Noch ein Vorschlag: 50-60% in den ACWI Imi, 40-50% in den Kommer-ETF. Beides weltweite ETF, wenn auch etwas unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Positionen. Würde den US-Anteil auch etwas senken. Wir verzichten dabei aufs Rebalancing.
Beiträge von Katti.diba
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Warum mietet ihr nicht erstmal eine kleinere, günstige Wohnung. Ungefähr die Qualität und Lage wie das potentielle Kaufobjekt. Dann habt ihr jeden Monat einen Tausender übrig, den ihr sparen könnt. Jedes Jahr 12.000€. Dann könnt ihr in wenigen Jahren eine passende Wohnung kaufen. Vielleicht denkt ihr dann schon über 4 Zimmer nach...
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Ich würde die pauschal genannten 80% vom Netto so erklären, dass vorher etwa 20% des Netto gespart/investiert wurden. Dieser Teil fällt dann weg. Der Rest der Ausgaben bleibt etwa gleich. Ein paar arbeitsbezogene Kosten fallen weg, dafür wird mehr für Freizeit und Urlaub ausgegeben.
Als grobe Näherung, um die erforderlichen, jahrzehntelangen Sparbemühungen abzuschätzen, reicht das wahrscheinlich. Je näher man der Rente kommt, desto besser kann man hoffentlich die tatsächlichen Ausgaben überblicken.
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Die Schrift in der Mobil-Version wurde auch vergrößert (Safari).
Mich nervt das, ich hätte gerne einen Button, um die Schriftgröße selbst anzupassen. Bei der vorherigen, kompakteren Ansicht hatte ich eine bessere Übersicht über den gesamten Thread und konnte leichter nach oben scrollen, um Infos aus anderen Beträgen nachuzlesen.
Die Version am Computer sieht unverändert aus.
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Konkrete Hilfe/Ratschläge kannst du ohne konkrete Zahlen nicht erwarten. Ein paar Überlegungen, die du anstellen solltest:
Wieviel Geld eurer Rücklagen verbraucht ihr monatlich/jährlich, um existenzielle Bedürfnisse zu decken? Wieviel wäre "nice to have"?
Wieviel Geld habt ihr insgesamt? Reicht das überschlägig bei einer Restlebenserwartung 20-25 Jahren?
Also z.B.: Gesamtgeld / 25 Jahre = Jahresbudget (hoffentlich größer als oben ermittelter Mindest-Jahresbedarf)
Oder: Üblicherweise genannt werden 3% sichere Entnahmerate(plus Inflationsausgleich) aus einem ETF-Depot. Wenn die Entnahmerate in schlechten Zeiten reduziert werden kann oder ein ausreichend großer Puffer besteht ggf. mehr.
Übliche Puffergrößen, d.h. Geldmenge in sicheren Anlagen wie Tagesgeld um in schlechten Zeiten nicht aus dem ETF-Aktien-Depot entnehmen zu müssen, liegen so beim 3-5fachen Jahresbedarf. Wenn der Jahresbedarf eher als "nice to have" gilt und in Krisenzeiten reduziert werden kann, würde man einen kleineren Puffer wählen als wenn man auf diese Entnahmeratenhöhe angewiesen ist.
So die ganz allgemeinen Überlegungen ohne ins Detail zu gehen. Wenn du sagst, welche Punkte dich interessieren, kann man dir hier im Forum mit viel Detailwissen/Hintergrundinfos/Links etc. weiterhalfen.
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Was steht denn in den alten Vertragsunterlagen als Termin für den Rentenbeginn drin? Gibt es dort einen Spielraum wie frühestmöglicher und spätestmöglicher Rentenbeginn?
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Zu Geldmarkt-ETF allgemein:
Welche Kosten gibt es bei dem entsprechenden Broker für Kauf/Verkauf? Wie oft schätzt du, wirst du handeln müssen? Nicht dass die Zinsen von Ordergebühren aufgefressen werden.
