Kauf oder Miete - Gutes Einkommen, wenig Eigenkapital

  • Ziel zu haben, mit Renteneintrittsalter eine abbezahlte Immobilie zu haben.

    Die eigene Immobilie verleiht ein hohes Mass an Sicherheit (im Sinne von Nerven und Komfort). Aber ehrlich gesagt seid ihr sicherlich immer die beliebtesten Mieter und werdet wahrscheinlich nicht in den Wohnungen wohnen, aus denen man euch rauskündigen möchte, um sie "luxus-zu-sanieren". Deswegen könnt ihr es euch leisten die Entscheidung nach Bauchgefühl zu machen und nicht aus finanziellen Erwägungen.

    Kinderunterhalt aufgrund Pflegebedürftigkeit der Eltern wahrscheinlich

    also erst mal RESPEKT für diese Einstellung!
    Andere Threads haben sich lieber mit der Frage beschäftigt, wie man das Vermögen der Eltern verstecken/verschieben kann, damit es nicht für Pflegekosten verwendet wird, und lieber die Allgemeinheit (= wir) zahlen lässt. Deine Einstellung finde ich sehr honorig! 🫡

    Beim Planen möglichen Elternunterhalt berücksichtigen (der ist aber nicht mehr so hoch wie früher).

    und so weit ich weiss, greift der Kinderanteil erst ab 100k Einkommen des Kindes, da zählt nicht euer gemeinsames Einkommen!


  • Und dennoch haben wir beide „Bauchschmerzen“. Trotz bis dahin vermutlich gut gefüllter Depots Skrupel im Alter dann 3-4K Miete oder der gleichen zu zahlen. Das fühlt sich falsch an, wenn man jetzt weniger Miete zahlt und mehr Einkommen hat und später mehr Miete zahlen muss und weniger Einkommen hat.

    Ich finde es immer gut Zahlen sprechen zu lassen, den Zahlen ist unser Bauchgefühl egal :)

    Ich habe einfach das was ihr monatlich übrig habt (10.000€) genommen und für 20 Jahre in den Sparplanrechner bei 6 % eingetragen. Dabei kommen dann stattliche 4,5 Millionen € raus.


    Selbst wenn ihr „nur“ 5.000 anspart weil ihr euch auch mehr gönnt (schöne größere Wohnung, schöne Urlaube etc.) landet ihr bei 2,3 Mio.€. Wenn ihr davon 3 % entnehmt, könntet ihr damit 69.000. € (fast 6k) für eure Miete entnehmen ohne, dass das Vermögen weniger wird.

    Da wären dann die 4k. für Miete herzlich egal.

    Du siehst, es gibt keinen finanziellen Zwang zu kaufen, es ist nicht dumm es nicht zu tun, sondern hängt eher davon ab, was ihr euch für euer Leben wünscht.

  • Was bisher geschrieben wurde, kann ich nur bestätigen, es kommt drauf an...

    Ich würde mir ab sofort unverbindlich Objekte anschauen. Vielleicht verliebt ihr euch spontan in eines und dann würde ich sofort zuschlagen. Wenn ihr dagegen überall Haken sehr, dann ist's auch okay, ihr habt ja eure Wohnung.

    Und bezüglich der Eltern würde ich mir jetzt keine Sorgen in finanzieller Hinsicht machen. Nicht alle brauchen Pflege und m.W. würden falls doch, Darlehen für die eigene Wohnung bei der Heranziehung berücksichtigt.

  • Ja, meine Eltern (Mama 12/22 u. Papa 06/24 gestorben) brauchten kein Pflegeheim... über 5k, fast 6T€ Rente waren für meine Schwester und mich natürlich von Vorteil.

