Einmalanlage 400.000

  • 3. Ausschüttende ETFs sind zwar vielleicht praktisch, aber nicht optimal. Denn

    a) Ist es steuerlich ungünstig (die Entnahme ist immer zu 100% steuerpflichtig)

    b) Unflexibel (könnte zu hoch sein, aber eigentlich ist sie eher zu niedrig)

    Ich habe keine ausschüttenden ETF. Aber ich habe auch, nicht im Gegensatz zum Threadersteller vor, bereits jetzt regelmäßig Geld aus meinem Depotvermögen zu ziehen um mir jetzt etwas zu gönnen.
    In diesem Fall sehe ich einen ausschüttenden ETF durchaus als gute Option an. Der Threadersteller kann die Ausschüttungen verleben und das Vermögen wird sich trotzdem langsam nach oben entwicklen.

    4. Die Aktienquote mit nur 60% wäre mir zu niedrig. Anleihen sind über lange Zeiträume *in der Vergangenheit* deutlich riskanter (Inflation ist das wahre Risiko über längere Zeiträume!) und deutlich weniger renditenstark gewesen als Aktien.

    Die Frage ist, was man erreichen will. Hier hat der Threadersteller auf einen Schlag 400K€ geerbt. Muss man dann überhaupt noch auf die maximale Rendite schielen? Zumal hier scheinbar auch gesundheitliche Einschränkungen vorhanden sind.
    Mir wäre die Aktienquote eines LS 60 auch zu niedrig. Ich befinde mich aber auch noch mitten in der Ansparphase und investiere jedes Jahr einen niedrig 5-stelligen Betrag in mein Depot. Aber um 400K€ zu investieren bräuchte ich mit meiner aktuellen Sparrate gut und gern 25 Jahre.
    Wenn ich heute 400K bekommen würde, würde ich auch meinen Risikoanteil im Depot runter fahren.
    Ich habe aus dem Eingangspost des Threaderstellers mitgenommen, dass es nicht darauf ankommt in 10 Jahren das Vermögen verdoppelt zu haben.

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  • Aber ich habe auch, nicht im Gegensatz zum Threadersteller vor, bereits jetzt regelmäßig Geld aus meinem Depotvermögen zu ziehen um mir jetzt etwas zu gönnen.
    In diesem Fall sehe ich einen ausschüttenden ETF durchaus als gute Option an. Der Threadersteller kann die Ausschüttungen verleben und das Vermögen wird sich trotzdem langsam nach oben entwicklen.

    Das sehe ich genauso. Gerade, wenn man eher der sparsame Typ ist, können Ausschüttungen dabei helfen, sich auch tatsächlich etwas zu gönnen, denn das Geld ist dann ja sowieso schon auf dem Konto. Hat man einen Thesaurierer und muss aktiv verkaufen, ist die (psychologische) Hürde größer.

    Da der Threadstarter SchU schreibt, dass er jährlich 5.000 EUR entnehmen möchte, um sich etwas zu gönnen, kommt das doch mit einem Ausschütter ziemlich gut hin. Bei 400.000 EUR und um die 2% Ausschüttung wären das 8.000 EUR im Jahr vor Steuer, macht 5.890 EUR nach Steuer (ggf. etwas mehr, wenn der Freibetrag noch nicht anderweitig ausgenutzt ist).

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