Haus für Bitcoin verkauft...und nun?

  • Hallo zusammen,

    danke für die Rückmeldung.

    Die Risiken zum Bitcoin finden Sie in der Finanztip App. Dort wird auch deutlich: „Nicht für die Altersversorgung geeignet“.

    LG

    Finanztip wagt sich mit ihrer derzeitigen Einschätzung schon schon sehr weit raus. Der Bitcointhread hier im Forum ist Beweis genug, dass die Community noch nicht so weit ist. Wenn Finanztip Bitcoin auch (mit geringem Anteil) für risikobewusste Anleger für die Altersvorsorge empfehlen würde, käme das in der derzeitigen Phase einem Reputationsverlust gleich. Dass Finanztip in den nächsten Jahren dem "Standardanleger" Bitcoin empfehlen wird, halte ich für ziemlich sicher. Dass sie Bitcoin nicht per se als Scam oder Gefahr darstellen ist ein Meilenstein, den die meisten erst in der Rückschau begreifen werden. Die Kritiker werden zunehmend leiser. Am Ende sind dann nur noch die im Elfenbeinturm übrig.

    OrangePilld

    Finde die Entscheidung das Haus zu verkaufen absolut nachvollziehbar und die 40% Aufteilung in Bitcoin für sehr tragfähig. Deine Kinder werden mal sehr viel Geld erben.

  • Hallo zusammen,

    der aktuelle Newsletter beschreibt es treffend:

    „…Finanztip-Ampel bleibt auf Gelb

    Wir empfehlen Dir auch weiterhin nicht, in Bitcoin zu investieren. Wir raten Dir aber auch nicht davon ab. Heißt: Die Finanztip-Ampel steht auf Gelb.

    Wenn Du in Bitcoin investieren möchtest, mach das nur mit Geld, auf das Du vollständig verzichten kannst. Bitcoin und andere riskante Geldanlagen wie Einzelaktien oder spezielle Themen-ETFs (z. B. auf Wasserstoff oder Gesundheit) sollten außerdem insgesamt max. 10 % Deines Vermögens ausmachen...“.

    Maximal 10 Prozent.

    LG

  • Ich bin mir sehr sicher, dass intern im Team über diesen Artikel sehr kontrovers diskutiert wurde. In der Redaktion sind bestimmt alle Positionen vertreten. von "Finger weg" über die Meinung aus dem Artikel über "kann man schon mit 30 % rein vll sogar bis zum 50-70% invest.

    Dass Finanztip hier als gemeinnützige Stiftung, die tendentiell eher risikoaverse Leute anzieht, da nicht zu mehr raten kann, liegt auf der Hand. Da hilft auch das zitieren aus dem Artikel nicht. Aber natürlich hat jeder das Recht das anders zu sehen bzw. zu beurteilen.

  • Habe mir eben das neue Finanztip Video zu Bitcoin angeschaut.

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    Das ist doch schon einmal ein großer Schritt, dass Ihr Euch damit überhaupt beschäftigt. Die Empfehlung max 10% und eine positive Einstellung zu Bitcoin Sparplan als Ergänzung finde ich einen super Start. Und ja, nur Bitcoin, stimme ich auch vollkommen zu. Ablehnung Altersvorsorge, da habe ich eine andere Meinung. Ergänzung Bitcoin Sparplan geht doch genau in diese Richtung? Da habt Ihr Euch etwas widersprochen.

    Das Video hat mir aber auch gezeigt, dass ihr noch ganz am Anfang der Lernkurve seid. Das ist aber absolut ok, denn Bitcoin ist ein noch junges Asset und wir stehen noch ganz am Anfang der Adoptionskurve. Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Universitäten, Staaten und sogar Zentralbanken werden nach und nach auf den Zug springen. Die ersten Beispiele gibt es ja bereits.

