ING - Beim Tagesgeld eher saft- und kraftlos

  • Meiner meinung nach würde es reichen wenn die ING ein solides Dauerzins angebot hätte.

    und nicht nur diesen 0,75% blödsinn oder "nur für neugeld X %.

    z.b. 1,7% aufs extra konto...

    ... das hat was mit Geschäftspolitik des Hauses zu tun.

    Warum soll eine Bank für den gesamten Bestand von Tagesgeldern einen höheren Zins "rausrücken", wenn die Mehrheit der (trägen) Kunden den Zins von 0,75% akzeptiert.

    Gleiche Frage stellt sich, warum Filialbanken z.B. nicht die Kosten für ein Girokonto senken oder die Zinsen für Einlagen anheben.
    Solange die Mehrheit der Kunden diesen Zustand (klaglos) akzeptiert und nicht "davonrennt", wird nichts passieren.

  • Im verlinkten Artikel steht (unter Bezugnahme auf ING-Deutschland-Chef Lars Stoy):

    Zitat

    Als Bank müsse man sich aber gut überlegen, ob man Kunden anziehen möchte, die schnell die Bank wechseln, wenn es anderswo bessere Konditionen gibt.

    Den Ansatz finde ich ja nachvollziehbar.

    Aber dazu passt doch die Geschäftspolitik der ING nicht. Aktuell haben sie ein Lockangebot für Tagesgeld-Hopper.

    Das hier klingt dagegen eher wie eine Drohung ^^

    Zitat

    Nach Möglichkeit will die ING mehr Geschäft mit denjenigen machen, die schon Kunde bei dem Institut sind. Künstliche Intelligenz (KI) soll Beratung und Produkte besser machen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) von 2.022 Erwachsenen, die YouGov im Auftrag der ING repräsentativ befragt hat, können sich eine rein digitale, KI‑gestützte Beratung vorstellen. Stoy sagte, KI könne für die ING "der entscheidende Hebel sein, unsere zehn Millionen Kundinnen und Kunden noch besser, aktiver und personalisierter zu adressieren".

    Ich frage mich, wer diese 1.092 Leute waren, die sich eine "rein digitale, KI-gestützte Beratung" vorstellen können. Wobei es da vielleicht auch darauf ankommt, wie die Frage formuliert war.

    Wenn die Frage war "Können Sie sich vorstellen, dass Banken künftig zunehmend auf eine rein digitale, KI-gestützte Beratung setzen werden?", hätte ich vielleicht auch "ja" gesagt. Wenn die Frage aber war "Können Sie sich vorstellen, ihre persönlichen Anlageentscheidungen auf Basis einer rein digitalen, KI-gestützten Beratung zu treffen und wünschen Sie sich ein solches Angebot von Ihrer Bank?", hätte ich "nein" geantwortet.

  • Deshalb bin ich über die 0,75% beim Extrakonto in Verbindung mit dem Girokonto der ING nicht sonderlich glücklich, aber es spielt keine Rolle.

    Das geht mir auch so. Ich bin mit der ING für meine Zwecke absolut zufrieden, schon seit Jahrzehnten inzwischen. Giro kostenlos, Depot kostenlos, Sparpläne kostenlos, Geldabheben mit Visakarte fast an jedem Automaten und im Supermarkt kostenlos, und allein für unsere Immobilienfinanzierung mit 0,54% auf 15 Jahre mit frei änderbarer Rate haben sie echt was gut bei mir!

    Da liegt nur der Teil des Notgroschens, den ich in einer Stunde verfügbar haben möchte. Der größere Teil liegt auf den Tagesgeldkonten bei anderen Banken mit stabil größer 2%, wo es dann aber auch einmal einen Tag dauern kann, bis ich über das Geld verfügen kann.

    Bei der ING auf dem Tagesgeld liegt bei mir NICHTS (allenfalls von kurz vor Monatsende bis zum Monatsersten der Betrag für die ETF-Sparplanausführung auf dem Verrechnungskonto). Ich bin nicht böse drum, dass die ING nur 0,75% für Bestandskunden bieten, aber dann müssen sie eben damit leben, dass Bestandskunden ihr Geld abziehen und woanders anlegen.

    Aktuell liegt mein Tagesgeld bei der BBVA (3,25% gab es die letzten 12 Monate und gibt es für mich noch bis Ende Juni). Da ist es auch jederzeit verfügbar, ich kann bei Bedarf per Echtzeitüberweisung sofort auf mein ING-Girokonto überweisen (dort habe ich nämlich auch nur das Nötigste an Geld liegen), und mit dem BBVA-Girokonto und der BBVA-Mastercard auch direkt bezahlen. Ach ja, das BBVA-Girokonto wird ebenfalls mit 3,25% p.a. verzinst. Das ist wirklich komfortabel.

    Dorthin komplett wechseln will ich nicht - wie gesagt, bei der ING funktioniert und läuft seit vielen, vielen Jahren alles, und das Giro ist dort ja auch kostenlos. Aber für Tagesgeld (auch für den Notgroschen) gibt es wirklich genug andere Optionen, die ebenfalls zuverlässig mehr als 0,75% bieten.

  • Dorthin komplett wechseln will ich nicht - wie gesagt, bei der ING funktioniert und läuft seit vielen, vielen Jahren alles, und das Giro ist dort ja auch kostenlos. Aber für Tagesgeld (auch für den Notgroschen) gibt es wirklich genug andere Optionen, die ebenfalls zuverlässig mehr als 0,75% bieten.

    Ich finde, die ING hätte tatsächlich die besten Voraussetzungen für das Komplettpaket. Wäre das Extra-Konto als Verrechnungskonto fürs Depot besser verzinst (das ist m.E. nur noch bei Trade Republic der Fall) und könnte man kostenlos über die Fondsgesellschaften handeln (wie bei der Comdirect mit ihren teuren Sparplänen), bräuchte ich mindestens zwei meiner weiteren Anbieter nicht. Aber noch bin ich flexibel genug, meine Geldanlagen auf mehrere Anbieter zu verteilen, mal sehen, wie lange noch.

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