Man sollte den Wechsel in die PKV auf jeden Fall gut überlegen. Solange man ein dickes Gehalt bezieht und gut aufgestellt ist, kann man sogar Geld sparen (was nie, nie, nie der Grund für den Wechsel sein sollte, höchstens hübscher Nebeneffekt). Aber man sollte das zumindest für das Alter durchspielen und überlegen, ob man den gestiegenen Beitrag auch da berappen kann.
Ich persönlich (Beamter mit derzeit noch 70 % Beihilfe) tendiere immer mehr zur Bürgerversicherung für alle. Aber das bleibt ein linker Traum
Na ja, zumindest für die Beamten müßte die private Krankenversicherung erhalten bleiben.
Obwohl: Gehörte zum Alimentationsprinzip nicht eigentlich dazu, daß der Dienstherr auch die Krankheitskosten der Beamten vollständig abdeckt? Man müßte mal prüfen, ob die aktuelle Konstruktion der Beihilfe (nämlich alles unter 100% Beihilfe) überhaupt verfassungsgemäß ist! Schon der Begriff "Beihilfe" (also quasi Dazu-Hilfe) deutet ja die Verfassungswidrigkeit an.
Der Dienstherr deckt mit den gewährten Bezügen ja auch nicht nur einen Teil der Lebenshaltungskosten ab, sondern sollte eigentlich die vollständigen Kosten für eine dienstpostenangemessene Lebensführung abdecken.
Wenn man sich das vor Augen führt, merkt man, wie antiquiert das Konzept des Berufsbeamtentums ist. Aber es hat bei uns in Deutschland schließlich Verfassungsrang! Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.