Edelmetalle: Bin ich verrückt ?

  • Finanzminister wird man nicht, weil man irgend etwas von Finanzpolitik versteht.

    Da kann und wird in so manchen Fällen oder Ländern was dran sein.

    Da brauche ich mir nur den deutschen Finanzminister anzusehen. Inzwischen dürfte fachliche Qualifikation eher hinderlich sein, um in ein Ministeramt zu kommen. Ich kann mich da z.B. an eine Außenministerin erinnern, die Russland mal eben den Krieg erklärt hat, oder an einen Wirtschaftsminister, der seine eigenen Vorstellungen vom Begriff "Insolvenz" hatte.

    Ein Herr Habeck als ausgerechnet u. a. Finanzminister und eine Frau Baerbock als ausgerechnet Außenministerin sind aber schon Extrembeispiele - und nicht der Regelfall.

    In der Community der hochrangigen Notenbanker bedeutender Zentralbanken gelten aber schon noch andere Regeln in Sachen Qualifikation und Erfahrungen. Hintergrund war halt damals, daß ein Herr Macron unbedingt den eigentlichen Wahlsieger (Manfred Weber (CSU)) der Europawahlen verhindern wollte, um lieber eine ihm genehme Frau von der Leyen als Kommissionspräsidentin zu installieren - die übrigens gar nicht auf dem Wahlzettel gestanden hatte ... Im Idealfall im Paket mit Madame Lagarde als neue französische Präsidentin der EZB. Aus Deutschland kam praktisch weder Gegenwind noch Widerspruch und/oder Einsatz der Regierung (Merkel) für einen deutschen möglichen Kandidaten (wie Jens Weidmann) - und so nahmen die Dinge sprich Personalien eben ihren Lauf.

    Aus rein pragmatischer und nationaler Sicht könnte es sinnvoll sein, sich als Deutschland beispielsweise dem Schuldenweg Frankreichs samt laxer Finanz- und Fiskalpolitik anzuschließen - da man ohnehin für die Schulden anderer Euroländer auf die ein oder andere Art in Mithaftung genommen werden wird, wie die Eurokrise und der Umgang damit gezeigt haben. Auf der übergeordneten, supranationalen Ebene und damit auch die Europäische Einheitswährung betreffend dürfte es dagegen eher schädlich und negativ sein, wenn Deutschland als letzter großer Stabilitätsanker der Eurozone auch noch wegfallen würde oder tatsächlich wegfällt.

  • Aus Deutschland kam praktisch weder Gegenwind noch Widerspruch und/oder Einsatz der Regierung (Merkel) für einen deutschen möglichen Kandidaten (wie Jens Weidmann) - und so nahmen die Dinge sprich Personalien eben ihren Lauf.

    Natürlich kam da kein Gegenwind. Merkel war doch froh, ihre nicht besonders glücklich agierende Verteidigungsministerin (McKinsey-Beauftragung, Panzer für Schwangere) nach Brüssel verklappen zu können.

  • Da kann und wird in so manchen Fällen oder Ländern was dran sein.

    Ein Herr Habeck als ausgerechnet u. a. Finanzminister und eine Frau Baerbock als ausgerechnet Außenministerin sind aber schon Extrembeispiele - und nicht der Regelfall.

    In der Community der hochrangigen Notenbanker bedeutender Zentralbanken gelten aber schon noch andere Regeln in Sachen Qualifikation und Erfahrungen. Hintergrund war halt damals, daß ein Herr Macron unbedingt den eigentlichen Wahlsieger (Manfred Weber (CSU)) der Europawahlen verhindern wollte, um lieber eine ihm genehme Frau von der Leyen als Kommissionspräsidentin zu installieren - die übrigens gar nicht auf dem Wahlzettel gestanden hatte ... Im Idealfall im Paket mit Madame Lagarde als neue französische Präsidentin der EZB. Aus Deutschland kam praktisch weder Gegenwind noch Widerspruch und/oder Einsatz der Regierung (Merkel) für einen deutschen möglichen Kandidaten (wie Jens Weidmann) - und so nahmen die Dinge sprich Personalien eben ihren Lauf.

    Aus rein pragmatischer und nationaler Sicht könnte es sinnvoll sein, sich als Deutschland beispielsweise dem Schuldenweg Frankreichs samt laxer Finanz- und Fiskalpolitik anzuschließen - da man ohnehin für die Schulden anderer Euroländer auf die ein oder andere Art in Mithaftung genommen werden wird, wie die Eurokrise und der Umgang damit gezeigt haben. Auf der übergeordneten, supranationalen Ebene und damit auch die Europäische Einheitswährung betreffend dürfte es dagegen eher schädlich und negativ sein, wenn Deutschland als letzter großer Stabilitätsanker der Eurozone auch noch wegfallen würde oder tatsächlich wegfällt.

  • der war nie Finanzminister

    Korrekt. Mein Versehen.

    Herr Habeck war u. a. Wirtschaftsminister.

    Was ich - ganz persönlich - einerseits aber inhaltlich auch so einschätze, daß er dies eher nicht war sprich diesem Amt samt seinen Aufgaben nicht ansatzweise gerecht geworden ist ... Gleiches gilt übrigens für Frau Baerbock in ihrer Funktion als Außenministerin ...

