzung?

    Wie ich auf die von Dir genannten Folgen reagiere, werde ich sehen, wenn es soweit ist und (endlich?) der seit Jahren erwartet Dauereinbruch meines Depots um 50% (zu welchem Referenzwert auch immer) kommen wird.

    Wirklich reagieren werde ich erst, wenn ich (a) wieder zu Wehrdienst eingezogen würde, (b) mein Welt-ETF auf die 70-80% Einbrauch zum Stand von letzten Freitag tendiert oder (c) wenn mein AG pleite geht, oder falls der Einbruch doch noch 7 Jahre dauert, die staatliche Rente bis dan abgeschafft ist und alle deutschen Versicherer pleite sind (das wäre auch schon ab Mai 2026 ein Problem).

    Wie Du siehst, mein Vertraue in die Weltwirtschaft ist nahezu so hoch wie in die deutschen Versicherer. Geld, das ich in Kürze ausgeben wil bzw. muss, wird trotz der angeblichen Realverluste auf dem TG dort gelagert.

    In der Krise 2008 verloren viele Aktienmärkte innerhalb eines Jahres rund 50 % an Wert.

    Und 2000/2001 verloren sie genauso massiv an Wert. Meine Hochrechnung besagt, dass ich selbst in der Entnahmephase mit einem Beginn wie von 09/2000-09/2014 in der Rente nur dann pleite gehen könnte, wenn obiger Punkt (c) zutrifft. Wie es bei einer Hyperinflation aussieht, wird sich dann zeigen.

    Irgendwie liefen meine Sparpläne, genauso wie die Zahlung an die angeblich so verlustreiche private RV, seit 1999 einfach weiter, ich habe dafür gesorgt, dass ich weiterhin Einnahmen hatte und damit mein Leben bestreiten konnte.

    3. Habe ich irgendetwas übersehen?

    Was wolltest Du überhaupt aussagen? Auch Sachwerte sind nicht unfehlbar. Aktien oder Gold kann ich nicht essen, ob ich jemanden finde, der mir in der echten Krise regelmäßig für kleine mengen Gold lebenswichtige Güter verkauft?

    Ist das normal?

    Bei uns nicht, aber egal ob Miet- oder ETW, bei mir wurde bisher immer Ende des Jahres abgelesen, da die Hausgeldabrechnungen normalerweise für ein Jahr laufen.

    Ich weiss aber nicht mehr, wie lange das Ablesen vorher angekündigt wurde oder gar angekündigt werden muss. Im Zweifel mal bei der HV nachfragen, auch dafür zahlst Du sie.

    Was passiert wenn niemand kommen würde?

    Es muss wohl Haus und Grund beantworten, wie in dem Fall die individuellen Kosten umgelegt/geschätzt werden dürfen. Irgendwer muss am Ende die Kosten tragen und der "irgendwer" sind die Eigentümer.

    Falls die HV den Energielieferanten nicht zahlt, weil das bisherige Hausgeld viel zu gering ist und es keine Rücklagen gibt, steht ihr mit Pech irgendwann ohne Allgemeinstrom, Öl, Gas oder Fernwärme da.

    der neue Haushaltsplan abgeschmettert.

    Was nach meinem Verständnis für Eignetümer so lange irrelevant ist, wie es niemanden gibt, der am Ende ggf. nötige Nachzahlungen nicht leisten kann oder will. Der alte Plan gilt weiter und ihr müsst das entsprechende Hausgeld danach zahlen.

    Eigentümer als Vermieter ist etwas anderes, aber das gilt bei Dir ja nicht.

    Der Haushaltsplan dient nur dazu, dass unterjährig genügend Liquidität für nötige Ausgaben (Energieliefernt, Hausmeister, Müll usw.) vorhanden ist und dass mit Glück nachher keiner nachzahlen muss aber nicht kann/will. Abgerechnet werden die realen Kosten mit der Jahresabrechnung.

    Grundsätzlich möchte ich, nachdem meine Eigentumswohnung abbezahlt ist, immer genügend Geld auf dem Konto haben, um mir im Worst Case beispielsweise ein neues gebrauchtes Auto leisten zu können.

    Mal als ggf. dumme Frage, da ich davon ausgehe, dass die genannten Beträge Deine gesamte Rücklage sind.

