Eigenheim reinrechnen

  • Hallo Zusammen,

    Wir sind gerade dabei die 50-30-20 Regel beimuns zu etablieren. Was uns unklar ist, wie rechnen wir den laufenden Kredit für unser Eigenheim mit rein. Ist ja irgendwie beides Miete (also die 50 % und altersvor die 20%). Wie habt ihr das gelöst ?

    Vielen Dank für Eure Antworten im vorraus

  • Moin und Willkommen Florian Grimm

    Die Annuität (monatlicher Betrag an die Bank für den Kredit) für eure Immobilie hat ja zwei Komponenten:

    1. Darlehnszins -> wäre die Miete (Teil der 50%)

    2. Tilgung -> Abtragen des Kredits = Sparen in Steine, wie Saidi oftmals sagt (Teil der 20%)

    Und sagen wir, ihr habt euch noch ein besonderes Schmankerl geleistet, was eure Mietwohnung/-Immobilie nicht gehabt hätte, könnt ihr da ggf. zu Lasten anderer Spaß und Konsumausgaben in die 30% packen.

    Ich hoffe, das hilft euch weiter. Die Regel ist ja auch eher als Orientierung zu sehen

  • Finanzschlumpf sagt das genau richtig. 50-30-20 sind ein guter Richtwert. Ich hab das bislang bei mir selbst aber nie durchgerechnet. Ich (kein Immobilienbesitzer) gehe einfach von den 20% Sparrate (davon 15% ETF und 5% TG) aus und das restliche Geld muss dann eben für alles andere reichen. Als Immobilienbesitzer würde ich Kreditrate (Zins + Tilgung), Betriebskosten, Instandhaltungsrücklage und sonstige Lebenshaltungskosten alles zusammenrechnen. Insgesamt muss ich dann mit diesen Kosten gut leben können. Und auf die 50-30-20 Regel bezogen wären dann die 50 und die 20 Prozent abgegolten.

  • Wie habt ihr das gelöst ?

    Man kann es so rechnen wie Finanzschlumpf

    Ich persönlich habe meine selber bewohnte ETW garnicht in meine Sparrate rein gerechnet, ich habe aber auch nie eine feste Sparrate gehabt.

    Außer den hoffentlch verringerten Aussgaben fürs Wohnen ab den Zeitpunkt, wenn die ETW abbezahlt ist, steigert die ETW bei mir auch nicht mein (verfügbares) Vermögen. Ich kann sie nicht in Teilen verkaufen/vermieten (u.U. möchte ja jemand meinen Balkon mieten?) und verkaufe ich sie komplett (zu welchem Preis auch immer), dann fällt der verringerte Finanzbedarf fürs Wohnen weg und ich muss den Verkaufserlös mit dem nötigen Finanzbedarf verrechnen.

    Dazu muss ich diesen Finanzbedarf aber abschätzen können und kann dann, zusammen mit anderen Dingen, für die ich spare, meine Sparrte (in Euro, nicht in Prozent meines aktuellen Einkommens) entsprechend anpassen.

    Von daher mögen solche Regeln wie die 50-30-20 eine grobe Orientierung für Leute sein, die eine solche brauchen, um überhaupt zu sparen. Ob die 20% Sparrate am Ende für einen selber sinnvoll ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.

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