60/40 Portfolio mit mehreren ETFs vs. Vanguard Lifestrategy 60

  • Das oben genannte Buch von Thomas Kehl ist ein gutes Anfängerbuch. Es ist nicht teuer und bietet einen guten Überblick. Einen etwas anderen Blickwinkel hat Hartmut Walz, für das sonst das gleiche gilt. Die beiden kann man als Anfänger gern beide lesen und haben.

    Mir geht es um etwas anderes. Speziell Du nennst praktisch jede Woche ein neues Finanzbuch und suggerierst (wie gesagt), daß Du das für nützlich hältst und der hiesigen Leserschaft zurätst. Das hätte ich halt gern erläutert.

    Das halte ich für eine Unterstellung und lässt sich auch gar nicht belegen das ich praktisch jede Woche ein neues Buch hier nenne weil es nicht stimmt.

    Ich habe heute geschrieben dass ich das neue Buch von Ellis bald bekomme und mich freue darauf.

    Nirgends habe ich geschrieben "Leute dass müsst ihr lesen".

    Nicht schön solche Unterstellungen.

    Bezüglich deiner gewünschten ErläUterus g habe ich dir weiter oben eine geschrieben. Mehr kann ich nicht machen außer dir zu raten meine Beiträge zu ignorieren.

  • Wenn man sich durch diese Bücher liest, macht man das wahrscheinlich aus Freude am Thema.

    Die - nach meinem Dafürhalten - wesentlichen Rahmenbedingungen sollte man halbwegs verstanden (besser noch gedanklich "inhaliert") haben. Siehe schon Nr. 1.152.

    Danach war es aber nach meinen Erfahrungen so, daß der Grenznutzen (im Sinne von Erkenntnisgewinn) mit jeder weiteren Lektüre eher ab- denn zugenommen hat.

    Irgendwann blieben dann noch nur noch ganz wenige Sätze oder ein zwei nette Formulierungen aus einem Buch übrig. Das liest man dann also wirklich nur noch

    aus Freude am Thema.

    Es sei denn, man will absoluter Spezialist werden und manche Dinge der unteren Ebenen (einzelne Anlageklassen beispielsweise) bis in die letzte Verästelung verstehen, durchdringen und abwägen.

    Für meinen Teil bin ich aber nur Generalist - was einem bescheidenen Erfolg aber nicht im Weg stehen muß :)

  • Ich habe als Anfänger Walz und Kommer gelesen und fühle mich sehr gut informiert (Kehl habe ich, von der Podcaststimme und vom Titel abgeschreckt, ausgelassen). Falls ich die Zeit finde, mich weiter zu informieren, werde ich sicher in die u. a. von @John Bogle und Micho diskutierten Bücher hineinschauen. Es gibt ja zwischen interessiertem Laientum und professionellem Expertentum so manches Zwischentum und man kann ja auch mal die Blickrichtung wechseln, auch wenn man es am Ende besser weiß. Machen ja die meisten hier.

  • Wenn man das Thema Anleihen ETFs im Kontext der Portfoliotheorie für den Privatanleger in ein paar Sekunden zusammengefasst bekommen möchte, wird man hier ab 57:40 fündig.

    (Spoiler: auf dieses Ergebnis kommen wir hier auch immer wieder 😉).

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    schade, daß es nicht 60:40 war 😂

    (57:40 😂😂😂)

  • Bei Minute 38 gibt es auch eine interessante Thematik…

    Die spielt in der Praxis der Vermögensverwalter, eine sehr große Rolle.

    Im November war ich bei einer Veranstaltung bei dir ein Vermögensverwalter unter anderem berichtete, dass er sich für seine Kunden krummlege, um vor Steuern regelmäßig ohne große Volalitäten 7,5 Prozent zu erwirtschaften.

    Die werden aber nach einigen Jahren auch unruhig und wollen die großen Gewinne in den USA sehen. Der Vermögensverwalter selbst ist der festen Überzeugung, dass die amerikanischen Titel alle überbewertet sind und hat sie deswegen kaum im Depot.

    Er verwaltet aber über 1 Milliarde €. Gehört also jetzt nicht zu diesen kleinen, die im Text beschrieben werden.

  • Mittlerweile bin ich mit Bernsteins Intelligenter Asset Allocation durch.