    Do your own research! Ich habe das die letzten Jahre getan und die Risiken (Volatilität, Quantencomputer, Energieverbrauch, Verbotsrisiken, kein internistischer Wert, um nur ein paar zu nennen) haben sich ALLE in Luft aufgelöst.

  • Finanztip wagt sich mit ihrer derzeitigen Einschätzung schon schon sehr weit raus. Der Bitcointhread hier im Forum ist Beweis genug, dass die Community noch nicht so weit ist. Wenn Finanztip Bitcoin auch (mit geringem Anteil) für risikobewusste Anleger für die Altersvorsorge empfehlen würde, käme das in der derzeitigen Phase einem Reputationsverlust gleich. Dass Finanztip in den nächsten Jahren dem "Standardanleger" Bitcoin empfehlen wird, halte ich für ziemlich sicher. Dass sie Bitcoin nicht per se als Scam oder Gefahr darstellen ist ein Meilenstein, den die meisten erst in der Rückschau begreifen werden. Die Kritiker werden zunehmend leiser. Am Ende sind dann nur noch die im Elfenbeinturm übrig.

    OrangePilld

    Finde die Entscheidung das Haus zu verkaufen absolut nachvollziehbar und die 40% Aufteilung in Bitcoin für sehr tragfähig. Deine Kinder werden mal sehr viel Geld erben.

    Ich weiß, Finanztip und die Community is schwer ETF lastig, vollkommen ok und nachvollziehbar.

    Und ich stimme Dir vollkommen zu: Finanztip wird in Zukunft vermehrt Bitcoin (und hoffentlich nur Bitcoin!) empfehlen, auch zur Altersvorsorge. Das wird kommen.

    Das mit den Hausverkauf war ein langer und intensiver Prozess und keine leichte Entscheidung. Ich habe es ausschliesslich wegen Bitcoin getan, nicht aus irgendwelchen anderen Motiven.

    Was vielen nicht verstehen:

    Compounding-Effekt: Über die letzten 10–15 Jahre hat Bitcoin extrem outperformt. Der Compound Annual Growth Rate (CAGR) von Bitcoin lag bei ca. 70–95 % pro Jahr (je nach Zeitraum, z. B. 2011–2025: 96,3 % in EUR). Im Vergleich dazu erzielen Immobilien in Deutschland typischerweise 5–10 % jährliche Rendite (z. B. durch Wertsteigerung und Mieteinnahmen). Beispielrechnung: Angenommen, du verkaufst Dein Haus für 500.000 €. Bei 7 % jährlicher Immobilienrendite (inkl. Miete nach Steuern) wächst das zu ca. 983.000 € in 10 Jahren. Bei Bitcoins historischer 50–70 % CAGR (konservativ abgemildert, da Volatilität hoch ist) könnte es zu 9,5–28 Mio. € wachsen. Die Opportunitätskosten sind bei Immobilien gewaltig, weil Geld in der Immobilie „feststeckt“ und Du den Compounding-Effekt von BTC verpasst.Inflationsschutz: Bitcoin ist als "digitales Gold" zu sehen und hat in Inflationsphasen (z. B. 2020–2023) besser performt als Immobilien, die durch steigende Zinsen (wie 2022–2025) belastet wurden. Immobilienpreise in Deutschland stagnierten 2023–2025 teilweise, während BTC +156 % allein in 2023 machte.

    Halte- und Transaktionskosten: Bei Immobilien fallen jährlich 1–3 % des Werts für Instandhaltung, Versicherung, Grundsteuer und Verwaltung an. Bei Mieterproblemen (Leerstand, Mietausfälle) sinkt die Nettorendite auf 3–5 %. Bitcoin hat null Haltekosten – keine Steuern auf Haltung (in DE: Abgeltungsteuer nur bei Verkauf, und nach 1 Jahr steuerfrei bei privater Haltung). Das spart langfristig Tausende Euro pro Jahr. Ein 500.000 €-Haus kostet dich 5.000–15.000 €/Jahr netto. In BTC investiert, wächst das Kapital ungestört. Keine Maklergebühren (3–6 % beim Verkauf), keine Notarkosten, keine Mieterkonflikte. Bitcoin-Transaktionen kosten Pennys und sind global.

