Facta

  • Folgender Sachverhalt:

    Banken in Deutschland verweigern oder kündigen Kunden die
    Bankverbindung, wenn diese einen US-Bezug aufweisen.
    Ausnahme: Personen mit US-Bezug weisen eine SSN nach.

    Nun gibt es jedoch Fälle von Generationen die eine solche Nummer aus
    welchen Gründen auch immer nicht haben( Stichwort Gnade der frühen
    Geburt) :)
    Was jedoch auch kein Problem darstellen könnte da man diese in einer
    US-Vertretung beantragen kann.

    Problem ist jedoch, das man den Nachweis erbringen muss das man seit
    dem 6. Lebensjahr sich in D aufgehalten hat.
    Problem deshalb da man nicht alle schriftlichen Nachweise erbringen
    kann (Zeugnis der Grundschule)

    Einmal wegen der behördlichen Aufbewahrungspflicht und andererseits
    aus persönlichen Gründen.
    Weshalb sollte man solche Unterlagen bis zur Rente und darüber hinaus
    aufbewahren?
    Und wer muss, kann mit einer solchen US-Änderung der Rechtslage
    rechnen?

    Unabhängig davon ist jedoch das weitaus schwierigere Problem liegt
    bei der US-Verwaltung
    Hauptsächlich liegt es daran das man gefühlt unendlich lang auf eine
    Terminvergabe in einer US-Vertretung warten muss,
    um persönlich mit den erforderlichen Unterlagen zum Erhalt der SSN zu
    erscheinen.

    Das letztlich virale Problem ist aber das Banken in D auf die SSN
    weiter bestehen.
    Und das trotz der Bemühung um die SSN
    Kann es wirklich sein das der Kunde letztlich wirtschaftlich
    stranguliert wird und sein in D aufgebautes leben ein wirtschaftliches
    Ende gesetzt wird, obgleich
    er sich rechtskonform verhalten will aber aufgrund der US-Verwaltung
    derzeit nicht kann?
    Gibt es da keine Ausnahme bis zum Erhalt der SSN?

    Haben Sie ggf weitere Informationen im Bereich der Finanzwelt oder
    eine Idee wie man sich in einem solchen Fall rechtskonform verhalten
    kann?
    Oder bleibt ok, jetzt drastisch formuliert dem Kunden tatsächlich nur
    noch der Weg der wirtschaftlichen Strangulation ? :)

    Für jeden Tipp oder jede Idee wär ich dankbar

    VG

    Pete

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  • Kater.Ka 21. Juli 2026 um 12:07

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Kann es wirklich sein das der Kunde letztlich wirtschaftlich
    stranguliert wird und sein in D aufgebautes leben ein wirtschaftliches
    Ende gesetzt wird, obgleich
    er sich rechtskonform verhalten will aber aufgrund der US-Verwaltung
    derzeit nicht kann?
    Gibt es da keine Ausnahme bis zum Erhalt der SSN?

    Es steht jeder Bank frei, zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte machen will. Das Problem ist an dieser Stelle wohl eher die US-Verwaltung, die es den ausländischen Banken nicht leicht macht.

    Aber wie sieht denn dein konkreter US-Bezug aus? Ist es nur die Staatsbürgerschaft? Diese kann man meines Wissens nach aufgeben, wenn man diese Probleme nicht mehr haben möchte.

    Alternativ vielleicht nach einer US-Bank suchen.

  • Hi Michael,

    Danke für Dein Feedback

    US Bank .. Ja.. auch eine gute Idee. Jedoch will die ja auch die SSN zwecks Meldung an die US-Finanzbehörde

    Staatsbürgerschaft aufgeben ist eine recht teure als auch zeitaufwendige Idee.

    Auch hier ist die Zeit der entscheidende Faktor. Deshalb da die Bank auch kündigen kann.

    Dem Grunde nach geht es Folgendes:

    die Steuer

    Die USA als auch noch ein weiterer Staat wollen weltweit wissen, ob Ihre Staatsbürger Steuern zu zahlen haben.

    Unabhängig vom Doppelbesteuerungsabkommen.

    Bedeutet: Fallen bei einem Konto in D Steuern egal in welcher Form die anfallen will die Bank die SSN zwecks Meldung an die US-Steuerbehörde. Ist ja auch alles so weit OK jedoch, wenn man nachweislich im Prozess zum Erhalt der SSN ist, um sich rechtskonform zu verhalten kündigt, gleicht das einer wirtschaftlichen Strangulation. Das kann nicht sein. Es muss Ausnahmen geben. So meine Überlegung.