    Was, wenn Du in den kommenden 4 Jahren ein neues Auto benötigst. Oder, aus meiner Sicht noch kritischer, da nicht schiebbar, wenn in den kommenden 4 Jahren eine Sonderumlage für die ETW zu leisten ist?

    Ist dafür bereits Geld eingeplant oder wirft dies die gesamte Planung durch einander?

    Konservativ gesehen würde ich Teile des bisherigen Tagesgeldes als Notgroschen (inkl. Rücklagen für die ETW) reservieren und die kommenden 4 Jahre das Geld für die Kredittilgung aus der neuen Sparrate ansparen.

    So lange Du TR traust, sehe ich keinen Grund, auch die 28k+60k dort auf dem Tagesgeld anzusparen anstatt Teile davon in einen Geldmarktfonds zu stecken.

    Da braucht es keinen Sarkasmus. Warum verhindert die SC-App den Wechsel vom Hoch- ins Querformat? Gibt es mittlerweile eine EU-Vorschrift, nach der Finanz-Apps nur noch im Hochformat genutzt werden dürften?

    Muss der Fluganbieter ggf. bereits den Hinflug cancellen und vermeiden, dass er den Hinflug durchführt, aber den Rückflug - aus einem absehbaren Grund - dann plötzlich nicht mehr durchführen kann?

    Ich würde mich als Business-Passagier bedanken, wenn der Anbieter meinen Hinflug cancelt, weil er mich ggf. in 2 oder 4 Wochen nicht mehr zurück fliegen kann/will.

    Haben andere keinen Urlaub?

    Keine Ahnung, ob die auch so ängstlich drauf sind und erwarten, dass wegen ggf. möglicher, aber noch nicht garantierter Probleme bei der Rückreise komplette Reisen abgesagt werden.

    Aber gut, meine letzen freiwilige Flugreise ist schon Jahrzehnte her, womit ich mich nicht darum kümmere, welche Fluggastrechte seitens EU mittlerweile gelten. Businessseitig hätte ich im Zweifel eine passende Versicherung über den AG gehabt, die sich weltweit irgendwie um mich gekümmert hätte.

    Erhöht mir diese Rechnung nicht fälschlicherweise die Rentenlücke, wenn ich es zu Lebensunterhalt zähle?

    Mir ist sowohl unklar, was die Rentenlücke mit der 50-30-20 Regel zu tun noch, was die Verbuchung der Kreditrate in irgendeinen Top damit zu tun hat.

    Die Rentenlücke ist eine konkrete Zahl (naja, in Deinem Alter vermutlich eher eine Grob geschätzte). Nur, weil FT meint, dass man diese Zahl statistisch mit 20% Sparrate erreichen könnte, muss das für Dich nicht auch gelten.

    Meine Sparrate fürs Alter hing/hängt vom Finanzbedarf im Alter ab und nicht davon, ob dies in irgendein Verbuchungsschema passt oder wie hohc mein theoretisches Vermögen zu berechnen wäre.

    keine Mietkosten oder dergleichen anfallen werden?

    Deine Kaltmiete ja, dafür gibt es aber Instandhaltungskosten. Die Rücklagen solltest Du vermutlich jetzt schon bilden, die Instandhaltungsrücklage der WEG reicht oft nicht für größere Invests am Gemeinschaftseigentum und hat mit der Instandhaltung Deiner Wohnung nichts zu tun.

    Etwas pragmatischer gesprochen. Entweder reduziert die abbezahlte ETW Deine monatlich benötigten Finanzen in Form der gesparen Kaltmiete, oder sie erhöht Dein (nutzbarens) Kapitalvermögen weil Du sie verkaufen willst.

    So lange Du sie bewohnst, hast Du von dem darin gebundenen Kapital nichts außer ggf. die Reduzierung Deiner individuellen Rentenlücke (falls die Indstandhaltung und nicht auf eine Miete umlegbare Kosten geringer sind wie die vermutete Miete). Ist ja toll, dass mein Gesamtvermögen um den Wert der Wohnung höher liegt, ich kann aber weder den Fußboden noch den Balkon essen oder einzeln zu Geld machen.

    Für mich ist die Kreditrate (inkl. Rücklagen) für die Immobilie genauso eine zweckgebundene Ausgabe wie die Rücklage für mein nächstes Auto. Beides kann ich als zusätzliche Sparrate ansehen, sie haben weder mit meiner Sparrate fürs Alter etwas zu tun, noch erhöhen diese (oder die davon erworbenen Güter) mein nutzbares Vermögen. Sie verändern nur mein benötigtes monatliches Einkommen.

