Verlustvortrag auf Aktien bereinigen + Rente richtig gedacht?

  • Hallo zusammen,

    ich lese schon etwas länger mit und habe jetzt selbst 2 konkrete Fragen.

    1.) Verlustvortrag auf Aktien

    Als Student habe ich ein wenig mit Aktien gespielt (Südzucker, Praktiker etc ;(), was leider nicht so toll geklappt hat.
    Deswegen habe ich in meinem Depot noch immer 850€ Verlustvortrag aus Aktien.
    Ich möchte diesen gerne ausgleichen und bitte um Vorschläge.


    Aktuell halte ich Berkshire Hathaway für ca. 3500€ (per heute -50€) - gilt als Aktie, ist aber trotzdem ein gemischtes "Portfolio"
    SAP für 1700€ letzte Woche gekauft beim Dip.
    IDEE: Hoffen, dass beides in den nächsten 20 Jahren steigt und ich die 850€ ausgleichen kann und dann bin ich aus Einzelaktien raus.
    Gibt es gute Vorschläge, andere Ideen etc?, bsp ähnliches wie Berkshire nur im Euroraum (Wechselkursrisiko ausschalten)


    2.) ETF-Portfolio

    Ziel: in ca. 20 Jahren ein ETF Portfolio zu haben, was inflationsbereinigt 2.000€ "Rente" pro Monat für 25 Jahre bringt vor Steuern.

    Aktuell: 213.000€ in 90% ETF151 (All Country World UCITS ETF Acc) + 10% Gold
    Annahme: Inflationsbereinigt 2,9% Rendite pro Jahr

    Entsparphase: 1% Rendite pro Jahr Inflationsbereingt (Liquireserve mind. 5 Jahre - Tagesgeld/Festgeld)

    Das Portfolio soll ein Rentenbaustein sein. Mehr möchte ich nicht investieren, außer es kommt eine größere Erbschaft oder ähnliches.


    Vielen dank an alle. :)

  • Kater.Ka 11. Februar 2026 um 09:30

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Gibt es gute Vorschläge, andere Ideen etc?, bsp ähnliches wie Berkshire nur im Euroraum (Wechselkursrisiko ausschalten)

    Einfach Aktien der Deutschen Telekom kaufen und die Dividende steuerfrei einstreichen. Dafür wird von der Bank dein Einstiegskurs fiktiv jedes Jahr um die Dividende herabgesetzt.
    Wenn du dann später verkaufst, werden deine Verluste angerechnet.

    Die Dividenden-Rendite ist 3,3 % brutto, gleich netto.

    Rechenbeispiel gefällig ?

    Du kaufst jetzt 850 Aktien zu 30 €.
    Es gibt dann 1 Euro Dividende pro Aktie, die steuerfrei ausgezahlt wird.

    Wenn der Dividendenabschlag aufgeholt ist, verkaufst du einfach.

    Du kannst das mit einer geringeren Anzahl von Aktien machen, dann dauert es eben einige Jahre länger, bis sich deine Verluste auflösen.

  • Ziel: in ca. 20 Jahren ein ETF Portfolio zu haben, was inflationsbereinigt 2.000€ "Rente" pro Monat für 25 Jahre bringt vor Steuern.

    Es ist schön ein Ziel zu haben, nur wird Dir niemand die Frage beantworten können, ob Du Dein Ziel erreichen wirst.
    Niemand kennt die Inflationsraten der nächsten 20 und darauf folgenden 25 Jahre. Genau so wenig wie niemand weiß, wie sich die steuerliche Situation in 20 und den darauf folgenden 25 Jahren darstellen wird. Und die Renditen kennt auch niemand.
    Also eine Gleichung mit mehreren Unbekannten.

    Ganz grob gerechnet: In 20 Jahren wirst Du bei angenommenen 2% Inflation p.a. 3.000€ / Monat benötigen.
    Gemäß der 4%-Entnahmeregel braucht es dann min. 900.000€ im Depot (vor Steuern!). Also solltest Du eher locker mit 1 Mio. € Depotwert kalkulieren.

    Um von jetzt 213K€ im Depot auf 1 Mio. in 20 Jahren zu kommen braucht es satte 8,2% Rendite p.a.

    Mit einer Rendite von 8,2% p.a. würde ich eher nicht kalkulieren. Das kann auf 20 Jahre auch ganz anders aussehen.
    Von 2000-2019 (20 Jahre) lag die Rendite eines 90/10 Portfolios aus MSCI ACWI und Gold bei 4,8-5,2% p.a. (je nachdem wann/wie rebalanced wurde).

    BTW: Ist ohnehin Kaffeesatzleserei.;)

  • Wenn ich 1 Rheinmetall Aktie verkaufen würde, dann würde dieser riesige Verlusttopf schon nicht mehr reichen...

    HäHä Prahlerei

    conmigo will nicht mehr zocken und sich von Einzelaktien verabschieden.
    Und wenn ich einen "Anrechtsschein" auf 850€ steuerfreien Gewinn hätte, würde ich den auch noch mitnehmen wollen. Das kann dann ein sehr guter Stundenlohn sein.