Kleiner Tipp

  • Guten Abend zusammen,

    Mein Name ist Marcel und ich habe mich jetzt mal versucht mich dem Thema Anlegen zu nähern. Ich bin aber einfach nur in einem grossem Wald.

    Ich möchte es nur einfach haben!

    Ich bin 47 Jahre und aufgrund einer Erbschaft zu Geld gekommen (ohne das übliche Sparen, was gering ist)

    85.000 Euro sind jetzt vorhanden, davon möchte ich gerne 50.000 im einem ETF anlegen und der Rest soll einfach auf der Bank bleiben auf einem Tagegeldkonto für evtl Anschaffungen etc.

    Jetzt habe ich von den drei grossen Etf's gelesen und wollte einfach nur wissen welchen der drei ich wählen kann, damit sich mein angelegtes Geld über lange Jahre vermehrt

    iShares MSCI World

    Vanguard FTSE All-World

    SPDR MSCI ACWI IMI UCITS

    Vielleicht könnt Ihr mir mit einfach Worten weiterhelfen

    Gruss Marcel

    P. S.: Sorry, dass ich als absolut unwissender euch damit vielleicht auch nerve.


  • svenja147 16. Juli 2024 um 08:06

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo Marpus,

    tatsächlich ist die Antwort auf deine Frage recht einfach und auch in einfachen Worten zu beantworten: Alle drei Indizes sind für eine langfristige Anlage geeignet!

    Oft wird hier einer der letzteren beiden empfohlen. Um es einfach zu halten würde ich mich dem anschließen.

    Viel Erfolg!

  • Moin Marpus ,

    willkommen im Forum.

    Gut das du Anfängst sich um deine Finanzen zu kümmern.

    Ich würde nur einen der drei ETF´s wählen und das Geld darin investieren.

    Mir haben Dividendenzahlungen in schweren Börsenzeiten sehr geholfen beim der Stange zu bleiben. Deswegen würde ich dir eine ausschüttende Variante empfehlen, dann erhältst du regelmäßig Dividendeneingänge auf dein Konto und siehst das dein Depot lebt.

    Steuerlich gesehen ist das zwar nicht die beste Methode, aber langfristig dabei zu bleiben ist viel wichtiger. Die Gefahr sein steueroptimiertes ETF Depot bei einem Börsencrash zu verkaufen wiegt für mich schwerer.

    Solltest du die Dividenden nicht benötigen kannst du diese ja wieder im ETF anlegen.

    Lies dich noch ein bisschen schlau und dann starte mit deinem ETF.

    Du bist auf einem gutem Weg.

    Viel Erfolg bei deinen Finanzentscheidungen.

  • Deswegen würde ich dir eine ausschüttende Variante empfehlen

    Gegenrede: Ich hätte dir einen thesaurierenden ETF empfohlen. ^^

    Den von Horst Talski genannten Vorteilen des ausschüttenden ETFs steht neben der Steueroptimierung des Thesaurierers auch eine weniger aufwendigere Betreuung deines Depots gegenüber. Hier landen die Ausschüttungen nicht auf deinem Verrechnungskonto sondern werden automatisch wieder angelegt. Das wäre, wenn es dir darum gehts möglichst wenig Aufwand zu haben, der einfachere Weg.

    Am Ende gibt es aber auch hier kein richtig oder falsch. Es ist ehr eine Geschmacksfrage bei der die eine Hälfte auf einen Ausschütter setzt und die andere Hälfte auf den Thesaurierer. Wichtig ist anzufangen!

  • iShares MSCI World

    Vanguard FTSE All-World

    SPDR MSCI ACWI IMI UCITS

    Wie schon meine Vorredner sagten, alle drei sind geeignet.

    - MSCI World --> deckt ca. 1.400 - 1.500 große und mittlere Unternehmen ab, allerdings nur aus den Industrieländern, keine Unternehmen aus Schwellenländern und keine kleinen Unternehmen

    - FTSE All-World --> deckt ca. 3.900 große und mittlere Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern ab, aber keine kleinen Unternehmen

    - MSCI ACWI IMI --> deckt ca. 9.000 große, mittlere und kleine Unternehmen Industrie- und Schwellenländern ab.

    Der MSCI ACWI IMI ist also am breitesten diversifiziert. Das heißt nicht, dass er besser gelaufen ist oder in Zukunft laufen wird als die anderen beiden. Wenn man aber einfach nur mit einem einzigen ETF möglichst diversifiziert den Weltmarkt abdecken will, dürfte das die beste Wahl sein.

    Aber wie die anderen schon sagten, am wichtigsten ist überhaupt anzufangen und dabei zu bleiben. Mit keiner der drei Varianten machst Du irgend etwas falsch.

  • Den von Horst Talski genannten Vorteilen des ausschüttenden ETFs steht neben der Steueroptimierung des Thesaurierers auch eine weniger aufwendigere Betreuung deines Depots gegenüber. Hier landen die Ausschüttungen nicht auf deinem Verrechnungskonto sondern werden automatisch wieder angelegt. Das wäre, wenn es dir darum gehts möglichst wenig Aufwand zu haben, der einfachere Weg.

