Asset Allocation: REIT-ETF

  • Hallo zusammen,

    ich habe noch von früher den Amundi FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF Dist REIT ETF im Depot.

    https://www.justetf.com/en/etf-profile…in=LU1737652823

    Aktuell zähle ich den innerhalb der Asset Allocation zu Immobilien und nicht zu Aktien.

    Würdet ihr das ähnlich zuordnen?

    Ich habe für mich darüber hinaus eine "Risiko-Kennzahl" definiert mit der ich jede Asset-Klasse gewichte:

    • Aktien: 100%
    • Anleihen: 0%
    • Sichteinlagen: 0%
    • Immobilien: 50%
    • Rohstoffe: 50%

    Somit würde der REIT-EFT obwohl er aus Aktien besteht nur zu 50% in den Risiko-Teil zählen...

  • Unter Anleihen fasse ich GMF, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Genossenschafsanteile und Festgeld zusammen.

    Es geht nur grob um die Kategorie. Mir ist schon klar, dass High Yield und Junk Bonds da nicht rein passen. Die habe ich aber auch nicht.

  • Da REITs im Grunde genommen wie Aktien gehandelt werden, würde ich sie da einordnen.

    Da es deine eigene Klassifizierung ist, kannst du sie eh einordnen, wo du willst.

    Du könntest dich auch an den Beleihungssätzen von Wertpspierkrediten orientieren.

  • Du könntest dich auch an den Beleihungssätzen von Wertpspierkrediten orientieren.

    Interessante Idee.

    Die Google KI gibt folgende Grenzen für Lombard-Kredite an:

    Typische Beleihungsgrenzen nach Anlageklasse (Stand 2026):

    • Aktien (Blue Chips): 40 % bis 70 %
    • Fonds (Aktienfonds): Bis zu 60 % – 70 %
    • Anleihen (Festverzinsliche): 50 % bis 80 %
    • Mündelsichere Wertpapiere: Bis zu 75 %
    • Cash / Festgeld: Bis zu 90 % – 95 % (sehr geringes Risiko)


    DEGIRO gibt für ein Active-Trader Konto ca. 30% Margin auf Einzelwerte (Mittlere/Durchschnittliche Risikokategorisierung), also deutlich niedrieger bzw. konservativer.

    So gesehen wäre eine 50%-ige Einstufung von (REIT-) ETFs durchaus zu vertreten.

  • Ich habe für mich darüber hinaus eine "Risiko-Kennzahl" definiert mit der ich jede Asset-Klasse gewichte:

    Aktien: 100%
    Anleihen: 0%
    Sichteinlagen: 0%
    Immobilien: 50%
    Rohstoffe: 50%

    Somit würde der REIT-EFT obwohl er aus Aktien besteht nur zu 50% in den Risiko-Teil zählen...

    Eine recht spezielle Interpretation des Risikos. Wie würdest du denn z.B. Minenaktien-ETF bewerten? Die fallen ja nach deiner Einordnung in "Rohstoffe" und liegen damit bei 50%.

    Es ist für die Risikoeinstufung unerheblich, ob ein Unternehmen sein Geld mit der Bewirtschaftung von Immobilien oder mit der Herstellung von Klopapier verdient. Wenn es einen Crash am Aktienmarkt gibt, fallen die Kurse in der Regel gleich. Und eine Vonovia-Aktie, die ihren Kurs mal eben halbiert hat, würde ich auch in normalen Zeiten nicht als risikoarme Anlage bezeichnen.

  • Zum Glück ist der REIT ETF der letzte/einzige Themen ETF den ich noch besitze. Daher habe ich das Minen-Problem nicht. Aber ich verstehe worauf du hinaus willst. Persönlich sehe ich Minen-Aktien sehr kritisch. Kritischer als ein Direktinventment in Gold. H. Walz hat mal vorgerechnet wie der Gold-Preis individuelle Minen-Aktien abhängig von ihren Förderkosten beeinflusst. Das Ergebnis war überraschend (schlecht) für die individuellen Unternehmen.

    Da Vonovia ein Einzel-Wert ist fallen sie eh in den 100%-Risiko-Topf.

    Wenn es zum Crash kommt fallen in der Regel ja viele Asset Klassen gleichzeitig um Liquidität zur Verfügung zu stellen.

    Ich sehe durchaus einen Unterschied in der Brange: Zyklischer vs. Anti-zyklischer Konsum, Grundversorger, etc.

  • ich habe noch von früher den Amundi FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF Dist REIT ETF im Depot.

    https://www.justetf.com/en/etf-profile…in=LU1737652823

    Aktuell zähle ich den innerhalb der Asset Allocation zu Immobilien und nicht zu Aktien.

    Würdet ihr das ähnlich zuordnen?

    Ich verstehe nicht so recht worauf du hinaus willst. Aus meiner Sicht sind es eher Aktien als Immobilien.

    Aber meine Erfahrung ist, dass REITs sehr Zins-sensitiv sind, aufgrund des hohen Fremdkapitalhebels mit dem in der Branche gearbeitet wird. Sie verhalten sich daher im Kursverlauf ähnlich wie eine 10-jährige Staatsanleihe. Bei diesem ETF sogar wie eine 10-jährige US- bzw. Dollar-Anleihe. Vielleicht hilft dir das.

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