Zur Idee, auch das Tagesgeld in Geldmarkt-ETF anzulegen:
In wieweit regeln die Eltern die finanziellen Angelegenheiten noch selbst? Bedienen die Eltern auch das Depot selbstständig? Oder ist das deine Aufgabe? Nutzen sie das Tagesgeldkonto selbst? Nicht, dass du die Eltern in ihrer finanziellen Selbstständigkeit unnötig einschränkst. Außerdem der Hinweis auf die Orderkosten zu achten
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Ich stand vor einiger Zeit vor der ähnlichen Entscheidung und für mich war klar, dass 5 Jahre kein Zeitraum ist den ich in einen World ETF bespare um am Ende zu tilgen. Wenn die Börse gerade dann um 30% runter geht, schaust du aus der Röhre.
Ich habe mich dann einen Sparplan in einen Geldmarkt ETF entschieden denn mit den 6% für den Worl ETF würde ich nur wirklich langfristig rechnen.
GrüßeWir haben uns auch gegen Aktien-ETF entschieden, um den Kredit in 5 Jahren abzuzahlen. Die Zeit erscheint uns zu kurz, vor allem als Sparplan, der durch wegfallende Raten des wegfallenden KfW-Kredits gefüllt wird.
Wir haben uns für eine höhere Rate im verbleibenden Kredit entschieden. Denn bei einem Sollzins von 1,85% wäre ein Haben-Zins von etwa 2,6% erforderlich, um nach Steuern ein positives Zinsdifferenzgeschäft zu erreichen. Für Tagesgeld bzw. Geldmarkt-ETF zur Zeit nur schwer möglich. Und die möglichen Sondertilgungen nutzen wir schon anderweitig.
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Vielleicht dem Sohn zu Weihnachten ein gutes Buch über Finanzen schenken? Standardvorschläge im Forum sind Bücher von Hartmuth Waltz oder von Saidi Sulilatu. Damit er einen ersten Überblick bekommt, welche Möglichkeiten es gibt.
Mit dem Sohn überlegen, welche größeren Ausgaben anstehen könnten, z.B. Führerschein, Auto, Reise, eigene Wohnung... Danach richtet sich, wieviel im Tagesgeld o.ä. bleiben sollte und wieviel langfristig in ETF investiert werden könnte.
Wichtig: dein Sohn ist verantwortlich, er sollte entscheiden. Du kannst ihn dabei beraten, aber bitte nicht in "deine" Richtung drängen.
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Aber für das mittelbar berechtigt müsste doch der Mann auch riestern. Lohnt sich das? Also seinen Vertrag nur zu besparen, damit die Frau die Zulagen bekommt?
Ich meine, die ersten 1-3 Jahre (???, daher die Frage oben) nach der Geburt wäre die Frau unmittelbar berechtigt. Wenn absehbar wäre, dass sie danach durch eigene Arbeit unmittelbar berechtigt bleibt, wäre es nicht notwendig, den Riester des Mannes weiterzubesparen, nur um für die Frau die Zulagen abgreifen zu können.
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Frage an die Experten:
Das Geburtsjahr des jüngsten Kindes ist 2025. Hat die Frau dann erstmal einen eigenen Anspruch für x Jahre?
Dann würde in dieser Zeit der Mindestbeitrag reichen für die vollen Zulagen. Danach müsste sie natürlich wieder erwerbstätig sein in gewissem Umfang. Reicht da ein Minijob?
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1. Frage: Warum wartet ihr nicht, bis die Oma wirklich auszieht und überlegt dann, ob ihr euch ein Haus leisten könnt und ob es dieses Haus werden soll?
2. Frage: Würdest du dieses Haus kaufen wollen, wenn es von jemand Fremden käme? Oder würdest du eigentlich gerne was anderes haben wollen? Oder weiter Mieter bleiben?
3. Frage: Hast du das Gefühl, dies sei die einzige Chance, ein Haus zu besitzen? Dann kannst du dir wahrscheinlich kein Haus leisten.