    Liquidität: In unsicheren Zeiten (z. B. Konflikte) ist BTC portabel und unzerstörbar, im Gegensatz zu physischen Assets wie Häusern, die lokal gebunden sind. Ich bin nicht der Einzige: Mehr und mehr Menschen und Investoren verkaufen ihre Immobilie (egal ob Eigen- oder Fremdnutzung), um in BTC zu rotieren, da es "maintenance-free" ist. Miete vs. BTC-Verkauf: Immobilien erzeugen Cashflow durch Miete (3–6 % brutto). Aber BTC kannst du beleihen (Lending bei 5–10 % Zins), ohne den gesamten Bestand zu liquidieren. Das schafft flexiblen Cashflow, während mein Kernbestand "kompoundiert". Historisch: Wer BTC für Immobilien verkauft hat, bereut es oft (z. B. 5 BTC für ein Haus 2017 = heute 450.000 USD vs. Hauswert x2). Dehalb werde ich meine BTC nicht verkaufen, sonder wie eine Bank verleihen und damit Zinserträge generieren.

    Bitcoin bietet höhere Renditen (es wird kaum mehr angezweifelt, dass BTC über die Jahrzehnte einen Preis von 1Mio USD ansteuern kann), niedrigere Kosten und bessere Liquidität als ein Haus. Es ist wie der Wechsel von einem "lokalen" zu einem "globalen" Asset.

    Dies ist keine Anlageberatung und ausschliesslich meine Meinung.

  • Hallo zusammen,

    danke für deinen ausführlichen Beitrag, der ist nachvollziehbar und gut durchdacht. Ich sehe einige Punkte aber etwas anders und möchte meine Sicht teilen.

    Ich stimme zu, dass Bitcoin in der Vergangenheit extrem stark gewachsen ist. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Für mich bleibt aber die Frage, wie realistisch solche Wachstumsraten in Zukunft noch sind. Je größer etwas wird, desto schwerer wird es, dieses Tempo dauerhaft zu halten. Ich plane persönlich lieber mit vorsichtigen Annahmen als mit sehr hohen Erwartungen, gerade wenn es um langfristige Vorsorge geht.

    Was mir außerdem wichtig ist: Ich empfinde den Verkauf einer Immobilie zugunsten von Bitcoin als sehr starke

    Konzentration auf eine einzige Idee.

    Auch wenn eine Immobilie unflexibel ist, stellt sie für mich einen realen Gegenwert dar, der genutzt werden kann und der in ein bestehendes wirtschaftliches System eingebettet ist. Wenn alles in Bitcoin steckt, hängt am Ende sehr viel an der Frage, ob sich diese eine Entwicklung langfristig durchsetzt.

    Beim Thema Inflation bin ich noch nicht überzeugt, dass Bitcoin sich über viele Jahrzehnte als verlässlicher Schutz bewiesen hat.

    Bisher ist seine Geschichte dafür einfach noch sehr kurz.

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Preis stark davon abhängt, wie viel Geld gerade in risikoreiche Anlagen fließt. In schwachen Phasen kann es deshalb auch sehr schnell und sehr tief nach unten gehen.

    Zu den laufenden Kosten: Es stimmt, dass Bitcoin keine Reparaturen oder Steuern während des Haltens verursacht. Trotzdem ist er für mich nicht völlig „kostenlos“. Wer selbst verwahrt, trägt die volle Verantwortung. Ein Fehler bei der Sicherung oder ein verlorener Zugang kann das gesamte Vermögen betreffen. Wenn man Bitcoin verleiht, um laufende Einnahmen zu erzielen, gibt man zusätzlich die Kontrolle ab und muss darauf vertrauen, dass alles gutgeht. Das ist mir persönlich zu unsicher.

