Baader Bank verweigert Korrektur einer wissentlich inkorrekt durchgeführten Kapitalmaßnahme

  • Ich verstehe immer noch nicht ganz das Problem. Man kann nicht mit 1/3 rechnen, denn das sind 0,3333333.... bis ins unendliche. Es muss also irgendwann gerundet werden. Und das machen Banken bei Bruchstücken meist bei 3 oder 6 Nachkommastellen.

    In meinen Augen ist es also korrekt, wenn die Bank aus 1/3 eine 0,33333 macht.

    Und nun mal zu deinem konkreten Fall:
    90 WDC Aktien hatten damals einen Wert von ~4500 USD.
    Dafür hättest du nach deiner Meinung 30 SanDisc Aktien bekommen sollten zu einem Kurs von damals ca. 35 USD.
    Also 30*35= 1050 USD

    Statt dessen hast du nur 29,9997 Anteile bekommen. Wert: 29,9997*35=1049,9895 USD

    Dein "Schaden" bei diesem Split liegt also bei ziemlich genau einem Cent und das bei einem investierten Betrag von 4500 in die WDC Aktie.

    Selbst ein Investor, der dort 1.000.000 USD investiert hat, hätte nur einen Schaden von ca 2 USD.

    Ich denke, es wird schwer werden dabei Anhänger für eine Sammelklage zu finden. Noch dazu bin ich immer noch der Meinung, dass das Vorgehen der Bank nicht falsch ist.

  • Hallo michael_d,

    der Schaden für den Anleger ist eine ganze SanDisk Aktie und nicht ein Bruchstück.
    Um bei dem Beispiel mit den 90 WDC zu bleiben, dem Anleger hätten 30 Sandisk Aktien eingebucht werden müssen, stattdessen hat er aber aber aufgrunde des Rundungsfehler 29,998 Stücke erhalten.
    Im übrigen ist es unstrittig, dass die Anwendung der Rundung von 0,33333 unzulässig ist.

    Da die 0.998 Bruchstücke nicht auf andere Depots übertragbar sind und die SanDisk-Aktien (nach meinem Stand) auf den Plattformen von Trade Republic und Baader Bank zur Zeit nicht gehandelt werden können, sind diese Bruchstücke praktisch wertlos.
    Folglich ist sein Schaden nicht 0.002 Bruchstücke, sondern eine ganze Sandisk Aktie.

    P.S.: Von einer Koryphäe hatte ich eigentlich fundierte Kenntnisse erwartet.

  • hi! ich möchte kurz in die runde geben, dass ich mich bei der BAFIN aufgrund des rundungsfehlers beschwert hatte. auch die links hier aus dem forum habe ich dazu einbezogen. danke an die community. aus meinen 49,9995 bruchstücken wurden jetzt genau 50.

    das belegt für mich > DIE RUNDUNG WAR NICHT ZULÄSSIG

    es bleibt aber brisant > die 50 aktien sollten seit juli 2025 von trade republic zur diba übertragen werden. trade republic hat fehler eingeräumt, die den transfer bisher verhindert haben. bis heute sind die aktien NICHT transferiert.

    frage an juristen: meine sandisk aktien sind aufgrund von fehlern trade republics (schuldeingeständnis liegt schriftlich mir und der bafin vor) nicht für mich handelbar. bei verkauf hätte ich aktuell eine rendite von ca. 1600% (wenn sie bei der DIBA ankommen würden). wenn der kurs jetzt extrem fallen würde und ich erst danach zugang zum handel hätte, würde mir ein extremer unrealisierter kursverlust in den büchern stehen. wäre trade republic dafür haftbar zu machen? wie würde sich der streitwert ermitteln?

  • frage an juristen: meine sandisk aktien sind aufgrund von fehlern trade republics (schuldeingeständnis liegt schriftlich mir und der bafin vor) nicht für mich handelbar. bei verkauf hätte ich aktuell eine rendite von ca. 1600% (wenn sie bei der DIBA ankommen würden). wenn der kurs jetzt extrem fallen würde und ich erst danach zugang zum handel hätte, würde mir ein extremer unrealisierter kursverlust in den büchern stehen. wäre trade republic dafür haftbar zu machen? wie würde sich der streitwert ermitteln?

    In einem Forum darf kein Rechtsrat gegeben werden.

    Nutze doch bitte hierfür eine Beratung durch Fachleute.

    Ich kann dir meine private Meinung mitteilen, wie ich vorsorglich vorgehen würde.