    Welche das sind .. da bin ich überfragt

    Vielleicht hat das Forum hier ja ne Idee

  • Ich selbst habe davon keine Ahnung, aber hast du schon mal nach dem Thema generell im Internet gesucht?

    Ich habe jetzt auf die Schnelle gefunden, dass Depots für US Staatsbürger wohl generell sehr schwierig sind in Deutschland, da käme wohl wirklich nur der US Broker in Frage.

    Ein Konto wird wohl am ehesten von Filialbanken eröffnet, aber auch hier ist eine SSN notwendig.

    Wenn keine SSN vorhanden ist, dann hast du wohl das Recht auf ein sog. Basiskonto, auch hier hast du vermutlich bei einer Filialbank oder Sparkasse die größten Chancen.

    Alles ohne Gewähr, habe das nur im Internet zusammengesucht.

  • [ ... ]
    Nun gibt es jedoch Fälle von Generationen die eine solche Nummer aus
    welchen Gründen auch immer nicht haben( Stichwort Gnade der frühen
    Geburt) :)
    Was jedoch auch kein Problem darstellen könnte da man diese in einer
    US-Vertretung beantragen kann.

    [ ... ]

    Vielleicht verstehe ich das Grundsatzproblem nicht richtig, aber waren US-Bürger nicht schon immer verpflichtet, in den U.S.A. eine Steuererklärung einzureichen?
    Kann (muss) nicht jeder amerikanische Staatsbürger eine Social Security Number (SSN) beantragen?

    Ein "normales" Konto bei einer deutschen Bank ist nicht das Problem - bei einem Wertpapierdepot wird es spannend, denn viele Wertpapiere, die hier in Deutschland an die Kunden vertrieben werden, dürften in den U.S.A. gar nicht angeboten werden, bzw. der Erwerb ist (wird) US Bürgern nicht gestattet.
    Das kann natürlich eine Bank nur jeweils individuell bei jedem Kaufauftrag prüfen - Verstöße durch die Bank (Broker) führen zu hohen Geldstrafen durch US-Behörden, dem Verlust der US-Geschäftslizenz sowie massiven Reputationsschäden. Die Bank haftet also für Verstöße gegen US-Finanzgesetze. Daher lehnen deutsche Banken Wertpapierdepots für US Bürger grundsätzlich ab.

  • Staatsbürgerschaft aufgeben ist eine recht teure als auch zeitaufwendige Idee.

    Du musst nur 5 jahre in Deutschland legak wohnen dann kann die Einbürgerung mit deutschen Pass erfolgen für Erwachsene betragen die kosten 255€

    Die USA verlangen für die Aufgabe anscheinend 455$


    Wenn ich betroffen wäre mir wäre es den Aufwand wert.

  • Hallo Michael,

    danke fürs Feedback


    zu Steuererklärung der US Bürger.

    Da liegst Du richtig

    Jedoch brauchst eine SteuerID und sei es nur die SSN

    Bis zu einem gewissen Datum hast Du diese nicht gebraucht.

    Erst durch ne Gesetzesänderung wird diese ab Geburt vergeben.

    Im Internet war ich .. jedoch bin ich nicht auf das Basiskonto gestoßen.

    Das ist schon mal eine gute Idee.

    Zum Wertpapier

    Hier gehts es ja um Dividende und letztlich Steuerabgaben auf die Einkünfte was ich ja verstehe

    Nur angenommen Du hast VW Aktien.. da dürfte sich kein Prob ergeben da diese ja nicht in den USA verboten sind.

    Wo hingegen es Probs geben kann sind ETFs .. so mein Gedanke..

    Zur Deutschen Staatsbürgerschaft. Ja das ist auch ne gute Idee jedoch bleibt ja der Geburtsort in den US

    Was ich bisher gemacht habe Schreiben an das BMJ .. die erklären sich für nicht zuständig, obgleich ich nach einer bilateralen Regelung in dieser Sache gefragt habe.

    Auch habe ich den Verbraucherschutz angefragt, ob die etwas in der Sache wissen. Da muss ich aber noch etwas abwarten.

    Wie auch immer Danke Dir für die hilfreichen Gedankenanstöße. Ich bleib weiter dran VG Pete

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