    Ja, genauso sehe ich es auch. Man sieht am Beispiel Telefon- und Internetanbieter sehr schön, dass die Wirtschaft es besser kann.

    Ja, das sehen wir seit den 1990ern ... nicht

    Wo gibt es denn die 100% Versorgung, wenn nicht der Staat regulatorisch eingreift?
    - Kupfer gibt/gab es von der Telekom (genauer, dem Hauptversorger vorort) nur, weil es Zwangsauferlegt wird.
    - Glasfaser nur dort, wie der Steuerzahler abermilliarden an die Privatwirtschaft überweist (wenige Kommunen, in denne die Lokalpolitilk nicht geschlafen hat, mal außen vor). Und da, wo der Staat nicht eingreift, ist der Kunde nun über Jahrzehnte an einen Monoprovider gebunden.

    Die Privatwirtschaft schafft es noch nicht einmal fristgerecht, ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen und die in den Frequenzauktionen zugesicherte Abdeckung mit Mobilfunk zu erfüllen. Aber klar, man könnte die statlichen Vorgabne auch einfach abschaffen, dann gibt es wenigstens nichts mehr zu erfüllen.

    Im Radius von 25km gibt es rund 20 Kliniken mit dem gleichen Angebot. Alle haben Personalmangel, viele machen Minus.

    Was läge da näher, als ein paar zu schließen?

    Ich hoffe Du gehörst zu den Leuten, die dann 25km zur nächste Klinik fahren dürfen. Und zwar bei allen Notfällen, nicht nur bei meist planbaren Aufenthalten wie z.B. Geburten.

    Insolvenzen sind kein Fehler im System, sondern Teil der Effizienz. Wer am Markt vorbeiproduziert, sei es das Produkt oder der Preis dafür, verschwindet irgendwann.

    Außer, es gibt einen staatlichen Auftrag dafür und die Bürger (==Wähler) sind bereit, dafür zu zahlen.

    Aber klar, schaffen wir den ÖPNV ab, weil er nirgendwo ohne Subventionen überlebt. Die Privatwirtschaft kann das günstiger. Ich habe im Zweifel lieber ein teures Taxi wie keinen Uber-Fahrer.

    Bzw. müsste man die Staatsquote begrenzen?

    In einigen Bereichen wäre das m.M.n. zu bevorzugen, in anderen für mich nicht. Da sich aber die Bürger nie einig wären, wie diese Begrenzung aussehen soll, muss das die Politik im Auftrag der Bürger regeln.

    Was bei einem freien Markt der KV heraus kommt, kann man seit Jahrzehnten in den USA sehen.

    Dazu kommen noch so "schöne" Einflüsse von außen, wie aktuell bei den Trassenpreisen der Eisenbahn in Deutschland.

    Kann ja keine Unsummen kosten, so ein kleines Ding. Neu rein und gut ist.

    Wir waren 2021 schon bei 8000€ für den Austausch des Gas-Etagenheizung (davon ca. 1500€ für den neuen Kamin). Angebote, welche der Nachbar auf der selben Etage 1-2 Jahre danach hatte, lagen bei über 10k€.

    die lokal das Warmwasser von im Keller erzeugter Heizungstemperatur auf WW-Temperatur anhebt.

    Genau, und dann hat man sowas:

    https://www.energie-fachberater.de/heizung-lueftu…g-im-altbau.php

    Mit Pech gibt es weder einen freien Keller noch einen Dachboden und das Flachdach ist nicht auf solche Zusatzlasten ausgelegt. Dann wird es auch extrem teuer, wenn alle Eigentümer mitmachen, weil sie das ganze sowieso seit mind. 5 Jahren kennen. Bei uns müssen solche Umbauten auch an die HV (und damit die WEG) gemeldet werden.

    Ob der Thermentausch so günstig wird, werden wir sehen; es muss wohl nichts am Kamin umgebaut werden

    Dann hast Du Glück gehabt. Bei uns war das nötig, aber da OG nicht so das Problem und wir waren auch nicht die ersten, die das in der Siedlung machen mussten.