    Zu seinen offiziellen Amtsbezeichnungen (wie etwa Vizekanzler) gehörte u. a. die Bezeichnung "Bundesminister für Wirtschaft" - und so wurde er teilweise auch von den Medien bezeichnet ("Wirtschaftsminister" Habeck hat gestern ...)

  • Die Debatte entzündet sich immer ganz wunderbar an Habeck und Baerbock und deren angeblich (nicht) vorhandener Qualifikation.

    Es ist nun mal so, dass es für Minister und den Bundeskanzler keine formalen Vorgaben bzgl. ihrer Qualifikation gibt, z.B. einen Berufsabschluss o.ä..

    Seltsamerweise hinterfragt niemand die Qualifikation von Merz als Bundeskanzler oder warum Spahn als Bankkaufmann erst Gesundheitsminister war und dann zum "Wirtschaftspolitiker" ernannt wurde oder warum Laschet (ehemaliger Ministerpräsident) später irgendwann "Außenpolitiker" wurde. Das zieht sich durch alle Parteien durch.

  • Die Debatte entzündet sich immer ganz wunderbar an Habeck und Baerbock und deren angeblich (nicht) vorhandener Qualifikation.

    "Qualifikation" ist ein Aspekt - "Erfahrungen" den avisierten Bereich betreffend ein anderer. Ein weiterer Aspekt wären überhaupt Erfahrungen und/oder Erfolge außerhalb der politischen Community - um die Formulierung "Politikblase" zu vermeiden.

    Eine Frau Baerbock beispielsweise würde ich - ganz persönlich - kaum als Sachbearbeiterin und eher noch weniger als Abteilungsleiterin einstellen. Als Außenministerin eines (noch) nicht ganz unbedeutendes Landes aber ...

    "Qualifikation" mal außen vor: Auftritte in der Realität sind ein eigenes Thema. Bei Frau Baerbock fallen mir da diverse ein (inkl. meines Fremdschämens) - noch schlimmer, wenn sie sich in englischer Sprache versucht hat (obwohl sie doch in London studiert hatte ...) bei Herrn Habeck ebenso etwa, wenn er bei Frau Maischberger das Thema "Insolvenz" von Firmen erklärt ...

    Es ist nun mal so, dass es für Minister und den Bundeskanzler keine formalen Vorgaben bzgl. ihrer Qualifikation gibt, z.B. einen Berufsabschluss o.ä..

    Dem ist so.

    Siehe zu dem Thema auch hier beispielsweise

    Eine Million Steuerzahler verhalten sich vernünftiger als eine öffentliche Hand

    Wer Chemiker oder Physiker werden will, muß Chemie oder Physik studieren. Wer Arzt oder Jurist werden will, muß Medizin oder Jura studieren. Aber um Politiker zu werden ist lediglich das Studium der eigenen Interessen erforderlich.

    (Hermann Josef Abs, Bankier 1901 - 1994)

  • Dafür zahlst du Steuern ;)

    Also ob nun 466.000 € oder 726.000 € - das ist ein Taschengeld und definitiv KEIN Monstergehalt. Typisch Presse - da wird mal wieder was aufgebauscht weil man offenbar nix anderes zum Meckern hat. Nur mal so nebenbei: Josef Ackermann von 2003 bis 2012 Vorstands Vorsitzender der Deutschen Bank.

    Beispiele für seine Vergütung:

    • 2003: 11 Millionen Euro.
    • 2011: 6,3 Millionen Euro (Bar, zuzüglich Boni).
    • Für das Jahr 2011/2012: Rund 9,4 Millionen Euro als scheidender Vorstandsvorsitzender.

    Das sind Monstergehälter!

  • Es steht dem Wähler frei, anderes Personal zu wählen oder sich selbst zur Wahl zu stellen...

    Naja... wenn es denn so einfach wäre. Zunächst mal brauchst du für die politische Karriere das richtige Parteibuch UND Beziehungen. Du musst jede Menge Klinken putzen und bei den "richtigen" Leuten katzbuckeln (oder Fahrrad fahren - je nachdem) damit du in der Hierarchie ge- und be-fördert wirst.

    Das braucht einige Zeit - außerdem brauchst du Themen mit denen du dich engagieren und profilieren kannst - und immer schön nach der nächsten Sprosse der Hühnerleiter schielen.

    Wenn du dann genug Ellbogen Aktivität zeigst und dir einer breiten Unterstützung deiner Parteibasis sicher sein kannst, lässt du dich auf die entsprechenden Vorstandsposten der Partei wählen und - falls du gewinnst, ist dir die Kandidatur für die nächsten Landtags-, Bundestags- oder Europa-Parlamentswahlen sicher...

    Doch diese ganze Prozedur ist auch eine äußerst effektive Gehirnwäsche, denn du kannst dann ja nicht einfach plötzlich sagen "so nun bin ich Abgeordneter und handele nach meiner inneren Überzeugung" - Nee... Da heisst es dann "Koalitionszwang", Fraktionsdruck usw. und du schwimmst mit im politischen Suppentopf.