    Insgesamt fand ich es lesenswert, auch wenn einem vieles bekannt vorkommt, wenn man Kommer gelesen hat.

    Interessant fand ich den Fokus auf Korrelation und Diversifikation.

    Hier ergibt sich für mich aber auch gleich die größte Frage, die sich mir nach dem Buch stellt:

    Nämlich ob ein einziger marktkapitalisierter Welt-ETF tatsächlich vorteilhafter ist als ein Portfolio, das nach bestimmten Kriterien diversifiziert.

    Der eine marktkapitalisierte Welt-ETF kommt bei Bernstein nicht vor (wahrscheinlich weil es damals den FTSE All World schlicht noch nicht gab).

    Die beiden Portfolios, die er empfielt sind:

    1. Das simple Portfolio:

    • Große US Aktien (z.b. S&P500)
    • Kleine US Aktien
    • Auslandsaktien (z.B. MSCI World ex USA)
    • Kurzfristige Staatsanleihen

    2. Wer mehr Komplexität aushält soll dieses Portfolio wählen:

    • Große US Aktien (Marktkapitalisiert + Value)
    • Kleine US Aktien (Marktkapitalisiert + Value)
    • Auslandsaktien (MSCI World ex USA + EM + Smallcaps)
    • Kurzfristige Staatsanleihen

    Der Anteil der Staatsanleihen richtet sich nach der eigenen Risikotragfähigkeit und -toleranz. In der letzten Auflage empfiehlt er aber mind. 25%, weil er für die (damals) nächsten Jahre damit gerechnet hat, dass Aktien und Anleihen eine ähnliche Rendite aufweisen würden.

    Für die Gewichtung der anderen Teile empfiehlt er folgende Optionen:

    • Wenn man es bei Variante 1 einfach haben möchte: Jeweils 25%.
    • Wenn man nahe am S&P bleiben will, dann braucht der ein entsprechend hohes Gewicht, ansonsten auch gleich gewichtet.
    • Für fortgeschrittene Investoren: Dynamische Asset Allocation z.B. nach KBV. Dann würde man die teuren Indizes meiden und den Anteil der günstig bewerteten Indizes (moderat) erhöhen.

    Insgesamt fand ich das einen prinzipiell einleuchtenden Ansatz, der auch eine Antwort auf die Bedenken zur aktuell hohen Gewichtung der Mag 7 in den Welt-Indizes böte.

    Interessant wäre jetzt zu sehen, ob dieser Ansatz in der Vergangenheit tatsächlich zu einer niedrigeren Standardabweichung im Vergleich zu einem marktkapitalisierten Weltportfolio geführt hätte und welche Auswirkungen es auf die Rendite gehabt hätte.

    Meine Vermutung wäre, dass man langfristig evtl. mit einem marktkapitalisierten Weltportfolio besser fährt. Man hätte wahrscheinlich eine höheres Risiko, weil einen jeder Crash voll erwischt, aber evtl. auch eine höhere Rendite, weil man beim Bilden jeder Blase auch voll dabei ist (außerdem keine Fehler machen kann und sich Gebühren + Steuern beim Rebalancing spart).

  • Aus heutiger Sicht gibt es logischerweise nur die Vergangenheit.

    Stellen wir uns vor, wir wären im Jahr 2011 und hätten von nichts eine Ahnung.

    Die ganze Anleiheseite sehe ich realistisch nur als Aufbewahrstation für Geld. Reale Erfolge sind damit kaum zu erreichen.

  • @John Bogle

    Wäre der Fonds von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank evtl. eine Alternative zu deinem ishares für den risikoarmen Teil?

    HAL EUR 0-1Active Cor

    • Günstigere TER
    • Ausschüttend
    • Kein Spread
    • kostenlos kaufen + verkaufen (teilweise auch über Filialbanken/Fondsvermittler/...)

    Irgendwelche Nachteile? :/

    Eigentlich wollte ich ja überhaupt keine Beiträge mehr hier schreiben im Forum...