    Ein weiterer Punkt ist die rechtliche Seite. Die aktuellen steuerlichen Regeln sind günstig, aber sie können sich ändern. Ich tue mich schwer damit, meine langfristige Planung auf Bedingungen aufzubauen, von denen ich nicht weiß, ob sie in zehn oder zwanzig Jahren noch gelten. Bei Immobilien und klassischen Anlagen habe ich zumindest das Gefühl, dass sich Regeln langsamer und weniger grundlegend ändern.

    Am Ende glaube ich, dass Bitcoin eine spannende Ergänzung (10 Prozent) sein kann, vor allem für Menschen mit hoher Risikobereitschaft (Spekulation) und langem Atem. Für mich persönlich wäre es aber kein Ersatz für eine Immobilie oder einen Welt ETF. Dafür sind mir die Schwankungen, die Abhängigkeiten und die offenen Fragen zu groß.

    Trotzdem finde ich solche Beiträge wichtig, weil sie die Diskussion sachlicher machen. Und am Ende muss jeder mit seiner Entscheidung ruhig schlafen können.

    LG

  • Bitcoin ist eine neue Asset-Klasse und hat seit dem sie existiert (+17 Jahre) alle anderen Asset-Klassen bei weitem outperformed. Und das wird es sehr wahrscheinlich auch in Zukunft. Die Volatilität ist kein Bug, sondern ein Feature! Mich juckt die Volatilität überhaupt nicht, da es mein langfristiges Asset ist. Wie bei allen jungen Assets wird die Volatilität mit den Jahre abnehmen und BTC wird zur globalen Währungsreserve werden.

    Tausche das Wort "BTC" gegen "Tulpenzwiebeln" und du kannst ein Marktphänomen aus dem 17. Jahrhundert 1:1 nacherzählen.

  • Ist das jetzt doch wieder nur ein weiterer Thread um Bitcoin zu pushen? :/
    Ich kaufe die Story auch nicht ab. Das Gerede kommt mir leider auch sehr bekannt vor ;)

    Ich hab es schonmal an anderer Stelle erwähnt: Die Sicht des Forums auf Bitcoin hat keinen Einfluss auf den Verlauf von Bitcoin. Selbst wenn unser McProfit sein Gesamtesvermögen in Bitcoin umschichten würde, hätte das keinen spürbaren Effekt auf Bitcoin. Dass Leute, die von Bitcoin überzeugt sind, das auch anderen nahe bringen wollen, halte ich für legitim. Ob der TE und die "Story" echt sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Es gibt sicherlich Anzeichen, die dafür sprechen. Am Ende halte ich das persönlich aber für eine vertretbare Ansicht und Herangehensweise, egal ob real oder fiktiv. Mazen und Einundzwanzig wurde ja auch schon unterstellt, dass sie die selbe Person seien. 🤷

    Vielleicht sprengt es auch die Vorstellungskraft von Menschen, die Bitcoin für nen scam halten und andere dann derart viel darin investieren. 🤷


    Und dass die Argumente sich wiederholen, spricht für die Situation und Einschätzung und die Eigenschaften von Bitcoin. Die Gegenargumente sind ja oft auch die gleichen, wenn auch oft überhaupt nicht haltbar (zb Tulpenblase). Das wurde aber alles zur Genüge im eig Bitcointhread thematisiert. Bei allem gilt "cui bono". Da gilt es bei Kritikern, wie Schiff, nochmal verstärkt drauf zu achten.

  • Hallo zusammen,

    danke für deinen ausführlichen Beitrag, der ist nachvollziehbar und gut durchdacht. Ich sehe einige Punkte aber etwas anders und möchte meine Sicht teilen.