    In der Übergangszeit weg vom Gas werden die Netzentgelte für Gas steigen

    Nicht nur das. Es werden auch die CO2 Preise steigen und je nach Energieeffizienz des Gebäudes muss der Vermieter davon seit 2023 Teile dem Mieter erstatten.

    https://www.finanztip.de/gaspreisvergle…reis-gaskosten/

    bzw.

    https://www.vzhh.de/themen/bauen-i…sten-beteiligen

    Grundsätzlich lassen sich Wärmepumpe mittlerweile in vielen älteren Gebäuden installieren

    Und was gibt es da, wenn (wie hier) eine Gas-Etagenheizung in der Wohnung hängt und ggf. die WP weder größer sein darf wie die das Gas-Brennwertgerät und auch nicht lauter sein darf? Nicht jeder Altbau hat ungenutzte Kellerräume und Außenbereiche, wo man eine passende WP hinstellen kann.

    Naja, das schlägt sich aber langfristig auf die Attraktivität und damit die Kaltmiete der Wohnung nieder.

    Ja, extrem langfristig in Berlin. Ich habe dort noch nichts von einem Überangebot an Wohnungen gehört. Die Mieter dürften eher froh sein, wenn sie mit ihrem Heizverhalten selber entscheiden können, ob sie ihre vergleichsweise günstige Kaltmiete in die Höhe treiben oder nicht.

    Werde mal versuchen, die anderen Parteien zu fragen.

    Mich wundert es, dass die vermutlich vorhandene Hausverwaltung noch nicht tätig geworden ist. Bei meiner Mutter (ist aber NRW) hat die HV in der Eigentümerversammlung 2025 die Freigabe für einen Energieberater und den Vorschlag für das Heizungssystems in der Siedlung eingeholt. Das sind 7 MFH mit je 3-6 Wohnungen, bisher alle mit Gas-Etagenheizung, also bis auf den Schornstein keine durchgängige Wärmeversorgung und kein freier Keller, den man mit einer WP zupflastern könnte.

    Ergebnis habe ich noch keins.

    Pers. haben wir 2021 die ca. 30 Jahre alte Gastherme gegen ein neues Gas-Brennwertgerät ersetzen lassen.

    Anderes Thema ist halt, ob man eine noch laufende Heizung überhaupt tauschen muss. Auf die Gefahr, dass sie dann mal am 24.12. eines Jahres den Geist aufgibt

    Was sagt dein Servicevertrag mit dem Heizungstechniker. Aber wenn sie dann ausfällt, gibt es mind. eine Mietminderung:
    Der Ausfall der Heizungsanlage im Winter rechtfertigt eine Mietminderung von 70% (LG Bln. 29.07.2002 Az. 61 S 37/02).

    Gab es nicht so einen politischen Kompromiss, dass Anlagen für Biogas bereit sein sollen..? Ist das was besonderes oder kann das eine moderne Therme automatisch?

    Nein, sowas gab es nicht. (a) ist Biogas nichts anderes wie (anders erzeugtes) Erdgas, womit das jede Gasztherm nutzen könnte (wenn der Brennwert entsprechend ist). (b) Ist die Regierung an sowas nicht interessiert, sonst gäbe es das schon lange im großen Stil. Macht aber auch spätetsne da keinen Sinn, wo man Energiepflanten extra dafür anbauen müsste.

    Was es mal gab war die Anforderung, dass eine neue Heizung zu 65% klimaneutral betrieben werden muss. Und u.U. dass neue Gas-Brennwertgeräte mit Wasserstoff betreibbar sein müssen. Was davon heute noch gilt? Keine Ahnung. Wasserstoff dürfte für Privathaushalte nie kommen, das macht das Gasnetz nicht ohne Änderung mit, wir zahlen leiber das Abschalten von Windrädern und Solaparks anstatt den Strom in H2 zu wandeln. Aber vor allem wäre das H2 besser anders eingesetzt, da sich D ja unbedingt selber versorgen muss, koste es, was es wolle.

    Das Problem könnte eher das Gasnetz ansich sein. Es gibt schon Städte, die das Abschalten der Gasnetze bis 2035 oder etwwas später planen. Die STädte sind aber auch nicht so grottenlahm wie anscheinen Berlin, wo es wohl noch keine Wärmeplanung gibt.

    Irgendeine Förderung wird es vermutlich nicht geben, oder? Kann man den Mieter an den Kosten beteiligen?

    Sorry, aber der MIeter hat Dir 30 Jahre lang Miete gezahlt. Bei 35 Jahren wird er die Gas-Etagenheizung nicht selber kaputt gemacht haben. Bis 2021 gab es noch Förderung für neuen Gas-Brennwertgeräte, das dürfte aber mittlerweile eingestellt sein.

