Verlustverrechnung Aktien ./. Fonds?

  • Ich oute mich als Steueridiotin und stelle eine möglicherweise dusselige Frage:

    Wenn ich das in einem anderen Thread richtig verstanden habe, lassen sich realisierte Gewinne aus Fonds nicht gegen realisierte Verluste aus Einzelaktien aufrechnen. Erstmal: stimmt das so?

    Im Zuge einer größeren Aufräumaktion in meinem Uralt-Depot habe ich einige Fonds, die zwar passabel, aber vergleichsweise nicht doll gelaufen sind, verkauft. Gleichzeitig habe ich Einzelaktien, die mies gelaufen sind und bei denen ich auch keine Aussicht auf Erholung vermutete, verkauft. Im Ergebnis also Gewinne aus Fondsverkäufen und Verluste aus Einzelaktien.

    Wenn das das nicht gegeneinander aufrechnen lässt: Wäre es sinnvoll, aus den besser gelaufenen Einzel-Aktien welche zu verkaufen, also Gewinne mitzunehmen, um eine Aufrechnung zu erreichen?

    Oder ist das steuerlich alles völlig wurscht? (Falls das eine Rolle spielt: der freigestellte Betrag wurde bereits woanders ausgeschöpft.)

  • Wenn ich das in einem anderen Thread richtig verstanden habe, lassen sich realisierte Gewinne aus Fonds nicht gegen realisierte Verluste aus Einzelaktien aufrechnen. Erstmal: stimmt das so?

    Ja.

    Wenn das das nicht gegeneinander aufrechnen lässt: Wäre es sinnvoll, aus den besser gelaufenen Einzel-Aktien welche zu verkaufen, also Gewinne mitzunehmen, um eine Aufrechnung zu erreichen?

    Ja, das geht.

  • Wenn ich das in einem anderen Thread richtig verstanden habe, lassen sich realisierte Gewinne aus Fonds nicht gegen realisierte Verluste aus Einzelaktien aufrechnen. Erstmal: stimmt das so?

    Das ist so.

    Google hat mich diesbezüglich auf eine ganz tolle Seite geschickt, nämlich diese hier.

    Im Zuge einer größeren Aufräumaktion in meinem Uralt-Depot habe ich einige Fonds, die zwar passabel, aber vergleichsweise nicht doll gelaufen sind, verkauft. Gleichzeitig habe ich Einzelaktien, die mies gelaufen sind und bei denen ich auch keine Aussicht auf Erholung vermutete, verkauft. Im Ergebnis also Gewinne aus Fondsverkäufen und Verluste aus Einzelaktien.

    Zwei verschiedene Töpfe. :)

    Wenn das das nicht gegeneinander aufrechnen lässt: Wäre es sinnvoll, aus den besser gelaufenen Einzel-Aktien welche zu verkaufen, also Gewinne mitzunehmen, um eine Aufrechnung zu erreichen?

    Das könnte man machen. Der Verlusttopf bleibt aber stehen. Wann Du den Verlust nutzt, ist Deine Entscheidung. Das kann auch irgendwann später geschehen.

  • Das könnte man machen. Der Verlusttopf bleibt aber stehen. Wann Du den Verlust nutzt, ist Deine Entscheidung. Das kann auch irgendwann später geschehen.

    Das ist ein sehr guter Hinweis, vor allem, weil ein "Uraltdepot" erwähnt wurde. Sollten die Wertpapiere übertragen werden (und evtl. zusammengeführt), können/sollten die Töpfe mit umziehen. Manchmal (meist?) ist da beim Antrag ein zusätzliches Häkchen zu setzen.

  • Ich stelle mir die gleiche Frage wie Hornie

    Wenn ich "Uraltdepot" höre, denke ich sofort an Bestände die möglicherweise der sog. Altbstandsregelung unterliegen. Das sind Wertpapiere - wie hier Fonds und Einzelaktien - mit Anschaffungsdatum vor dem 01.01.2009

    Falls dem so ist, gelten einige steuerliche Besonderheiten.

  • Erstmal vielen Dank für die Antworten, haben mir weitergeholfen!

    -> Hornie: Nee, ziemlich sicher nicht, sofern das für Aktien gelten würde, die vor 2009 gekauft wurden. Insofern war "Uralt-Depot" echt irreführend! Einige Kaufunterlagen sind bisher schlicht nicht aufzufinden, aber da wir bis Anfang 2015 damit beschäftigt waren, mit -zig Sonderzahlungen das Haus abzuzahlen, haben wir damals vermutlich noch nix in Aktien o.ä. gesteckt.

  • Achim, das ist mir klar und vermutlich tauchen sie auch noch irgendwo auf. Ich war einfach früher beruflich so sehr eingespannt, dass ich mich nur alle Jubeljahre mal ums Depot gekümmert habe - und anscheinend hab ich mir dabei alle paar Jahre mal ein neues Ordnungssystem ausgedacht. Ja, war blöd.

  • Achim, das ist mir klar und vermutlich tauchen sie auch noch irgendwo auf. Ich war einfach früher beruflich so sehr eingespannt, dass ich mich nur alle Jubeljahre mal ums Depot gekümmert habe - und anscheinend hab ich mir dabei alle paar Jahre mal ein neues Ordnungssystem ausgedacht. Ja, war blöd.

    Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist.

    :)

  • Achim, das ist mir klar und vermutlich tauchen sie auch noch irgendwo auf. Ich war einfach früher beruflich so sehr eingespannt, dass ich mich nur alle Jubeljahre mal ums Depot gekümmert habe - und anscheinend hab ich mir dabei alle paar Jahre mal ein neues Ordnungssystem ausgedacht. Ja, war blöd.

    Du musst dich hier nicht rechtfertigen.