Alter Bausparer - behalten oder auflösen?

  • Mal ein anderer Weg, der dir die maximale Flexibilität und das "Beste aus beiden Welten" geben könnte:

    Scalable hat heute Wertpapierkredite bis zu 250.000€ erweitert. Mit einer variablen Verzinsung von derzeit 3,24% eff. (als Prime+ Kunde, 5€ im Monat)

    Je nach Depotgröße hat man auf diese Weise das Geld voll investiert und stottert den WP-Kredit variabel für sich ab.

    Ist das Dein Ernst? Das "Beste aus beiden Welten"?!

  • Ist das Dein Ernst? Das "Beste aus beiden Welten"?!

    Klar - worum macht sich der Thread-Ersteller Gedanken?

    - Guthaben bis zur Zuteilung nicht versauern lassen sondern stattdessen ins Arbeiten bringen

    - gleichzeitig bestmögliche Zinskonditionen für die Anschlussfinanzierung

    Derzeit sind 3,2% ein TOP-Zins im Vergleich zu regulären Bauzinsen. Zugegebenermaßen ist der natürlich nicht garantiert aber der Bauzins in 10 Jahren am Markt genauso wenig.

    Zudem sieht die Situation ja so aus das dann für 10J. mind. 800€ mtl. zur Verfügung stehen. Das bisherige Guthaben vollständig fest anzulegen z.b. in Festgeldtöpfe oder Anleihen und gleichzeitig ein ordentliches ETF-Portfolio aufzubauen welches im Zweifel über ein WP-Kredit beliehen wird ist kein Unding.

    Das Kursrisiko ist natürlich absolut nicht zu unterschätzen - das wäre es aber so oder so 😁

  • Genaugenommen musst Du folgende Rechnung anstellen.

    ….

    Aber zumindest als grobe Einordnung ist das vielleicht ja trotzdem hilfreich für Dich.

    Im Rechenbeispiel ist selbst bei 1,4% Bauspardarlehen vs. 4,386% Annuitätendarlehen der Bausparvertrag gut 5.000 EUR teurer.

    Ein ganz großes Dankeschön an die Zeit, die Du hier investiert hast!


    Ich werde die Zahlenbeispiele aufgreifen und für das Gespräch mit der BSK vorbereitet sein :)

  • Ein ganz großes Dankeschön an die Zeit, die Du hier investiert hast!


    Ich werde die Zahlenbeispiele aufgreifen und für das Gespräch mit der BSK vorbereitet sein :)

    Die werden Dir das vermutlich versuchen schönzurechnen.

    Du hast im Zweifel keine Chance gegen geschulte Vertriebler.

    Was ich Dir dringend empfehlen würde:

    1) Auf keinen Fall im Termin irgendwas unterschreiben.

    2) Welche Rechnung auch immer der Berater aufmacht, lass Dir diese schriftlich geben! Und zwar als vollständige Rechnung mit tatsächlichen Zahlen und Kosten von Abschluss des Bausparvertrags bis vollständiger Abzahlung, nicht nur selektiv eine Rechnung für Bauspardarlehen zu 1,4% vs. Bankdarlehen zu 4,x%). Nach Möglichkeit digital (per E-Mail o.ä.), nicht gekritzelt auf Papier oder nur als Ausdruck, damit Du es leicht selbst z.B. in Excel eingeben oder auch hier teilen kannst ohne alles abtippen zu müssen.

    Wenn Du möchtest, kannst Du das Ergebnis auch gerne hier einstellen und ich oder auch andere hier sehen sich das mal kritisch an.

    Meine Rechnung oben war ja auch nur eine fiktive Beispielrechnung, man müsste beide Varianten eben nochmal mit echten und vollständigen Zahlen rechnen.

  • Meine Rechnung oben war ja auch nur eine fiktive Beispielrechnung, man müsste beide Varianten eben nochmal mit echten und vollständigen Zahlen rechnen.

    Welche Zahlen fehlen Dir von meiner Seite bzw. die der Bank(en)?

    Leider wird es mit einem Termin mit der BSK wohl nichts vor Ende Mai. Daher kann ich erst später ein Update geben.

  • Welche Zahlen fehlen Dir von meiner Seite bzw. die der Bank(en)?

    Zum Bausparvertrag: Mit wieviel wird er bei Ende der Zinsbindung bespart sein, wie hoch wird das Bauspardarlehen sein, wie hoch die Rate für die Abzahlung des Bauspardarlehens, wie lange wird die Abzahlung dauern und welche Kosten fallen (während der Ansparphase aber ggf. auch während der Darlehensphase) an, fallen Kosten für eine neue / zu übertragende Grundschuld an? Wann wird der Bausparvertrag voraussichtlich zuteilungsreif sein? Wie ist die Kündigungsfrist für den Bausparvertrag? Gibt es irgendwelche Regelungen zu Bonuszinsen o.ä.?

    Beim Bankdarlehen ist die Sache im Grunde klar, am Ende der Zinsbindung gibt es eine Restschuld, für die muss ein neues (Forward-)Darlehen abgeschlossen werden zu den dann geltenden Marktkonditionen. Man kann Stand heute nicht wissen, was 2037 (oder 2032, wenn ein Forward-Darlehen möglich wäre) der Zinssatz sein wird. Man kann aber, wenn man die genauen Daten des BSV hat, berechnen, ab welchem künftigen Zinssatz sich der Bausparer lohnen würde. Und man kann sich überlegen, ob es eine Grenze für den Anschlusszins gibt, ab der z.B. die Rate nicht mehr finanzierbar wäre (bei dir quasi ausgeschlossen mit alternativer Anlage, soweit ich das überblicke - da ist es eher noch die Frage, ob du es mit dem bereits im BSV liegenden Geld schaffst, bis dahin parallel soviel anzusparen, dass du am Ende gar keine Anschlussfinanzierung brauchst).

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