    Ich sendete nachweislich ein Schreiben an Trade-Republic.
    Inhalt etwa:

    Trotz Deines schriftlichen Schuldeingeständnisses sind meine Aktien weiterhin nicht handelbar, weil nicht zur ING übertragen. Dadurch werde ich aktuell an einer Veräußerung gehindert und bin einem erheblichen Kursrisiko ausgesetzt.

    Hiermit setze ich Dir eine Frist bis zum xxxxx, die uneingeschränkte Handelbarkeit vollständig wiederherzustellen.

    Für den Fall weiterer Verzögerung mache ich bereits jetzt Schadensersatz geltend. Der Schaden wird sich aus der Kursdifferenz zwischen dem heutigen Marktpreis und dem Kurs bei tatsächlicher Wiederherstellung der Verfügungsmöglichkeit ergeben.

    Viele Grüße

  • vielen dank für dein feedback! das ist bereits alles erfolgt. anhängig ist ein schlichtungsverfahren mit der bafin. somit läuft eine verjährungsfrist ins leere und ich muss vorerst keinen kostenpflichtigen anwalt bestellen. ich würde zu gern das 32 seitige pdf hier teilen in dem ich die kommunikation mit trade republic dokumentiert habe. das es dort menschen im support gibt, würde das dokument klar ausschliessen. trade republic hat sogar bestritten, dass es jemals einen spin-off western digital/sandisk gegeben hat :)

    ich habe die frage zum streitwert hier im forum nur gestellt, weil ich neugierig bin wie ein streitwert in diesem komplexeren fall berechnet wird. man kann der beklagten ja nicht unterstellen, dass man zum all time high verkauft hätte und dann die differenz zum aktuellen kurswert heranziehen zu dem man verkaufen könnte. wäre natürlich sehr schön wenn das rechtens wäre (würde meine kurse ja absichern > idealzustand). vielleicht hat ja jemand hier ähnliches mal erlebt und möchte seine infos teilen. eine rechtsberatung erwarte ich hier nicht. diese wird eingeschaltet sobald die 3-6 monatsfrist für das schlichtungsverfahren überschritten ist. beste grüße j)

  • Danke für die Information. Ärgerlich diese Aufwände für scheinbare Trivialitäten. Gleichzeitig wurden die hanebüchenen Argumentationen mit Verständnis für Abweichungen wie von Taust und michael_d ad absurdum geführt. Die Bank hat Fehler gemacht, die die Informatiker bereinigen müssen und können.

    gerne! erstaunlich finde ich, dass der post ersteller hier teilweise so angegangen wird. ebenso schleierhaft finde ich die behauptungen, dass der schaden ja nur sehr gering sei. jetzt gerade liegt er bei 623,86 $ für all diejenigen deren broker handlungsunfähig ist ... so wie meiner.

  • gerne! erstaunlich finde ich, dass der post ersteller hier teilweise so angegangen wird. ebenso schleierhaft finde ich die behauptungen, dass der schaden jan nur sehr gering sei. jetzt gerade liegt er bei 623,86 $ für all diejenigen deren broker handlungsunfähig ist ... so wie meiner.

    Ja leider. Die Argumente sind eigentlich selbstentlarvend. Ist halt heute möglich, dass sich jeder äußern kann, der auch nur über Halb-, Viertel- oder Nichtwissen verfügt.

  • Ja leider. Die Argumente sind eigentlich selbstentlarvend. Ist halt heute möglich, dass sich jeder äußern kann, der auch nur über Halb-, Viertel- oder Nichtwissen verfügt.

    ja. unterm strich sollte man sich vorher fragen, ob man sich durch derartige aussagen selbst so in öffentlichen foren disqualifizieren möchte :thumbup: sehen wir es positiv > fakten lassen sich nicht wegdiskutieren.

  • gut dass es eine meinung bleibt und keine feststellung. festgestellt werden kann, das trade republic gelernt hat dass 150/3 50 ist und nicht 49,9995. die rechenaufgabe hat ca ein 3/4 jahr zeit benötigt. wären bruchstücke rechtens, hätte die bank nicht korrigiert. zumindest in diesem punkt sollten wir uns einig sein :)

  • gut dass es eine meinung bleibt und keine feststellung. festgestellt werden kann, das trade republic gelernt hat dass 150/3 50 ist und nicht 49,9995. die rechenaufgabe hat ca ein 3/4 jahr zeit benötigt. wären bruchstücke rechtens, hätte die bank nicht korrigiert. zumindest in diesem punkt sollten wir uns einig sein :)

    Bankenvergleiche sollten um Grundrechenaufgaben im Bereich bis 100 erweitert werden. 😅

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