100.000€ anlegen für Betreuten (kaum geschäftsfähig) - Bankproblem

  • Es muss aber doch eine Möglichkeit geben das Geld zumindest vor der Inflation zu schützen? Verrückt.

    Gibt es doch. Es sind doch mehrere Möglichkeiten beschrieben worden.

    Allerdings darf man als Betreuer mit dem Geld des Betreuten ohne Genehmigung des Gerichts keine riskanten Anlagen tätigen. Das dient dem Schutz des Betreuten und der Allgemeinheit.

    Auch kann man nicht erwarten, dass eine Service-freie und kostenlose Online-Bank motiviert ist, sich um Kunden zu kümmern, die potenziell einen ziemlich hohen Aufwand verursachen (können), wie zB Korrespondenz mit Gerichten, Behörden, Pflegeeinrichtungen und Bevollmächtigten bzw. Betreuern.

  • Was ich zu dem Thema beisteuern kann: Ich habe erfahren, wie schwer bis hin zu unmöglich es ist, auch als Betreuer auch nur ein Girokonto bei einer Bank zu eröffnen...

    Als meine Mutter einen Schlaganfall hatte, war sie danach auch zu nichts mehr in der Lage, Pflegestufe 5 und Pflegeheim. Die Sparkasse gewährte mir seinerzeit nach vielen Bitten und Drohung, mich als gesetzlicher Betreuer einsetzen zu lassen (was ich ja dann auch tat) gnädigst, per Schneckenpost Überweisungen auszufüllen und ihnen zu schicken (meine Güte, in der heutigen Zeit?? So lief es dann ab: sie schickten mir Überweisungsträger per Post aus S-H nach Bayern und ich füllte die aus und sendete per Post zurück in den Norden - man mag es kaum glauben...). An Online-Banking, wie es hier erwähnt wurde, war nicht zu denken, auch nicht, als ich mich zum Betreuer habe einsetzen lassen. Die stellten sich quer und dann hast du keine Möglichkeit. Durch Zufall habe ich dann bei der Sparda hier in der Nähe ein neues Konto eröffnen können, das zumindest keine Gebühren mehr kostete, und - Oh Wunder! mit Online-Zugang!

    Ich habe viele Banken seinerzeit angefragt und keiner sonst hätte etwas erlaubt, ohne dass die Mutter selbst unterschrieben hätte, was ja nun nicht mehr ging und das ist ja bei euch auch so.

    Ich denke daher, die einzige Möglichkeit wird sein, bei der Sparkasse, bei der die Schwiegermutter schon Kundin und bekannt ist, ein Depot zu eröffnen, um risikolose Anleihen zu kaufen. 150 km sind doch verschmerzbar, um das einzurichten, denke ich, und dann ist das sauber gelöst.

    Viel Erfolg!

  • Moin leviathan

    Tut mir sehr leid mit der akuten schweren Krankheit.

    Ohne jetzt Kritik zu üben, i besten Fall wären Finanzen im Voraus bspw. mit Konto und Depotvollmacht geregelt und es bestünde ein Konto, TGK und Depot bei einer Direktbank und Co.

    Was ich gefunden habe: ihr seid Bittsteller bei der Bank. Verhältnismäßig größerer administrativer Aufwand. Um eine Vor-Ortbank kommt ihr vermutlich nicht drum herum. Neben den Roten und Genossen wäre evtl. auch eine Konto und Depot bei der DB zu erwägen, dort bsp. Anlage in ein Arero. Win Win…

    Viel Erfolg und gute Besserung

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