    Kenne aktuell drei Fälle, denen ihre (teils langjährige) Mietwohnung gekündigt wurde :(

    Da findet man in MUC (inkl. Metropolregion = Augsburg bis Landshut und Ingolstadt bis mind. Bad Tölz) nur wenig... mir ist durchaus bewusst, dass hier von dem Großteil der Dauerschreiber mieten vor kaufen geht... Ist genauso wie Sparen vs. Leben: Lest mal Die with zero <3

    Wie auch immer... wir brauchen uns zumindest um Mieterhöhungen und/oder Eigenbedarfskündigungen keinen Kopf machen.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Guten Morgen Mieteoderkauf,

    auch ich habe mir 2019 im Münchner Speckgürtel (FFB) eine ETW gekauft die ich selber bewohne.

    Rein aus Renditegründen würde es absolut Sinn machen die Wohnung zu verkaufen und das Geld in mein ETF Portfolio zu investieren.

    Meiner Meinung nach bietet eine eigene (bewohnte) Immobilie aber mehr als die reine Betrachtung der Rendite.

    Es ist einfach ein sehr schönes Gefühl und gibt mir einfach enorme Sicherheit. Und zwar in jeder Lebenslage. "Ich habe was, was mir keiner nehmen kann."

    Crasht der Aktienmarkt bleibt meine Immobilie beständig und stabil.

    Ich bin froh den Schritt gemacht zu haben, insbesondere auch weil hier die Mieten in den letzten Jahren explodiert sind.


    Viel Erfolg bei eurer Entscheidung

  • Vielleicht hilft dir auch das kürzlich veröffentlichte Video von Finanztip und Herrn Kommer dazu.

    Ich finde, dort ist das Thema sehr gut beschrieben und sollte dir auch dabei helfen zumindest was das finanzielle angeht, keinen Druck bzgl. einer Immobilie zu haben.

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    Grüße

  • Ich bin froh den Schritt gemacht zu haben, insbesondere auch weil hier die Mieten in den letzten Jahren explodiert sind.

    Ab welchem Prozentsatz bezeichnet man eine Preissteigerung eigentlich als Explosion? Müßten nicht beispielsweise alle Tankstellen längst weg sein, so oft, wie die Benzinpreise schon explodiert sind?

    Als ich in mein aktuelles Quartier eingezogen bin, wurde gerade eine gleichartige Immobilie in unmittelbarer Nachbarschaft verkauft. Umgerechnet auf den Kaufpreis betrug meine Kaltmiete damals 4,5%. In der Zwischenzeit sind einige Jahre vergangen, die Mieten sind explodiert, die Kaufpreise sind auch explodiert. Neulich wurde die genannte anderen Immobilie wieder verkauft, bezogen auf den Preis beträgt meine Miete aktuell 2,0%.

    Immobilien zu kaufen hat eine enorme emotionale Komponente. Rein rational ist in Zeiten niedriger Zinsen und niedriger Inflation das Mieten günstiger.

  • Ab welchem Prozentsatz bezeichnet man eine Preissteigerung eigentlich als Explosion? Müßten nicht beispielsweise alle Tankstellen längst weg sein, so oft, wie die Benzinpreise schon explodiert sind?

    Als ich in mein aktuelles Quartier eingezogen bin, wurde gerade eine gleichartige Immobilie in unmittelbarer Nachbarschaft verkauft. Umgerechnet auf den Kaufpreis betrug meine Kaltmiete damals 4,5%. In der Zwischenzeit sind einige Jahre vergangen, die Mieten sind explodiert, die Kaufpreise sind auch explodiert. Neulich wurde die genannte anderen Immobilie wieder verkauft, bezogen auf den Preis beträgt meine Miete aktuell 2,0%.

    Immobilien zu kaufen hat eine enorme emotionale Komponente. Rein rational ist in Zeiten niedriger Zinsen und niedriger Inflation das Mieten günstiger.

    Die Mietpreise in München sind seit 2019 dramatisch gestiegen, von durchschnittlich ca. 11,69 €/m² (2019) auf inzwischen deutlich über 20 €/m² (aktuell um 25,5 €/m²), was eine massive Zunahme bedeutet, bei der die Preise oft über 16 €/m² liegen und das Einkommen stark belasten. Während 2019 München noch Spitzenreiter war, sind die Mieten seit 2019 um über 60 % gestiegen


    Ich denke das Wort "Explosion" trifft es ganz gut ;)

  • Als ich in mein aktuelles Quartier eingezogen bin, wurde gerade eine gleichartige Immobilie in unmittelbarer Nachbarschaft verkauft. Umgerechnet auf den Kaufpreis betrug meine Kaltmiete damals 4,5%. In der Zwischenzeit sind einige Jahre vergangen, die Mieten sind explodiert, die Kaufpreise sind auch explodiert. Neulich wurde die genannte anderen Immobilie wieder verkauft, bezogen auf den Preis beträgt meine Miete aktuell 2,0%.

    Du vergleichst deine heutige Miete mit dem heutigen Kaufpreis. Das sagt nichts über die Mietentwicklung aus. Es zeigt nur, dass Kaufpreise stärker gestiegen sind als Mieten.
    Ob Mieten „explodiert“ sind, erkennt man nur am Vergleich der Miete damals vs. heute (oder zu Einkommen/Inflation), nicht an der gesunkenen Mietrendite.
    Dein Beispiel belegt also eine Kaufpreis-, nicht automatisch eine Nicht-Mietexplosion.

  • Immobilien zu kaufen hat eine enorme emotionale Komponente. Rein rational ist in Zeiten niedriger Zinsen und niedriger Inflation das Mieten günstiger.

    Ja dem ist so, ich war jahrzehntelang Mieter und auch wenn es vielleicht günstiger sein mag, möchte ich nicht mehr fremdbestimmt sein, was das Dach über meinem Kopf betrifft. Das ist dann doch nochmal was anderes als irgendein beliebiges Investment. Habe auch Erfahrung als Vermieter, das habe ich ebenfalls beendet, das ist nicht mein Business. Quintessenz und Zielzustand für mich persönlich ich besitze genau eine Immobile, diejenige, die ich selbst bewohne.

  • Rein rational ist in Zeiten niedriger Zinsen und niedriger Inflation das Mieten günstiger.

    Unabhängig davon, ob das tatsächlich so ist:

    Mein Zuhause und die Gestaltung desselben unter allein rein monetären Gesichtspunkten zu betrachten, stellt für mich, ganz persönlich, eine nicht zielführende und deutlich unterkomplexe Herangehensweise dar.

    Warum sollte ich ausgerechnet mein Zuhause betreffend schlechter wohnen oder unpassender wohnen, als es mir möglich ist ... ? Das war und ist für mich auch eine "rein rationale" Haltung.

    Schon der Fokus allein auf den Ansatz "günstiger" erschiene mir, ganz persönlich, eher abwegig.

    Dazu kommt noch erschwerend, daß ich meine mir möglichst passende, gemäße und gewünschte Bleibe auf dem Mietmarkt erstmal finden sprich mieten können muß (von anderen Aspekten, wenn ich es dann geschafft habe Mieter derselben zu sein, ganz abgesehen; Beispiel: Eigenbedarfskündigung - um nur ein Beispiel zu nennen).

  • Die Mietpreise in München sind seit 2019 dramatisch gestiegen, von durchschnittlich ca. 11,69 €/m² (2019) auf inzwischen deutlich über 20 €/m² (aktuell um 25,5 €/m²)

    Wo kommen diese Zahlen her?

    Mir ist bekannt, daß bei Neuvermietungen deutlich zugelangt wird, aber die ganz überwiegende Mehrzahl der Mieten betrifft halt nicht die Neuvermietung, sondern sind Bestandsmieten.

    Während 2019 München noch Spitzenreiter war, sind die Mieten seit 2019 um über 60 % gestiegen.

    Wenn München 2019 noch Spitzenreiter war, was ist die Stadt denn heute? Außerhalb der Konkurrenz (wie der dortige Fußballverein)?