    Ich stimme zu, dass Bitcoin in der Vergangenheit extrem stark gewachsen ist. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Für mich bleibt aber die Frage, wie realistisch solche Wachstumsraten in Zukunft noch sind. Je größer etwas wird, desto schwerer wird es, dieses Tempo dauerhaft zu halten. Ich plane persönlich lieber mit vorsichtigen Annahmen als mit sehr hohen Erwartungen, gerade wenn es um langfristige Vorsorge geht.

    Absolut nein, ich gehe nicht von diesen großen Wachstumsraten aus, das wäre falsch. Bitcoin wächst in die Breite und damit verringern sich die Wachstumsraten von Jahr zu Jahr. Ich rechne mit sehr konservativen 10% pro Jahr im Durchschnitt über die nächsten 20 Jahre. Über alles darüber freue ich mich.

    Was mir außerdem wichtig ist: Ich empfinde den Verkauf einer Immobilie zugunsten von Bitcoin als sehr starke

    Konzentration auf eine einzige Idee.

    Auch wenn eine Immobilie unflexibel ist, stellt sie für mich einen realen Gegenwert dar, der genutzt werden kann und der in ein bestehendes wirtschaftliches System eingebettet ist. Wenn alles in Bitcoin steckt, hängt am Ende sehr viel an der Frage, ob sich diese eine Entwicklung langfristig durchsetzt.

    Meine Bitcoin-Allocation ist 40%, ich bin nicht all-in.

    Beim Thema Inflation bin ich noch nicht überzeugt, dass Bitcoin sich über viele Jahrzehnte als verlässlicher Schutz bewiesen hat.

    Bisher ist seine Geschichte dafür einfach noch sehr kurz.

    Bitcoin hat nur ~15 Jahre Historie, daher fehlen echte Langzeitdaten (wie bei Gold über Jahrhunderte), um seine Rolle als verlässlicher Inflationsschutz über viele Jahrzehnte endgültig zu beweisen.
    Trotzdem spricht die feste Begrenzung auf 21 Mio. Coins, die Theorie des „harten Geldes“ und positive Reaktionen auf Inflationsschocks in den verfügbaren Daten (besonders 2010–2023) dafür, dass es ein starker Inflationshedge sein kann.
    Die Hedge-Wirkung ist bisher kontextabhängig und volatil, wird mit wachsender institutioneller Adoption stabiler

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Preis stark davon abhängt, wie viel Geld gerade in risikoreiche Anlagen fließt. In schwachen Phasen kann es deshalb auch sehr schnell und sehr tief nach unten gehen.

    Ja, Bitcoin ist aktuell hochgradig abhängig vom Risikoappetit der Märkte und fällt in schwachen Phasen oft brutal mit (oder sogar vorneweg). Das macht es zu einem "noch" zu einem volatilen -Asset.
    Aber genau diese Sensitivität + die strukturelle Knappheit + wachsende institutionelle Verankerung machen es für Langfrist-Investoren potenziell zu einem asymmetrischen Outperformer — nicht trotz, sondern wegen des High-Beta-Verhaltens. "Die Volatilität ist kein Bug sonder ein Feature"! Wer das nicht aushält, sollte lieber bei klassischen Assets bleiben. DYOR!

    Zu den laufenden Kosten: Es stimmt, dass Bitcoin keine Reparaturen oder Steuern während des Haltens verursacht. Trotzdem ist er für mich nicht völlig „kostenlos“. Wer selbst verwahrt, trägt die volle Verantwortung. Ein Fehler bei der Sicherung oder ein verlorener Zugang kann das gesamte Vermögen betreffen. Wenn man Bitcoin verleiht, um laufende Einnahmen zu erzielen, gibt man zusätzlich die Kontrolle ab und muss darauf vertrauen, dass alles gutgeht. Das ist mir persönlich zu unsicher.

    Jeder kann selbst entscheiden, ob Self-Custody oder nicht. Du kannst Deine Bitcoin auf der Börse belassen oder von der Bank verwahren lassen. Ich vertraue lieber mir selbst als einer dritten Partei. Aber jeder muss das für sich entscheiden. Das schöne ist, Bitcoin gibt Dir die Flexibilität

    Ein weiterer Punkt ist die rechtliche Seite. Die aktuellen steuerlichen Regeln sind günstig, aber sie können sich ändern. Ich tue mich schwer damit, meine langfristige Planung auf Bedingungen aufzubauen, von denen ich nicht weiß, ob sie in zehn oder zwanzig Jahren noch gelten. Bei Immobilien und klassischen Anlagen habe ich zumindest das Gefühl, dass sich Regeln langsamer und weniger grundlegend ändern.

    Immobilien werden heftigst besteuert, Bitcoin nach 1Jahr Haltefrist überhaupt nicht! Deutschland ist diesbezgl. ein Steuerparadies! Versuche gab es, wurden jedoch in der Koalition vom Tisch gefegt. Was die Zukunft bring, who knows.

    Am Ende glaube ich, dass Bitcoin eine spannende Ergänzung (10 Prozent) sein kann, vor allem für Menschen mit hoher Risikobereitschaft (Spekulation) und langem Atem. Für mich persönlich wäre es aber kein Ersatz für eine Immobilie oder einen Welt ETF. Dafür sind mir die Schwankungen, die Abhängigkeiten und die offenen Fragen zu groß.

    Trotzdem finde ich solche Beiträge wichtig, weil sie die Diskussion sachlicher machen. Und am Ende muss jeder mit seiner Entscheidung ruhig schlafen können.

    LG

    Stimme Dir vollkommen zu. Jeder sollte seine Bereitschaft in Bitcoin zu investieren selbst abschätzen. Keiner sollte deshalb schlecht schlafen muessen. 10% ist doch schon sehr ordentlich. Und ja, wie bei ETFs, das entscheidende ist langfristig dran zu bleiben.

  • Frag doch mal die KI deiner Wahl zu dieser Thematik. 😊

    Was soll ich die KI fragen?

    Gegenfrage: Warum soll der Hype um Bitcoin nicht mit der Tulpenmanie vergleichbar sein? Nur weil letztere sich etwas schneller zuspitzte?

    Bitcoins haben im Gegensatz zu Tulpenzwiebeln nicht mal einen inneren Wert. Der Kurs steigt nur (und kann auch nur steigen), wenn es immer noch einen größeren Trottel gibt, an den man verkaufen kann.

  • Ich finde gerade den steuerlichen Aspekt sehr schwierig. Ich kann mir nicht vorstellen das jegliche Börsenspielchen besteuert werden und der gesamte Cryptobereich komplett außen vorgelassen wird. Vor allem über die nächsten x Jahre die es braucht bis zur Rente.

    Steuerliche Aspekte werden auch bei jeder anderen Anlage hier nicht als Kriterium empfohlen, nach der man seine Investitionen ausrichtet.


    Ansonsten aber absolut legitim das so zu machen. Wäre aber absolut gar nichts für mich.

  • Hallo zusammen,


    bei einem Welt ETF habe ich, mit historischen Belegen und der 72er Formel, mit jährlich 6 Prozent durchschnittlich an Rendite zu rechnen und alle 12 Jahre mit einer Verdoppelung des investierten Vermögens.

    LG

    Das ist aber auch nicht sicher. Der langfristige Erfolg von Bitcoin natürlich auch nicht. Die 6% waren vor gar nicht allzu langer Zeit noch 7%.


    lieberjott

    Du hast die Behauptung aufgestellt, dass Bitcoin eine Tulpenblase sei. Das darfst du gerne untermauern. Vorher spar ich mir die Mühe.

    ps: Glaubst du, dass finanztip Einzelaktien und Bitcoin in den gleichen Topf wirft und gleichzeitig davon ausgeht, dass Bitcoin eine Blase wäre?