Barmenia PKV für Beamte - stationäre Tarife G2B20 nötig?

  • Hallo zusammen und frohe Ostern! Ich nutze aktuell die Feiertage, um mich noch einmal mit meiner privaten Krankenversicherung auseinanderzusetzen. Ich bin Beamtin und bekomme 50% Beihilfe.


    Ich habe mich vor ein paar Monaten für die Barmenia entschieden. Ich habe mich damals gegen die zusätzlichen Bausteine für 2-Bett (G2B20 / 30) bzw. sogar 1-Bett-Zimmer entschieden. Sollte ich ins Krankenhaus kommen, würde ich (erfahrungsgemäß) entweder mit dem leben können, wo ich lande oder dann eben individuell beim Krankenhaus ein Upgrade bezahlen. Auch einen Transfer innerhalb Deutschlands (der ebenfalls durch die entsprechenden Tarife abgedeckt wäre) sollte man im absoluten Notfall doch eigentlich stemmen können...


    Aus meinem Bekanntenkreis habe ich nun erfahren, dass alle, die kürzlich in die PKV gewechselt sind, mindestens den 2-Bett-Tarif dazugenommen haben, weniger mit Fokus auf die Bettensituation als mehr auf die Arztwahl. Sehe ich etwas nicht? Verpasse ich sinnvolle Vorteile und sollte nun doch noch mein Optionsrecht nutzen und den Tarif upgraden? Freue mich über Meinungen und Erfahrungen.


    Danke vorab!

  • Kater.Ka 4. April 2026 um 14:45

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ja, Sie verpassen sinnvolle Mehrleistungen.

    Dazu gehört

    1. die freie Arztwahl (Chef- oder Oberarzt haben am meisten Erfahrung) und
    2. wenigstens auch das Zweibettzimmer, besser Einbettzimmer. Nicht nur fürs Wohlfühlen zur schnelleren Genesung (vermutlich teilen Sie Ihr Zimmer auch wenn es Ihnen gut geht nicht mit fremden Leuten?), sondern insbesondere zur Reduzierung des Infektionsrisikos im Krankenhaus. Je Bett, desto Infektion.

    Deshalb unbedingt upgraden! Für Beamte mit Beihilfe sind die Mehrkosten doch wirklich sehr überschaubar.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • Vielen Dank für Ihre Antwort! Nur zum Verständnis: der Tarif bezieht sich ja nur auf stationäre Behandlungen, wenn ich ihn nicht habe, komme ich also ins Krankenhaus und werde entsprechend der Verfügbarkeit untergebracht (kann dann auch ein 5-er Mehrbettzimmer sein) bzw. vom "nächstbesten" freien Arzt behandelt? Auch im Rahmen von stationären Aufenthalten über die GKV hatte ich nie den Eindruck, dass ein behandelnder Arzt basierend auf seinem Titel besser oder schlechter war.

  • Es geht nicht um Titel, sondern um Erfahrung. Ein erfahrener Fliesenleger, der schon 5.000 Bäder gefliest hat, kann das im Zweifel besser, als ein junger Fliesenleger bei seinem zehnten Bad. Das gilt analog für Operationen. :)

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  • Vielen Dank für Ihre Antwort! Nur zum Verständnis: der Tarif bezieht sich ja nur auf stationäre Behandlungen, wenn ich ihn nicht habe, komme ich also ins Krankenhaus und werde entsprechend der Verfügbarkeit untergebracht (kann dann auch ein 5-er Mehrbettzimmer sein) bzw. vom "nächstbesten" freien Arzt behandelt? Auch im Rahmen von stationären Aufenthalten über die GKV hatte ich nie den Eindruck, dass ein behandelnder Arzt basierend auf seinem Titel besser oder schlechter war.

    Gibt es überhaupt Privatbereiche mit 5-Bett-Zimmern?

  • Ja, Sie verpassen sinnvolle Mehrleistungen.

    Dazu gehört

    1. die freie Arztwahl (Chef- oder Oberarzt haben am meisten Erfahrung) und
    2. wenigstens auch das Zweibettzimmer, besser Einbettzimmer. Nicht nur fürs Wohlfühlen zur schnelleren Genesung (vermutlich teilen Sie Ihr Zimmer auch wenn es Ihnen gut geht nicht mit fremden Leuten?), sondern insbesondere zur Reduzierung des Infektionsrisikos im Krankenhaus. Je Bett, desto Infektion.

    Deshalb unbedingt upgraden! Für Beamte mit Beihilfe sind die Mehrkosten doch wirklich sehr überschaubar.

    Zu 1.) Absolute Zustimmung, auch wenn der Stationsarzt in den meisten Fällen die beste Wahl ist, weil er tief im aktuellen praktischen Geschehen steckt. So ist eine freie Arzt Wahl dennoch empfehlenswert, weil der Stationsart wie erwähnt oft, aber eben nicht immer der beste Spezialist ist.

    Auf der anderen Seite wird z.B. auch bei GKV Patienten mit komplexeren Krankheitsbildern, immer der entsprechende Spezialist nach Erfordernis involviert.


    Bei 2.) möchte ich widersprechen. Ich habe vor Jahren mal eine interne Studie an einem Uniklinikum zur Eruierung von Infektionsrisiken begleitet. Auch wenn es auf den ersten Blick logisch klingen mag (mehr und verschiedene Besucher im Mehrbettzimmer), ließ sich hier keine Evidenz für vermehrte (Re-)infektionen finden. Andere Infektionsherde sind hier wohl sehr viel dominanter.

    Fürs Wohlbefinden, da stimme ich zu, ist ein Einbettzimmer Gold wert.


    Der TE sprach noch den Transport innerhalb Deutschlands an. Hier gebe ich zu bedenken, dass dies oft keine einfache Taxifahrt ist, sondern ggf. medizinisch begleitet werden musst. Das kann im Einzelfall gerne mal eine 5(!) stellige Eurosumme bedeuten.

    Sollte ein Helikoptertransport erforderlich sein, wird's nochmals teurer.

  • [...] Sollte ich ins Krankenhaus kommen, würde ich (erfahrungsgemäß) entweder mit dem leben können, wo ich lande oder dann eben individuell beim Krankenhaus ein Upgrade bezahlen. [...]

    Vorsicht! Es werden immer diejenigen Patienten vom Krankenhaus bevorzugt, die den entsprechenden Tarif auch bei der Versicherung abgeschlossen. D.h., selbst wenn Sie anbieten, ein Einzelzimmer selber zu zahlen, wird das Krankenhaus stets den Patienten bevorzugen (und damit das Zimmer entsprechend belegen), der diesen Tarif bei seiner Versicherung abgeschlossen hat.

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