    22,5 / 11,69 = 2,18. Zugegeben, Faktor 2,18 ist höher als "um 60% gestiegen", trotzdem passen die Zahlen nicht zusammen.

    Ich denke, das Wort "Explosion" trifft es ganz gut ;)

    Preise, deren Steigerung man herausstellen will, explodieren angeblich alle. Wie schon geschrieben, explodiert der wichtigste Preis dieser Republik, nämlich der Benzinpreis, dauernd.

    Ich hatte Dich konkret nach einem Prozentsatz gefragt, ab dem eine Preiserhöhung als Explosion bezeichnet wird. Diese Antwort fehlt noch.


    Perplexity sagt:

    Zitat

    Die durchschnittliche Bestandsmiete in München liegt aktuell bei rund 14,5 €/m² nettokalt laut offiziellem Mietspiegel 2025.

    Aktueller Wert

    • Der qualifizierte Mietspiegel 2025 der Stadt München weist für Bestandsmieten eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 14,47 €/m² aus.

    Dieser Wert liegt unter der durchschnittlichen ortsüblichen Vergleichsmiete über alle Mietverhältnisse (15,38 €/m²), weil Neuvermietungen teurer sind.

    Einordnung des Werts

    • 2023 lag die durchschnittliche Bestandsmiete noch bei 13,72 €/m², sodass der Wert 2025 um rund 0,75 €/m² bzw. gut 5 % gestiegen ist.
    • Neuvermietungen liegen im selben Mietspiegel deutlich höher bei etwa 17,06 €/m², was die starke Nachfrage und den angespannten Markt widerspiegelt.
  • Perplexity sagt: Die durchschnittliche Bestandsmiete in München liegt aktuell bei rund 14,5 €/m² nettokalt laut offiziellem Mietspiegel 2025.

    Aktueller Wert

    • Der qualifizierte Mietspiegel 2025 der Stadt München weist für Bestandsmieten eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 14,47 €/m² aus.

    Dieser Wert liegt unter der durchschnittlichen ortsüblichen Vergleichsmiete über alle Mietverhältnisse (15,38 €/m²), weil Neuvermietungen teurer sind.

    Weder das eine, noch das andere hat mit der Realität bedingt was zu tun. Gibt es Münchner Vermieter, die sich an den Mietspiegel halten bei Neuvermietungen oder sich bei früheren Vermietungen daran gehalten haben? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Entsprechend sind die Angaben dort gut fürs rot-grüne Rathaus, aber haben mit der Wirklichkeit nichts gemeinsam. ^^

  • Weder das eine, noch das andere hat mit der Realität bedingt was zu tun.

    Die Plausibilität steht gegen Ben_85s Angaben. Hier im Forum schreibt eine Mitforistin, die in München kleine Wohnungen vermietet. Sie schreibt (mit meinen Worten): Ich suche mir immer junge Paare, für die sind die Wohnungen knapp ausreichend. Sobald sich Nachwuchs ankündigt (oder eine Beförderung die finanzielle Situation deutlich verbessert), ziehen die aus und ich kann die Wohnung neu zu höherem Mietzins vermieten. So spare ich mir den Zirkus mit der Mieterhöhung.

    Es geht in diesem Thread wie üblich um die Frage: Ist Kaufen oder Mieten günstiger? In diesem Zusammenhang erwarte ich geradezu, daß der Käufer seine Entscheidung schönredet.

  • Es geht in diesem Thread wie üblich um die Frage: Ist Kaufen oder Mieten günstiger? In diesem Zusammenhang erwarte ich geradezu, daß der Käufer seine Entscheidung schönredet.

    Glücklicherweise sind überzeugte und "in der Wolle gefärbte" Mieter - nicht ganz selten auch gleichzeitig überzeugte ETF-"Sparbüchsen" oder sogar generell "Sparbrötchen" - vor dieser speziellen pro domo Sicht des Schönredens vollständig gefeit ... :rolleyes: