Sind Gold ETFs eine gute Beimischung für das Depot?

  • Hallo zusammen,

    in der aktuellen Ausgabe des ETF Magazins (Seite 10) werden einige Gold ETFs besprochen. Allgemein läge hier ein großes Potenzial und empfehle sich für eine Beimischung des Depots.

    Es gibt entsprechende ETFs, die zwischen 27 und 40 breit aufgestellt sind. Im Vergleich zum MSCI World ist diese Bandbreite natürlich sehr wenig. Daher auch die Frage, wie riskant ein solches Investment wäre.

    Wie seht ihr das?

    Erwähnt werden z.B. die folgenden ETFs:

    iShares Gold Producers UCITS ETF USD (Acc)
    WKN: A1JKQJ

    L&G Gold Mining UCITS ETF USD Acc
    WKN: A0Q8HZ

    VanEck S&P Global Mining UCITS ETF
    WKN: A2JDEJ


    Ich verfahre ansonsten nach dem Prinzip, der verschiedenen Töpfe der Altersvorsorge. Also betriebliche AV, viel ETF und ausreichend viel Anteil an Tagesgeld.

    Danke für ein paar Meinungen :)

  • Es gibt entsprechende ETFs, die zwischen 27 und 40 breit aufgestellt sind. Im Vergleich zum MSCI World ist diese Bandbreite natürlich sehr wenig. Daher auch die Frage, wie riskant ein solches Investment wäre.

    Was heißt das? Was will dieses Magazin (kenne ich nicht).


    Bei einem ETC (nicht ETF) auf Gold ist wichtig, ob ein Auslieferungsanspruch besteht (Stichwort Steuerfreiheit).

    Bei Beimischungen drehen einige schon fast durch….,wenn die das lesen.
    Ich halte generell einen Goldanteil von 5 bis 10 Prozent bei Neuanlagen für interessant.

  • Goldminen-ETFs und verwandte sind keine Gold-ETCs (ETFs müssen in Deutschland immer mehrere „Komponenten“ haben). Mit dem Wert des Edelmetalls, das eine beliebte Beimischung ist, haben sie nur bedingt zu tun.

    Als ich vorhin auf den Beitrag geantwortet habe, standen da überhaupt keine Goldminen-ETF in dem Text drin.

  • Das Etf Magazin ist für mich eine Werbeplattform für Akteure der Finanzbranche. So sollen ihre Produkte preiswert vermarktet werden. Vergleichbar mit den Finanzpornos auf Youtube.

    Nimm den Euwax II. Die Gewinne sind nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei.

  • Wenn du in Goldminen-Aktien investiert, wettest du nicht nur auf den Goldpreis, sondern auch auf die wirtschaftliche Situation dieser Minengesellschaften. Du holst dir also eine zweite Risikokomponenten an Bord. Aktuell gehen die Kurse hoch, weil der Goldpreis steigt. Und geben damit solchen Publikationen einen Anlass, mal wieder etwas zu empfehlen. In der Vergangenheit war es jedoch häufig so, dass diese Aktien sich auch bei steigendem Goldpreis schlecht entwickelt haben. Ursachen hierfür waren schlechtes Management und teilweise hohe Verschuldung dieser Unternehmen. Eine Investition in diesem Bereich wäre mir persönlich zu risikobehaftet.

    Wenn man vom steigenden Goldpreis oder auch vom gerade explodierenden Silberpreis profitieren will, würde ich den Erwerb physischen Goldes in Form von Münzen oder Barren mit einer Größe ab einer 1/2 Unze vorziehen (entsprechend bei Silber). Alternativ kann man Zettelgold wie Xetra-Gold oder Euwax II erwerben. Da es sich hierbei lediglich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, muss man hoffen, dass diese auch tatsächlich mit entsprechendem Goldvolumen hinterlegt sind und Vertrauen in die Wirtschaftsprüfer haben (Wirecard lässt grüßen). Vorteil des direkten Invest in Gold bzw. Zettelgold: nach einem Jahr Haltefrist sind Gewinne (noch) steuerfrei.

  • Lohnt sich jetzt noch der Einstieg in Gold wenn man bisher noch nicht investiert war ?
    Wenn ja würde ich zu Krügerrand tendieren.

    Diese Frage wird dir niemand seriös beantworten können. Egal, ob Gold, Aktien oder Bitcoin, die Investition in diese Assets ist eine Wette. Meine Meinung dazu: Gold ist niemals zu teuer. Hätte ich nicht schon längst meinen Gold-Zielbestand erreicht, würde ich weiter kaufen.

    Allerdings habe ich vor ein paar Wochen, als der Goldpreis kurzzeitig von 3700 EUR auf 3400 abgesackt war, einfach mal gezockt und für einen niedrigen 5-stelligen Betrag Zettelgold gekauft. Hat sich aus heutiger Sicht gelohnt. Als langfristige Anlage würde ich das allerdings nicht empfehlen.

    Solltest du dich für einen Einstieg entscheiden, dann ist der Krügerrand eine gute Wahl. Durch seine Gold/Kupfer-Legierung ist er nicht so empfindlich gegen Kratzer wie 9999-Gold. Da muss man beim Verkauf auch keinen Abschlag deswegen befürchten. Zudem wirst du einen Krügerrand überall los.

  • Was ist überall? Und dann mit welchem Abschlag? Physische Münzen loszuwerden ist i.a. ein ziemliches Verlustgeschäft.

    Ich habe gerade mal bei gold.de nachgeschaut. MP Edelmetalle, einer der größeren Edelmetallhändler mit mehreren Filialen in D, verkauft 1oz Krügerrand (2025) aktuell für 3796 EUR und kauft für 3742 EUR an. Das ist eine Differenz von ca. 1,5%. Man kann die Differenz sogar gegen 0 bringen, da es Händler gibt, die einen höheren Ankaufspreis zahlen. Von einem ziemlichen Verlustgeschäft würde ich da jetzt nicht unbedingt reden.

    Grundsätzlich wirst du einen Krügerrand überall auf der Welt los. In D kauft dir den jeder Edelmetallhändler ab, zu schlechteren Kondition auch manche Juweliere und natürlich diese bunten Shops orientalischer Anmutung mit einem unübersehbaren Hinweis auf "Gold Ankauf/Verkauf. Ob man dort allerdings einen angemessen Preis für sein Gold bekommt, weiß ich nicht.

    Viele Edelmetallhändler bieten auch an, Ankaufware zu einem zuvor vereinbarten Preis an sie zu senden. Das funktioniert in aller Regel problemlos. Ich habe z.B. vor einiger Zeit Zahngold an eine Scheideanstalt geschickt, zwei Tage später hatte ich das Geld auf dem Konto.