    Bei dem verlinkten Fonds:

    Er ist ein aktiver Fonds. Ich weiß nicht so recht was der Vorteil ist oder warum ich einen aktiv gemanagten Fonds nehmen soll nur um Staatsanleihen zu kaufen. Vorallem ist das Rating nur mit mindestens AA Minus angegeben. Der Ishares eb.rexx hat AAA Rating. Auch die günstigere TER nimmt sich nicht viel. Ich weiß nicht wie es mit der Handelbarkeit aussieht. Ich habe von dem Anbieter auch noch nie etwas gehört. Aber ich bin allgemein nicht so begeistert im risikoarmen Portfolioanteil Performance Chasing zu betreiben. Zumal dieser folglich eine schlechtere Kreditwürdigkeit hat. Denn im risikoarmen Portfolioanteil möchte ich eben die maximale Sicherheit.

    Unabhängig davon ist Cash kein guter Ort als Wertspeicher und nur Tauschmittel. Von daher sehe ich es ob nun Tagesgeld oder Geldmarktfonds eh ein wenig lockerer.

  • Unabhängig davon ist Cash kein guter Ort als Wertspeicher und nur Tauschmittel.

    "Nur Tauschmittel" ... ?

    Nach den mir bekannten Definitionen von Geld erfolgt diese über die drei zu gewährleistenden Geldfunktionen: Zahlungsfunktion (Tauschmittel), Recheneinheit (Wertmaßstab) und - last but not least - über die Funktion "Wertaufbewahrungsmittel" (Schatzcharakter des Geldes).

    Sind diese drei Funktionen erfüllt, kann man von Geld sprechen. Der Funktion "Wertaufbewahrungsmittel" (Schatzcharakter) soll dabei die erbrachte (Arbeits-),(Spar-) oder sonstige (Gegen-)Leistung für die Zukunft speichern.

    Sind Dir andere Definitionen von Geld bekannt ? Falls ja, wie lauten diese ?

  • Danke für dein Feedback.

    Haben die Erkenntnisse Auswirkungen auf dein Portfolio oder Strategie?

    Wenn ich so darüber nachdenke kommt es mir Immer so vor wie vor einem Gericht: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Stiefel.

    Das ganze mag in der Theorie so sein aber ob es auch so eintreten mag ? Vorallem sehe ich es kritisch, dass a) es solche entsprechenden Produkte für uns Anleger überhaupt zur Verfügung stehen müssen und b) man es vor lauter Optimierungsdrang vielleicht es schlechter macht als wenn man nur bei der MK Bleibt und c) wir bedenken müssen dass wir kein steuerfreundliches Rebalancing haben.

    Ein Portfolio aus FTSE All-World (75%) und kurzlaufende Staatsanleihen (25%) kommt dem no brainer/simpleton Portfolio schon recht nahe mit 66% USA. Nur SmallCaps weichen ab. Dafür hat man aber die ganzen Vorteile eines 1 Welt Aktien ETF.

  • Lieber John Bogle,

    ich schätze deine engagierten und tiefgehenden Beiträge sehr.

    Lass dich mal nicht irre machen!

    Danke...ich bin ehrlich gesagt schon am überlegen mich hier zu löschen.

    Es ist ja nicht das erste Mal das man so angeschrieben wird. Wenn man es wenigstens belegen könnte die Behauptungen. Da frage ich mich eigentlich warum ich hier überhaupt meine Zeit verbringen...

  • "Nur Tauschmittel" ... ?

    Nach den mir bekannten Definitionen von Geld erfolgt diese über die drei zu gewährleistenden Geldfunktionen: Zahlungsfunktion (Tauschmittel), Recheneinheit (Wertmaßstab) und - last but not least - über die Funktion "Wertaufbewahrungsmittel" (Schatzcharakter des Geldes).

    Sind diese drei Funktionen erfüllt, kann man von Geld sprechen. Der Funktion "Wertaufbewahrungsmittel" (Schatzcharakter) soll dabei die erbrachte (Arbeits-),(Spar-) oder sonstige (Gegen-)Leistung für die Zukunft speichern.

    Sind Dir andere Definitionen von Geld bekannt ? Falls ja, wie lauten diese ?

    Für mich hat es primär die Funktion des Tauschmittels. Es ist das Mittel zum Zweck und wie du korrekt auch angemerkt hast eine Recheneinheit.

    Über weitere Definition habe ich mir auch keine Gedanken gemacht. Es würde auch nichts ändern.