• Hallo, ja so tolle ETFs angeboten die weltweite Aktien beinhalten. Allerdings sind alle sehr USA lästig. Habt ihr auch einen ETF als Empfehlung, der vielleicht maximal 40 % US USA beinhaltet?

  • Kater.Ka 14. Januar 2026 um 17:09

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Marktbreite ETF mit max. 40% USA bei nur einem ETF dürfte schwierig werden.
    Am ehesten trifft das noch auf den MSCI World Equal Weight zu:

    Invesco MSCI World Equal Weight UCITS ETF | IE000OEF25S1 | A40G12
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum Invesco MSCI World Equal Weight UCITS ETF (IE000OEF25S1 | A40G12) – extraETF – Das ETF Portal
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    Hier werden aber nur die Industrieländer abgedeckt. Außerdem ist Equal Weight nicht jedermanns Sache.

    Wenn es dann wirklich ein weltweiter ETF sein soll, sind es wohl folgende Kandidaten die am ehesten passen dürften:

    Gerd Kommer ETF:

    L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF (Acc) | IE0001UQQ933 | WELT0A
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    RAFI-3000:

    Invesco FTSE RAFI All World 3000 UCITS ETF | IE00B23LNQ02 | A0M2EN
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    Sonst hilft nur der Selbstbau aus 2-3 ETF.

  • die Erkenntnis, dass eine Diversifikation nach Ländern bei global agierenden Unternehmen zwangsläufig völliger Nonsens sein muss.

    Zwar erzielen viele große Unternehmen ihre Umsätze global, dennoch unterliegen sie weiterhin länderspezifischen Risiken: Rechts- und Steuersysteme, Kapitalmarktregeln, politische Eingriffe, Währungsentwicklungen und Bewertungsniveaus werden primär vom Sitzland bestimmt. Diese Faktoren beeinflussen Rendite und Risiko nachweislich.

    Es ist eben nicht egal, ob zum Beispiel die Schweizer Firmen Nestlé ihren Hauptsitz in der Schweiz hat und deshalb mit ihrer Heimat-Börse in der Schweiz international bekannt ist.

    Dies trifft zum Beispiel auch auf die beiden großen Schweizer Pharma Unternehmen und englische Unternehmen zu.

    Eine regionale bzw. länderspezifische Diversifikation ist daher kein „Nonsens“, sondern ein bewusstes Risikomanagement-Instrument. Wer den hohen USA-Anteil im MSCI World reduzieren möchte, trifft keine irrationale Entscheidung, sondern setzt lediglich andere Risikoprioritäten und Bewertungsannahmen. Entscheidend ist die Konsistenz der Strategie, nicht die Behauptung, es gäbe nur eine einzig „richtige“ Allokation.

  • Eine regionale bzw. länderspezifische Diversifikation ist daher kein „Nonsens“, sondern ein bewusstes Risikomanagement-Instrument. Wer den hohen USA-Anteil im MSCI World reduzieren möchte, trifft keine irrationale Entscheidung, sondern setzt lediglich andere Risikoprioritäten und Bewertungsannahmen. Entscheidend ist die Konsistenz der Strategie, nicht die Behauptung, es gäbe nur eine einzig „richtige“ Allokation.

    Das Argument mag auf kleinere Aktienmärkte durchaus zutreffen. Ich erinnere mich z.B. an den Ausschluss von Russland aus den Indizes infolge des Angriffs auf die Ukraine, der praktisch ohne spürbare Auswirkungen war.
    Wenn aber ein Land wie die USA z.B. ausländische Investoren enteignen würde, hätte das solch fundamentale Auswirkungen auf sämtliche Kapitalanlagen dieser Welt, deren Folgen ich mir lieber nicht ausmalen möchte.
    Dann zu sagen: Ich bin ja nur in Europa/Asien investiert würde wohl kaum einen massiven Kursverlust verhindern. Die Kapitalmärkte der großen Industriestaaten sind einfach zu stark vernetzt.
    Wer ein Problem mit dem Risiko des Aktienmarktes hat, sollte m.E. seine generelle Aktienquote überdenken.
    Ist aber auch nur meine Meinung.

  • Zwar erzielen viele große Unternehmen ihre Umsätze global, dennoch unterliegen sie weiterhin länderspezifischen Risiken: Rechts- und Steuersysteme, Kapitalmarktregeln, politische Eingriffe, Währungsentwicklungen und Bewertungsniveaus werden primär vom Sitzland bestimmt.

    Und sekundär von all den anderen Ländern, in denen man wirtschaftlich irgendwie tätig ist. Und auch da werden Rendite und Risiko beeinflusst. Als Trump das Wort Zölle gelernt hat, war der Aufschrei vieler Anleger, bloß die USA zu minimieren, groß. Und es wurde der MSCI World ex USA erfunden. Schaut man sich dessen TOP 10 an, findet man da einige Firmen, die über die Zölle noch am lautesten geschrien haben (ASML, SAP, Siemens...). Die 100% Zuordnung eines Unternehmens zu einem Land, nur weil da der größte Briefkasten steht, ist Nonsens. Über die ehrliche Prozentsetzung könnte man jetzt Unternehmen nach Unternehmen durchgehen, soviel Zeit haben wir nicht... Aber NVidia oder Microsoft nur als 100% USA zu sehen, und ASML oder SAP als 100% Niederlande bzw. Deutschland, ist schlicht und einfach Nonsens. Man kann sich da mit solchen gewürfelten Kennzahlen seine Anlageentscheidungen schön färben, ich erkenne jedem seinen Wohlfühlfaktor mit der persönlichen Anlage an. Man kann dann aber auch nach der Augenfarbe der 2. Ex-Frau des Vorstandsvorsitzenden diversifizieren, das wäre nicht weniger fundiert als irgendeinen Wunschprozentsatz bei "USA" erreichen zu wollen.