    Auf der Seite der Argumente von Horst Talski steht der Aspekt mit der Vorabpauschale: Wer damit keine aufwendige Betreuung (nachrechnen, rechtzeitig zum Jahresende zusätzliche Mittel auf dem Verrechnungskonto bereitstellen bzw. das nicht vergessen, etc.!) haben möchte, der nimmt lieber Ausschütter. Da wird die Vorabpauschale mit verrechnet und man muss keine zusätzlichen liquiden Mittel von aussen rechtzeitig bereitstellen. Finde ich in Punkto Aufwand ehrlich gesagt einfacher! ;)

    Neben dem psychologischen Effekt der Ausschüttungen in schlechten Börsenphasen erinnern mich die Ausschüttungen auch daran, dem Depot diese und ggf. weitere Mittel wieder zuzuführen. Das führt regelmäßig zu einem Kassensturz darüber, welche Gelder noch alles im Depot landen sollen. Im Ergebnis spar ich so mehr ins Depot ein, als ich es bei thesaurierenden ETFs machen würde. Auch wenn ich die über Jahre komplett ignorieren würde, was ich ja auf Grund der Vorabpauschale auch nicht mehr kann. Mein Fazit: Beschäftigen mit dem Depot muss man sich so oder so und um später eine Ausschüttungsstrategie fahren und das Depot ggf. mit Nießbrauchrecht übertragen zu können sind für mich Ausschütter definitiv die richtige Wahl.

  • Gegenrede: Ich hätte dir einen thesaurierenden ETF empfohlen. ^^

    Ich auch. Es ist schlicht am wenigsten Aufwand. Geld rein, fertig, keine Ausschüttungen, um deren Wiederanlage man sich kümmern muss.

    Marpus Alle drei von Dir genannten ETFs gibt es sowohl als thesaurierende Variante (häufig erkennbar am Kürzel "Acc" für "Accumulating" = thesaurierend im ETF-Namen, sonst in der Beschreibung), als auch als ausschüttende Variante (häufig erkennbar am Kürzel "Dist" für "Distributing" = ausschüttend im ETF-Namen).

    iShares MSCI World

    Thesaurierend = IE00B4L5Y983

    Ausschüttend = IE000OHHIBC6

    Vanguard FTSE All-World:

    Thesaurierend = IE00BK5BQT80

    Ausschüttend = IE00B3RBWM25

    SPDR MSCI ACWI IMI UCITS

    Thesaurierend = IE00B3YLTY66

    Ausschüttend = IE000DD75KQ5

  • Ich auch. Es ist schlicht am wenigsten Aufwand. Geld rein, fertig, keine Ausschüttungen, um deren Wiederanlage man sich kümmern muss.

    ... Aber wie gesagt neuerdings mit einer Versteuerung, um die man sich kümmern muss und die bei Thesaurierern extern zugeschossene Mittel benötigt! Ob ich jetzt einmal im Jahr (zusammen mit sonstigen nicht benötigten Mitteln) eine Wiederanlage in Form eines Einmalkaufs mache, oder mich mit den Beträgen auseinandersetze, welche die Depotbank für die Verrechnung mit dem Finanzamt benötigt, ist doch vergleichbar. Diese Mittel müssten ggf. erst von einem Tagesgeldkonto aufs Girokonto umgebucht werden, von dort dann ggf. noch auf das Depotbankkonto. Alles rechtzeitig und in passender Höhe. Die Vorstellung "Geld rein, fertig", "Fire-and-forget" u.s.w. sind damit doch eh gestorben.

    Wie gesagt: Man muss sich so oder so mindestens einmal im Jahr mit dem Depot beschäftigen und ich finde die Wiederanlage einfacher/entspannter, schon allein, weil ich auf dem Weg keine notwendigen Zahlungen bzw. Buchungen vergessen kann! ;)

  • Wie gesagt: Man muss sich so oder so mindestens einmal im Jahr mit dem Depot beschäftigen und ich finde die Wiederanlage einfacher/entspannter, schon allein, weil ich keine notwendigen Zahlungen bzw. Buchungen vergessen kann! ;)

    Wir haben auch einen ausschüttenden ETF, weil das damals als wir anfingen so empfohlen wurde. Am Ende ist es Geschmackssache.

    Wenn man, so wie wir, bei der ING ist, gibt es übrigens die Möglichkeit, dass Ausschüttungen ab einem Betrag von 75 EUR direkt kostenlos und automatisch wiederangelegt werden. Da muss man sich dann auch nicht kümmern.

  • Wenn man, so wie wir, bei der ING ist, gibt es übrigens die Möglichkeit, dass Ausschüttungen ab einem Betrag von 75 EUR direkt kostenlos und automatisch wiederangelegt werden. Da muss man sich dann auch nicht kümmern.

    Das scheint mir aktuell der Königsweg zu sein: Kein Stress mit der Vorabpauschale (also dem Finanzamt wg. nicht durchgeführer Buchung oder der Depotbank wg. überzogenem Depotkonto), da die Steuer auf die Ausschüttung auf die Pauschale angerechnet wird. Dann aber trotzdem keine Notwendigkeit, manuell zu thesaurieren. Und im Alter hat man alle Möglichkeiten offen, was man mit dem Depot macht (Ausschüttungsstrategie, Schenkung mit Nießbrauch, etc.), was mit Thesaurierern einfach nicht geht. Das wäre dann bei dir wirklich noch "Geld rein, fertig..." und ziemlich entspannt über die Jahre...

  • Dieses Thema enthält 18 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind.