Kontowechsel innerhalb der eigenen Bank nach Diebstahl Personalausweis und Bankkarten angeraten?

  • Hallo,

    mir wurde das Portemonnaie u.a. mit Personalausweis und den Bankkarten gestohlen.

    Habe Bankkarten und Perso eine Stunde später sperren lassen und Anzeige erstattet.

    Der Dieb hat in dieser Zeit 2x versucht, einige tausend Euro entweder abzuheben oder (wahrscheinlich eher) auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Das prüft die Bank momentan.

    Die Überweisungen sind erstmal nicht gelungen, aber das Konto wurde mit 1% der Summen belastet.

    Die Bank hat das Konto vorübergehend gesperrt und prüft aktuell, ob weitere Betrugsaktivitäten erfolgen. Dann soll das Konto wieder freigegeben werden.

    Ich habe ein ungutes Gefühl und frage mich/Euch daher: Sollte ich nicht umgehend nach Freigabe einen Kontowechsel bei der Bank machen?

    Schließlich hat der Dieb immernoch die IBAN und meinen Personalausweis!

    Die Bank meinte es wäre nicht notwendig, aber ich würde mich wohl sicherer fühlen...?

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  • Deine IBAN ist nicht besonders geheim. Jeder, der sie kennt, kann eine Lastschrift veranlassen, ist mir auch schon passiert. Gibt man halt zurück.

    Ein Kontowechsel ist aufwendig, irgendwelche korrekten Lastschriften übersieht man schnell. Würde ich vermeiden, wenn nicht notwendig. Daher würde ich die Meinung der Bank akzeptieren.

    Viel wichtiger ist, dass Du die Karte in die KUNO-Sperrdatei eintragen lässt. Damit kannst Du die meisten Lastschriften vermeiden. Das kann nicht die Bank veranlassen, sondern nur Du bei der Polizei! Das wird gerne vergessen.

  • KUNO-Sperrdatei hat die Polizei veranlasst.

    Meine größten Bedenken sind, dass ja der Dieb auch meinen Personalausweis hat, auch wenn die online Funktion gesperrt ist und er zur Fahndung ausgeschrieben ist.

    Der Dieb, darauf deuten ja die offensichtlich versuchten Überweisungen hin, agiert ja irgendwie Richtung Ausland...

    Allein weitere Versuche, Geld zu transferieren, würde ja wieder zu Kosten für mich führen wenn auch die Transaktion scheitert. Hatten wir ja schon.

  • Mir wurde das Portemonnaie u.a. mit Personalausweis und den Bankkarten gestohlen.
    Habe Bankkarten und Perso eine Stunde später sperren lassen und Anzeige erstattet.

    Der Dieb hat in dieser Zeit 2x versucht, einige tausend Euro entweder abzuheben oder (wahrscheinlich eher) auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Das prüft die Bank momentan.

    Wie soll das technisch gehen? Hast Du die PIN auf die Karte geschrieben?

    Die Überweisungen sind erstmal nicht gelungen, aber das Konto wurde mit 1% der Summen belastet.

    Bei meiner Bank könnte ein Dieb mit Bankkarte und Personalausweis keine Überweisung veranlassen. Wie geht das bei Deiner Bank?

    Wofür berechnet die Bank jetzt 1% Spesen (Mal abgeshen, daß das nicht besonders viel Geld sein dürfte)?

    Die Bank hat das Konto vorübergehend gesperrt und prüft aktuell, ob weitere Betrugsaktivitäten erfolgen. Dann soll das Konto wieder freigegeben werden.

    Ich habe ein ungutes Gefühl und frage mich/Euch daher: Sollte ich nicht umgehend nach Freigabe einen Kontowechsel bei der Bank machen?

    Die Bank meinte es sei nicht notwendig, aber ich würde mich wohl sicherer fühlen.

    Ich wüßte nicht, wie ein Dieb mit diesen Unterlagen Geld von meinen Konto holen könnte. Schon garnicht könnte er eine Überweisung veranlassen. Meine Kontonummer ist relativ bekannt. Allein mit der IBAN kann aber kein Dieb etwas anfangen. Die Bankkarte kommt demnächst neu.

    Wenn mir das passieren würde, sähe ich keine Veranlassung, meine Kontonummer zu ändern.

  • Bei meiner Bank könnte ein Dieb mit Bankkarte und Personalausweis keine Überweisung veranlassen. Wie geht das bei Deiner Bank?

    Bei Kreissparkassen und Volksbanken im tiefsten Alt-Württemberg geht das so:

    Du gehst zum Bankschalter.

    Überweisungsvordrucke werden dann persönlich am Schalter ausgegeben.
    Man muss selbst erscheinen und sich legitimieren (Personalausweis/Reisepass, oft zusätzlich Girocard oder Kontonummer).
    Die Bank prüft, ob man Kontoinhaber oder bevollmächtigt ist.
    Ausgegeben werden meist nur wenige Vordrucke, oft mit vorgedruckten Kontodaten.
    Hintergrund sind Betrugs- und Missbrauchsprävention.

    Wie genau da dann alles geprüft wird ? Keine Ahnung. Hier in der Gegend zahlen gefühlt 90 Prozent der Menschen mit einer Volksbank- oder Kreissparkassen-„EC“-Karte, wenn sie nicht bar zahlen.


    Klar….da lief einiges früher.

  • Bei Kreissparkassen und Volksbanken im tiefsten Alt-Württemberg geht das so:

    Du gehst zum Bankschalter.