    Ehrlich gesagt wundert es mich, dass es überhaupt noch eine gewisse, wenn auch minimale "Grundkompetenz" in der bundesrepublikanischen Politiklandschaft gibt...


    Nebenbei bemerkt: mein Edelmetallportfolio ist in den letzten 24h um 2,68% gestiegen. 😊👍

  • Doch diese ganze Prozedur ist auch eine äußerst effektive Gehirnwäsche, denn du kannst dann ja nicht einfach plötzlich sagen "so nun bin ich Abgeordneter und handele nach meiner inneren Überzeugung" - Nee... Da heisst es dann "Koalitionszwang", Fraktionsdruck usw. und du schwimmst mit im politischen Suppentopf.

    So.

    Und dann bleibt die Frage, warum man das bei den handelnden Akteuren kritisiert, wenn man es selbst nicht besser hinbekommen würde und vermutlich auch kein anderer.

    Und ja - der Weg nach oben führt nicht dazu, dass die Leute mit den besten Lösungen die Chance bekommen, diese umzusetzen.

  • Es steht dem Wähler frei, anderes Personal zu wählen

    Jedes Volk bekommt - in Demokratien mit freien Wahlen jedenfalls - die Regierung, die es verdient.

    Nur am Rande aber in dem Kontext: Eine vermutlich inzwischen strukturelle und schwer bis kaum auflösbare Problematik - die Bevölkerung stimmt in Wahlen mehrheitlich eher Mitte/rechts, bekommt aber regelmäßig in der Realität dann eher bis deutlich eine Politik Mitte/links präsentiert. Auf Dauer jedenfalls ein Problem auch in Sachen Zustimmung, Vertrauen, Akzeptanz, Politikverdrossenheit usw.

    oder sich selbst zur Wahl zu stellen...

    Oft bis meist die "ultima ratio" Empfehlung gegenüber Kritik und/oder Kritikern ...

    Bei allem gebotenen Respekt:

    Mit Parteien, Parteiwesen, Parteikarrieren, dem Partei-Funktionärswesen, diesbezüglichen Hierarchien, Seilschaften, Usancen, Quereinstieg und Quereinsteigern usw. hast Du Dich (noch) nicht näher beschäftigt und/oder bist damit (noch) nicht näher in Berührung gekommen ... ?

    Nur am Rande und um nur einen Aspekt aus diversen beispielhaft aufzugreifen: Finanzielle Unabhängigkeit der Person wird in erstaunlich vielen Parteien nicht besonders gerne gesehen. Vielleicht, weil damit - neben der eigenen Meinung - auch eine gewisse Unabhängigkeit von der Partei, Parteiämtern, der Parteikarriere etc. pp. verbunden ist.

  • Und dann bleibt die Frage, warum man das bei den handelnden Akteuren kritisiert, wenn man es selbst nicht besser hinbekommen würde und vermutlich auch kein anderer.

    Ist doch dasselbe wie beim Fußball: 22 Spieler auf'm Feld und 15.000 Schiri's auf den Rängen....

    Der durchschnittlich mental Begabte ist nun mal so: Wenig reflektorische Gehirnaktivität aber dafür bei emotional aufgeladenen Themen eine niedrige Impulskontrolle.

  • die Bevölkerung stimmt in Wahlen mehrheitlich eher Mitte/rechts, bekommt aber regelmäßig in der Realität dann eher bis deutlich eine Politik Mitte/links präsentiert.

    Augen auf bei der Wahlentscheidung.

    Mit Parteien, Parteiwesen, Parteikarrieren, dem Partei-Funktionärswesen, diesbezüglichen Hierarchien, Seilschaften, Usancen, Quereinstieg und Quereinsteigern usw. hast Du Dich (noch) nicht näher beschäftigt und/oder bist damit (noch) nicht näher in Berührung gekommen ... ?

    Eine (erfoglose) Kandidatur für ein Kommunalparlament war für mich ein mehr als ausreichender Berührungspunkt.

  • Sind wir noch bei Edelmetallen oder schon beim allgemeinen Pöbeln?

    ...

    Also gerne zurück zum Thema.

    Nur zum generellen Verständnis:

    Wäre das Folgende - gemäß Deiner "offiziellen" Sicht - beispielsweise nah genug dran am Strang-Thema "Edelmetalle" - oder schon unter "Pöbeleien" zu subsumieren ?:

    Man muß sich entscheiden: Entweder man setzt auf die Verlässlichkeit des Goldes - oder man setzt auf die Verlässlichkeit von Ehrlichkeit und Intelligenz der Regierenden

    (George Bernard Shaw)

    Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden

    (Helmut Schmidt (SPD), ehemaliger Bundeskanzler)

    Jedes Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - Null

    (Voltaire)

    Gold is money, everything else is credit" (J. P. Morgan)

    Dem an solchen Themen interessierten Finanz-Laien sei an der Stelle nochmals der legendäre Aufsatz aus 1966 von Alan Greenspan (u. a. Vorsitzender der US-Notenbank von 1987 bis 2006) empfohlen:

    "Gold and economic freedom"


    ???