    Ich hoffe, dass die HV wenigstens eine korrekte Nebenkostenabrechnung für den Mieter erstellt. Da dürftest Du derzeit einiges an seinen Heizkosten mittragen. Nicht, dass Du demnächts aus allen Wolken fällst und er die Abrechnung anficht.

    Mir persönlich ist noch keine Alternative zur individuellen Gas-Etagenheizung bei meiner Mutter (also auch im Altbau) eingefallen. Das liegt nicht an der nötigen Vorlauftemperatur, die könnten WPs mittlerweile problemlos mit den dort vorhandenen Heizkörpern.

    Altbau von 1968 mit eher kleinen Räumen. Selbst, wenn man irgendwelche Fassaden-Vorschriften missachtet, bräuchte man mind. 6 Split-Klimageräte um jedes Zimmer beheizen zu können. Die innenliegenden Räume werden dann halt direkt mit Strom beheizt.

    Infrarotheizung klappt m.W.n. nur, wenn Möbel und co. auchg darauf ausgerichtet sind, neue Nachtspeicheröfen dürften mittlerweile verboten sein (inkonsequent, die heizen auch mit Strom). Das Flachdach ist nicht für die Last von WP ausgelegt. Daher hoffe ich auf die einzige Lösung, die mir bei uns einfällt: wir bauen auf der letzten Grünfläche der Siedlung eine Wärmezentrale und versorgen damit alle Wohnungen.

    Einen über 40 Jahre laufenden, dynamischen Vertrag ...

    Kündigen. Neu orientieren!

    21 Jahre Restlaufzeit, die Dynamik kann man ablehnen, wenn sie einem zu teuer ist und einen der Infatikonsausgleich dadurch egal ist.

    80k€ sicher 2047 oder ca. 130k-150k€ erhofftes Brutto 2047 im Depot, mit Pech aber 2047 auch 30-40% weniger, weil der Markt gerade im Keller ist und man nicht früh genug drauf reagiert hat.

    Hier mit 2% Nettozins p.A. und noch 21 Restjahren würde ich unter den übrigen Annahmen von meinen vorherigen Post auch kündigen.

    Dann kann man das Ganze ja wie ein Festgeld betrachten, oder mach ich einen Denkfehler?

    Ja und nein.

    Du bekommst nicht auf die 150€ den vereinbarten Zins, sondern nur auf den Sparbetrag, aber nach Kosten.

    Der Rechner gibt eine Rendite von knapp 2% ohne und von 0.4% mit Dynamisierung aus. Zauberhaft.

    Wie klappt das? Ohne Dynamisierung mag ja noch stimmen. Aber auch die Debeka wird keinen Endbetrag inkl. Dynamisierung angeben. Selbst wenn die Dynamisierung jedes Jahr ein konstanter Prozentsatz wäre (ist es bei mir nicht, ist aber auch Provinzial).

    Bei mir kenne ich nur den zugesicherten Endbetrag mit der Vorjahresrate und den mit der aktuellen Rate. Mit Dynaik erhöht sich aber der Endbetrag.

    Und am Ende musst Du Dir halt ausmalen, was Dir/euch lieber ist:

    Ein fester Betrag zum Ablaufdatum mit der ausrechenbaren Rendite und einer meiste etwas höheren psychologischen Hürde, den Beitrag auszusetzen. Das dann ggf. entweder als steuerfreie Einmalzahlung oder als lebenslange Rente (falls der Rentenfaktor gut und unveränderlich ist), deren Gewinnanteil dann aber zu versteuern ist.

    Oder einen ETF, den ihr konsequent bis 2047 bespart und euch genauso konsequent (je nach Nutzung des Geldes ab dem Zeitraum) vor oder ab dem Datun ein Leben lang um das Geld und die Auszahlung selber kümmert.

    In dem Fall könnte man erwarten, dass bei Rückkauf und Eigenanlage das Kapital später höher sein sollte.

    Davon, dass ihr bis 2047 in Gefahr laufen könnter, mal Sozialleistungen zu beziehen, gehe ich nicht aus. Das Familieneinkommen ist anderweitig abgesichert, wenn doch das unverhoffte passieren sollte.

    Wie geht ihr damit um?

    Sowas ist mir noch nicht aufgefallen.

    Mein Sparplan läuft am 1. des Monates, per Lastschrift abgebucht wurde am 31.03.2026. Die Umstellung auf das neue TG erfolgte am 30.03, und dort hatte ich nahezu alles Guthaben aufs TG umgebucht (bis auf ein paar Euro).

    Sobald das Geld auf dem Verrechnungskonto war, war auch exakt dieser Betrag dort blockiert. So hat es mir SC am 01.04. Vormittags vor Sparplanausführung angezeigt.

    Das Guthaben, das heute (13.04.) auf dem Verrechnungskonto liegt, ist nicht blockiert.

    Das erscheint mir zum einen wie eine seltsame Art der Balancierung, zum anderen aber auch eine sehr umständliche.

    Für mich wäre das exakt das Gegenteil. Ich brauche nichts zu tun, das Geld für die VAP liegt automatisch auf dem Verrechnungskonto.

    Genau diese Hoffnung wollte ich umsetzen, als SC noch Zinsen auf dem Verrechnungskonto gezahlt hat. Die Dividenden erhöhen die Barrücklage auf dem verzinsten Konto und sind automatisch vorhanden, wenn der Broker die VAP abbucht. Alles ohne mich einmal einloggen zu müssen, um Acc-ETFs zu verkaufen oder das Geld für die VAP anderswo einsparen zu müssen. Irgendwann überschreitet die VAP die monatliche Sparrate um ein Vielfaches.

    Wenn man Thesaurierer vs. Ausschütter genau aufdröselt geht es hauptsächlich bis ausschließlich um eine steuerliche Betrachtung.

    Bei mir nicht. Für mich ist es auch psychologisch viel "einfacher", Geld, dass sowieso auf dem Konto liegt, auszugeben (oder hier für die VAP vorzuhalten), wie es entweder extern aufbringen zu müssen oder durch Verkauf von ETF-Anteilen zu erhalten.

    Da sind mir die paar Euro Steuernachteil völlig egal.

    Falls man keinen hohen Einmalbetrag für so eine Umsetzung hat und das Depot nicht zu kompliziert ist, würde ich einfach die Sparrate auf die Dist-Variante des ETFs umlenken und mir das ganze ein paar Jahre ansehen. Jetzt muss man bei SC die Ausschüttung wieder aufwändig (ja, aufwändig, bevor da wieder jemand ankommt: einloggen und manuell etwas tun ist mehr Aufwand wie einfach nichts zu tun) aufs TG umbuchen und Ende Dezember wieder zurück.

    Die Ausschüttungen schwanken, der Basiszins schwankt, hier im thread gibt es verschiedene Berechnungen...

    Was das ganze kompliziert macht, wenn man es über viele Jahrzehnte nur dafür macht. Es soll aber auch Leute geben, die schon etwas näher an der Entnahmephase sind. Da kann man die Ausschüttung auch gleich als Umschichtung in den risikoarmen Teil des Vermögens ansehen (wieder: ohne Zusatzaufwand, insb. wenn das Verrechnungskonto verzinst würde).

    Wäre mal interessant, so eine vollständige Rechnung zu sehen unter der Annahme, dass das Geld für die VAP nicht einfach vom Himmel gefallen kommt sondern entweder vorher auf dem TG angespart wird oder durch ETF-Verkäufe im Dezember realisiert wird.

    Wenn ich übers Jahr jeden Monat 100€ für die VAP zurück legen muss, dann erwirtschaftet dieses Geld max. den TG-Zinssatz. Im Dist-ETF erhalte ich aber die ETF-Rendite, geschmälert um die Ausschüttung.

    Aber das soll jeder für sich entscheiden.

    Dann wirst Du den Rest auch selber entscheiden können, oder?

    Sollte meine Spekulation bzgl. IE00B60SX394 stimmen, kannst Du die Ergebnisse für die letzten 11 Jahren bei JustETF und co. vergleichen. Da gewinnt der Ivesco um ca. 2%. Volumen und Performanceunterchiede sprechen für mich gegen keines der Produkte.

    Der IE00BJ0KDQ92 ist nach der Preissenkung auf 0,12 % runter.

    Was hat der mit Invesco zu tun?

    Der Scalable MSCI AC World Xtrackers UCITS ETF 1C basiert auf dem "MSCI All Country World (ACWI) Index" und nicht auf irgendeinen Invesco-Produkt oder dem MSCI World Index. Oder haben mittlerweile Invesco und Xtrackers fusioniert?

    Ist es wirklich langfristig entscheidend, ob der TER 0,05 oder 0,15 ist?

    Nur timtom24 kennt seinen Anlagehorizont. U.U. hat er den bisherigen ETF ja mit 20 Jahren angefangen und der neue läuft jetzt auch noch 37++ Jahre?

    Für mich ist es nicht relevant, aber für mich ist auch ein Sparplan zur erhofften Steueroptimierung in einigen Jahrzehnten nicht relevant. Entweder, ich darf in der Rente meine ETFs noch steueroptimiert übertragen/verkaufen, dann kann ich mir zu dem Zeitpunkt ausrechnen, wieviel Steuern mir das einspart. Oder ich darf es nicht mehr, dann ist die Wahrscheinlichkeit für mich sehr hoch, dass sich bis dahin auch andere Steuergesetze geändert haben.

    Nur bei einem höhren Einmalinvest recht zeitnah vor der Entnahmephase würde ich mir über sowas Gedanken machen um mir u.A. die Arbeit beim Entsparen zu vereinfachen.

    So könnte man später vom FIFO Prinzip profitieren oder übersehen ich da etwas?

    Ja, Du könntest das machen, wenn Dir die synthetische Replikation zusagt. Da das vermutlich noch viele Jahre hin ist, bis Du der Lieblingsbeschäftigung der Deutschen nachgehen möchest, kann niemand abschätzen, ob dann noch die heutigen Steuern gelten. Genau könnte es dann noch zulässig sein, Teile seines ETFs auf ein anderes Depot zu übertragen und damit FIFO zu umgehen.

    Invesco ETF World ist wohl eher IE00B60SX394 (Invesco MSCI World UCITS ETF Acc) und kein Scalable/Xtrackers Produkt.
    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=IE00B60SX394

    Hat sich da schon mal jemand von euch Gedanken gemacht?

    Nein, genauso wenig weiss ich, wie ich an mein Geld komme, wenn morgen der Anbieter meines Girokontos pleite geht oder der Anbieter meines Tagesgeldes.

    Zugangsprobleme? Ja und (von der Art der Mitteilung in der App mal abgesehen), sowas hat meine Bank ab und zu auch, meist angekündigt. Was, wenn ich morgen Probleme mit meinem Internet-Prodiver habe? Wie schnell bekomme ich dann einen Smartphone-Tarif mit passendem Datenvolumen, damit durch das Trading per Smartphone nicht die Rendite des letzten Jahres beim Provider landet?

    Wirklich relevant wäre das nur der längerfristige Ausfall meines Girokontos. Für alles gibt es irgendwelche gesetzlichen Vorgaben, die ich mir im Zweifel dann ergoogeln kann. Ich bestreite meine tägliche Ausgaben nicht durch den Verkauf von Depotanteilen.

    Man sagt man kann im Handwerk viel Geld verdienen, dass ist dann meist aber nur auf die Selbsständigkeit bezogen

    Und wo ist das Problem der Selbstständigkeit? Das Risiko? Das hat man als Akademiker auch, wenn man sich nicht mit dem erstbesten Jobangebot abfindet.

    Aber ich lebe wieder mal in meiner Blase, in der ich keinen Handwerker kenne, der mit seiner Selbsständigkeit erst pleite gegangen ist und danach nicht wieder einen Job gefunden hat. Wenn er denn überhaupt pleite gegangen ist. Dafür habe ich einige ehemalige Kollegen, die Dank Selbsständigkeit bedeutend mehr verdienen wie sie es in vergleichbaren Angestelltenjobs geschafft hätten.

    Wenn mein Elekritker nur 62€/Stunde (plus Steuer) berechnet, ist das sein Problem und ich werde ihm sicher nicht ungefagt das Doppelte zahlen.

    Hab daher auch gewisse Vorbelastungen entwickelt und habs schwer wenn sich Menschen mit 70-120k vom Staat ausgenommen fühlen. Da habe ich extrem viel Mitleid

    Und ich habe kaum Mitleid mit Leuten, die nur deshalb einen Job zum Mindestlohn annehemen, weil sie sonst zu unflexibel sind. Außer ggf. ein paar Monate direkt nach Ausbildungsabschluss, weil der eigene Ausbildungsbetrieb nichts taugt.