    Achtest dabei sinnvollerweise darauf, daß die Überwachungskamera Dich nicht erfaßt. Ok: Früher wäre man gleich aufgefallen, wenn man eine medizinische Maske über dem Gesicht hatte, das ist heute aber üblich geworden. Aber medizinische Maske, Sonnenbrille und Hut? Alles auf einmal?

    Überweisungsvordrucke werden dann persönlich am Schalter ausgegeben.
    Man muss selbst erscheinen und sich legitimieren (Personalausweis/Reisepass, oft zusätzlich Girocard oder Kontonummer).

    Die Bank prüft, ob man Kontoinhaber oder bevollmächtigt ist.

    Liebe Petra, ziehen Sie mal die Maske herunter. Ah, ok. Auf Ihrem Paßbild haben Sie aber keinen Vollbart! Ok, ist die neueste Mode, ich verstehe.

    Gannmirüberaubdnichtbassiera. Meinebankatüberaubdgeinefiliaale.

  • Auf der Karte ist definitiv keine PIN!

    Wie eine Transaktion durchgeführt werden konnte oder versucht ist noch unklar, die Sicherheitsabteilung der Bank prüft derzeit.

    Fakt ist, dass mit dem Buchungstext:

    "Lastschrift (Ausland)" und "EC-POS EMV3" mein Konto einmal mit 20€ und eine Minute später mit 50€ belastet wurde.

    Der Code deutet auf eine abgelehnte Transaktion hin.

    Desweiteren steht im Auszug "EURO 5000 Kurs..." und Datum. Dasselbe mit 2000EURO. Die belasteten Summen sind exakt 1%.

    Meine Sorge ist einfach, dass der Täter nach Kontofreigabe genauso weiter vorgehen kann oder wie auch immer.

    Damit erhält er kein Geld aber ich habe finanziellen Schaden.

  • Auf jeden Fall sehr interessant. Die Belastungen mit 1 % sind rein technischer Natur. Das wird sicherlich nach Abschluss des Falls von der Bank glattgezogen.

    Eine ernste Angelegenheit, die nicht lustig ist.


  • Zitat

    Wie eine Transaktion durchgeführt werden konnte oder versucht ist noch unklar, die Sicherheitsabteilung der Bank prüft derzeit.

    DIe Bank weiss nicht, wo und wie die Transaktion veranlasst wurde?

    "Lastschrift (Ausland)" und "EC-POS EMV3"

    POS steht vermutlich für "point of sale". Und EMV3 scheint sich hier drauf zu beziehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Contact_EMV. Aber "Ausland" ist nicht näher spezifiziert? Und hat ein POS Gerät eine eindeutige Nummer/ID?

    Von einem Bekannten von mir ist einmal die Kreditkartennummer im Ausland von Fremden eingesetzt worden. Die Bank wusste in welchem Land und wo genau. Und mein Bekannter konnte nachweisen, dass er zu dieser Zeit nicht im besagten Land war. Daraufhin ist ihm der Schaden erstattet worden. Ob das heute noch so funktioniert, weisss ich nicht.

    Aber interessant wäre, wieviele Informationen eine Bank über den Einsatz einer geklauten Karte bei Abbuchungsversuchen oder Überweisungsversuchen bekommt. Z.B. auch, ob es ohne Identifikation/Authentifizierung versucht wurde bzw. so auch geklappt hat.

    Sind die Beträge von 20 und 50 Euro abgebucht worden? Falls ja: weil sie unter der Schwelle für eine notwendige Identifikation/Authentifizierung lagen? Konnten sie trotz der Kontosperrung abgebucht werden, weil für diese geringen Beträge keine Überprüfung mit der Bank stattgefunden hat? Waren das Testabbuchungen für die nachfolgenden Versuche, 2000 und 5000 Euro abzubuchen?

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann sind die 20 und die 50 Euro abgebucht worden, aber die 2000 und die 5000 Euro nicht. Ist das richtig?

  • DIe Bank weiss nicht, wo und wie die Transaktion veranlasst wurde?

    Die Bank prüft noch, der Diebstahl war am 14.01.26.

    Waren das Testabbuchungen für die nachfolgenden Versuche, 2000 und 5000 Euro abzubuchen?

    Alles noch unklar. Ich habe Pushmeldung erhalten, dass 50€ von der Landesbank Thüringen Hessen eingezogen wurden. Die Bank wickelt Zahlungsvorgänge für verschiedene Banken ab.

    2000/5000€ sind nicht abgebucht. Aber jeder Versuch kostet mein Geld. Und was passiert nach Freigabe? Daher Überlegung wegen Kontowechsel.

    Was auf den Kontoauszügen steht weiß ich nicht weil das Konto ja gesperrt ist...

    Meine Infos habe ich ja von der Umsatzvorausschau vor der Sperrung.

    Einmal editiert, zuletzt von User_Unknown (18. Januar 2026 um 07:46)

  • Was auf den Kontoauszügen steht weiß ich nicht weil das Konto ja gesperrt ist...

    Meine Infos habe ich ja von der Umsatzvorausschau vor der Sperrung.

    Ist das eine reine online Bank, ohne Filialen? Bedeutet eine Kontosperrung, dass nicht nur keine weiteren Transaktionen durchgeführt werden können, sondern auch, dass man auf keinerlei Art lesenden Zugriff auf sein Konto bekommt, z.B. nachdem man sich unabhg. von der Bankkarte identifiziert hat?

  • Wenn das mein Hauptkonto wäre, über das Gehalt und sonst alle wichtigen Buchungen laufen, würde ich wechseln. Das Risiko würde ich nicht eingehen, auch wenn die Umstellung ganz schön viel Arbeit macht.