Wie du sicher raushörst, würde ich das nicht machen. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass unklar ist, wann ich selbst einziehen könnte und ob ich das dann immernoch möchte.
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Hallo Paule_10 , das klingt doch alles für einen 26-jährigen sehr vernünftig und solide. ...
Ansonsten verstehe ich deine Differenzierung zwischen Altersvorsorge und Vermögensaufbau nicht so recht. Insbesondere verstehe ich nicht wozu es dazu unterschiedlicher Aktien-ETF bedarf. Einem jungen Menschen zu Beginn des Berufslebens und noch überschaubaren Anlagesummen empfehle ich jedenfalls einfach einen All-World ETF.
Ich würde auch nur einen Aktien-ETF (plus ggf. Sicherheitsanteil) besparen. Neben kurzfristigem Sparen (Urlaub, Autoreparatur...) und mittelfristigem Sparen (Auto...) reicht eine langfristige Investition für Vermögensaufbau. Ob das Geld in vielen Jahren (teilweise) für Wohneigentum, eine Selbstständigkeit, Altersvorsorge oder sonstwas verwendet wird, ist doch eigentlich egal.
Auch der Tip von @Achim Weiss, einfach mal anzufangen, finde ich sinnvoll.
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Vor nicht allzu langer Zeit gab es schon einen Thread zu Azubi+Sparen.
juls44 Grundsätzlich finde ich deine Idee gut, erst einen Notgroschen (=Tagesgeld) aufzubauen und dann auch ans langfristige investieren zu denken.
Die Höhe des Notgroschen ist individuell. Ich würde mich nicht nur an den relativen Empfehlungen 3-6 Monatsgehälter orientieren, sondern auch die absoluten Zahlen betrachten. Als Azubi wird das Gehalt noch überschaubar sein, je nach Lebenssituation können aber trotzdem Autoreparatur oder ähnliches anfallen, die nicht mal eben so oder durch Aussetzen des Sparplans bezahlt werden können.
Auch würde ich überlegen, ob es sinnvoll ist, weitere risikoarm angelegte Gelder zu haben. Gerade in jungen Jahren ergeben sich überraschend kurz- und mittelfristig größere Ausgaben z.B. durch erstes Auto, erste eigene Wohnung, mit denen man 1-2 Jahre vorher noch gar nicht gerechnet hat. Als älterer Mensch hat man da vielleicht größere Planungssicherheit, vor allem aber meist ein größeres Gehalt und schon ein nennenswert gefülltes Depot, sodass diese Ausgaben relativ betrachtet deutlich kleiner sind.
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Die einfachste Art, eine Struktur für sein Geld festzulegen(=Asset Allocation), ist die Aufteilung in risikoarm und risikoreich.
Als risikoarm gelten Tagesgeld, Festgeld, Geldmarktfonds und kurzlaufende Staatsanleihen bester Bonität.
Risikoreich sind Aktien-ETFs, aber auch längerlaufende Staatsanleihen, Unternehmensanleihen etc. Hier reicht ein weltweiter ETF wie der MSCI ACWI, MSCI ACWI IMI oder FTSE All World. Wenn Anleihen enthalten sein sollen, wären die Lifestrategy-Produkte von Vanguard eine gute Wahl (gibt es mit unterschiedlichem Anleihenanteil). Wer Rohstoffe dabei haben möchte, kann auch den ARERO wählen.
Der Anleihenanteil reduziert in der Regel die Schwankungen im risikoreichen Vermögensteil, dafür ist aber langfristig eine geringere Rendite zu erwarten. Statt Anleihen im Risikoteil beizumischen, könnte auch der Anteil risikoarmer Geldanlagen erhöht werden und dafür nur Aktien im risikoreichen Teil.
Aktuell habt ihr 60/200=30% in Unternehmensanleihen investiert. Die Lifestrategy Produkte gibt es mit 20 oder 40% Anleihenanteil. Müsstet ihr überlegen, was davon besser zu euch passt.
Alternativ vielleicht zwei ETFs, einen weltweitem Aktien-ETF und einen Geldmarktfonds o.ä. Wie oft bzw. ab welchem Unterschied ihr dann rebalanced, ist Geschmackssache. Es ist aber sinnvoll, sich bereits vorher zu überlegen, wann gehandelt wird und wie. Z.B. an einem Stichtag das Verhältnis ausrechnen und die Sparraten fürs nächste Jahr entsprechend anpassen (funktioniert vor allem in der Anfangsphase). Oder umschichten, wenn aus 70/30 60/40 oder 80/20 geworden ist (fiktive Zahlen).
Ob man den Goldanteil beibehält (so stehenlassen oder weiter besparen), ist Geschmackssache. Ob euer gewähltes Produkt sinnvoll ist, kann ich nicht sagen.
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In hier verlinkten Thread geht es auch um die Frage, ob ein Bausparer sinnvoll wäre.
Bau doch mal eine ähnliche Excel-Liste mit deinen Daten (V1: Sondertilgung, V2: Bausparer, V3: Sparen und reduzierter Anschlusskredit). Die korrigierte Datei habe ich hier nochmal angehängt.
Dann kannst du mit den Zinsen und sonstigen Zahlen rumspielen um herauszufinden, bei welcher Konstellation welche Variante die beste ist. Dann sieht man mal alle Haben- und Sollzinsen (und Gebühren), nicht nur die Zinsen für den Anschlusskredit, sondern auch die durch Sondertilgung eingesparten Zinsen.
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Kreuz doch einfach "Günstigerprüfung" an. Kann höchstens besser werden, aber nicht schlechter als die Kapitalertragssteuer, die du schon gezahlt hast. Du hast also keine Nachteile dadurch.
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Ich würde die 200-300€ eher als Sondertilgung verwenden oder sparen und am Ende der Kreditlaufzeit nutzen, um den Anschlusskredit zu reduzieren.
Bei 1,8% Kreditzins braucht es ca. 2,5% Guthabenzins für ein positives Zinsdifferenzgeschäft, sonst lohnt sich sondertilgen mehr.
Bei einem Bausparer habt ihr zunächst Abschlussgebühren, die verloren sind. Dann spart ihr 50% der Bausparsumme praktisch zinslos an, um dann ein günstigeres Darlehen für die anderen 50% der Bausparsumme zu bekommen.
Das lohnt sich nur, wenn die Zinsen für die normale Anschlussfinanzierung 2-3 mal höher sind als beim Bausparer. Meist gewinnt bei dieser Wette die Bausparkasse und nicht der Bausparer.
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Ich würde als erstes überlegen, wie ich die 120k anlegen würde, wenn sie plötzlich auf meinem Girokonto liegen würden. Welche Aufteilung risikoarm/risikoreich? Würde ich Einzelaktien haben wollen? Würde ich im Risikobreich (Unternehmens-/Einzel-)Anleihen wählen?
Denn Unternehmensanleihen gehören für mich in den Risikobereich, vor allem Einzelanleihen, langlaufende Anleihen etc.
Also erstmal eine neue Gesamtallokation für das Vermögen festlegen und anschließend überlegen, welcher Teil des Bestands dazu passt und bleiben darf und was umgeschichtet wird.
Mir persönlich wäre der Allianzklumpen deutlich zu groß. Obwohl ich Anleihen im Risikoteil nicht abgeneigt bin, wäre mir auch diese Menge deutlich zu groß. Also je nach Risikoneigung größer Teile in Welt-ETF oder risikoarm umschichten, wäre mein Bauchgefühl.
Zu den Unternehmensanleihen selbst kann ich wenig sagen. Ich habe im Kopf, dass das Ausfallrisiko bei Fälligkeit am größten ist, weil das Unternehmen in dem Moment eine Anschlussfinanzierung braucht. Ob bei den einzelnen Unternehmen in 5, 10 oder 20 Jahren ein solches Risiko besteht, kann ich nicht abschätzen.
Da gibt es im Forum sicher andere, die entsprechende Erfahrung und Expertise mitbringen.